Europäisches Parlament hat dem Vorschlag über eine Verordnung für ein europaweites privates Altersvorsorgeprodukt (PEPP) zugestimmt

Das Europäische Parlament hat am 4. April 2019 in einer Plenarsitzung der Annahme der Trilog-Vereinbarung über das europaweite private Altersvorsorgeprodukt (Pan-European Personal Pension Product – PEPP) zugestimmt. Das Parlament ist der Meinung, dass PEPP in der der Lage ist mit national angeboten Altersvorsorgeprodukten zu konkurrieren und damit neue Möglichkeiten liefert, um für das Alter vorzusorgen.

In dem Zusammenhang hat die Europäische Kommission am 4. April 2019 ein Fact Sheet veröffentlicht, in dem relevante Fragestellung zu dem neuen Produkt aufgegriffen und beantwortet werden.

Hintergrund:
Bei PEPP handelt es sich um ein Altersvorsorgeprodukt, das die demografischen Herausforderungen aufgrund der Überalterung der Bevölkerung bewältigen und die Rentenlücken in der EU schließen soll. Es ermöglicht Sparern in der gesamten EU in dasselbe System einzuzahlen, selbst wenn sie ihren Wohnsitz in einen anderen EU-Mitgliedsland verlegen. Im Fokus dieses neuen Produkts steht der Verbraucherschutz und eine volle Kostentransparenz. Darüber hinaus besteht die Annahme, dass ein besser entwickelter Markt für die private Altersvorsorge in der EU mehr Ersparnisse in langfristige Investitionen fließen lassen und somit die Liquidität und Effizienz der Kapitalmärkte erhöhen wird. Das Ziel ist es, den Wachstum und die Schaffung neuer Arbeitsplätze in der EU zu fördern und einen Beitrag zur Entwicklung einer Kapitalmarktunion zu leisten.

Ausblick:
Nach der Zustimmung des Europäischen Parlaments wird das Abkommen für PEPP im nächsten Schritt dem Europäischen Rat zur offiziellen Annahme vorgelegt. Im Anschluss erfolgt die Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union, wodurch dieses 20 Tage nach der Veröffentlichung in Kraft tritt.

Im Laufe des nächsten Jahres wird die Kommission zusammen mit EIOPA eine Delegierten Verordnung für eine erfolgreiche Implementierung von PEPP ausarbeiten. Die Verordnung tritt dann 12 Monate nach Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft.

Es wird erwartet, dass die ersten Produkte für PEPP kurz nach dem Zeitpunkt des Inkrafttretens der Verordnung auf den Markt kommen werden. Dies wird voraussichtlich in etwa 2,5 Jahren erfolgen.

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