EIOPA Diskussionspapier zu „Systemrisiko und makroprudentielle Versicherungspolitik“

EIOPA hat am 29. März 2019 ein Diskussionspapier zum Thema „Systemrisiko und makroprudentielle Versicherungspolitik“ veröffentlicht. Dieses Papier basiert auf drei Diskussionspapieren (Systemic risk and macroprudential policy in insurance„, „Solvency II tools with macroprudential impact„, und „Other potential macroprudential tools and measures to enhance the current framework„), die bereits 2018 veröffentlicht wurden und sich mit Systemrisiken in der Versicherungsbranche auseinandersetzen.

Kommentare können noch bis zum 30. April 2019 über das von EIOPA bereitgestellte Template eingereicht werden.

Das Diskussionspapier greift folgende Fragestellungen im Zusammenhang mit Systemrisiken auf:

  • Werden durch Versicherungen Systemrisiken geschaffen oder verstärkt?
  • Welche Instrumente existieren bereits im Rahmen von Solvency II und wie ist deren Beitrag zur Reduktion der Systemrisiken?
  • Sind weiter Instrumente erforderlich und welche können gefördert werden?

Zielsetzung des aktuellen Diskussionspapiers ist die Erarbeitung eines politischen Vorschlags für zusätzliche makroprudentielle Maßnahmen im Rahmen des „Solvency II Reviews“. Dabei wird insbesondere auf folgende Maßnahmen eingegangen, die im jüngsten „Call for Advice“ der Europäischen Kommission im Zusammenhang mit dem „Solvency II Review“ hervorgehoben wurden:

  • Symmetrische Anpassung im Aktienrisiko-Modul
  • Volatilitysanpassung
  • Matching-Anpassung
  • Verlängerung der Recovery Period
  • Übergangsmaßnahmen für versicherungstechnische Rückstellungen

Die Instrumente sollen das Risiko von Marktpreisschwankungen, die sich aus dem Kollektivverhalten von Versicherern ergeben könnte, reduzieren. Ebenso wird ein Verbot bzw. eine Beschränkung von bestimmten Finanzierungstätigkeiten analysiert, um eine übermäßige Beteiligung an bestimmten Produkten und Tätigkeiten sowie risikobehaftetes Investitionsverhalten zu verhindern.

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