Kategorie: Solvabilitätsübersicht & Eigenmittel

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BaFin-Auslegungsentscheidung zur Behandlung von Infrastrukturinvestitionen im Rahmen des Grundsatzes der unternehmerischen Vorsicht

Am 28. März 2018 hat die BaFin eine Auslegungsentscheidung zur Behandlung von Infrastrukturinvestitionen im Rahmen des Grundsatzes der unternehmerischen Vorsicht veröffentlicht. Die Auslegungsentscheidung richtet sich an alle Erst- und Rückversicherungsunternehmen, die unter die Vorschriften von Solvency II fallen. Sterbekassen, Pensionskassen und kleine Versicherungsunternehmen sind mithin nicht betroffen.

Wenngleich die BaFin davon ausgeht, dass Infrastrukturinvestitionen nicht grundsätzlich als „nicht alltägliche Anlagen“ im Sinne der EIOPA-Leitlinie 28 zum Governance System zu klassifizieren sind, so vertritt sie doch die Auffassung, dass Infrastrukturinvestitionen aufgrund ihrer Komplexität und ihrer regelmäßig hohen Volumina für die meisten Versicherer als „nicht alltägliche Anlage“ zu behandeln sein dürften. In diesem Zusammenhang zeigt die Auslegungsentscheidung diesbezügliche und als „Good-Practice-Ansätze“ zu verstehende Grundsätze und Prozesse zur Umsetzung der genannten EIOPA-Leitlinie auf. Unter anderem werden folgende Punkte genannt:

  • Laut BaFin kann es in Bezug auf Infrastrukturinvestitionen sinnvoll sein, den Rat und Bescheinigungen einschlägiger Experten einzuholen.
  • Die BaFin hebt hervor, dass es für Standardformelanwender von entscheidender Bedeutung ist, ob die Infrastrukturinvestition als qualifizierte Infrastrukturinvestition im Sinne des Art. 164a der Delegierten Verordnung (EU) 2015/35 einzustufen ist.
  • Die Versicherer sollten zunächst unternehmensindividuell bestimmen, ob es sich bei der jeweils betrachteten Infrastrukturinvestition um eine „nicht alltägliche Anlage“ handelt. Ist dies der Fall, muss vor dem Erwerb ein Neue-Produkte-Prozess durchlaufen werden.
  • Im Hinblick auf die Durchführung und die Verwaltung der Infrastrukturinvestition sollten die Versicherer über eine angemessene personelle und fachliche Ausstattung verfügen.
  • In Bezug auf die Identifikation und Bewertung der mit der Infrastrukturinvestition verbundenen Risiken werden diverse Vorgaben gemacht, die unter anderem auch die Behandlung im ORSA betreffen.
  • Weiterhin müssen die Versicherer beurteilen, ob die Infrastrukturinvestition mit den Interessen der Anspruchsberichtigten und Versicherungsnehmer vereinbar ist und welche Auswirkungen die Investition auf die Struktur des Portfolios hat.

Darüber hinaus vertritt die BaFin die Auffassung, dass es sich bei Infrastrukturinvestitionen um schwierig zu bewertende, komplexe Produkte gemäß EIOPA-Leitlinie 33 zum Governance-System handelt. Dementsprechend sind geeignete Risikomanagement- und Bewertungsverfahren zu implementieren. Im Rahmen dessen sollte von den Versicherern auch festgelegt werden, welche Personen und Gremien bei Infrastrukturinvestitionen einzubinden sind.

BaFin Sammelverfügung zur Bedeckungsrechnung unter Solvency II

Am 19. März 2018 hat die BaFin ihre Sammelverfügung zu Berichtspflichten über die Zeitwerte, stillen Reserven und stillen Lasten der Vermögensanlagen sowie die unterjährige Bedeckung der zu schätzenden versicherungstechnischen Passiva (14. Dezember 2017) geändert. Die Sammelverfügung gilt für Versicherungsunternehmen. Ausgenommen sind Pensionskassen, kleine Versicherer sowie Versicherungsunternehmen und Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (EbAV) mit Sitz außerhalb des EWR. 

Die Adressaten der Sammelverfügung müssen über die Buch- und Zeitwerte, stillen Reserven und stillen Lasten der Vermögenswerte sowie die unterjährige Bedeckung der zu schätzenden versicherungstechnischen Passiva (§§ 125, 127 Abs. 2 VAG) berichten. Die hierfür von der BaFin bereitgestellten Vordrucke (Nachweisungen 674 und 675) müssen vierteljährlich über die Melde- und Veröffentlichungsplattform der BaFin (MVP Portal) eingereicht werden. Dies gilt erstmalig zum Stichtag 30. September 2018.

Solvency II Standardformel Review: EIOPA veröffentlicht zweites Konsultationspapier

Am 8. Dezember 2016 startete EIOPA mit der Veröffentlichung des ersten Diskussionspapiers zum Review der Standardformel (siehe Blogbeitrag vom 12. Dezember 2016). Der Review wurde in zwei Sets aufgeteilt. In einem ersten Set wurden Änderungsvorschläge zu verschiedenen Themenbereichen in einem ersten Konsultationspapiers veröffentlicht (siehe Blogbeitrag vom 5. Juli 2017). Diese wurden anschließend mit verschiedenen Stakeholder Gruppen diskutiert und in einem ersten Set an Empfehlungen von EIOPA veröffentlicht (siehe Blog-Beitrag vom 9. November 2017).

EIOPA richtet erstes Set zum Solvency II Standardformel Review an EU Kommission

Nach der Veröffentlichung des Konsultationspapiers zum ersten Set zum Solvency II Standardformel Review (vgl. auch Blog-Beitrag vom 5. Juli 2017) hat EIOPA am 30. Oktober 2017 nun den „Final Report on the public consultation on EIOPA’s first set of advice“ einschließlich Kommentare der Stakeholder Gruppen auf ihrer Website veröffentlicht.

In gleichem Zuge richtet EIOPA ihr erstes Set an Empfehlungen (EIOPA’s first set of advice, EIOPA-BoS-17/280) an die Europäische Kommission. In den Empfehlungen baut EIOPA strukturell auf den ausgearbeiteten Änderungsvorschlägen des Konsultationspapiers auf und nimmt inhaltlich lediglich kleinere Anpassungen vor. Die Änderungen sind nach den folgenden Themenbereichen gegliedert (für eine Übersicht der Themenbereiche vgl. auch PwC Solvency II-Newsletter August 2017, S. 3 ff.):

Vereinfachte Berechnungen:

  • Ergänzung eines Vorschlags, nach dem es Unternehmen erlaubt sein soll, ihre Basissolvabilitätskapitalanforderung oder Solvabilitätskapitalanforderung für Sub-Module zu berechnen, ohne Diversifikationsvorteile zu berücksichtigen (vgl. Tz. 67 EIOPA-BoS-17/280).

Reduzierung der Abhängigkeit von externen Kredit Ratings:

  • Konkretisierung des Schwellenwertes unter welchem es (Rück-) Versicherungsunternehmen gestattet ist auf Vereinfachungen in der Berechnung des Spread- und Konzentrationsrisikos zurückzugreifen. Vereinfachungen bei der Kalkulation dürfen vorgenommen werden, wenn unter anderem mindestens 80% (im Konsultationspapier noch „der Großteil“) des Portfolios von mindestens einer ECAI (External Credit Assessment Institution) bedeckt werden (vgl. Tz. 109 EIOPA-BoS-17/280).

Look-Through Ansatz:

  • Konkretisierung, nach der „related undertakings“, die nicht für Investmentzwecke gedacht sind, nach wie vor in der Berechnung der Solvabilitätskapitalanforderungen wie Tochtergesellschaften behandelt werden (vgl. Tz. 265 EIOPA-BoS-17/280).
  • Konkretisierung zur vereinfachten Berechnung auf Basis der „Target Asset Allocation“ von Fonds (vgl. Tz. 266 EIOPA-BoS-17/280). Die Methode soll im Zuge des zweiten Sets noch genauer beschreiben werden.

EIOPA plant bis Februar 2018 das zweite Set an Empfehlungen der Europäischen Kommission vorzulegen. Die Konsultation zum zweiten Set wurde am 6. November 2017 von EIOPA veröffentlicht. Dieses zweite Set konzentriert sich vor allem auf die Analyse von Kapitalkosten bei der Kalkulation der Risikomarge und auf die Kalkulation von Risiken.

Last Call – Melden Sie sich zu unserem Business Breakfast an!

„Solvency II and beyond: Mit Solvency II und neuen regulatorischen Anforderungen Mehrwert schaffen”

Unser Business Breakfast richtet sich an Vorstände, Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Finanz- und Rechnungswesen, Controlling, Risikomanagement, Interne Revision und Aktuariate von Versicherungsunternehmen. Unsere Experten freuen sich darauf, Ihnen folgende Themen vorzustellen und wichtigsten Herausforderungen und Handlungsbedarfe gemeinsam zu diskutieren:

  • Solvabilitätsübersicht, SFCR, RSR, ORSA und Governance: Erkenntnisse und Optimierungspotenziale nach dem ersten vollen Solvency II-Jahr
  • Capital Management und ORSA: Operationalisierung im Tagesgeschäft
  • Fast Close & Agile Steuerung: Solvency II-Daten fristgerecht erzeugen und wertschaffend nutzen
  • Startklar für die Prüfungssaison 2017 und Ausblick auf kommende Regulierungen

Letzte freie Plätze sind noch buchbar! Melden Sie sich einfach für einen der nachfolgenden Termine über unsere Anmeldeseite an:

  • Freitag 03.11.2017, Frankfurt
  • Dienstag 07.11.2017, Köln
  • Mittwoch 08.11.2017, Hannover
  • Montag 13.11.2017, Stuttgart
  • Donnerstag 16.11.2017, München

Wir freuen uns auf Sie!

Guude, Morje, Guten Morgen, Gudde Morge, Servus! – Melden Sie sich an zum PwC Insurance Business Breakfast in fünf unterschiedlichen Regionen!

„Solvency II and beyond: Mit Solvency II und neuen regulatorischen Anforderungen Mehrwert schaffen”

In den letzten Jahren haben wir viel positives Feedback zu unserem „Insurance Business Breakfast“ erhalten. Daher möchten wir in bewährter Tradition auch in diesem Jahr gemeinsam mit Ihnen aktuelle Themen der Regulierung und des Risikomanagements diskutieren. Vor dem Hintergrund „Solvency II and beyond: Mit Solvency II und neuen regulatorischen Anforderungen Mehrwert schaffen” zeigen Ihnen unsere Ansprechpartner aktuelle Entwicklungen sowie Themenfelder mit Potenzial zur Mehrwert schaffenden Weichenstellung in Ihrem Unternehmen auf:

  • Solvabilitätsübersicht, SFCR, RSR, ORSA und Governance: Erkenntnisse und Optimierungspotenziale nach dem ersten vollen Solvency II-Jahr
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Neue Prüfungsberichteverordnung (PrüfV) – Änderungen zum Referentenentwurf

Am 31. Juli 2017 wurde die Prüfungsberichteverordnung (PrüfV) im Bundesgesetzblatt veröffentlicht (vgl. auch Blog-Beitrag vom 1. August 2017). Die neue Verordnung ist seit 1. August 2017 in Kraft. Die Inhalte des Referentenentwurfs der Prüfungsberichteverordnung (PrüfV-E) vom 13. Juli 2016 wurden dabei weitestgehend übernommen. In Bezug auf die Berichte zur Prüfung der Solvabilitätsübersicht wurden folgende inhaltliche Änderungen im Vergleich zum Referentenentwurf vorgenommen:

  • Zusammenfassende Feststellung und Prüfungsvermerk
    In einer zusammenfassenden Feststellung ist zu bewerten, in welcher Weise sich die genutzten Ermessensspielräume auf die Höhe des Überschusses der Vermögenswerte über die Verbindlichkeiten insgesamt und in den wesentlichen Fällen auswirken. Im Prüfungsvermerk hat der Prüfer zudem die wesentlichen Feststellungen zusammenzufassen.
  • Angemessenheit von Vereinfachungen
    Die im Referentenentwurf vorgesehene Pflicht zur Prüfung der Angemessenheit von Vereinfachungsmethoden bei der Bewertung wird durch die nun geregelte Pflicht zur Beurteilung, ob das Unternehmen die Eignung dieser Vereinfachungsmethoden angemessen einschätzt, präzisiert.
  • Berichte unabhängiger Sachverständiger
    Die Anforderung, dass Berichte von Sachverständigen über die Prüfung des Bewertungsmodells für die versicherungstechnischen Rückstellungen öffentlich zugänglich sein müssen, entfällt. Die Pflicht diese Berichte in gedruckter bzw. elektronischer Form vorzuhalten wurde indes übernommen.
  • Datenqualität
    Die explizite Pflicht des Prüfers zur Beurteilung der Vollständigkeit, Exaktheit und Angemessenheit der bei der Erstellung der Solvabilitätsübersicht verwendeten Eingangs- und Ausgangsdaten wurde nicht in die Prüfungsberichteverordnung aufgenommen. Unverändert besteht jedoch die Pflicht zur Darstellung und Beurteilung der Angemessenheit und Wirksamkeit der der Vorkehrungen zur Sicherstellung der Integrität, Authentizität und Verfügbarkeit der aufsichtlich relevanten Daten.

Weitere Änderungen betreffen im Wesentlichen redaktionelle Anpassungen.

Neue PrüfV, BerVersV und weitere Änderungen zum 1. August 2017 in Kraft getreten

In der Ausgabe Nr. 53 des Bundesgesetzblatts vom 31. Juli 2017 wurden folgende Verordnungen nun final veröffentlicht:

  • Verordnung über den Inhalt der Prüfungsberichte zu den Jahresabschlüssen und den Solvabilitätsübersichten von Versicherungsunternehmen (Prüfungsberichteverordnung –PrüfV)
  • Verordnung über die Berichterstattung von Versicherungsunternehmen gegenüber der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Versicherungsberichterstattungs-Verordnung –BerVersV)
  • Zweite Verordnung zur Änderung von Verordnungen nach dem Versicherungsaufsichtsgesetz (VAGVAufhV)
  • Erste Verordnung zur Änderung der RfB-Verordnung

Die neuen Verordnungen treten einen Tag nach Verkündung in Kraft, damit ab dem 1. August 2017. Die vorherigen Verordnungen wurden in mehreren Schritten aufgehoben (vgl. dazu Blog-Beitrag vom 7. Januar 2016).

Mit der Veröffentlichung der PrüfV werden nach eingehender Konsultationsphase neben die Prüfungen der Solvabilitätsübersichten nach Solvency II und auch die Jahresabschlussprüfungen geregelt. Die finale PrüfV enthält im Vergleich zur inoffiziellen Entwurfsversion aus Juli 2016 wichtige konzeptionelle Überarbeitungen und Ergänzungen zu den Berichtspflichten des Abschlussprüfers. Beispielsweise ist künftig hinsichtlich der Prüfung der Solvabilitätsübersichten eine Würdigung des Abschlussprüfers zu gewählten Ermessensspielräumen vorzunehmen, für sowohl solche, die wesentlich die Überschüsse über Vermögenswerte und Verbindlichkeiten beeinflussen als auch solche, die diesen nicht unerheblich beeinflussen (§ 6 PrüfV).

In der neuen BerVersV werden nun überarbeitete Vorgaben für aktualisierte Meldeformulare und Nachweisungen gegenüber der BaFin gegeben, sowohl für Solvency II-Unternehmen als auch für Nicht-Solvency II Unternehmen (wie bspw. Pensionskassen, Sterbekassen). Bei der VAGVAufhV liegt der Fokus auf der aktualisierten Pensionsfonds-Aufsichtsverordnung.

BaFin veröffentlicht Rundschreiben zu Änderungen an internen Modellen

Die BaFin hat am 27. April 2017 das Rundschreiben 4/2017 mit Hinweisen zu Änderungen am internen Modell von Versicherungsunternehmen unter der Aufsicht der BaFin veröffentlicht (zur Konsultationsphase vgl. Blog-Beitrag vom 21. November 2016).

Das Rundschreiben gilt für alle Erst- und Rückversicherungsunternehmen und Versicherungsgruppen, die gem. §§ 111, 262 VAG bei der Berechnung der Solvenzkapitalanforderungen ein von der BaFin genehmigtes (partielles) internes Modell verwenden.

Das Rundschreiben gliedert die Hinweise in folgende Anwendungsbereiche:

  • Modellgenehmigung und -erweiterung
  • Größere Modelländerungen (inkl. Akkumulierung kleinerer Änderungen zu einer größeren)
  • Kleinere Modelländerungen
  • Änderungen der internen Leitlinie für Modelländerungen
  • Modellaktualisierungen

Das Rundschreiben wurde im Vergleich zur Konsultationsphase hinsichtlich folgender Punkte inhaltlich spezifiziert:

Änderungen aufgrund neuer Gesetze, aufsichtlicher Auslegungsentscheidungen oder Bewertungsmethoden unterliegen – auch bei kurzfristigem Umsetzungsbedarf – denselben Anforderungen an größere bzw. kleinere Modelländerungen. Sofern sich daraus Inkonsistenzen der Methoden für die Ermittlung der Solvabilitätsübersicht und der Kapitalanforderung ergeben, sind die Auswirkungen isoliert und in Kombination zu betrachten bzw. zu beurteilen sowie ggf. der BaFin unverzüglich anzuzeigen und mittels Modelländerungsantrag einzureichen.

Modellaktualisierungen dürfen in sehr engem Rahmen außerhalb der Anforderungen an Modelländerungen erfolgen (z.B. Parameteränderungen, vgl. Tz.1.19 Leitlinie 6 der Leitlinien zur Verwendung interner Modelle, EIOPA-BoS-14/180 DE).

Für die Akkumulierung kleinerer Modelländerungen gilt der Zeitpunkt der Antragstellung (für größere Modelländerung/-en) als neuer Bezugspunkt für eine erneute Kombination der ab diesem Zeitpunkt vorgenommenen kleineren Modelländerungen. Dieser Zeitpunkt gilt mit Genehmigung der Antragstellung (für größere Modelländerung/-en).

BaFin veröffentlicht aktualisierte Hinweise zum Berichtswesen

Die BaFin hat am 29. März 2017 mit den Hinweisen zum Solvency-II-Berichtswesen für Erst- und Rückversicherungsunternehmen und Versicherungsgruppen eine aktualisierte Fassung ihres Merkblatts zum Berichtswesen vom 16. Oktober 2015 veröffentlicht (vgl. unseren Blog-Beitrag vom 28. Januar 2016).

Während die Hinweise zur bisherigen Berichterstattung einschließlich der Erläuterungen zur Day 1-Berichterstattung nun nicht mehr enthalten sind, hat die BaFin ihre Erwartungen an die quantitative (QRT) und qualitative (SFCR, RSR, ORSA-Bericht) Berichterstattung nochmals konkretisiert und geht gegenüber der letzten Fassung auf weitere regulatorische Anforderungen näher ein. Weiterhin sind Abschnitte zu den Besonderheiten der Berichterstattung über die Solvenzkapitalanforderung bei Anwendern genehmigter Interner Modelle und zur Berichterstattung zum Zwecke der Finanzstabilität in der Veröffentlichung der BaFin enthalten, welche allerdings gegenüber der vorherigen Fassung kaum verändert wurden.

Als Aktualisierung im Hinblick auf die quantitative Berichterstattung ist beispielhaft der Umgang mit Leerformularen, leeren QRT-Zellen oder Vorzeichen in den QRTs zu nennen. Darüber hinaus gibt die BaFin nähere Erläuterungen zu den QRTs, beispielsweise wie gewisse Positionen den Zellen in den QRTs zuzuordnen sind.

Für die qualitative Berichterstattung nennt die BaFin beispielsweise die exakten Kontaktdaten, welche Versicherungsunternehmen bei Angabe der zuständigen Aufsichtsbehörde im SFCR nennen müssen. Als weiteres Beispiel ist der Hinweis der BaFin anzuführen, dass in aller Regel ein Hinweis im Kapitel E.2 „Solvenzkapitalanforderung und Mindestkapitalanforderung“ des SFCR erforderlich sein wird, dass der endgültige Betrag der Solvabilitätskapitalanforderung noch der aufsichtlichen Prüfung unterliegt, da es der Aufsichtsbehörde aufgrund der Fristenregelung normalerweise zeitlich kaum möglich sein wird, vor der Veröffentlichung des SFCR eine Prüfung der Berechnung der Solvenzkapitalanforderung vorzunehmen.

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