Kategorie: Aufsichtsrechtliches Meldewesen & Offenlegung

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EIOPA veröffentlicht Explanatory Notes zu den Variation Analysis QRTs

EIOPA veröffentlichte am 20. März 2018 ein Update der Explanatory Notes (siehe Blog Beitrag vom 28. September 2017) zu den Variation Analysis QRTs. Die Updates berücksichtigen die eingebrachten Anregungen und Erläuterungswünsche sowie zusätzliche Fragen und Antworten, die an EIOPA adressiert wurden.

Die Explanatory Notes bündeln damit Erläuterungen und Beispiele in einem Dokument für die Befüllung der QRTs S.29.01 bis S.29.04. Sowohl die BaFin als auch EIOPA erwarten, dass die Versicherungsunternehmen die Exlanatory Notes in der Jahresmeldung 2017 mindestens auf Best Effort Basis berücksichtigen.

EIOPA veröffentlicht Konsultation zu den Änderungen und Korrekturen der ITS zum Reporting und Disclosure

Am 28. März 2018 veröffentlicht EIOPA eine Konsultation zu den geplanten Anpassungen der Implementing Technical Standards (ITS) zum Reporting und Disclosure. Neben einigen wenigen Korrekturen von Fehlern, ist das Ziel der vorgeschlagenen Änderungen das Verständnis der aktuellen Anforderungen zu verbessern, eine konsistente Anwendung sicherzustellen sowie die Qualität der berichteten und veröffentlichten Daten zu verbessern. Die Konsultationsphase endet am 11. Mai 2018.

Bestandteil der Konsultation ist ebenfalls eine Korrektur der EIOPA Guidelines zur Finanzmarktstabilität, die sich auf das QRT S.01.01 (Content of submission) bezieht sowie neue Validierungsregeln. Die neuen Validierungen werden in die XBRL Taxonomy Version 2.3.0 mit aufgenommen, die im Juli dieses Jahres veröffentlicht werden.

BaFin Sammelverfügung zur Bedeckungsrechnung unter Solvency II

Am 19. März 2018 hat die BaFin ihre Sammelverfügung zu Berichtspflichten über die Zeitwerte, stillen Reserven und stillen Lasten der Vermögensanlagen sowie die unterjährige Bedeckung der zu schätzenden versicherungstechnischen Passiva (14. Dezember 2017) geändert. Die Sammelverfügung gilt für Versicherungsunternehmen. Ausgenommen sind Pensionskassen, kleine Versicherer sowie Versicherungsunternehmen und Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (EbAV) mit Sitz außerhalb des EWR. 

Die Adressaten der Sammelverfügung müssen über die Buch- und Zeitwerte, stillen Reserven und stillen Lasten der Vermögenswerte sowie die unterjährige Bedeckung der zu schätzenden versicherungstechnischen Passiva (§§ 125, 127 Abs. 2 VAG) berichten. Die hierfür von der BaFin bereitgestellten Vordrucke (Nachweisungen 674 und 675) müssen vierteljährlich über die Melde- und Veröffentlichungsplattform der BaFin (MVP Portal) eingereicht werden. Dies gilt erstmalig zum Stichtag 30. September 2018.

BaFin Rundschreiben und Meldeformular zur Finanzkonglomerate-Solvabilität

Am 20. Februar 2018 hat die BaFin das Rundschreiben 04/2018 zur Finanzkonglomerate-Solvabilität sowie den Meldevordruck zum Nachweis der angemessenen Eigenmittelausstattung eines Finanzkonglomerates veröffentlicht. Die beiden veröffentlichten Dokumente waren zuvor Gegenstand einer öffentlichen Konsultation (vgl. Blog-Beitrag vom 18. Oktober 2017).

Das gemeinsam mit der Bundesbank erstellte Rundschreiben richtet sich an alle Unternehmen, die der zusätzlichen Finanzkonglomerate-Aufsicht unterliegen. Es ersetzt die Finanzkonglomerate-Solvabilitäts-Verordnung (FkSolV), die in der Zwischenzeit aufgehoben wurde, und trägt den sektorspezifischen europäischen Vorgaben aus CRR, CRD IV, Solvency II sowie den technischen Regulierungsstandards (RTS, Delegierte Verordnung (EU) Nr. 342/2014) zur Berechnung der Eigenkapitalanforderungen für Finanzkonglomerate Rechnung. Der nun durch die BaFin veröffentlichte Meldevordruck ersetzt zudem die damaligen Meldevordrucke gemäß der FkSolV.

Das aktuelle Rundschreiben adressiert insbesondere die drei durch die technischen Regulierungsstandards (RTS) definierten Berechnungsmethoden zur Finanzkonglomerate-Solvabilität und gibt Hinweise zu deren Anwendung aus Sicht der BaFin und der Bundesbank. Gegenüber der Konsultation haben sich im Rundschreiben keine wesentlichen Änderungen ergeben. Hinsichtlich des Meldevordruckes wurde ein Hinweis aufgenommen, dass es sinnvoll sein kann, den Meldevordruck individuell zu ergänzen. Dabei sollte jedoch die vorgegebene Struktur beibehalten und neu hinzugefügte Felder farblich markiert werden.

Solvency II Newsletter Nr. 14, Februar 2018

Mit unserer 14. Ausgabe des interaktiven Solvency II-Newsletters greifen wir wieder aktuelle Themen rund um Solvency II auf und informieren Sie außerdem über weitere Themen, die zurzeit im Fokus der Aufsicht stehen.

In dieser Ausgabe finden Sie somit die folgenden Artikel:

  • Gesetzgebungsverfahren: „Brexit – Auswirkung auf die Solvency II-Regulierung“ 
  • Prozesse, Kontrollen, Daten und & IT: „Cyber Risk & Co: Die Bedeutung von IT-Compliance und IT-Risikomanagement steigt auch in der Versicherungsbranche“ 
  • Aufsichtsrechtliches Meldewesen & Offenlegung: „Agile interne Steuerung: Auswirkungen von Solvency II auf die interne Steuerung und das Management Reporting“

Über folgenden Link steht Ihnen der Solvency II-Newsletter außerdem in einer für Ihr iPad-optimierten Version zur Verfügung: http://www.pwc.de/de/newsletter/finanzdienstleistung/newsletter-fuer-solvency2.jhtml.

Neben diesen Themen halten wir Sie außerdem mit unseren Blog-Beiträgen über aktuelle Entwicklungen zu Solvency II informiert. Den Solvency II-Blog können Sie einfach über folgenden Link auf unserer Homepage abrufen: https://blogs.pwc.de/solvency-2/.

Weitere Interessenten für unseren Solvency II-Newsletter können sich ganz unkompliziert unter folgender E-Mail-Adresse anmelden: SUBSCRIBE_Solvency_II_News@de.pwc.com. Sofern Sie unseren Newsletter künftig nicht mehr erhalten möchten, bitten wir um eine kurze Benachrichtigung an: UNSUBSCRIBE_Solvency_II_News@de.pwc.com.

EIOPA veröffentlicht Informationen zur Anwendung von Ausnahmeregelungen und Einschränkungen zu Berichtspflichten sowie Capital Add-Ons

Am 21. Dezember 2017 hat EIOPA ihre jährlichen Berichte zu der Anwendung von Ausnahmeregelungen und Einschränkungen bezüglich der regelmäßigen Aufsichtsberichte veröffentlicht. Weiterhin wurde erstmals der Bericht zur Anwendung von Kapitalaufschlägen veröffentlicht.

Information zu Berichtspflichten

Hinsichtlich der unterjährigen Berichtspflichten für (Rück-) Versicherer ist es den nationalen Aufsichtsbehörden gemäß DVO gestattet Ausnahmen und Einschränkungen der Berichtspflichten zu veranlassen. Die Möglichkeit der Veranlassung orientiert sich bspw. an der Größe bzw. dem Marktanteil der Versicherer.

Der Bericht zu den Ausnahmen und Einschränkungen der Berichtspflichten zeigt auf, dass 134 Unternehmen und 8 Gruppen unter spezifische Ausnahmeregelungen fallen sowie 703 Unternehmen bzw. 31 Gruppen eine Genehmigung zur Anwendung spezifischer Einschränkungen erhalten haben. 21 nationale Aufsichtsbehörden haben keine derartigen Regelungen genehmigt. Die Ausnahmeregelungen werden folglich von 0,4% des EWR Marktes für Nicht-Lebensversicherungen sowie 0,5% des EWR Marktes für Lebensversicherungen angewendet. In Bezug auf eingeschränkte Berichtspflichten wenden 4,8% des EWR Marktes für Nicht-Lebensversicherungen bzw. 2,5% des EWR Lebensversicherungsmarktes derartige Maßnahmen an.

Informationen zu Capital Add-Ons

Laut Bericht haben zu Ende 2016 vier Mitgliedsstaaten insgesamt 20 Capital Add-Ons (CAOs) auf Solo-Ebene (UK: 15, Frankreich: 2, Norwegen: 2 und Irland: 1) sowie vier CAOs auf Gruppenebene (alle in UK) auferlegt. Grund für die Auferlegung von CAOs ist die fehlende Angemessenheit der Standardformel bezüglich des individuellen Risikoprofils der Unternehmen. Die auferlegten Kapitalaufschläge variieren von 2% bis 85% der Solvenzkapitalanforderung.

Neben den vier Mitgliedstaaten, die CAOs auferlegt haben, haben sich 21 Mitgliedsstaaten dazu entschieden, in einer Übergangsphase keinerlei CAOs anwenden zu wollen.

EIOPA veröffentlicht Analyse der SFCR im Hinblick auf Verbesserungsmöglichkeiten

Am 18. Dezember 2017 veröffentlichte EIOPA eine Stellungnahme hinsichtlich ihrer Analyse der Solvency and Financial Condition Reports (SFCR) für das Jahr 2016 mit dem Ziel, Verbesserungspotential zukünftiger SFCR aufzuzeigen. Die Grundlage hierfür bildete eine repräsentative Stichprobe aller im europäischen Wirtschaftsraum veröffentlichten SFCRs.

Die Analyse zeigte, dass die Mehrheit der Berichte fristgerecht veröffentlicht wurde und diese die Solvency II-Anforderungen grundsätzlich erfüllen. Zudem sind die meisten SFCRs auf der jeweiligen Homepage des Versicherungsunternehmens leicht auffindbar und erreichbar.

Jedoch hat EIOPA neben den positiven Aspekten auch Verbesserungsmöglichkeiten festgestellt. Hierzu zählen unter anderem:

Europäische Kommission startet Konsultation zu aufsichtsrechtlichen Reporting Anforderungen

Im Rahmen des „Call for Evidence on EU financial services“ (CfE) der Europäischen Kommission läuft vom 01. Dezember 2017 bis zum 28. Februar 2018 die Konsultation „Fitness Check on supervisory reporting“.

Hintergrund des CfE ist, dass sich die allgemeinen aufsichtsrechtlichen Anforderungen, die auf EU-Ebene beschlossen wurden und national teilweise unterschiedlich umgesetzt werden, für alle Finanzmarktteilnehmer und Finanzprodukte seit der Finanzmarktkrise hinsichtlich Umfang und Komplexität deutlich erhöht haben. Mit dem CfE möchte die Europäische Kommission den kumulierten Einfluss dieser unterschiedlichen Anforderungen testen. Auf der einen Seite soll dabei überprüft werden, ob durch diese Anforderungen die übergeordneten Ziele Finanzmarktstabilität, Marktintegrität und Investorenschutz erreicht werden. Auf der anderen Seite verfolgt der CfE damit das Ziel die Anforderungen auf Überschneidungen und Unstimmigkeiten zwischen den verschiedenen Regulierungen zu untersuchen.

BaFin veröffentlicht aktualisierte Hinweise zum Berichtswesen

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am 14. Dezember 2017 mit den Hinweisen zum Solvency-II-Berichtswesen für Erst- und Rückversicherungsunternehmen und Versicherungsgruppen eine aktualisierte Fassung ihres Merkblatts vom 16. Oktober 2015 veröffentlicht. Mit der Neufassung reagiert die BaFin auf die 2017 erstellten SFCR, RSR, QRTs sowie ORSA-Berichte und konkretisiert ihre Hinweise zu fachlichen Aspekten der Solvency II-Berichterstattung. Änderungen und Ergänzungen zur vorherigen Fassung vom 29. März 2017 sind im Wesentlichen die Folgenden:

Änderungen in der quantitativen Berichterstattung

Änderungen im quantitativen Berichtswesen beziehen sich beispielsweise auf den Umgang mit geschlossenen Listen: Felder, bei denen aus einer geschlossenen Liste auszuwählen ist, sind zwingend auszufüllen (sofern keine Ausnahmebedingungen existieren). Außerdem wird die Zuordnung von Ausleihungen an verbundene Unternehmen, die keinen eigenen Posten in der Solvabilitätsübersicht besitzen, thematisiert: Sie sind entsprechend ihrer Art dem jeweiligen zutreffenden Element in der Solvabilitätsübersicht zuzuordnen.

Änderung der ITS hinsichtlich Verfahren, Formate und Meldebögen des SFCR

Neben der Veröffentlichung einer Änderung der ITS zur Übermittlung von Informationen an die Aufsichtsbehörden DVO 2017/2189 (siehe Blogbeitrag vom 30. November 2017) wurde am 25. November 2017 im Amtsblatt der Europäischen Union ebenfalls die Durchführungsverordnung DVO 2017/2190 veröffentlicht. Sie ändert und berichtigt die im Dezember 2015 veröffentlichte DVO 2015/2452 zur Festlegung technischer Durchführungsstandards hinsichtlich der Verfahren, Formate und Meldebögen für den Bericht über Solvabilität und Finanzlage (SFCR) gemäß der Richtlinie 2009/138/EG des Europäischen Parlaments und des Rates. Die Verordnung tritt am 14. Dezember 2017 in Kraft.

Die Änderungen und Berichtigungen der DVO 2017/2190 umfassen vor allem redaktionelle Anpassungen. Darüber hinaus werden Zellen der QRTs, welche als Anhang des SFCR zu übermitteln sind, zusätzlich erläutert und nicht auszufüllende Zellen geschwärzt. In einigen Fällen (siehe bspw. S.25.02.22 und S.25.03.22) werden Zeilen aus den QRTs eliminiert.

Mit den Änderungen wird ein besseres Verständnis der veröffentlichten Informationen verfolgt, insbesondere zum Zwecke zeit- und unternehmensübergreifender Vergleiche. Mit der Verwendung von Meldebögen sollen außerdem die Gleichbehandlung von Versicherungs- und Rückversicherungsunternehmen gewährleistet und das Verständnis der von Gruppen offengelegten Informationen verbessert werden.

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