Insurance Blog

EbAV: EIOPA veröffentlicht Stellungnahmen zu Governance und Risikomanagement für Pensionskassen und -fonds

Am 10. Juli 2019 veröffentlichte EIOPA vier Stellungnahmen bezüglich der Governance- und Risikomanagementanforderungen für Einrichtungen betrieblicher Altersversorgung (EbAV), die aus der EbAV-II-Richtlinie resultieren und im Januar 2019 in deutsches Recht umgesetzt wurden (siehe Blog-Beitrag vom 18. Januar 2019). Die Stellungnahmen sollen die nationalen Aufsichtsbehörden bei der Implementierung der Anforderungen unterstützen.

Die neuen Regelungen der EbAV-II-Richtlinien sehen vor, dass Pensionskassen und –fonds künftig mindestens alle drei Jahre für das gesamte Risikoprofil eine eigene Risikobeurteilung durchführen und dokumentieren müssen (Own Risk Assessment = ORA). In dieser sind u.a. operationelle Risiken sowie aus ESG-Faktoren (Environment, Social, Governance) resultierende Risiken zu beurteilen.

TEG und EU-Kommission veröffentlichen Berichte und Leitlinien zum Thema Nachhaltigkeit

Zur Unterstützung der Umsetzung des „Aktionsplan: Finanzierung nachhaltigen Wachstums“ richtete die EU-Kommission im Juni 2018 die sog. Technical expert group on sustainable finance (TEG) ein. Am 18. Juni 2019 veröffentlichte die TEG drei zentrale Berichte zu den Bereichen Taxonomie (Taxonomy), Grüne Anleihen (Green Bond Standard) sowie Klima-Indizes (Benchmarks). Im gleichen Zug stellte die EU-Kommission Leitlinien zur Verbesserung der Nichtfinanziellen Berichterstattung von Unternehmen vor, die u.a. auch für Versicherungsunternehmen relevant sind.

EIOPA veröffentlicht halbjährlichen Finanzmarktstabilitätsbericht 2019

Am 1. Juli 2019 hat EIOPA ihren turnusmäßigen Finanzmarktstabilitätsbericht (Financial Stability Report June 2019) veröffentlicht.

Der Bericht greift die wichtigsten Entwicklungen der europäischen und weltweiten Erst- und Rückversicherungsbranche, der europäischen Branche der Einrichtungen der betrieblichen Altersvorsorge (EbAV) sowie Ergebnisse einer globalen Risikoerhebung aller Branchen auf.

EIOPA Konsultation: Leitlinien zu Outsourcing an Cloud-Service-Provider

EIOPA hat am 1. Juli 2019 ein Konsultationspapier zu Leitlinien für das Outsourcing an Cloud-Service-Provider veröffentlicht. Die Leitlinien sollen Klarheit und Transparenz darüber schaffen, wie die Outsourcing-Vorgaben der Richtlinie 2009/138/EG (Solvency II-Richtlinie), Delegierten Verordnung EU 2015/35 sowie der EIOPA Leitlinien zum Governance-System im Hinblick auf Ausgliederungen an Cloud-Service-Provider umzusetzen sind.

Latente Steuern und das neue Investmentsteuergesetz

Die Ermittlung der latenten Steuern unter Solvency II erfolgt auf der Grundlage des Art. 15 i. V. m. Art. 9 delegierte Verordnung. Für den Ansatz und die Bewertung der latenten Steuern sind die Vorschriften der internationalen Rechnungslegung (IFRS) maßgeblich.

Nach IAS 12 sind die latenten Steuern nach der bilanzorientieren Methode, dem sogenannten Temporary-Konzept abzugrenzen. Nach dieser Methode sind latente Steuern auf temporäre Differenzen zwischen der Solvenzbilanz und dem Steuerwert abzugrenzen, aus denen sich im Zeitpunkt der Realisierung ein steuerpflichtiges Ergebnis bzw. eine steuerlich abzugsfähige Differenz ergibt.

#fredwagner – Interview zu Trends und Themen der Versicherungsbranche

Im aktuellen Beitrag wird Thomas Bischof, der Vorstandsvorsitzende der Württembergische Versicherung AG, Württembergische Lebensversicherung AG und Württembergische Krankenversicherung AG, von Prof. Dr. Fred Wagner interviewed. Wir freuen uns über dieses erste Live-on-Tape Interview #fredwagner, das im Rahmen der Zusammenarbeit mit PwC entstanden ist. 

Thomas Bischof gibt Einblicke in die Struktur der W&W, beschreibt die Bedeutung von Digitalisierung und teilt seinen Einschätzung zu Zukunftsthemen: Data Analytics, Big Data und Datenschutz. Um die Chancen von Big Data zu nutzen, will die W&W beispielsweise die Kompetenzen der eigenen Mitarbeiter ausbauen und neue Ressourcen schaffen. 

Diesen Themen wird auch von anderen CEOs im Versicherungsbereich hohe Bedeutung beigemessen, wie unsere PwC CEO Survey widerspiegelt: 97 % der CEOs erachten Daten über Kundenbedürfnisse als relevant für den Geschäftserfolg.

https://www.pwc.de/ceo-survey-versicherungsunternehmen 

Das komplette Interview sehen Sie hier:

https://playout.3qsdn.com/cbf2fbba-725c-11e9-8d5b-0cc47a188158

Die Amortisation von Agien in der Handels- und Steuerbilanz

Festverzinsliche Wertpapiere spielen in der Versicherungsbranche, auf Grund der planbaren steten Renditen, eine erhebliche Rolle. Beim Erwerb am Sekundärmarkt wird regelmäßig ein Agio (bzw. Disagio) gezahlt, wenn der fest vereinbarte Zinskupon vom Marktniveau abweicht. Dieses Agio (oder Disagio) wird über die Laufzeit des Wertpapiers aufgelöst und dient mithin als Zinskorrektiv zu den vereinnahmten Zinserträgen. Handelsrechtlich wird nach § 341c HGB noch zwischen Namensschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren unterschieden.

Systeme und Datenmanagement unter IFRS 17 – 2 Jahre nach der Verabschiedung

Mit dem International Financial Reporting Standard (IFRS) 17 wurde den betroffenen Versicherungsunternehmen – nach Jahren der Konsultation und mehreren Entwürfen – erstmals ein weltweit einheitlicher Ansatz für die Bewertung von Versicherungsverträgen und die Performance-Berichterstattung in die Hand gegeben. Schon weit vor der Verabschiedung am 18. Mai 2017 war klar, dass die Implementierung nicht nur fachlich, sondern für viele Versicherer vor allem auch systemtechnisch große Herausforderungen mit sich bringt.

Welche Risiken dominieren die Versicherungsindustrie in 2019? – Banana Skins Survey

Im Juni 2019 veröffentlichte PwC und das Centre for the Study of Financial Innovation (CSFI) die siebte „Insurance Banana Skins Survey“ zu den aktuellen Risiken in der Versicherungsbranche. Im Vergleich zu den Top Risiken 2017, haben aus Sicht der rund 1.000 befragten Personen insbesondere Risiken in Zusammenhang mit Digitalisierung, Regulierung sowie dem Klimawandel eine signifikante Bedeutung.

ESAs konsultieren Anpassungen in der Zuordnung von Bonitätsbeurteilungen externer Ratingagenturen

Am 7. Juni 2019 veröffentlichten die ESAs (Europäische Aufsichtsbehörden – ESMA, EBA, EIOPA) im Rahmen einer Konsultation einen Entwurf für die Umsetzung technischer Standards (ITS) zur Änderung der Durchführungsverordnung (EU) 2016/1800 bzgl. der Zuordnung von Bonitätsbeurteilungen externer Ratingagenturen (ECAI) nach einer objektiven Skala von Bonitätsstufen gemäß der Richtlinie 2009/138/EG (Solvency II).

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