ESAs benennen 5 Maßnahmen gegen die Corona-Krise

Am 22. September 2020 veröffentlichten die europäischen Aufsichtsbehörden (European Supervisory Authorities – ESAs) einen gemeinsamen Risikobewertungsbericht bezüglich der Corona-Krise.

Der Bericht benennt fünf Maßnahmen, welche die Folgen von COVID 19 eindämmen sollen:

  • Szenario- und Sensitivitätsanalysen sowie Stresstests:
    Aufgrund der aktuell hohen Marktvolatilität sollten sich Finanzdienstleistungsunternehmen auf mögliche Marktveränderungen vorbereiten. Dazu sollten in Bezug auf Liquidität, Solvabilität und das Kreditrisiko Szenario- und Sensitivitätsanalysen sowie Stresstests durchgeführt werden, um nachteilige Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.
  • Unterstützung der Wirtschaft:
    In den letzten Jahren haben insbesondere Banken in Anlagen mit höheren Risiken investiert. Daher sollten vorhandene Darlehensstrukturen überprüft werden. Außerdem sollten Banken Kapitalerleichterungen nutzen, um die Wirtschaft weiter mit Krediten zu versorgen.
  • Kapitalausstattung:
    Finanzdienstleistungsunternehmen sollten darauf achten, ihre Kapitalanlagestrategie vorausschauend aufzubauen und mögliche Marktveränderungen zu berücksichtigen. Zudem sollen rechtliche Flexibilitäten berücksichtigt werden, um Kapital- und Liquiditätspuffer zu nutzen.
  • Risiken eines andauernden Niedrigzinsumfelds:
    Während niedrige Zinsen die Wirtschaft unterstützen, stellen Sie für die Banken- und Versicherungsbranche ein wesentliches Risiko dar. Es sollte sichergestellt und durch die Aufsichtsbehörden überwacht werden, dass entsprechende Risiken korrekt eingepreist werden.
  • IT und Datensicherheit:
    IT Risiken und Auslagerungen sollten intensiv überwacht werden. Relevant sind dabei insbesondere die Themen Datensicherheit, Geschäftskontinuität, Cyberrisiken und Cyberkriminalität.  Außerdem sollte die Vorbereitung auf das Ende der Brexit-Übergangszeit weiter vorangetrieben werden.

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