EIOPA Konsultation zu den Änderungen an den ITS zur Informationsübermittlung an die Aufsicht

EIOPA hat am 5. April 2016 ein Konsultationspapier über Änderungen an den Implementing Technical Standards (ITS) zur Informationsübermittlung an die Aufsicht veröffentlicht. Die vorgeschlagenen Änderungen resultieren aus der Änderungsverordnung 2016/467 (vgl. auch Blog-Beitrag vom 6. April 2016). Die Änderungsverordnung definiert zur Erleichterung von Investitionen in Infrastruktureinrichtungen entsprechende Rahmenbedingungen, die ein angemessenes Risikoprofil gewährleisten, jedoch Infrastrukturinvestitionen mit niedrigeren Eigenmittelanforderungen zulassen.

Das Konsultationspapier setzt im Wesentlichen die Inhalte der Änderungsverordnung in die Regelungen zur Informationsübermittlung an die Aufsicht um. Dies hat sowohl Auswirkungen auf das quantitative als auch auf das qualitative Berichtswesen.

Über die Umsetzung der Änderungsverordnung hinaus hat EIOPA weitere redaktionelle Änderungen und Klarstellungen zu den Quantitativen Reporting Templates (QRTs) aufgenommen. Beispielsweise sind in den LOG-Files Änderungen von Zellen-bezeichnungen und kleinere Umformulierungen vorgenommen worden.

Im Hinblick auf das Thema „Investitionen in Infrastruktur“ wurden im quantitativen Berichtswesen die folgenden 3 Punkte geändert:

  • Um den Investitionen in Infrastruktureinrichtungen Rechnung tragen zu können wurden im QRT S.26.01 „Solvency Capital Requirement – Market Risk“ im Equity- und Spread Risk weitere Zeilen für das Reporting von qualifizierten Infrastrukturinvestitionen eingefügt.
  • In den LOG-Files wurden neben der Beschreibung der neu in das QRT S.26.01 eingefügten Zeilen für das QRT S.06.02 „List of assets“ im Feld für die Infrastrukturinvestitionen die Auswahlmöglichkeiten auf die Einführung der qualifizierten Infrastrukturinvestitionen angepasst.
  • Zusätzlich erfolgt auch eine Anpassung des CIC Tables.

Die Änderungen an den Anforderungen für das Quantitative Berichtswesen werden durch weitere narrative Anforderungen ergänzt. So sieht das Konsultationspapier vor, Angaben zu qualifizierten Infrastrukturinvestments in den RSR aufzunehmen. Diese sollen aus Erklärungen zum Entscheidungsprozess sowie qualitative und quantitative Informationen zum Infrastrukturinvestment bestehen. Hierzu zählen folgende Angaben:

  • Zahlungsfähigkeit (auch bei unterstelltem Stress Szenario);
  • Möglichkeit zur Bestimmung künftiger cash flows;
  • Vertragliche Ausgestaltung der Investments;
  • Fähigkeit Anleihen bis zur Endfälligkeit zu halten;
  • Herangezogene Kriterien und Methoden zur Ermittlung der Ausfallwahrscheinlichkeit, falls kein offizielles Rating vorlag.

Um Kommentare zum Konsultationspapier wird bis zum 3. Mai 2016 von EIOPA gebeten.

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