Kategorie: Risk & Finance

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Net-Zero Asset Owner Alliance veröffentlicht Zielsetzungsprotokoll 2025

Die Net-Zero Asset Owner Alliance veröffentlichte am 14. Januar 2021 ihr Zielsetzungsprotokoll „Inaugural 2025 Target Setting Protocol“ und stellt damit die wohl derzeit ambitioniertesten Klima-Richtlinien für Investoren auf.

Die im September 2019 durch die Finanz-Initiative des UN-Umweltprogramms (United Nations Environment Programme Finance Initiative, UNEP FI) ins Leben gerufene Net-Zero Asset Owner Alliance („AOA“ oder „Alliance“ genannt) ist ein Zusammenschluss von aktuell 33 institutionellen Anlegern. Unter den Mitgliedern befinden sich auch zwölf Pensionsfonds und Versicherer wie z.B. Allianz, AXA, Generali, Zürich und die Münchener Rück.

Abschlussbericht des Pilotprojekts des UNEP – Ansätze zur Analyse von Klimarisiken

In Zusammenarbeit mit führenden Versicherern und Rückversicherern hat das UN-Umweltprogramm (UNEP) ihren Abschlussbericht „Insuring the climate transition: Enhancing the insurance industry’s assessment of climate change futures“ veröffentlicht. Das unter dem sog. “Principles for Sustainable Insurance Initiative” (PSI) gestartete Pilotprojekt des UNEP in Zusammenarbeit mit 22 der weltweit führenden Versicherern, hatte den Auftrag Methoden für Szenarioanalysen im Versicherungsgeschäft zu eruieren und zu pilotieren. Ziel war auch die Umsetzung der Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) des Financial Stability Boards zu berücksichtigen. Das Pilotprojekt wurde von PwC (siehe PwC-Insight vom 20.01.2021) und “The Sabin Center for Climate Change Law der Columbia Law School” beratend begleitet.

Ausschüttungen: BaFin fühlt sich durch Bericht zur Finanzstabilität bestätigt

Nachdem sowohl die BaFin als auch EIOPA im April 2020 (siehe Blog-Beitrag vom 3. April 2020) Versicherer dazu anhielten aufgrund der Covid-19 Pandemie mögliche Ausschüttungen, wie etwa Dividendenzahlungen, Aktienrückkäufe und variable Vergütungen sorgfältig abzuwägen oder gar auszusetzen, wurde dies von EIOPA erneut aufgrund der anhaltenden Pandemie-Situation in ihrem Bericht zu Finanzstabilität aufgegriffen. Dieser wurde am 18. Dezember 2020 veröffentlicht und beleuchtet die Finanzstabilitätsrisiken im europäischen Versicherungssektor.

EIOPA-Konsultation zu ORSA im Rahmen von Covid-19

Am 22. Dezember 2020 hat EIOPA ein Konsultationspapier zum ORSA im Zusammenhang mit Covid-19 veröffentlicht. Stellungnahmen können bis zum 15. März 2021 eingereicht werden.

EIOPA verfolgt mit der Konsultation das Ziel die Konvergenz zwischen den Unternehmen zu fördern, indem sie gemeinsame aufsichtsrechtliche Erwartungen an die Durchführung von (Ad-hoc)ORSA und dessen Berichterstattung formuliert. Gleichzeitig wird berücksichtigt, dass die Auswirkungen durch Covid-19, bedingt durch sich unterscheidende Risikoprofile, verschieden sein können. In diesem Zusammenhang untersuchte die BaFin im Sommer 2020 veröffentlichte Ad-hoc ORSA-Berichte und monierte deren Umsetzung (siehe Blog-Beitrag vom 7. August 2020).

BaFin: Veröffentlichung Rundschreiben MaGo für EbAV und Mindestanforderungen der ERB

Am 30.12.2020 hat die BaFin sowohl das Rundschreiben 08/2020 – Aufsichtsrechtliche Mindestanforderungen an die Geschäftsorganisation von Einrichtungen der betrieblichen Altersversorung (MaGo für EbAV) als auch das Rundschreiben 09/2020 – Aufsichtsrechtliche Mindestanforderungen an die eigene Risikobeurteilung (ERB) von Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung veröffentlicht. Die nun veröffentlichten finalen Versionen der Rundschreiben entsprechen im Wesentlichen den zuvor konsultierten Entwurfsfassungen.

EIOPA veröffentlicht Opinion zum Solvency II Review 2020

Nach mehreren intensiven Konsultationen sowie einem ergänzenden Impact Assessment in 2020 hat EIOPA am 17. Dezember 2020 ihre „Opinion on the 2020 Review of Solvency II“ veröffentlicht. Neben der Opinion selbst besteht die Veröffentlichung unter anderem aus detaillierten Analysepapieren einschlieĂźlich der Ergebnisse des Impact Assessments. Der verpflichtende Review des Solvency II Rahmenwerks ist bereits seit Inkrafttreten von Solvency II in der Rahmenrichtlinie verankert.  

EIOPA schlägt zahlreiche Ă„nderungen an der SII-Rahmenrichtlinie sowie der Delegierten Verordnung vor. Zu ausgewählten Aspekten sollen zudem ergänzende Implementing Technical Standards (ITS) und Leitlinien veröffentlicht werden. Viele Elemente des ausfĂĽhrlichen Konsultationspapiers aus Oktober 2019 finden sich in der finalen Opinion wieder. Im Einzelnen bleibt abzuwarten, wann mit einer Inkraftsetzung zu rechnen ist. Zu beachten sind in diesem Zusammenhang die unterschiedlichen politischen Ebenen der Mitwirkung; so muss zur Ă„nderung der Rahmenrichtlinie neben des offiziellen Vorschlags der Europäischen Kommission der erforderliche Erlass seitens Parlament und Rat erfolgen. Zur nationalen Umsetzung ist im Anschluss zudem eine Ă„nderung des VAG erforderlich. Ă„nderungen der Delegierten Verordnung bedĂĽrfen grundsätzlich nur des Erlasses der Europäischen Kommission und gelten auf nationaler Ebene unmittelbar. Jedoch sind diese nur dann ohne vorhergehende Ă„nderung der Rahmenrichtlinie möglich, wenn sie Konkretisierungen bereits bestehender Vorgaben der Rahmenrichtlinie betreffen. Somit sind auch einige der vorgeschlagenen Ă„nderungen der Delegierten Verordnung nur nach Erlass der geänderten Rahmenrichtlinie umsetzbar.

EIOPA veröffentlicht Peer Review über die Zusammenarbeit zwischen den Aufsichtsbehörden

EIOPA hat am 8. Dezember 2020 die Ergebnisse des Peer Reviews zur Zusammenarbeit der nationalen Aufsichtsbehörden innerhalb der EU bei der Beaufsichtigung grenzüberschreitender Tätigkeiten von Versicherungsunternehmen veröffentlicht. Die Schaffung einer aufsichtsrechtlichen Konvergenz und einer einheitlichen europäischen Aufsichtskultur ist für EIOPA von zentraler Bedeutung. Daher werden in dem Review konkrete Handlungsempfehlungen und Best Practices definiert. Diese zielen darauf ab, etwaige Defizite in Bezug auf die Effektivität des Aufsichtsprozesses aufzudecken sowie die Zusammenarbeit zwischen den Aufsichtsbehörden zu stärken.

FSB: Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Finanzstabilität

Das FSB (Financial Stability Board) hat am 23. November 2020 einen Bericht über die potenziellen Auswirkungen des Klimawandels auf die Finanzstabilität veröffentlicht.

Der Bericht identifiziert mögliche Kanäle, über die sich Klimarisiken auf das Finanzsystem auswirken könnten. Weiterhin werden Mechanismen innerhalb des Finanzsystems beleuchtet, die die Auswirkungen von Klimarisiken sowie die grenzüberschreitende Übertragung von Risiken verstärken könnten.

Taxonomie @ Insurance

Zur Erreichung der von der EU gesetzten Klima- und Energieziele ist eine Umlenkung der Kapitalflüssen auf “nachhaltige Investitionen” notwendig. Voraussetzung hierfür ist jedoch ein gemeinsames Verständnis des Begriffs “nachhaltig”. Aus diesem Grund bezieht sich die erste, im EU-Aktionsplan festgelegte Maßnahme auf die Einrichtung eines einheitlichen EU-Klassifizierungssystems für Nachhaltigkeitsaktivitäten, eine sog. Taxonomie, die definiert, wann eine wirtschaftliche Aktivität als ökologisch nachhaltig einzustufen ist.

EIOPA: Diskussionspapier zur Integration von Klimarisiken in die Solvency II-Standardformel

Am 2. Dezember 2020 wurde von EIOPA ein Diskussionspapier über die Methodik zur Berücksichtigung des Klimawandels im Rahmen der Solvency II-Standardformel veröffentlicht. Die Entwicklung des Papiers basiert auf den Diskussionen des „EIOPA Technical Expert Networks on Catastrophe Risks“, ein in 2019 gegründetes Expertengremium aus ausgewählten Vertretern der Branche.

EIOPA greift mit dem aktuellen Diskussionspapier erneut die Integration klimabedingter Risiken in die Säule 1-Anforderungen auf und ergänzt die Stellungnahme aus September 2019 (siehe Blogbeitrag vom 4. Oktober 2019). Darüber hinaus werden konkrete methodische Ansätze zur Risikomessung und Prozessänderungen innerhalb des NatCat-Risikomoduls diskutiert.

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