Das EFRAG Board diskutiert weitere Themen für den IFRS 17 draft endorsement advice (DEA). Darüber hinaus präsentiert VVA Consulting seine finale Impact-Studie zu IFRS 17

In seiner Juli Sitzung hat das EFRAG Board nachfolgende Themen in Zusammenhang mit dem draft endorsement advice (DEA) für IFRS 17 behandelt:

  • Auswirkungen von Covid-19 (Paper 05-02)
  • Prozyklizität im IFRS 17 (Paper 05-03)
  • Prüfbarkeit von IFRS 17 (Paper 05-04 und 05-04A)
  • Analyse der Implementierungsfragen, zu der von EFRAG herausgegebenen Fallstudie (LUCS) (Paper 05-05)

Die zugrundeliegenden Arbeitspapiere wurden bereits im Vorfeld von EFRAG TEG und EFRAG IAWG analysiert und kritisch gewürdigt (siehe hierzu den EFRAG TEG Blog). Da es trotz der veröffentlichten amendments zu IFRS 17 des IASB in der Versicherungsbranche weiterhin Klärungsbedarf zu einzelnen Sachverhalten (z.B. Jahreskohorten, Transition) gibt, wurden ergänzend Implementierungs- und Interpretationsfragen des IFRS 17 Standards, aus der Fallstudie (LUCS) teilweise für den DEA von EFRAG TEG berücksichtigt.

Im Zuge der Diskussion hat das EFRAG Board mehrere Anpassungen für die aufgeführten Themen vorgeschlagen und wird seine Genehmigung zum DEA erst nach Durchsicht dieser Änderungen in der nächsten Sitzung geben.

Exemplarisch ist aus Sicht des Boards weiterhin nicht klar dargestellt, ob in dem Arbeitspapier von Volatilität oder Prozyklizität die Rede ist und dies ist entsprechend zu Überarbeiten. Ebenso ist nicht eindeutig erkennbar, welche Position das Board hinsichtlich der Prüfbarkeit einnimmt und ob diese die Meinung von Accountancy Europe (ACE) teilt. Weiterhin sollte im Fokus der Unterlage zur Prüfbarkeit die Aussage des Boards stehen und nicht, die von ACE. Bezüglich noch offener Implementierungsfragen erwartet das Board, dass sich bei der Überarbeitung des Arbeitspapiers zur Fallstudie „Limited Update on Case Study“ (LUCS) primär auf die Details der Standardsetzung zu beziehen ist. Zusätzlich empfiehlt das Board eine Überarbeitung des Wordings in dem Arbeitspapier dahingehend, dass die Kernaussage zu den Vorteilen der Versicherer im Vergleich zu anderen Branchen ersichtlich wird.

Finale Studie zur Einflussanalyse von IFRS 17 (Paper 06-02 und 06-03)

In der von VVA aktualisierten und erneut vorgestellten Studie wurden zwischenzeitlich, die vom IASB verabschiedeten Änderungen von IFRS 17; weitere Konsultationen von Stakeholdern; von EFRAG zusammengestellte Unterlagen und aktuelle quantitative Datenanalysen inkludiert.

Die Studie konzentriert sich hierbei auf nachfolgende vier Kernelemente:

Zusammenfassend erkennen die Stakeholder (z.B. Versicherer und Regulatoren) die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Implementierung des IFRS 17 Standards als positiv an, da die Einführung langfristig überwiegend Vorteile mit sich bringen wird. Das EFRAG Board hat durch die Studie, eine wirklich gute Reflexion der verhältnismäßig kleinen Auswirkungen von IFRS 17 auf die Wirtschaft, erhalten.

In Kürze veröffentlichen wir einen Artikel über die von VVA vorgestellte Studie zum Einfluss der Implementierung von IFRS 17 auf die oben aufgeführten Bereiche in unserem Insurance Blog.

Nächste Schritte:

Das EFRAG TEG wird, die von EFRAG Board vorgeschlagenen Anpassungen für den DEA vornehmen und im nächsten EFRAG Board Meeting am 28. Juli 2020 präsentieren, um diesen bis Ende September 2020 zu finalisieren. Der finale endorsement advice (FEA) wird aufgrund des im Rahmen des Endorsement-Prozesses erforderlichen Konsultationszeitraums voraussichtlich bis spätestens Januar 2021 veröffentlicht.

Darüber hinaus können weitere Informationen unter nachfolgenden Links aufgerufen werden:

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