EIOPA veröffentlicht Cost and Past Performance 2020 Report

EIOPA veröffentlichte am 6. April 2020 zum zweiten Mal ihren “Cost and Past Performance Report“.
Bei diesem handelt es sich um einen Bericht über Kosten und die bisherige Entwicklung von versicherungsbasierten Anlageprodukten (IBIP´s) und Rentenprodukten (PPPs).

Vor dem Hintergrund der Aufforderung der Europäischen Kommission an die Europäischen Aufsichtsbehörden, regelmäßig über die Kosten und die bisherige Performance von Anlageprodukten für Kleinanleger zu berichten, enthält dieser Bericht eine Analyse der Kosten – für 2018 – und der bisherigen Performance – für den Zeitraum 2014 bis 2018. Dieser Bericht zielt darauf ab die Teilnahme an den Kapitalmärkten für Kleinanleger zu erleichtern, indem er EU-weit konsistente Informationen über Kosten und bisherige Performance von Anlageprodukten bereitstellt. Er ergänzt somit die Arbeit der EIOPA in den Bereichen Risikobewertung, aufsichtliche Konvergenz und Verbraucherschutz.

Die Studie dokumentiert die Auswirkungen der Marktvolatilität auf die Renditen für verschiedene Produkttypen. Beispielsweise erzielten fondsgebundene Produkte in der letztjährigen Analyse eine deutlich bessere Performance. Dies zeigt, wie fondsgebundene Produkte aufgrund ihrer Beschaffenheit hohe Renditen bieten können, aber in Zeiten schlechter Marktrenditen auch Risiken für die Verbraucher darstellen.

Der Bericht analysiert dabei die Performance von Versicherungsbasierten Anlageprodukten (IBIPs) und persönlichen Rentenprodukten (PPPs).

Insgesamt weisen Produkte mit höherem Risiko, gemessen an der Risikoklasse, eine höhere Variabilität der Nettoerträge auf, diese sind im Durchschnitt jedoch größer. Die Renditen für fondsgebundene Versicherungsprodukte waren 2018 in allen Mitgliedsstaaten negativ. Gewinnbeteiligungsversicherungen und persönliche Rentenprodukte, die der Gewinnbeteiligung ähnlich sind, weisen hinsichtlich der Renditetrends mildere Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten auf. Ergebnisse waren Durchschnittsrenditen von 0% oder nahe 0% für den Berichtszeitraum (2014 bis 2018). Insgesamt war die Entwicklung im Jahr 2018 die niedrigste seit fünf Jahren.

Die Analyse ergab zudem, dass die Kosten weiterhin einen erheblichen Einfluss auf die Nettoerträge haben, was den im letzten Jahr beobachteten Trend bestätigt. Gewinnbeteiligungsprodukte haben dabei weiterhin insgesamt geringere Kosten als fondsgebundene Produkte. Die „laufenden Kosten“ sind dabei nach wie vor die größte Kostenkomponente, die 80 % der gesamten Kosten für fondgebundene Produkte und 70 % der Gesamtkosten von Gewinnbeteiligungsprodukten ausmachen. Die Einstiegskosten sind bei Produkten mit Gewinnbeteiligung höher. Die Ausstiegskosten sind bei beiden Arten von Produkten gering.

Im Bericht wird jedoch auch hervorgehoben, dass es Probleme hinsichtlich der Datenqualität und Vergleichbarkeit gibt. Zudem unterscheidet sich die Datenqualität je nach Mitgliedstaat. Somit ist bei der Interpretation Vorsicht geboten. In Zukunft möchte EIOPA die Methodik zur Berechnung der Rendite von Gewinnbeteiligungen verbessern, die betrieblichen Altersversorgung in die Analyse einbeziehen und an Kostendefinitionen arbeiten, um sicherzustellen, dass die Kostenstrukturen besser verstanden und verglichen werden können.

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