Kategorie: Strategy & Deals

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Aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen des Industrieversicherungsmarktes – Ergebnisse der PwC Umfrage „Zukunftskompass für Industrieversicherungsmakler“

Der Markt der Industrieversicherungsmakler befindet sich weiter im Umbruch. In einem unserer letzten Blogbeiträge wurden bereits zentrale Veränderungen des Marktes und eine bevorstehende Konsolidierung diskutiert. Seitdem nehmen Zusammenschlüsse und Übernahmen einzelner Makler weiter Fahrt auf, wie sich auch aktuell durch den geplanten Merger von Willis Towers Watson und Konkurrenten Aon zeigt.

Doch nicht nur die Konsolidierung des Marktes trieb die Industrieversicherungsmakler in den letzten Monaten um. Mit einer Umfeld- und Marktanalyse unter dem Namen „Zukunftskompass für Industrieversicherungsmakler“ konnten wir von PwC weitere aktuelle Themen und Entwicklungen im Geschäft der Industrieversicherungsmakler analysieren. Dazu wurden insgesamt 27 Experten (C-Level und Führungskräfte) von 11 der Top 15 Industrieversicherungsmakler in Deutschland befragt. Die Teilnehmenden gaben in einer Onlineumfrage ihre Einschätzung zu den Themengebieten Marktentwicklung, Wertschöpfung, Mitarbeiter, Kunden, IT und Compliance ab.

Versicherungssektor bei PwC unter neuer Leitung

Ich freue mich mitteilen zu dĂĽrfen, dass PwC mich am 1. Juli 2020 zum neuen Industry Leader fĂĽr den Bereich Insurance ernannt hat. Hiermit trete ich die Nachfolge von Julia Unkel an, die sich fĂĽr eine neue berufliche Herausforderung entschieden hat.

Ich bin seit dem Jahr 2002 bei PwC Deutschland tätig und blicke somit auf insgesamt mehr als 18 Jahre Berufserfahrung in der Versicherungswirtschaft zurĂĽck. Seit meinem Start bei PwC habe ich die Entwicklung der Versicherungspraxis bei PwC maĂźgeblich mitgestaltet – seit 2012 als Partner. 

Auswirkungen der Ausbreitung des Coronavirus auf Unternehmensbewertungen

Die zur Eindämmung des Coronavirus (SARS-CoV-2) getroffenen Maßnahmen können die wirtschaftliche Situation von Unternehmen – bei Versicherungen etwa durch Kapitalmarktentwicklungen, die Einschränkung von Vertriebskanälen oder ansteigende Stornoquoten – erheblich beeinträchtigen. Die mit der Corona-Krise einhergehenden Einschränkungen und Verhaltensänderungen führen mittelbar auch zu großer wirtschaftlicher Unsicherheit, die im Frühjahr 2020 weltweit u.a. einen drastischen Einbruch der Börsenkurse verursacht hat.

Der Börsenkurs einer Gesellschaft ist nicht gleichzusetzen mit deren Wert, welcher nach fundamentalanalytischen Wertermittlungsmethoden ermittelt wird. Hierbei wird auf den finanziellen Nutzen und somit auf die langfristige Fähigkeit des Unternehmens abgestellt, finanzielle Überschüsse für die Unternehmenseigner zu erwirtschaften. Ein solcher Wert wird grundsätzlich als Zukunftserfolgswert ermittelt. Bei Anwendung von Zukunftserfolgswerten ist – dem Äquivalenzprinzip folgend – Unsicherheit an zwei Stellen zu berücksichtigen.  Zum einen in den Erwartungen künftiger finanzieller Überschüsse, zum anderen hierzu äquivalent in der Risikoprämie, die Investoren für die Übernahme der Unsicherheit fordern.

„Individuell“ gewinnt in der Versicherungsbranche an Bedeutung

Individuelle Versicherungen, die auf persönliche Bedürfnisse angepasst sind und einen fairen individuellen Preis haben gewinnen an Bedeutung. Dabei liegt der Mehrwert sowohl beim Versicherungsnehmer, als auch bei den Versicherungen, wo neue Möglichkeiten und Potenziale entstehen.

Es gibt bereits Möglichkeiten Verträge um Zusatzleistungen zu ergänzen um diese besser auf eigene Ansprüche abzustimmen. Ein Angebot, welches Mehrwert schafft und von Kunden angenommen wird. Weniger entwickelt ist dagegen die individuelle Bepreisung der Verträge, nicht nur abhängig von der Leistung, sondern auch abhängig von dem Versicherungsnehmer, seinem Profil und seinem Verhalten. Durch eine individuelle Betrachtung der Kunden können Risiken besser kalkuliert und gesteuert werden. Daraus folgt eine bessere Bepreisung von Verträgen, die Vermeidung Adverser Selektion und letztendlich eine Verbesserung des Geschäftsmodells und der Rentabilität.

FAUB beschließt geänderte Bandbreitenempfehlung für die Marktrisikoprämie

In seiner Sitzung am 22. Oktober 2019 hat der Fachausschuss für Unternehmensbewertung und Betriebswirtschaft (FAUB) des IDW beschlossen, seine Empfehlung für die Bandbreite der Marktrisikoprämie vor persönlichen Steuern auf 6,0% bis 8,0% (bisher 5,5% bis 7,0%) anzuheben. Ausgehend von diesen Vorsteuergrößen empfiehlt der FAUB eine Bandbreite für die Marktrisikoprämie nach persönlichen Steuern nunmehr von 5,0% bis 6,5% (bisher 5,0% bis 6,0%).