EIOPA finalisiert die Regulierung des Pan-European Personal Pension Product (PEPP)

Am 14. August 2020 √ľbersandte EIOPA der Europ√§ischen Kommission, neben mehreren Entw√ľrfen
technischer Regulierungsstandards, ihren Advice zur Implementierung des Rahmenwerks f√ľr die
Ausgestaltung und Bereitstellung des Pan-European Personal Pension Products, kurz PEPP.

Darin schl√§gt EIOPA Instrumente vor, die das Ziel verfolgen, Anreize f√ľr die Schaffung von PEPPs als
kosteneffiziente Produkte zu setzen und somit das Potenzial des europ√§ischen Marktes f√ľr private
Altersvorsorge zu stärken. Das Paket verspricht eine Balance zwischen hohen Verbraucherstandards
durch sichere und einfache PEPPs sowie Raum f√ľr Innovation und Wettbewerb f√ľr die Anbieter. Neu sind
in diesem Zusammenhang zwei j√ľngst von der EIOPA entwickelte Dokumente: das¬†PEPP Key Information
Document (KID) (siehe Annex I) und das PEPP Benefit Statement (siehe Annex II).
Diese¬†Informationsmaterialien¬†sollen Verbrauchern relevante Informationen zur Verf√ľgung stellen, die die Entscheidungsfindung vor dem Vertragsabschluss
erleichtern und die Performance der angelegten Ersparnisse √ľberwachen.

Zudem wird im Rahmen dieser Dokumente ein ganzheitlicher¬†Risikoindikator eingef√ľhrt, der sowohl die
Risikohöhe der verschiedenen Anlageoptionen aufzeigt, als auch Informationen zum Verständnis des
relativen Risikos im Verhältnis der erwarteten PEPP-Rentenleistung bereitstellt. Durch das Verständnis
des k√ľnftigen Renteneinkommens, sollen Verbraucher in die Lage versetzt werden, die Merkmale des
PEPPs besser zu verstehen und somit selbstst√§ndig zu pr√ľfen, ob die individuellen Rentenziele damit
erf√ľllt werden.

Da der Online-Vertrieb als wesentlicher Vertriebsweg f√ľr PEPPs angesehen wird, sei es zudem besonders
wichtig, dass den Verbrauchern die Informationen in digitaler Form bereitgestellt werden sowie leicht
zugänglich und verständlich sind.

Eines der wesentlichen Ziele f√ľr PEPPs ist die Kosteneffizienz. Neben dem erwartet kosteng√ľnstigen
digitalen Vertriebsweg, werden die jährlichen Kosten auf 1 % des akkumulierten Kapitals eines PEPP-
Anlegers am Ende eines jeden Geschäftsjahres begrenzt. Abgerundet soll eine verstärkte Aufsicht durch die
enge Zusammenarbeit zwischen nationalen Aufsichtsbehörden und eine regelmäßige aufsichtsrechtliche
Berichterstattung die effiziente Überwachung des geschaffenen PEPP-Marktes gewährleisten.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

/* */