Kategorie: Actuarial Services

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Solvency II 2020 Review – Erwartete quantitative Auswirkungen auf die S2-Quoten

Die EIOPA hat im Dezember 2020 ihre “Opinion on the 2020 review of Solvency II” vorgelegt. Diese umfasste auch eine umfangreiche Auswirkungsanalyse[1]: In zwei zentralen Studien wurden mögliche Effekte der vorgeschlagenen Änderungen auf die Versicherungsunternehmen untersucht: Einmal zum Stichtag 31. Dezember 2019 im sogenannten Holistic Impact Assessment (“HIA”) und einmal zum Stichtag 30. Juni 2020 im sog. Complementary Information Request (“CIR”), dort konnten dann auch die EinflĂŒsse der COVID-19-Pandemie beobachtet werden. Getestet wurden drei grundlegende Szenarien, das “Basisszenario”, welchem die aktuell gĂŒltigen Solvency-II-Vorgaben zugrunde gelegt wurden, “Szenario 1”, bei dem der Effekt aller kombinierten AnpassungsvorschlĂ€ge untersucht wurde und “Szenario 2”, bei dem die Rekalibrierung des Zinsrisikos ausgeklammert wurde (ansonsten entsprach dieses dem Szenario 1).

IFRS 17: Denken Sie an Ihre KPIs!

KPIs sind wesentliche Instrumente, um das GeschĂ€ft eines Versicherers und seine Performance zu analysieren und zu bewerten. KPIs sind weiterhin MessgrĂ¶ĂŸen, die auch regelmĂ€ĂŸig von Analysten und Investoren verwendet werden. Ein Thema, das fĂŒr viele, einschließlich der Aufsichtsbehörde, von Interesse ist, sind die durch die EinfĂŒhrung von IFRS 17 zu erwartenden Auswirkungen auf die wichtigsten Kennzahlen und wie sich diese infolge entwickeln oder verĂ€ndern könnten.

Die von den Versicherern verwendeten KPIs variieren je nach Branche und Rechtsordnung, fallen aber im Allgemeinen in die drei Kategorien Wachstum, RentabilitĂ€t und Finanzkraft, welche zu berĂŒcksichtigen sind.

Novelle der MindestzufĂŒhrungsverordnung sowie der Pensionsfondsaufsichtsverordnung

Mit Wirkung vom 7. Juli 2020 sind Änderungen in der MindestzufĂŒhrungsverordnung sowie der Pensionsfonds-Aufsichtsverordnung in Kraft getreten (Vierte Verordnung zur Änderung von Verordnungen nach dem Versicherungsaufsichtsgesetz). Ziel der neuen Regelung ist es, die Rahmenbedingungen fĂŒr externe, freiwillige EinschĂŒsse bei Lebensversicherungsunternehmen und Pensionseinrichtungen zu verbessern. Insbesondere sollen EigentĂŒmer und andere Beteiligte einen Anreiz erhalten, den Unternehmen zusĂ€tzliche Mittel zur Finanzierung der ZinsrĂŒckstellung, d.h. der ZinszusatzrĂŒckstellung im Neubestand und der ZinsverstĂ€rkung im Altbestand, bereitzustellen.

Alternative Investments in der Versicherungsbranche

Das aktuelle Niedrigzinsumfeld zwingt Anleiheinvestoren schon seit einiger Zeit zum Umdenken. Um ansatzweise attraktive Renditen zu erwirtschaften, mĂŒssen höhere Risiken in Kauf genommen werden. Die KapitalmĂ€rkte waren nicht zuletzt aufgrund der Auswirkungen von Covid-19 von hohen VolatilitĂ€ten geprĂ€gt, was sich auch auf die SolvabilitĂ€t der Lebensversicherer ĂŒbersetzte. Die Ableitung konkreter Maßnahmen zur Stabilisierung der Solvency-II-Quote ĂŒber den kritischen 100% wird fĂŒr einige Lebensversicherungen im aktuellen Kapitalmarktumfeld daher zu einer immer wichtigeren Aufgabe. Dabei spielen Investitionen in alternative und illiquide Kapitalanlagen zunehmend eine zentrale Rolle.

Die Corona-Krise als Katalysator fĂŒr eine höhere AdĂ€quanz in der aktuariellen Planung

Das Corona-Virus bestimmt noch immer die Schlagzeilen – und zumindest in naher Zukunft werden auch die Folgen der Krise die Schlagzeilen bestimmen. Neben den makroökonomischen Auswirkungen sind Versicherungsunternehmen im KompositgeschĂ€ft durch VerĂ€nderungen in der Struktur der Schadenaufwendungen und Folgewirkungen in der PrĂ€mienentwicklung betroffen. HĂ€ufig stellt sich dabei die Frage wie mit der Krise umzugehen ist. Doch um diese Frage beantworten zu können, muss quantifiziert werden, wie groß die Auswirkung auf den Versicherungsbestand ist.

Agile Steuerung im Versicherungsbereich – Wie können Sie Ihr Unternehmen agil steuern, um heute gestĂ€rkt in die Zukunft zu starten?

Klassische, herkömmliche Steuerungsmethoden.

Seit Jahrzehnten liegt der Fokus bei der Unternehmenssteuerung im deutschen Versicherungsmarkt auf der HGB Bilanz. Moderne regulatorische Anforderungen wie beispielsweise die Aufstellung einer ökonomischen Bilanz unter SII spielt insbesondere bei mittelstĂ€ndischen Versicherungsunternehmen meist nur eine sekundĂ€re Rolle, als relevante Nebenbedingung der Unternehmenssteuerung. Aus den von PwC untersuchten GeschĂ€ftsberichten nationaler Versicherungsunternehmen geht hervor, dass sich das Reporting grundsĂ€tzlich an einer festen Struktur orientiert. Hierbei spielt die Verwendung von herkömmlichen (finanziellen) Key Performance Indicators (KPIs) die Hauptrolle. In der Bilanz tauchen ĂŒberwiegend Umsatz, gebuchte BruttobeitrĂ€ge, Return on Equity (ROE), kombinierte Schaden-/Kostenquote, Combined Ratio (COR) und Solvency II Ratio auf. Mit der Ausnahme des Solvency II Ratios zeichnen sich diese KPIs vor allem durch eine retrospektive Betrachtung aus, ohne BerĂŒcksichtigung von potentiellen Auswirkungen und EinflĂŒssen aus zukĂŒnftigen Perioden.

Ergebnisse der Branchensimulationsmodelle visualisieren und durch moderne Analysetools Effizienzen heben

Die Ergebnisse aus dem Branchensimulationsmodell (BSM) des GDV, welches fĂŒr Solvency II hĂ€ufig bei Lebensversicherungs-unternehmen zum Einsatz kommt, zeichnen fĂŒr viele Versicherer im aktuellen Niedrigzins zur Mitte des Jahres 2020 ein dĂŒsteres Bild zur ökonomischen Bedeckung der Eigenmittel. Um ein richtiges Bild abzugeben, ist es deshalb umso mehr wichtig, dass das BSM fĂŒr die einzelnen HĂ€user individuell und sachgerecht, d.h. auch nicht ĂŒbervorsichtig eingerichtet wird. Es ist momentan nicht die Zeit, unnötig Potential hinsichtlich der Ermittlung der Bedeckung zu verschenken. Vielmehr geht es darum, die RealitĂ€t nachhaltig und angemessen abzubilden.

EIOPA – ErgĂ€nzende Informationsabfrage im Rahmen des Solvency II-Reviews

Im Juli 2020 startete EIOPA eine aktualisierte komplementĂ€re Informationsabfrage in Bezug auf COVID-19, um die bisherige Auswirkungsstudie zum Solvency II-Review zu ergĂ€nzen. Diese Abfrage enthĂ€lt dabei: 

  • Technische Spezifikationen (aktualisiert zur Fassung aus MĂ€rz 2020, vgl. Dokument “Tracked changes”)
  • Reporting Template
  • Technische Informationen zu Szenarioanalysen (aktualisiert zum 13. Juli 2020)
  • Q&A (laufende Aktualisierung, zuletzt zum 16. Juli 2020)

Die Abfrage bildet einen weiteren Baustein im „Technical Advice“ der EIOPA, welchen die EuropĂ€ische Kommission im Februar 2019 zur DurchfĂŒhrung des Solvency II Reviews in Auftrag gegeben hat (siehe auch Blog-Beitrag vom 11. MĂ€rz 2020). 

Versicherungssektor bei PwC unter neuer Leitung

Ich freue mich mitteilen zu dĂŒrfen, dass PwC mich am 1. Juli 2020 zum neuen Industry Leader fĂŒr den Bereich Insurance ernannt hat. Hiermit trete ich die Nachfolge von Julia Unkel an, die sich fĂŒr eine neue berufliche Herausforderung entschieden hat.

Ich bin seit dem Jahr 2002 bei PwC Deutschland tĂ€tig und blicke somit auf insgesamt mehr als 18 Jahre Berufserfahrung in der Versicherungswirtschaft zurĂŒck. Seit meinem Start bei PwC habe ich die Entwicklung der Versicherungspraxis bei PwC maßgeblich mitgestaltet – seit 2012 als Partner. 

Nachhaltigkeit, Klimawandel und Pricing

 

Versicherungen sind von den Folgen des globalen Klimawandels direkt betroffen. Diesem entgegenzuwirken ist eine der zentralen Aufgaben von nachhaltigem Handeln – aufgrund der komplexen ZusammenhĂ€nge ist ein genaues Beobachten fĂŒr ein akkurates Pricing notwendig.

 

ESG und Nachhaltigkeit

Unter dem englischsprachigen Schlagwort “Environmental, Social and Governance” lassen sich die zentralen Dimensionen von Nachhaltigkeit zusammenfassen. Die damit einhergehenden transitorischen und physischen Risiken werden ihre Wirkung auf (RĂŒck-) Versicherungsunternehmen zukĂŒnftig zunehmend entfalten. Unternehmen mĂŒssen sich in Bezug auf ESG-Themen dabei nicht nur strategisch positionieren, auch auf operativer Ebene sind frĂŒhzeitig Analysen und Anpassungen notwendig.