EFRAG TEG beteiligt sich an der Vorbereitung des Draft Endorsement Advice für IFRS 17

In ihrer Juli-Sitzung setzte die EFRAG TEG die Beratungen zum Draft Endorsement Advice (DEA) für IFRS 17 fort.

Ziel des Juli Meetings war die Erörterung der Analyseergebnisse zu Covid-19 Auswirkungen auf IFRS 17 und zur Prüfbarkeit von IFRS 17 zwecks Einbeziehung in den DEA. Den Mitgliedern der EFRAG TEG wurde ferner die aktualisierte Fassung des Abschnitts über die Prozyklizität von IFRS 17 vorgelegt.

  • Covid-19-Auswirkungen i.Z.m. IFRS 17 (Link to Agenda paper 04-02)

Seitens EFRAG TEG bestehen Bedenken und damit zusammenhängende Fragen um Covid-19, die in den DEA von IFRS 17 aufgenommen werden sollen. Hierzu wurde bei der Bearbeitung des DEA eine high-level Analyse zu den Auswirkungen von Covid-19 auf die Implementierung von IFRS 17 und IFRS 9 vorgenommen, aus welcher folgende Zwischenerkenntnisse resultieren:

  • Auswirkungen von Covid-19
  • Einfluss auf das Rechnungswesen

Auswirkungen von Covid-19

Die Covid-19-Krise könnte sich auf die Höhe der vorhandenen Budgets auswirken und für Transformationsprojekte mit möglichen Reduzierungen der Beratungskosten, Neueinstellungen der erforderlichen Fähigkeiten und Investitionen in IT verbunden sein.

Einfluss auf das Rechnungswesen

Da die buchhalterische Behandlung von Versicherungsverträgen derzeit nicht einheitlich ist, ist es schwer Auswirkungen der Krise auf die Ergebnisse nach IFRS 4 und IAS 39 zu IFRS 17 und IFRS 9 auf einer allgemeinen Basis zu vergleichen und bedarf daher einer detaillierten quantitativen Bewertung. EFRAG TEG erwartet höhere Auswirkungen dort, wo Unternehmen heute keine aktuellen Bewertungsparameter verwenden.

EFRAG TEG bittet die Anwender zur Fundierung der high-level Analyse um Rückmeldung zu möglichen Auswirkungen auf z.B. Projektumfang, Budget, Ressourcen, Geschwindigkeit der Implementierung. Zudem sollen die Stakeholder Auskunft darüber geben auf welche Aspekte der Implementierung (z.B. versicherungsmathematische) sich diese beziehen.

  • IFRS 17 Prüfbarkeit (Link to Agenda paper 04-03)

Accountancy Europe (ACE) teilte im Mai 2018 ihre Ansichten zur Prüfbarkeit von IFRS 17 mit dem EFRAG-Board. Die Präsentation wurde für die Beratungen des IASB zur Änderung von IFRS 17 bei der gemeinsamen Sitzung von EFRAG Board und EFRAG TEG im Mai 2020 aktualisiert.

Die Begutachtung wurde untergliedert in Prüfungskriterien, IFRS 17-Komponenten und Endorsement-Kriterien. Der Fokus lag vor allem darauf zu prüfen, ob die jeweiligen Komponenten des IFRS 17 verständlich, relevant, verlässlich und vergleichbar sind. Nach der Prüfung der Kriterien, kommt das ACE zu der Einschätzung, dass der IFRS 17 Standard prüfbar sei, da es der Ansicht ist, dass dies die Vergleichbarkeit verbessert, eine größere Konsistenz der Erfassungs- und Bewertungskriterien weltweit fördert und den Anwendern aufschlussreichere und relevantere Informationen liefert.

Kommentare und Schlussfolgerungen aus der Präsentation werden in den Entwurf der Empfehlung als Teil des Anhangs 3 aufgenommen.

  • Prozyklizität im IFRS 17 (Link to Agenda paper 04-04)

Zweck des Papiers ist es, die Auswirkungen von IFRS 17 auf die finanzielle Stabilität und langfristige Investitionen in der EU sowie das Risiko, das IFRS 17 zu prozyklischen Effekten neigt und/oder höhere Volatilität verursachen könnte (aufgrund der Verlagerung des Bewertungs-Schwerpunkts von historischen Kosten zu aktuellen Werte) zu untersuchen.

Der Text über das zyklische Verhalten ökonomischer Variablen im IFRS 17 wird nach Einarbeitung der Kommentare der EFRAG TEG-Mitglieder in den DEA aufgenommen.

 

Nächste Schritte:

Als Ergebnis dieses Treffens werden die folgenden Abschnitte in den DEA zur Billigung aufgenommen: Covid-19-Aspekte i.Z.m. IFRS 17, IFRS 17 Prüfbarkeit und Prozyklizität von IFRS 17.

 

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