EIOPA veröffentlicht Analyse der SFCR im Hinblick auf Verbesserungsmöglichkeiten

Am 18. Dezember 2017 veröffentlichte EIOPA eine Stellungnahme hinsichtlich ihrer Analyse der Solvency and Financial Condition Reports (SFCR) für das Jahr 2016 mit dem Ziel, Verbesserungspotential zukünftiger SFCR aufzuzeigen. Die Grundlage hierfür bildete eine repräsentative Stichprobe aller im europäischen Wirtschaftsraum veröffentlichten SFCRs.

Die Analyse zeigte, dass die Mehrheit der Berichte fristgerecht veröffentlicht wurde und diese die Solvency II-Anforderungen grundsätzlich erfüllen. Zudem sind die meisten SFCRs auf der jeweiligen Homepage des Versicherungsunternehmens leicht auffindbar und erreichbar.

Jedoch hat EIOPA neben den positiven Aspekten auch Verbesserungsmöglichkeiten festgestellt. Hierzu zählen unter anderem:

  • Adressatengerechte Zusammenfassung der wesentlichen Inhalte
  • Integration von quantitativen Informationen aus den QRTs im Anhang in den Text
  • Beschreibung der unternehmensindividuelle Ausgestaltung des Own Risk and Solvency Assessment (ORSA)
  • Strukturierte und umfassendere Erläuterung der Risikosensitivität von einzelnen Szenarien oder Stressen
  • Unternehmensspezifische Darstellung der Bewertung von Kapitalanlagen, Verbindlichkeiten und versicherungstechnischen Rückstellungen (bspw. hinsichtlich der angewandten Methoden oder den wesentlichen Annahmen) sowie Darstellung der Unsicherheiten bei den Bewertungen
  • Umfassendere Informationen über die anrechnungsfähigen Eigenmittel

EIOPA bittet die Versicherungsunternehmen, die Empfehlungen bei der zukünftigen Erstellung des SFCR unter Berücksichtigung des Proportionalitätsprinzips zu beachten. Darüber hinaus weist EIOPA darauf hin, dass in den Berichten für das Geschäftsjahr 2017 erstmalig Vergleiche mit der Vorberichtsperiode quantitativ und qualitativ vorzunehmen sind.

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