Beginnt möglicherweise eine Konsolidierung im Maklermarkt?

Das Geschäft im deutschen Markt für Versicherungsmakler verhärtet sich und treibt eine mögliche Konsolidierung voran. Diese Konsolidierung werden daher ggf. nur spezialisierte Makler oder aber Makler mit kritischer Größe überstehen. Doch wieso?

Ein Umfeld mit unterschiedlichsten Herausforderungen bestimmt die Versicherungsmakler in einem stark fragmentierten Markt. Industriekunden und Industrieversicherer haben in diesem Umfeld mit zunehmenden Herausforderungen zu kämpfen. Die Compliance-Anforderungen steigen kontinuierlich. Ebenfalls erhöhen sich die Anforderungen an die Transparenz. Der herrschende Druck Optimierungspotenziale zu heben, die Effizienz zu steigern oder aber Geschäfte zu platzieren steigt. Die Industrieversicherer stehen zudem vor der Herausforderung, ein niedriges technisches Ergebnis in Verbindung mit niedrigen Kapitalanlageergebnissen aufgrund des Niedrigzinsumfelds auszugleichen.

Die Makler stehen dazwischen und müssen folglich zum einen das Spannungsfeld zwischen den Industriekunden und Industrieversicherern außer Kraft setzen und zum anderen mit Ihren eigenen Herausforderungen umgehen.

  • Kostendruck: Durch den Anstieg der Erwartungen an den Service-Apparat oder aber durch die zunehmende Nutzung von Optimierungspotenzialen entsteht Kostendruck auf die Versicherungsmakler, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
  • Digitalisierung & Kundenloyalität: Getrieben durch rückläufige Kundenloyalität sowie neue Anforderungen an den Service-Apparat erfordert die damit einhergehende, steigende Wechselbereitschaft der Kunden Anpassungen.
  • Altersstruktur der Verkaufsorganisationen: Der demografische Wandel in Verbindung mit Schwierigkeiten der Versicherungsbranche junge Talente zu rekrutieren, könnte zu potenziellen Marktaustritten führen.
  • Strengere regulatorische Vorgaben: Die Einführung verschiedener Regelungen (z.B. Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG) und IDD-Umsetzungsgesetz) führen zu einer Festsetzung einer Obergrenze für Provisionen. Aber auch die gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben (EU-Vermittlerrichtlinie und Verbraucherschutz) führen insgesamt zu einer Verringerung der Rentabilität bestehender Vertriebsorganisationen und zu einer Erhöhung der Maklerhaftung.

Aus diesen Gründen werden für Makler drei Handlungsoptionen zunehmend relevanter. Die Ableitung interner und externer Maßnahmen zur Verbesserung der Marktposition und Sicherstellung der Eigenständigkeit. Aber auch die Partnerfähigkeit und der Abschluss eines Kooperations- bzw. Shared-Services-Vertrags mit anderen Maklern zur Erzielung von Kostensynergien kann relevanter werden. Als dritte Handlungsoption wird die Erzielung von Synergien durch den Zusammenschluss mit anderen Maklern und daraus folgende Realisierung von Skaleneffekten durch den Aufbau eines größeren Kundenstamms in den Fokus rücken.

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