Europäische Kommission startet Konsultation zu aufsichtsrechtlichen Reporting Anforderungen

Im Rahmen des „Call for Evidence on EU financial services“ (CfE) der Europäischen Kommission läuft vom 01. Dezember 2017 bis zum 28. Februar 2018 die Konsultation „Fitness Check on supervisory reporting“.

Hintergrund des CfE ist, dass sich die allgemeinen aufsichtsrechtlichen Anforderungen, die auf EU-Ebene beschlossen wurden und national teilweise unterschiedlich umgesetzt werden, für alle Finanzmarktteilnehmer und Finanzprodukte seit der Finanzmarktkrise hinsichtlich Umfang und Komplexität deutlich erhöht haben. Mit dem CfE möchte die Europäische Kommission den kumulierten Einfluss dieser unterschiedlichen Anforderungen testen. Auf der einen Seite soll dabei überprüft werden, ob durch diese Anforderungen die übergeordneten Ziele Finanzmarktstabilität, Marktintegrität und Investorenschutz erreicht werden. Auf der anderen Seite verfolgt der CfE damit das Ziel die Anforderungen auf Überschneidungen und Unstimmigkeiten zwischen den verschiedenen Regulierungen zu untersuchen.

Eine Problematik ergibt sich insbesondere dann, wenn eine Institution (z.B. eine Bank oder ein Versicherer) in den Geltungsbereich unterschiedlicher Regulierungen fällt und diese Regulierungen in ihren Anforderungen nicht konsistent zueinander sind. Dadurch entstünden unnötige Kosten. Die Antworten der bisherigen Konsultationen ließen darauf schließen, dass dies insbesondere auf das ohnehin schon sehr umfangreiche supervisory reporting der Finanzmarktteilnehmer zutrifft. Um diesbezüglich weitere – und vor allem quantitative – Daten zu generieren, wurde die Konsultation „fitness check on supervisory reporting“ gestartet.

In der Konsultation werden drei Bereiche behandelt. Im ersten Fragenbereich soll überprüft werden, inwiefern die Anforderungen des supervisory reportings „fit-for-purpose“ sind, sprich ob sie dazu beitragen, die oben genannten Ziele effizient erreichen und ob dabei Konsistenz zwischen den verschiedenen Regulierungen herrscht.

Der zweite Fragenbereich soll die Kosten quantifizieren, die mit dem supervisory reporting verbunden sind. Dazu sollen die Teilnehmer der Konsultation zunächst eine Einschätzung geben, wie hoch der Einfluss verschiedener Elemente des supervsiory reportings auf die Gesamtkosten des supervisory reportings ist. Weiterhin sollen die genauen Kosten der Implementierung und dauerhaften Umsetzung des Berichtswesens angegeben werden (in monetären Einheiten).

Der dritte Fragenbereich soll untersuchen, welches Verbesserungspotenzial im supervisory reporting besteht und welche Rolle die EU als Gesetzgeber dabei spielen kann, um dieses Potenzial auszuschöpfen.

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