Kategorie: Allgemein

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(Aufsichts-)rechtliche Vorgaben zum Fraud-Management im Versicherungsvertrieb

 

Die Vermittlerschaft ist ein Abbild der Gesellschaft. Entsprechend finden sich unter den Versicherungsvermittlern seit jeher auch immer wieder „schwarze Schafe“. Die Delikte reichen von Unterschlagung und dem betrügerischen Erschleichen von Vergütungen über die Mitwirkung beim Leistungsbetrug bis hin zur Geldwäsche. Den Versicherern drohen hierdurch neben den monetären Schäden insbesondere Reputationsschäden und nicht zuletzt auch unangenehme Fragen der BaFin. Bedeutung und Ursachen von Betrugsdelikten im Versicherungsvertrieb und (aufsichts-)rechtliche Vorgaben zum Fraud-Management:

COVID-19 und die Versicherungsindustrie: Denkanstöße für herausfordernde Zeiten

Die Meldungen zu COVID-19 und den potenziell erheblichen gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen überschlagen sich. Unser privater und beruflicher Alltag fordert uns, neu zu denken und Neues auszuprobieren.
Auch EIOPA und die BaFin schätzen die Folgen für die Versicherungsindustrie als erheblich ein (mehr dazu in unserem Blog).

Unsere Branchen-Experten haben jene Fragestellungen zusammengestellt, mit denen insbesondere Versicherer konfrontiert sind. In beigefügtem Dokument bieten wir Überlegungen dazu an, was Sie jetzt tun können, um die Unsicherheit effektiv zu bewältigen:

Einige aktuarielle Gedanken zu COVID-19, dem Corona-Virus

Der Corona-Virus und seine Ausbreitung bestimmt derzeit die globalen Schlagzeilen. Während sich gesamtwirtschaftliche Folgen abzeichnen, betrifft dies natürlich auch den Versicherungs- und Vorsorgesektor. Aktuell ist es zwar verfrüht, hier detaillierte Aussagen zu treffen, dennoch halte ich es wert, hier einige aktuarielle Gedanken insbesondere in Richtung Personenversicherung zusammenzufassen. Insbesondere lassen sich einige Handlungsfelder schon jetzt erkennen, zu den offensichtlichen gehören meines Erachtens die Biometrie, angesichts der Entwicklung auf den Kapitalmärkten das Asset-Liability-Management und – nicht zuletzt aufgrund möglicher Abwesenheiten durch Erkrankungen – operationelle Aspekte.

BaFin veröffentlicht Aufsichtsrechtliche Mindestanforderungen an die Geschäftsorganisation von kleinen Versicherungsunternehmen

Am 6. März 2020 hat die BaFin die endgültige Fassung ihres Rundschreibens 01/2020 (VA) zu den Aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen an die Geschäftsorganisation von kleinen Versicherungsunternehmen nach § 211 VAG (MaGo für kleine VU) veröffentlicht, das am 1. April 2020 in Kraft treten wird.

Am 11. November 2019 stellte die BaFin den Entwurf eines Rundschreibens zu den Aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen zur Konsultation, sodass bis zum 8. Dezember 2019 hinsichtlich des Entwurfs Stellung genommen werden konnte (siehe Blogbeitrag vom 12. November 2019). Die nun veröffentlichte Version des Rundschreibens unterscheidet sich nur geringfügig von der Entwurfsfassung. Die Änderungen betreffen lediglich redaktionelle Aspekte.

EIOPA Supervisory Convergence Plan 2020

Im Februar 2020 gab die EIOPA ihre Schwerpunkte der Versicherungsaufsicht für das Jahr 2020 durch Veröffentlichung des Supervisory Convergence Plans bekannt. Das primäre Ziel für 2020 ist eine Verbesserung der Binnenmarktfunktion durch Verhinderung von Aufsichtsarbitrage und Gewährleistung gleicher Wettbewerbsbedingungen.

Als ein grundlegendes Ziel definiert EIOPA die Stärkung einer aufsichtsrechtlichen Konvergenz. Dazu werden für das Jahr 2020 Schwerpunkte in folgenden drei Themenfeldern fokussiert:

  • Praktische Umsetzung gemeinsamer Aufsichtskultur und Weiterentwicklung der Aufsichtsinstrumente: Fokus auf ein Framework zur Risikobewertung und der Anwendung der Verhältnismäßigkeit sowie die Finalisierung einheitlicher Benchmarks zur Aufsicht von internen Modellen
  • Vermeidung von Aufsichtsarbitrage und Schaffung eines „level playing fields“: Fokus auf die Bewertung der Ergebnisse von internen Modellen und dem Einsatz von Risikominderungstechniken sowie neuen Finanzprodukten zur Kapitalentlastung
  • Beaufsichtigung von „Emerging Risks“: Aufsicht in Bezug auf Datenmanagement, Datenqualität, IT Sicherheit, Governance-bezogene Risiken und dem Brexit

Konferenz der Europäischen Kommission zum Solvency II Review 2020

Die Europäischen Kommission kam am 29. Januar 2020 zu einer Konferenz zum Thema „2020 Solvency II review: Challenges and opportunities“ zusammen, um die Herausforderungen und Chancen der Überarbeitung der Solvency-II-Richtlinie zu diskutieren. Die Konferenz zielte ferner darauf ab, Ideen darüber zu sammeln, ob neue Risiken oder Entwicklungen, denen die Versicherer ausgesetzt sind oder sein werden, regulatorische Maßnahmen erfordern würden.

Valdis Dombrovskis, Exekutiv-Vizepräsident der Europäischen Kommission sowie der EIOPA-Vorsitzende Gabriel Bernardino hielten Hauptreferate. Die Diskussionen wurden auf vier Panels organisiert, die die zu überprüfenden Bereiche abdeckten und einen weiteren Austausch über die Zukunft des europäischen Versicherungssektors ermöglichten. Die Liste der Redner umfasste Experten aus der Versicherungsbranche, der Aufsichtsbehörde, der Zivilgesellschaft und des Europäischen Parlaments.

OLG Frankfurt: Dynamiken und die (un)verzichtbare Provisionsverzichtsklausel

Mit dem Urteil des OLG Frankfurt vom 03.12.2019 zum Aktenzeichen 16 U 109/17 ist ein Rechtsstreit mit hoher Praxisrelevanz für den Versicherungsvertrieb zu Ende gegangen. Gegenstand der Auseinandersetzung war der Anspruch des Versicherungsvertreters auf Fortzahlung von Dynamikprovisionen über das Ende des Vertretervertrages hinaus.

Der Fall hatte ein Jahr zuvor durch das vorhergehende Urteil des Bundesgerichtshofs unter Versicherern und Vertrieben für Aufregung gesorgt. Seinerzeit hatte er entschieden, dass Provisionen für dynamische Erhöhungen von Versicherungsverträgen als „verzögert“ ausgezahlte Abschlussprovisionen im Sinne der §§ 92 Abs. 2, 87 Abs. 1 Satz 1 HGB zu qualifizieren sind und damit dem ursprünglichen Abschlussvermittler des dynamisierten Vertrages zustehen. Das Problem für die Branche: Eine Vielzahl von Versicherern und Vertrieben zahlten und zahlen die Dynamikprovisionen nicht an den ursprünglichen Abschlussvermittler, sondern an den Bestandsbetreuer zum Zeitpunkt der dynamischen Erhöhung des Versicherungsvertrages aus. Durch das Urteil bestand und besteht also für die betreffenden Versicherer und Vertriebe die Gefahr, „doppelt“ zahlen zu müssen, nämlich nicht nur an den Bestandsbetreuer, sondern auch an den zwischenzeitlich ausgeschiedenen Abschlussvermittler.

Zwischenbericht des Sustainable-Finance Beirats

Der Sustainable-Finance Beirat der Bundesregierung hat am 5. März 2020 seinen Zwischenbericht „Die Bedeutung einer nachhaltigen Finanzwirtschaft für die große Transformation“ vorgelegt und zur Konsultation gestellt. Er beinhaltet 53 konkrete Handlungsempfehlungen für die Bundesregierung, die dazu beitragen sollen, Deutschland zu einem führenden Standort für nachhaltige Finanzierungen zu entwickeln und den Übergang in eine treibhausneutrale Gesellschaft zu beschleunigen.

Bank of England stellt neuen Szenarioanalysen-Ansatz in Bezug auf Klimarisiken zur Diskussion

Die Bank of England bittet um Feedback zu ihrem Diskussionspapier „The 2021 biennial exploratory scenario (BES) on the financial risks from climate change”. In dem Papier stellt die Bank of England ihren präferierten Ansatz vor, wie ab 2021 zweijährlich die Robustheit von britischen Banken und Versicherungen in Bezug auf Klimarisiken getestet werden könnte.

Auch wenn der BES initial nur Auswirkungen für britische Banken und Versicherer hat, lässt das Papier allgemein interessante Rückschlüsse auf zukünftig mögliche Ansätze zum Umgang mit Klimarisiken und der Ausgestaltung von Szenarioanalysen und Stresstests durch internationale Finanzmarktaufsichtsbehörden zu. Daher bittet die Bank of England auch um Feedback von allen interessierten Stakeholdern, sprich nicht nur zukünftigen Teilnehmern am BES, sondern auch von internationalen Unternehmen, Beratungsfirmen oder Klimaexperten. Im Folgenden wird dieser im BES enthaltende Ansatz grob beschrieben.

Spartenübergreifender ALM-Roundtable im März in Köln und München

Die anhaltenden Niedrigzinsphase und die damit gestiegene Komplexität von Markt- und Produktumfeld bleiben eine Herausforderung für Versicherungsgesellschaften sowie Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung („EbAV“). Vor diesem Hintergrund gewinnt die häufig unter dem englischen Schlagwort „Asset-Liability-Management“ zusammengefasste ganzheitliche Steuerung von Aktiv- und Passivseite an Bedeutung. Die Maßnahmen zum Bilanzstrukturmanagement, bei denen aktiv- und passivseitige Fragestellungen zur Ertragskraft und Risikosituation übergreifend angegangen werden, finden sich mittlerweile in verschiedenen Unternehmensbereichen und haben sich verstärkt in der Unternehmensführung und -steuerung etabliert.

Wir laden Sie herzlich zu unserem spartenübergreifenden ALM-Roundtable ein, der am 11. März 2020 in Köln und am 25. März 2020 in München stattfindet. Auf unserer Veranstaltung beleuchten wir den Themenbereich ALM aus den verschiedenen Blickwinkeln von Risiko-, Finanz- und Aktuarsfunktionen, sowie des Treasury- und Liquiditätsmanagements und zeigen auf, wie ALM hier die Entscheidungsfindung erleichtern kann – mithilfe von Analysen zu allgemeinen strategischen Fragestellungen bis hin zu wertorientierten Risiko-Chancen-Analysen einzelner Investments. Die beleuchteten Aspekte sind dabei möglichst spartenunabhängig und betreffen Personenversicherer ebenso wie Sach- und Rückversicherer.

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