Kategorie: Actuarial Services

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Agile Steuerung in der Versicherungsbranche – Probleme frĂĽhzeitig erkennen und richtige Entscheidungen treffen

In der heutigen dynamischen und digitalen Umgebung haben Kunden und andere Stakeholder höhere Erwartungen an Versicherungen denn je. Um den neuen Marktanforderungen gerecht zu werden, müssen Unternehmen anpassungsfähig und agil sein. Um einen detaillierten Überblick über die aktuelle Transformation des Versicherungsmarktes zu erhalten, hat PwC in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München eine Marktstudie über 24 Versicherungsunternehmen durchgeführt. Die Teilnehmer umfassen die fünf größten, deutschen Versicherungsunternehmen, acht europäische Versicherungsunternehmen mit Tochtergesellschaften oder Niederlassungen in Deutschland und elf internationale Versicherungsunternehmen.

Vielfältige interne wie externe Herausforderungen wirken sich auch auf die Erwartungshaltung von Investoren, Kunden und weiteren Stakeholdern an die Berichterstattung und Schlüsselkennzahlen (Key Performance Indicators, KPIs) aus. Neben beispielsweise gesellschaftlichen Themen rund um ESG und Diversität oder neuartigen Risiken wie Cyber und Datenschutz stehen Risiko- und Finanzfunktionen im Fokus. Insbesondere zeichnet sich durch die Transformation der Finanzberichterstattung durch IFRS9 und IFRS 17 eine Änderung der entsprechenden Schlüsselkennzahlen für das Storytelling zur Ertragslage ab. Was sind hier die Themenfelder, wie können kollaborativ die Fragestellungen gelöst werden?

Den vollständigen Blogbeitrag stellen wir Ihnen im kostenfreien Registrierbereich von PwCPlus zur VerfĂĽgung: Link zum Beitrag in PwCPlus

Solvency II 2020 Review – Erwartete quantitative Auswirkungen auf die S2-Quoten

Die EIOPA hat im Dezember 2020 ihre “Opinion on the 2020 review of Solvency II” vorgelegt. Diese umfasste auch eine umfangreiche Auswirkungsanalyse[1]: In zwei zentralen Studien wurden mögliche Effekte der vorgeschlagenen Änderungen auf die Versicherungsunternehmen untersucht: Einmal zum Stichtag 31. Dezember 2019 im sogenannten Holistic Impact Assessment (“HIA”) und einmal zum Stichtag 30. Juni 2020 im sog. Complementary Information Request (“CIR”), dort konnten dann auch die Einflüsse der COVID-19-Pandemie beobachtet werden. Getestet wurden drei grundlegende Szenarien, das “Basisszenario”, welchem die aktuell gültigen Solvency-II-Vorgaben zugrunde gelegt wurden, “Szenario 1”, bei dem der Effekt aller kombinierten Anpassungsvorschläge untersucht wurde und “Szenario 2”, bei dem die Rekalibrierung des Zinsrisikos ausgeklammert wurde (ansonsten entsprach dieses dem Szenario 1).

IFRS 17: Denken Sie an Ihre KPIs!

KPIs sind wesentliche Instrumente, um das Geschäft eines Versicherers und seine Performance zu analysieren und zu bewerten. KPIs sind weiterhin Messgrößen, die auch regelmäßig von Analysten und Investoren verwendet werden. Ein Thema, das für viele, einschließlich der Aufsichtsbehörde, von Interesse ist, sind die durch die Einführung von IFRS 17 zu erwartenden Auswirkungen auf die wichtigsten Kennzahlen und wie sich diese infolge entwickeln oder verändern könnten.

Die von den Versicherern verwendeten KPIs variieren je nach Branche und Rechtsordnung, fallen aber im Allgemeinen in die drei Kategorien Wachstum, Rentabilität und Finanzkraft, welche zu berücksichtigen sind.

Novelle der MindestzufĂĽhrungsverordnung sowie der Pensionsfondsaufsichtsverordnung

Mit Wirkung vom 7. Juli 2020 sind Änderungen in der Mindestzuführungsverordnung sowie der Pensionsfonds-Aufsichtsverordnung in Kraft getreten (Vierte Verordnung zur Änderung von Verordnungen nach dem Versicherungsaufsichtsgesetz). Ziel der neuen Regelung ist es, die Rahmenbedingungen für externe, freiwillige Einschüsse bei Lebensversicherungsunternehmen und Pensionseinrichtungen zu verbessern. Insbesondere sollen Eigentümer und andere Beteiligte einen Anreiz erhalten, den Unternehmen zusätzliche Mittel zur Finanzierung der Zinsrückstellung, d.h. der Zinszusatzrückstellung im Neubestand und der Zinsverstärkung im Altbestand, bereitzustellen.

Alternative Investments in der Versicherungsbranche

Das aktuelle Niedrigzinsumfeld zwingt Anleiheinvestoren schon seit einiger Zeit zum Umdenken. Um ansatzweise attraktive Renditen zu erwirtschaften, müssen höhere Risiken in Kauf genommen werden. Die Kapitalmärkte waren nicht zuletzt aufgrund der Auswirkungen von Covid-19 von hohen Volatilitäten geprägt, was sich auch auf die Solvabilität der Lebensversicherer übersetzte. Die Ableitung konkreter Maßnahmen zur Stabilisierung der Solvency-II-Quote über den kritischen 100% wird für einige Lebensversicherungen im aktuellen Kapitalmarktumfeld daher zu einer immer wichtigeren Aufgabe. Dabei spielen Investitionen in alternative und illiquide Kapitalanlagen zunehmend eine zentrale Rolle.

Die Corona-Krise als Katalysator für eine höhere Adäquanz in der aktuariellen Planung

Das Corona-Virus bestimmt noch immer die Schlagzeilen – und zumindest in naher Zukunft werden auch die Folgen der Krise die Schlagzeilen bestimmen. Neben den makroökonomischen Auswirkungen sind Versicherungsunternehmen im Kompositgeschäft durch Veränderungen in der Struktur der Schadenaufwendungen und Folgewirkungen in der Prämienentwicklung betroffen. Häufig stellt sich dabei die Frage wie mit der Krise umzugehen ist. Doch um diese Frage beantworten zu können, muss quantifiziert werden, wie groĂź die Auswirkung auf den Versicherungsbestand ist.

Agile Steuerung im Versicherungsbereich – Wie können Sie Ihr Unternehmen agil steuern, um heute gestärkt in die Zukunft zu starten?

Klassische, herkömmliche Steuerungsmethoden.

Seit Jahrzehnten liegt der Fokus bei der Unternehmenssteuerung im deutschen Versicherungsmarkt auf der HGB Bilanz. Moderne regulatorische Anforderungen wie beispielsweise die Aufstellung einer ökonomischen Bilanz unter SII spielt insbesondere bei mittelständischen Versicherungsunternehmen meist nur eine sekundäre Rolle, als relevante Nebenbedingung der Unternehmenssteuerung. Aus den von PwC untersuchten Geschäftsberichten nationaler Versicherungsunternehmen geht hervor, dass sich das Reporting grundsätzlich an einer festen Struktur orientiert. Hierbei spielt die Verwendung von herkömmlichen (finanziellen) Key Performance Indicators (KPIs) die Hauptrolle. In der Bilanz tauchen überwiegend Umsatz, gebuchte Bruttobeiträge, Return on Equity (ROE), kombinierte Schaden-/Kostenquote, Combined Ratio (COR) und Solvency II Ratio auf. Mit der Ausnahme des Solvency II Ratios zeichnen sich diese KPIs vor allem durch eine retrospektive Betrachtung aus, ohne Berücksichtigung von potentiellen Auswirkungen und Einflüssen aus zukünftigen Perioden.

Ergebnisse der Branchensimulationsmodelle visualisieren und durch moderne Analysetools Effizienzen heben

Die Ergebnisse aus dem Branchensimulationsmodell (BSM) des GDV, welches für Solvency II häufig bei Lebensversicherungs-unternehmen zum Einsatz kommt, zeichnen für viele Versicherer im aktuellen Niedrigzins zur Mitte des Jahres 2020 ein düsteres Bild zur ökonomischen Bedeckung der Eigenmittel. Um ein richtiges Bild abzugeben, ist es deshalb umso mehr wichtig, dass das BSM für die einzelnen Häuser individuell und sachgerecht, d.h. auch nicht übervorsichtig eingerichtet wird. Es ist momentan nicht die Zeit, unnötig Potential hinsichtlich der Ermittlung der Bedeckung zu verschenken. Vielmehr geht es darum, die Realität nachhaltig und angemessen abzubilden.

EIOPA – Ergänzende Informationsabfrage im Rahmen des Solvency II-Reviews

Im Juli 2020 startete EIOPA eine aktualisierte komplementäre Informationsabfrage in Bezug auf COVID-19, um die bisherige Auswirkungsstudie zum Solvency II-Review zu ergänzen. Diese Abfrage enthält dabei: 

  • Technische Spezifikationen (aktualisiert zur Fassung aus März 2020, vgl. Dokument “Tracked changes”)
  • Reporting Template
  • Technische Informationen zu Szenarioanalysen (aktualisiert zum 13. Juli 2020)
  • Q&A (laufende Aktualisierung, zuletzt zum 16. Juli 2020)

Die Abfrage bildet einen weiteren Baustein im „Technical Advice“ der EIOPA, welchen die Europäische Kommission im Februar 2019 zur DurchfĂĽhrung des Solvency II Reviews in Auftrag gegeben hat (siehe auch Blog-Beitrag vom 11. März 2020). 

Versicherungssektor bei PwC unter neuer Leitung

Ich freue mich mitteilen zu dĂĽrfen, dass PwC mich am 1. Juli 2020 zum neuen Industry Leader fĂĽr den Bereich Insurance ernannt hat. Hiermit trete ich die Nachfolge von Julia Unkel an, die sich fĂĽr eine neue berufliche Herausforderung entschieden hat.

Ich bin seit dem Jahr 2002 bei PwC Deutschland tätig und blicke somit auf insgesamt mehr als 18 Jahre Berufserfahrung in der Versicherungswirtschaft zurĂĽck. Seit meinem Start bei PwC habe ich die Entwicklung der Versicherungspraxis bei PwC maĂźgeblich mitgestaltet – seit 2012 als Partner.