Kategorie: Actuarial Services

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Novelle der Mindestzuf√ľhrungsverordnung sowie der Pensionsfondsaufsichtsverordnung

Mit Wirkung vom 7. Juli 2020 sind √Ąnderungen in der Mindestzuf√ľhrungsverordnung sowie der Pensionsfonds-Aufsichtsverordnung in Kraft getreten (Vierte Verordnung zur √Ąnderung von Verordnungen nach dem Versicherungsaufsichtsgesetz). Ziel der neuen Regelung ist es, die Rahmenbedingungen f√ľr externe, freiwillige Einsch√ľsse bei Lebensversicherungsunternehmen und Pensionseinrichtungen zu verbessern. Insbesondere sollen Eigent√ľmer und andere Beteiligte einen Anreiz erhalten, den Unternehmen zus√§tzliche Mittel zur Finanzierung der Zinsr√ľckstellung, d.h. der Zinszusatzr√ľckstellung im Neubestand und der Zinsverst√§rkung im Altbestand, bereitzustellen.

Alternative Investments in der Versicherungsbranche

Das aktuelle Niedrigzinsumfeld zwingt Anleiheinvestoren schon seit einiger Zeit zum Umdenken. Um ansatzweise attraktive Renditen zu erwirtschaften, m√ľssen h√∂here Risiken in Kauf genommen werden. Die Kapitalm√§rkte waren nicht zuletzt aufgrund der Auswirkungen von Covid-19 von hohen Volatilit√§ten gepr√§gt, was sich auch auf die Solvabilit√§t der Lebensversicherer √ľbersetzte. Die Ableitung konkreter Ma√ünahmen zur Stabilisierung der Solvency-II-Quote √ľber den kritischen 100% wird f√ľr einige Lebensversicherungen im aktuellen Kapitalmarktumfeld daher zu einer immer wichtigeren Aufgabe. Dabei spielen Investitionen in alternative und illiquide Kapitalanlagen zunehmend eine zentrale Rolle.

Die Corona-Krise als Katalysator f√ľr eine h√∂here Ad√§quanz in der aktuariellen Planung

Das Corona-Virus bestimmt noch immer die Schlagzeilen Рund zumindest in naher Zukunft werden auch die Folgen der Krise die Schlagzeilen bestimmen. Neben den makroökonomischen Auswirkungen sind Versicherungsunternehmen im Kompositgeschäft durch Veränderungen in der Struktur der Schadenaufwendungen und Folgewirkungen in der Prämienentwicklung betroffen. Häufig stellt sich dabei die Frage wie mit der Krise umzugehen ist. Doch um diese Frage beantworten zu können, muss quantifiziert werden, wie groß die Auswirkung auf den Versicherungsbestand ist.

Agile Steuerung im Versicherungsbereich РWie können Sie Ihr Unternehmen agil steuern, um heute gestärkt in die Zukunft zu starten?

Klassische, herkömmliche Steuerungsmethoden.

Seit Jahrzehnten liegt der Fokus bei der Unternehmenssteuerung im deutschen Versicherungsmarkt auf der HGB Bilanz. Moderne regulatorische Anforderungen wie beispielsweise die Aufstellung einer √∂konomischen Bilanz unter SII spielt insbesondere bei mittelst√§ndischen Versicherungsunternehmen meist nur eine sekund√§re Rolle, als relevante Nebenbedingung der Unternehmenssteuerung. Aus den von PwC untersuchten Gesch√§ftsberichten nationaler Versicherungsunternehmen geht hervor, dass sich das Reporting grunds√§tzlich an einer festen Struktur orientiert. Hierbei spielt die Verwendung von herk√∂mmlichen (finanziellen) Key Performance Indicators (KPIs) die Hauptrolle. In der Bilanz tauchen √ľberwiegend Umsatz, gebuchte Bruttobeitr√§ge, Return on Equity (ROE), kombinierte Schaden-/Kostenquote, Combined Ratio (COR) und Solvency II Ratio auf. Mit der Ausnahme des Solvency II Ratios zeichnen sich diese KPIs vor allem durch eine retrospektive Betrachtung aus, ohne Ber√ľcksichtigung von potentiellen Auswirkungen und Einfl√ľssen aus zuk√ľnftigen Perioden.

Ergebnisse der Branchensimulationsmodelle visualisieren und durch moderne Analysetools Effizienzen heben

Die Ergebnisse aus dem Branchensimulationsmodell (BSM) des GDV, welches f√ľr Solvency II h√§ufig bei Lebensversicherungs-unternehmen zum Einsatz kommt, zeichnen f√ľr viele Versicherer im aktuellen Niedrigzins zur Mitte des Jahres 2020 ein d√ľsteres Bild zur √∂konomischen Bedeckung der Eigenmittel. Um ein richtiges Bild abzugeben, ist es deshalb umso mehr wichtig, dass das BSM f√ľr die einzelnen H√§user individuell und sachgerecht, d.h. auch nicht √ľbervorsichtig eingerichtet wird. Es ist momentan nicht die Zeit, unn√∂tig Potential hinsichtlich der Ermittlung der Bedeckung zu verschenken. Vielmehr geht es darum, die Realit√§t nachhaltig und angemessen abzubilden.

EIOPA РErgänzende Informationsabfrage im Rahmen des Solvency II-Reviews

Im Juli 2020 startete EIOPA eine aktualisierte komplementäre Informationsabfrage in Bezug auf COVID-19, um die bisherige Auswirkungsstudie zum Solvency II-Review zu ergänzen. Diese Abfrage enthält dabei: 

  • Technische Spezifikationen (aktualisiert zur Fassung aus M√§rz 2020, vgl. Dokument ‚ÄúTracked changes‚ÄĚ)
  • Reporting Template
  • Technische Informationen zu Szenarioanalysen (aktualisiert zum 13. Juli 2020)
  • Q&A (laufende Aktualisierung, zuletzt zum 16. Juli 2020)

Die Abfrage bildet einen weiteren Baustein im ‚ÄěTechnical Advice‚Äú der EIOPA, welchen die Europ√§ische Kommission im Februar 2019 zur Durchf√ľhrung des Solvency II Reviews in Auftrag gegeben hat (siehe auch Blog-Beitrag vom 11. M√§rz 2020).¬†

Nachhaltigkeit, Klimawandel und Pricing

Versicherungen sind von den Folgen des globalen Klimawandels direkt betroffen. Diesem entgegenzuwirken ist eine der zentralen Aufgaben von nachhaltigem Handeln – aufgrund der komplexen Zusammenh√§nge ist ein genaues Beobachten f√ľr ein akkurates Pricing notwendig.

 

ESG und Nachhaltigkeit

Unter dem englischsprachigen Schlagwort ‚ÄúEnvironmental, Social and Governance‚ÄĚ lassen sich die zentralen Dimensionen von Nachhaltigkeit zusammenfassen. Die damit einhergehenden transitorischen und physischen Risiken werden ihre Wirkung auf (R√ľck-) Versicherungsunternehmen zuk√ľnftig zunehmend entfalten. Unternehmen m√ľssen sich in Bezug auf ESG-Themen dabei nicht nur strategisch positionieren, auch auf operativer Ebene sind fr√ľhzeitig Analysen und Anpassungen notwendig.

Festlegung von Annahmen in Zeiten von COVID 19

Der Blogbeitrag zum Modellmanagament in Zeiten von COVID 19 vom 2. Juli beleuchtete Handlungsfelder bei aktuariellen Bewertungsmodellen in der Personenversicherung. Ein umfassendes Modellmanagement behandelt aber auch die hierbei zu ber√ľcksichtigenden Annahmen. Die COVID-19-Pandemie und die damit einhergehende Volatilit√§t an den Kapitalm√§rkten sowie die Unsicherheit in den aktuariellen Annahmen wirkt sich auf die interne und externe Berichterstattung aus. Was ist nun im Rahmen des Modellmanagements bei der Festlegung der Annahmen und Parameter zu beachten?

Modellmanagement in Zeiten von COVID 19

In den letzten drei√üig Jahren hat die Anwendung aktuarieller Bewertungsmodelle in der Personenversicherung zugenommen. Treiber f√ľr diese Entwicklungen waren neben den technischen M√∂glichkeiten insbesondere Marktentwicklungen und regulatorische Anforderungen.

Die COVID-19-Pandemie hat neue Herausforderungen √ľber den gesamten Modell-Lebenszyklus mit sich gebracht. Diese erstrecken sich von der Entwicklung √ľber die Validierung bis zum Monitoring ‚Äď und gleichzeitig auf den operativen Betrieb. Mit geeigneten Ma√ünahmen seitens der Stakeholder, die insbesondere die Finanz-, Risiko- und Aktuarsfunktionen umfassen, gilt es diesen im Rahmen des Modellmanagements entgegenzutreten.

„Individuell“ gewinnt in der Versicherungsbranche an Bedeutung

Individuelle Versicherungen, die auf pers√∂nliche Bed√ľrfnisse angepasst sind und einen fairen individuellen Preis haben gewinnen an Bedeutung. Dabei liegt der Mehrwert sowohl beim Versicherungsnehmer, als auch bei den Versicherungen, wo neue M√∂glichkeiten und Potenziale entstehen.

Es gibt bereits M√∂glichkeiten Vertr√§ge um Zusatzleistungen zu erg√§nzen um diese besser auf eigene Anspr√ľche abzustimmen. Ein Angebot, welches Mehrwert schafft und von Kunden angenommen wird. Weniger entwickelt ist dagegen die individuelle Bepreisung der Vertr√§ge, nicht nur abh√§ngig von der Leistung, sondern auch abh√§ngig von dem Versicherungsnehmer, seinem Profil und seinem Verhalten. Durch eine individuelle Betrachtung der Kunden k√∂nnen Risiken besser kalkuliert und gesteuert werden. Daraus folgt eine bessere Bepreisung von Vertr√§gen, die Vermeidung Adverser Selektion und letztendlich eine Verbesserung des Gesch√§ftsmodells und der Rentabilit√§t.

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