Schlagwort: Berichterstattung

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EU-Kommission veröffentlicht „Review Package“ mit Gesetzesvorschlägen zur Anpassung des Solvency II-Regelwerks auf Ebene der Rahmenrichtlinie (Level 1)

Die EU-Kommission hat am 22. September 2021 das Paket zur Änderung der Solvency II-Rahmenrichtlinie veröffentlicht. Das Aufsichtssystem wird damit nicht nur in seiner bisherigen Form aktualisiert und um bereits erwartete Dimensionen ergänzt, sondern auch grüner.

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BaFin Veröffentlichungen: welche Änderungen ergeben sich für die Bilanzierung und Berichterstattung von Versicherern?

Am 2. September 2021 gab die BaFin bekannt, dass die Auslegungsentscheidung fĂĽr RĂĽckversicherungsverträge teilweise ausgesetzt wird und  stellte auĂźerdem am 9. September 2021 neue Vorgaben zur Berichterstattung hinsichtlich der Kapitalanlagen von Versicherungsunternehmen vor. Was kommt nun auf die Versicherer zu? Wir geben Ihnen einen Ăśberblick.

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EIOPA Konsultation zu Ă„nderungen der aufsichtlichen Melde- und Offenlegungspflichten im Rahmen von Solvency II, inkl. ESG

EIOPA hat am 23. Juli 2021 eine Konsultation zu den Änderungen der aufsichtlichen Melde- und Offenlegungspflichten gestartet. Mit dieser Konsultation schlägt EIOPA Änderungen in Bezug auf die Meldepflichten des derzeitigen Rechtsrahmens vor. Darüber hinaus enthält die Konsultation zusätzliche Anforderungen in den Bereichen, für die bislang keine konkreten Vorschläge im Rahmen des Solvency II Reviews vorgelegt wurden, wie z.B. für risikobasierte Schwellenwerte, Vorlagen für gruppeninterne Transaktionen und Risikokonzentrationen, Vorlagen für Variationsanalysen, Berichterstattung über Sustainable Finance sowie die neuen S.14-Vorlagen für Nicht-Lebensversicherer.

EIOPA veröffentlicht Opinion zum Solvency II Review 2020

Nach mehreren intensiven Konsultationen sowie einem ergänzenden Impact Assessment in 2020 hat EIOPA am 17. Dezember 2020 ihre „Opinion on the 2020 Review of Solvency II“ veröffentlicht. Neben der Opinion selbst besteht die Veröffentlichung unter anderem aus detaillierten Analysepapieren einschlieĂźlich der Ergebnisse des Impact Assessments. Der verpflichtende Review des Solvency II Rahmenwerks ist bereits seit Inkrafttreten von Solvency II in der Rahmenrichtlinie verankert.  

EIOPA schlägt zahlreiche Ă„nderungen an der SII-Rahmenrichtlinie sowie der Delegierten Verordnung vor. Zu ausgewählten Aspekten sollen zudem ergänzende Implementing Technical Standards (ITS) und Leitlinien veröffentlicht werden. Viele Elemente des ausfĂĽhrlichen Konsultationspapiers aus Oktober 2019 finden sich in der finalen Opinion wieder. Im Einzelnen bleibt abzuwarten, wann mit einer Inkraftsetzung zu rechnen ist. Zu beachten sind in diesem Zusammenhang die unterschiedlichen politischen Ebenen der Mitwirkung; so muss zur Ă„nderung der Rahmenrichtlinie neben des offiziellen Vorschlags der Europäischen Kommission der erforderliche Erlass seitens Parlament und Rat erfolgen. Zur nationalen Umsetzung ist im Anschluss zudem eine Ă„nderung des VAG erforderlich. Ă„nderungen der Delegierten Verordnung bedĂĽrfen grundsätzlich nur des Erlasses der Europäischen Kommission und gelten auf nationaler Ebene unmittelbar. Jedoch sind diese nur dann ohne vorhergehende Ă„nderung der Rahmenrichtlinie möglich, wenn sie Konkretisierungen bereits bestehender Vorgaben der Rahmenrichtlinie betreffen. Somit sind auch einige der vorgeschlagenen Ă„nderungen der Delegierten Verordnung nur nach Erlass der geänderten Rahmenrichtlinie umsetzbar.

EIOPA: Erklärung zur aufsichtsrechtlichen Berichterstattung unter Solvency II im Zusammenhang mit COVID-19

EIOPA hat am 27. Juli 2020 eine Erklärung zur Einhaltung der relevanten Fristen für die Solvency II-Berichterstattung veröffentlicht.

Im März 2020 hatte EIOPA die nationalen Aufsichtsbehörden zu mehr Flexibilität hinsichtlich der Fristen für die Berichterstattung und Offenlegung aufgefordert (siehe Blog-Betrag vom 21. März 2020). Nun seien Versicherungs- und Rückversicherungsunternehmen wieder in der Lage, die im Solvency II-Rahmen festgelegten üblichen Fristen einzuhalten.

Die Corona-Krise als Katalysator für eine höhere Adäquanz in der aktuariellen Planung

Das Corona-Virus bestimmt noch immer die Schlagzeilen – und zumindest in naher Zukunft werden auch die Folgen der Krise die Schlagzeilen bestimmen. Neben den makroökonomischen Auswirkungen sind Versicherungsunternehmen im Kompositgeschäft durch Veränderungen in der Struktur der Schadenaufwendungen und Folgewirkungen in der Prämienentwicklung betroffen. Häufig stellt sich dabei die Frage wie mit der Krise umzugehen ist. Doch um diese Frage beantworten zu können, muss quantifiziert werden, wie groĂź die Auswirkung auf den Versicherungsbestand ist.

Ergebnisse der Branchensimulationsmodelle visualisieren und durch moderne Analysetools Effizienzen heben

Die Ergebnisse aus dem Branchensimulationsmodell (BSM) des GDV, welches für Solvency II häufig bei Lebensversicherungs-unternehmen zum Einsatz kommt, zeichnen für viele Versicherer im aktuellen Niedrigzins zur Mitte des Jahres 2020 ein düsteres Bild zur ökonomischen Bedeckung der Eigenmittel. Um ein richtiges Bild abzugeben, ist es deshalb umso mehr wichtig, dass das BSM für die einzelnen Häuser individuell und sachgerecht, d.h. auch nicht übervorsichtig eingerichtet wird. Es ist momentan nicht die Zeit, unnötig Potential hinsichtlich der Ermittlung der Bedeckung zu verschenken. Vielmehr geht es darum, die Realität nachhaltig und angemessen abzubilden.

Ergebnisse Peer Review des regelmäßigen aufsichtlichen Berichts (RSR)

Am 18. Juni 2020 veröffentlichte EIOPA ihren Bericht zu den Ergebnissen des Peer-Reviews zum regelmäßigen aufsichtlichen Bericht (RSR).

Drei Jahre nach Einführung der Anforderungen wurde untersucht, wie und in welchem Umfang die in der Delegierten Verordnung (EU) 2015/35 festgelegten Anforderungen durch die zuständigen nationalen Aufsichtsbehörden umgesetzt wurden. Ferner sollte festgestellt werden, ob hinsichtlich der Häufigkeit der Vorlage von RSRs weitere Konvergenz erforderlich ist. Dazu wurden die rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen und die nationalen Aufsichtspraktiken von 31 nationalen zuständigen Behörden im Zeitraum zwischen Inkrafttreten von Solvency II bis Ende März 2019 untersucht. Verlangt die nationale Aufsichtsbehörde nicht mindestens alle drei Jahre einen RSR (vollständig), so ist das Unternehmen dennoch verpflichtet der Behörde einen zusammengefassten RSR vorzulegen, aus dem jegliche wesentlichen Änderungen hervorgehen und knapp erläutert werden.

EU-Kommission startet Konsultation zur Anpassung der CSR-Richtlinie

Zur Umsetzung des europäischen Green Deals und der Verbesserung der Transparenz nichtfinanzieller Informationen, hat die EU-Kommission am 20. Februar 2020 eine Konsultation zur Anpassung der CSR-Richtlinie zur Offenlegung von nichtfinanziellen und die Diversität betreffenden Informationen (Non-financial Reporting Directive, 2014/95/EU) gestartet. Die CSR-Richtlinie ist relevant für große Unternehmen, darunter fallen u.a. Banken und Versicherungsunternehmen, sobald sie mehr als 500 Mitarbeiter beschäftigen.