Solvency II Standardformel Review: EIOPA veröffentlicht zweites Konsultationspapier

Am 8. Dezember 2016 startete EIOPA mit der Veröffentlichung des ersten Diskussionspapiers zum Review der Standardformel (siehe Blogbeitrag vom 12. Dezember 2016). Der Review wurde in zwei Sets aufgeteilt. In einem ersten Set wurden Änderungsvorschläge zu verschiedenen Themenbereichen in einem ersten Konsultationspapiers veröffentlicht (siehe Blogbeitrag vom 5. Juli 2017). Diese wurden anschließend mit verschiedenen Stakeholder Gruppen diskutiert und in einem ersten Set an Empfehlungen von EIOPA veröffentlicht (siehe Blog-Beitrag vom 9. November 2017).

Das zweite Konsultationspapier wurde nun am 6. November 2017 durch EIOPA veröffentlicht. Es greift einzelne Themengebiete des ersten Sets auf und vertieft diese und behandelt auch zusätzliche Themen. Folgende Bereiche werden somit in dem zweiten Set behandelt:

  • Prämien- und Reserverisiko
  • Invaliditäts-/Morbiditätsrisiko
  • Katastrophenrisiken
  • Zinsrisiko
  • Marktrisiko
  • Wechselkursrisiko auf Gruppenebene
  • nicht-geratete Schuldverschreibungen
  • nicht-börsennotierte Aktien
  • strategische Beteiligungen
  • Vereinfachungen des Gegenparteiausfallrisiko
  • Behandlung von Risikopositionen gegenüber CCPs und Änderungen aufgrund von EMIR
  • Vereinfachungen des Look-through Ansatzes
  • Look-through Ansatz auf Gruppenebene
  • Anpassung für die Verlustausgleichsfähigkeit der versicherungstechnischen Rückstellungen und latenten Steuern
  • Kapitalkosten bei der Risikomarge
  • Vergleich der Eigenmittel im Versicherungs- und Bankenbereich
  • Anlageinstrumente, welche lediglich als Tier 1 qualifiziert sind, bis zu 20% der gesamten Tier 1 Instrumente

Ziel der zweiten Konsultation ist die Gewährleistung einer verhältnismäßigen und technisch robusten, risikosensitiven und einheitlichen Aufsichtsregelung für den Versicherungssektor und die Implementierung von etwaigen Vereinfachungen vorzuschlagen.

EIOPA bittet alle Stakeholder, die vorgeschlagenen Themengebiete mittels des Templates für Kommentare bis zum 5. Januar 2018 zu bearbeiten. Die zusammengefassten Feedbacks werden voraussichtlich Ende Februar 2018 in Form von Empfehlungen an die Europäische Kommission übermittelt.

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