EIOPA Stellungnahme zum Umgang mit Anträgen zur Anwendung Interner Modelle

Mit dem Ziel einer harmonisierten Anwendung der europarechtlichen Vorgaben von Solvency II durch die nationalen Aufsichtsbehörden, hat EIOPA am 14. April 2015 eine Stellungnahme zum Umgang mit Anträgen für die Genehmigung von internen Modellen veröffentlicht. Die Notwendigkeit ergibt sich aus der Gegebenheit, dass eine unterschiedliche Auslegung der Anforderungen zu Inkonsistenzen bei der Abbildung bestimmter Risiken sowie bei der Anwendung gruppenweiter interner Modelle führen kann.

In der Stellungnahme adressiert EIOPA daher insbesondere die unterschiedliche Abbildung von Risiken, die im Zusammenhang mit Exposures in Staatsanleihen bestehen. Diesbezüglich soll gewährleistet werden, dass Versicherungs- und Rückversicherungsunternehmen, die ihre Solvenzkapitalanforderung (SCR) durch Anwendung eines internen Modells berechnen, solche Risiken in angemessener Weise innerhalb ihres internen Modells berücksichtigen. Um einen einheitlichen Umgang dieser Exposures sicherzustellen, wird EIOPA eine Follow-up-Studie bezüglich der von den nationalen Aufsichtsbehörden angewandten Praktiken erstellen. Auf Basis dieser Ergebnisse wird EIOPA entscheiden, ob weiterführende Vorgaben und Maßnahmen erforderlich sind.

Darüber hinaus werden den nationalen Aufsichtsbehörden in der Stellungnahme Hinweise an die Hand gegeben, wie zu verfahren ist, wenn während des Antragsverfahrens die risikofreie Zinsstrukturkurve nicht rechtzeitig zur Verfügung steht oder eine Beurteilung zur Äquivalenz eines Drittstaates noch nicht vorliegen.

EIOPA hält es zudem für sinnvoll, dass die Aufsichtsbehörden Vergleichsstudien auf nationaler Ebene erstellen, in denen Erfahrungen mit der Anwendung interner Modelle gesammelt werden. Diese sollen dann in eine korrespondierende Studie auf EU Ebene unter Koordination von EIOPA einfließen.

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