COVID-19: Ansprache des Vize Präsidenten der EU Kommission

Am 28. Mai 2020 hat Valdis Dombrovskis, Vize Präsident der Europäischen Kommission, bei Gesprächen mit dem Finanzsektor, den Verbrauchern und Unternehmen zu den Hilfsmaßnahmen im Rahmen von COVID-19 eine Ansprache gegeben.

In dieser Ansprache geht Dombrovskis unter anderem auf die Rolle der Versicherer in der Krisenzeit ein. Er betont, dass die Versicherer bislang viele freiwillige Initiativen und Hilfen für die Verbraucher angeboten haben. Diese Hilfen und Initiativen sein beispielsweise Aussetzung von Prämien und Beiträgen, Verlängerung von Prämienzahlungen oder Tarifwechsel.

Als kritisches Thema während der Krise sieht Dombrovskis insbesondere den Umgang mit der Kompensation von Betriebsunterbrechungen. Zurzeit sein die entsprechenden Policen sowie der Umgang mit der Thematik von Versicherer zu Versicherer noch sehr heterogen. Manche Versicherer hatten die vertragliche Verpflichtung, die Versicherungsnehmer (insbesondere kleine Unternehmen wie z.B. Restaurants) vollumfänglich für die Zeit der Schließung des Unternehmens aufgrund der Pandemie zu entschädigen. Andere Versicherer konnten nur eine kleine oder keine Entschädigung an die Versicherungsnehmer entrichten. Diese unterschiedliche Handhabung der Thematik habe zu einer erhöhten Frustration der Versicherungsnehmer geführt und hatte zum Teil Klagen oder behördliches Einschreiten zur Folge.

Der Vizepräsident plädiert daher dafür, die Balance zwischen der größtmöglichen Unterstützung für Unternehmen und Haushalte, der Erfüllung der Verträge und der Sicherung der finanziellen Stabilität des Versicherungssektors zu stärken.

Dombrovskis betont, dass die Versicherer sich über angemessene Versicherung, der im Zusammenhang mit der Pandemie auftretenden Risiken Gedanken machen sollen und bietet eine Beteiligung der Kommission bei etwaigen Diskussionen an.

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