Kategorie: Allgemein

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Vertrieb und „Sustainable Finance“:  EU-Nachhaltigkeitsregulierung aus Sicht des Versicherungsvertriebs

Die Schlagwörter „Nachhaltigkeit“ und „Sustainable Finance“ sind in der Versicherungsbranche inzwischen gut bekannt. Ungeachtet der aktuellen COVID-19-Krise rollt die Europäische Union die neue Nachhaltigkeitsgesetzgebung mit einer Vielzahl von Verordnungen und Initiativen immer weiter aus.

Mit der Veröffentlichung der Taxonomieverordnung im Europäischen Amtsblatt ist neben der Offenlegungsverordnung („Off-VO“) nun die zweite zentrale Verordnung der neuen Nachhaltigkeitsgesetzgebung final auf den Weg gebracht worden. Neben den konkretisierenden technischen Regulierungsstandards („RTS“) zur Off-VO werden aktuell auch Änderungen der Delegierten Verordnungen zur Versicherungsvertriebsrichtlinie („IDD“) konsultiert.

Hierbei steht die Änderung der Delegierten Verordnung (EU) 2017/2359 im Fokus, welche die  Informationspflichten und Wohlverhaltensregeln für den Vertrieb von Versicherungsanlageprodukten festlegt. Nach dem Willen der Europäischen Kommission sollen bei einer Beratung zu Versicherungsanlageprodukten zukünftig zwingend die sog. Nachhaltigkeitspräferenzen des Kunden abzufragen und bei der im Rahmen der IDD eingeführten Geeignetheitsprüfung zu berücksichtigen sein.

Obwohl der Vertrieb der Versicherer an der jeweiligen unternehmensinternen Umsetzung der Regulierung ein starkes Interesse hat, erscheinen Vertrieb und Produktentwicklung in vielen Häusern – im Gegensatz zu Risikomanagement und Kapitalanlage – noch nicht gut orientiert. Zudem scheint es in manchen Häusern die Einschätzung zu geben, man könne die recht umfangreichen regulatorischen Anforderungen der Nachhaltigkeitsgesetzgebung „in der Linie“ abarbeiten und man benötige kein eigenständiges Projekt. Insbesondere die Interessen des Vertriebes erscheinen in einem bereichs-/abteilungsübergreifenden Projekt aber besser gewahrt.

#fredwagner – Interview zu Trends und Themen der Versicherungsbranche

Folge 22 – Daniel Bahr, Mitglied im Vorstand der Allianz Private Krankenversicherung AG 

Im aktuellen Beitrag sprechen Prof. Fred Wagner und Daniel Bahr, Mitglied im Vorstand der Allianz Private Krankenversicherung AG über Entwicklungsperspektiven der privaten Kranken- und Pflegeversicherung.

Zur immer wieder aufkommenden Diskussion der “Bürgerversicherung” erklärt Herr Bahr, dass das duale Krankenversicherungssystem in Deutschland sehr gut funktioniere und dass die Lage ohne die PKV nicht besser wäre. Es werde für alle Versicherten eine wohnortnahe Versorgung garantiert und jeder profitiere von diesem System. 

Sustainable Finance erreicht die Realwirtschaft: Die ESAs fordern einheitliche ESG-Berichterstattung im Rahmen der NFDR

Die Europäischen Aufsichtsbehörden („ESAs“) haben sich jeweils an der Konsultation der Europäischen Kommission zur Anpassung der Richtlinie über die nichtfinanzielle Berichterstattung („NFDR“) beteiligt.[1] Ihre jeweiligen Stellungnahmen haben die ESAs mit einem gemeinsamen Brief an die Europäische Kommission flankiert.[2] Die ESAs setzen sich gemeinsam für eine Standardisierung und Erweiterung der nichtfinanziellen Berichtspflichten ein und regen an, im Konsultationsprozess eine tragende Rolle zu spielen. Das Thema Sustainable Finance rückt hiermit wieder ein Stück weiter in Richtung Realwirtschaft vor.

Versicherungsteuer: Auslegungshilfe zur Bestimmung des Versicherungsnehmers veröffentlicht

Der Begriff des Versicherungsnehmers und seine Bestimmung und Abgrenzung zu anderen Personen haben im Rahmen der versicherungsteuerrechtlichen Beurteilung von Versicherungsverträgen erhebliche Bedeutung. In der Praxis ist die Einordnung oftmals schwierig, wenn mehrere Personen in die Verträge einbezogen sind und zudem, insbesondere bei englischsprachigen Verträgen, die Verwendung von im deutschen Rechtskontext eher ungebräuchlichen oder ungenauen Begriffen dominiert. Als Beispiel ist insoweit die sog. Co-assured-Thematik in der Schifffahrtsbranche zu nennen. Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat daher mit dem kürzlich ergangenen BMF-Schreiben vom 27. Mai 2020 (GZ: III C 4 – S 6400/19/10001 :006) eine Auslegungshilfe zur Bestimmung des Versicherungsnehmers veröffentlicht.

Deep Dive zu den Draft-RTS zur Offenlegungsverordnung: Die Indikatoren kommen!

Die Regulatoren ringen weiter um die Funktionsweise und das richtige Maß für die zukünftige Nachhaltigkeitsgesetzgebung. Mit dem im April veröffentlichten Entwurf technischer Regulierungsstandards zur Offenlegungsverordnung („Draft-RTS“) geht die Suche nach dem richtigen Regulierungsansatz und -Niveau in die nächste Runde und ist insbesondere für Versicherungsunternehmen ein wichtiger Regulierungs-Meilenstein. Die von den Europäischen Aufsichtsbehörden („ESAs“) vorgelegten Draft-RTS sehen ein sehr umfangreiches Konzept für die Berücksichtigung von sog. Nachhaltigkeitsindikatoren vor. Es ist fraglich, ob sich dieses Konzept praktisch umsetzen lässt und in die bisherige Architektur von Offenlegungs- und Taxonomieverordnung einfügt.

EIOPA Risk Dashboard – Viertes Quartal 2019 Solvency II Daten

Am 18. Mai 2020 hat EIOPA das Risk Dashboard für das vierte Quartal 2019 auf Basis von Solvency II Daten veröffentlicht (siehe auch Blog-Beiträge zu den Risk Dashboards der vorherigen Quartale 2019 vom 19. Februar 2020, 05. November 2019 und dem 29. Juli 2019). Folgendes waren die wesentlichen Erkenntnisse des vierten Quartals 2019:

#fredwagner – Interview zu Trends und Themen der Versicherungsbranche

Folge 21 – Ramin Niroumand, Gründer & CEO von finleap

Im neuesten Beitrag sprechen Prof. Dr. Fred Wagner und Ramin Niroumand, Gründer und CEO von finleap, über die digitale Transformation von Finanzdienstleistern.

Während Herr Niroumand sowohl für die Banken- als auch die Versicherungsbranche hohe Veränderungschancen sieht, bestehe höherer Druck für die Versicherer. Banken hätten frühzeitiger mit der digitalen Transformation begonnen. 

Meldepflicht grenzüberschreitender Steuergestaltungen (DAC 6)

Die Mitteilungspflicht für grenzüberschreitende Steuergestaltungen kommt! Und sie kommt wohl schneller, als bisher angenommen wurde. Derzeit hofft man auf ein Moratorium, also auf einen Aufschub der Frist der erstmaligen Meldung. Bislang ist vonseiten des Bundesfinanzministeriums jedoch noch kein solches Moratorium verkündet worden. Dies könnte sich jedoch bald ändern, denn die EU-Kommission hat am Freitag den 8. Mai 2020 vorgeschlagen, die DAC 6-Richtlinie zu ändern und die Meldepflichten sowie den Informationsaustausch zwischen den Ländern um drei Monate aufzuschieben.

Nachhaltigkeit & Steuern!?! – Steuerpolitik als wesentlicher Faktor für die Erreichung von Nachhaltigkeitszielen

Das Thema „Nachhaltigkeit“ ist derzeit in aller Munde. Nun hat die Debatte einen weiteren Aspekt erhalten: Steuern!

Neben den mittlerweile zahlreichen primär regulatorischen Initiativen (Offenlegungsverordnung, Taxonomie, CSR-Reporting, Green Bond Standard, ARUG II, Solvency II Review, IDD etc.) werden nun auch Steuern als Instrument zur Zielerreichung verschiedener volks- und betriebswirtschaftlicher Nachhaltigkeitsaspekte immer bedeutender. Durch die BEPS-Initiative der OECD und dem veröffentlichten Aktionsplan wurden zwar bereits eine Reihe von nachhaltigen Steuerpraktiken (wie z.B. Offenlegungspflichten im Rahmen des nicht-öffentlichen Country-by-Country Reportings) aufgezeigt.

Renewed Sustainable Finance Strategy: EU-Kommission konsultiert überarbeitete und ergänzte Strategie im Bereich Nachhaltigkeit

Die Europäische Kommission hat eine Konsultation zur Ergänzung ihrer bisherigen Strategie für eine nachhaltige Finanzwirtschaft „Renewed Sustainable Finance Strategy“ veröffentlicht. Diese Konsultation war bereits im Rahmen des Green Deals angekündigt worden, mit dem eine deutliche Intensivierung der klima- und umweltpolitischen Bestrebungen der EU auf den Weg gebracht wurde. Die Konsultation enthält umfassende Pläne für eine substanzielle Erweiterung des bisherigen EU Aktionsplans für eine nachhaltige Finanzwirtschaft.

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