EIOPA: Diskussionspapier zu Stresstests

Am 24. Juni 2020 hat EIOPA ein zweites Diskussionspapier veröffentlicht, welches sich auf die methodischen GrundsĂ€tze fĂŒr Stresstests im Versicherungsbereich bezieht (erstes Diskussionspapier siehe Blog vom 9. MĂ€rz 2020). Zweck dieses Papiers ist die Anreicherung der Stresstest-Toolbox mit neuen Elementen. Das Feedback kann bis zum 2. Oktober 2020 eingereicht werden.

 Das vorliegende Papier wurde in drei Abschnitte aufgeteilt:

  • Stresstest-Rahmenwerk zum Klimawandel
    Das mikroprudenzielle Ziel ist es hierbei, eine zutreffende Bewertung der WiderstandsfĂ€higkeit einzelner (RĂŒck-)Versicherer gegenĂŒber Klimarisiken anstellen zu können. Zudem soll ein entsprechender Umfang der potenziellen finanziellen Risiken und Verluste durch die Klimaszenarien antizipiert werden können. Dies soll zu einem besseren VerstĂ€ndnis fĂŒr die langfristigen Auswirkungen des Klimawandels auf die GeschĂ€ftsmodelle fĂŒhren und die Risikomanagement-FĂ€higkeiten zur Bewertung und EindĂ€mmung von Risiken des Klimawandels verbessern.

    Als makroprudenzielles Ziel wird eine Bewertung der WiderstandsfÀhigkeit des gesamten Versicherungssektors und potenzieller systemischer Risiken des Klimawandels sowie die Auswirkungen auf andere Finanzsektoren und der Realwirtschaft angestrebt.

  • LiquiditĂ€tsstresstests
    Ziel der mikroprudenziellen Aufsicht ist es hier, Messungen der Exponierung einzelner Versicherer gegenĂŒber LiquiditĂ€tsrisiken durchzufĂŒhren, sowie die AnfĂ€lligkeit und WiderstandsfĂ€higkeit einzelner Versicherer gegenĂŒber LiquiditĂ€tsrisiken zu bewerten. Dies soll zu einer Verbesserung der Risikomanagement-FĂ€higkeiten und einer Minderung von LiquiditĂ€tsrisiken fĂŒhren.

    Das makroprudenzielle Ziel ist die Bewertung potenzieller Übertragungen von LiquiditĂ€tsrisiken auf andere Finanzsektoren und die Realwirtschaft.

  • Mehrperiodenrahmen fĂŒr die Bottom-up-Versicherungsstresstests
    Der Mehrperiodenansatz wird als machbar, aber sehr kostenintensiv angesehen. Demnach soll zunĂ€chst eine genaue Kosten-Nutzen-Analyse durchgefĂŒhrt werden.

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