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Systeme und Datenmanagement unter IFRS 17 – 2 Jahre nach der Verabschiedung

Mit dem International Financial Reporting Standard (IFRS) 17 wurde den betroffenen Versicherungsunternehmen – nach Jahren der Konsultation und mehreren Entwürfen – erstmals ein weltweit einheitlicher Ansatz für die Bewertung von Versicherungsverträgen und die Performance-Berichterstattung in die Hand gegeben. Schon weit vor der Verabschiedung am 18. Mai 2017 war klar, dass die Implementierung nicht nur fachlich, sondern für viele Versicherer vor allem auch systemtechnisch große Herausforderungen mit sich bringt.

Zweiter jährlicher Termin zur Veröffentlichung des SFCR

Heute, am 7. Mai 2018, sind die Versicherungsunternehmen zum zweiten Mal, nach der erstmaligen Berichterstattung im vergangenen Jahr (siehe Blog-Beitrag vom 22. Mai 2017), dazu aufgerufen den Bericht über die Solvabilität und Finanzlage (SFCR) für das Geschäftsjahr 2017 zu veröffentlichen. Der SFCR soll im Laufe des Tages zur freien Verfügung auf der jeweiligen Homepage des Versicherers zu finden sein. Neben der Veröffentlichung des SFCR über die unternehmenseigene Homepage ist dieser bei der BaFin einzureichen. Darüber hinaus sind der Regular Supervisory Report (RSR) sowie die QRTs für die Jahresmeldung des Geschäftsjahres 2017 ebenfalls einzureichen.

EIOPA veröffentlicht Analyse der SFCR im Hinblick auf Verbesserungsmöglichkeiten

Am 18. Dezember 2017 veröffentlichte EIOPA eine Stellungnahme hinsichtlich ihrer Analyse der Solvency and Financial Condition Reports (SFCR) für das Jahr 2016 mit dem Ziel, Verbesserungspotential zukünftiger SFCR aufzuzeigen. Die Grundlage hierfür bildete eine repräsentative Stichprobe aller im europäischen Wirtschaftsraum veröffentlichten SFCRs.

Die Analyse zeigte, dass die Mehrheit der Berichte fristgerecht veröffentlicht wurde und diese die Solvency II-Anforderungen grundsätzlich erfüllen. Zudem sind die meisten SFCRs auf der jeweiligen Homepage des Versicherungsunternehmens leicht auffindbar und erreichbar.

Jedoch hat EIOPA neben den positiven Aspekten auch Verbesserungsmöglichkeiten festgestellt. Hierzu zählen unter anderem:

Europäische Kommission startet Konsultation zu aufsichtsrechtlichen Reporting Anforderungen

Im Rahmen des „Call for Evidence on EU financial services“ (CfE) der Europäischen Kommission läuft vom 01. Dezember 2017 bis zum 28. Februar 2018 die Konsultation „Fitness Check on supervisory reporting“.

Hintergrund des CfE ist, dass sich die allgemeinen aufsichtsrechtlichen Anforderungen, die auf EU-Ebene beschlossen wurden und national teilweise unterschiedlich umgesetzt werden, für alle Finanzmarktteilnehmer und Finanzprodukte seit der Finanzmarktkrise hinsichtlich Umfang und Komplexität deutlich erhöht haben. Mit dem CfE möchte die Europäische Kommission den kumulierten Einfluss dieser unterschiedlichen Anforderungen testen. Auf der einen Seite soll dabei überprüft werden, ob durch diese Anforderungen die übergeordneten Ziele Finanzmarktstabilität, Marktintegrität und Investorenschutz erreicht werden. Auf der anderen Seite verfolgt der CfE damit das Ziel die Anforderungen auf Überschneidungen und Unstimmigkeiten zwischen den verschiedenen Regulierungen zu untersuchen.

BaFin veröffentlicht aktualisierte Hinweise zum Berichtswesen

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am 14. Dezember 2017 mit den Hinweisen zum Solvency-II-Berichtswesen für Erst- und Rückversicherungsunternehmen und Versicherungsgruppen eine aktualisierte Fassung ihres Merkblatts vom 16. Oktober 2015 veröffentlicht. Mit der Neufassung reagiert die BaFin auf die 2017 erstellten SFCR, RSR, QRTs sowie ORSA-Berichte und konkretisiert ihre Hinweise zu fachlichen Aspekten der Solvency II-Berichterstattung. Änderungen und Ergänzungen zur vorherigen Fassung vom 29. März 2017 sind im Wesentlichen die Folgenden:

Änderungen in der quantitativen Berichterstattung

Änderungen im quantitativen Berichtswesen beziehen sich beispielsweise auf den Umgang mit geschlossenen Listen: Felder, bei denen aus einer geschlossenen Liste auszuwählen ist, sind zwingend auszufüllen (sofern keine Ausnahmebedingungen existieren). Außerdem wird die Zuordnung von Ausleihungen an verbundene Unternehmen, die keinen eigenen Posten in der Solvabilitätsübersicht besitzen, thematisiert: Sie sind entsprechend ihrer Art dem jeweiligen zutreffenden Element in der Solvabilitätsübersicht zuzuordnen.

BaFin veröffentlicht vertiefende Analyse aus dem Solvency II Berichtswesen

Am 28. Juli 2017 hat die BaFin eine detaillierte Analyse der Solvency II Jahreszahlen aus den quantitativen Formularen (QRTs) sowie dem Bericht über Solvabilität und Finanzlage (SFCR) der Versicherungsunternehmen veröffentlicht. Damit konkretisiert die BaFin ihre ersten Auswertungen vom 09. Juni 2017 (vgl. Blog-Beitrag vom 22. Juni 2017). Insbesondere stellt die BaFin nun erstmals wesentliche Erkenntnisse aus den veröffentlichten SFCR dar und hebt Verbesserungspotentiale hervor.

Narrative Berichterstattung

In Bezug auf die Qualität des narrativen Berichtswesens der erstmalig veröffentlichten SFCR fällt das Urteil der BaFin durchaus positiv aus. Dennoch sind Verbesserungspotentiale vorhanden, welche die BaFin in weiteren Veröffentlichungen konkretisieren will.

Aufgrund der klaren Vorgaben zur Struktur und Ausgestaltung des SFCR beziehen sich die von der BaFin hervorgehobenen Defizite der narrativen Berichterstattung insbesondere auf die Detailtiefe der zu berichtenden Angaben. Als Beispiele führt die BaFin hier nicht ausreichende Angaben zur relativen Bedeutung fester und variabler Vergütungsbestandteile an. Darüber hinaus fanden die Spezifizierungen und Hinweise der EIOPA oder der BaFin nicht ausreichende Berücksichtigung innerhalb der Berichte. Hierunter fallen laut BaFin Ausführungen zu Bewertungsunterschieden oder unternehmensindividuellen Einflüssen, die in nicht ausreichendem Umfang dargelegt wurden.

Im Hinblick auf das Governance-System sei nach Ansicht der BaFin häufig eine Wiederholung der  gesetzlichen Anforderungen erfolgt, welche jedoch keine Auskunft über die unternehmensindividuelle Umsetzung gibt. Folglich sind hier Verbesserungen in dem Detaillierungsgrad vorzunehmen, die auch auf eine Steigerung der Transparenz der SFCR für zukünftige Berichterstattungen abzielen.

Zudem sollten alle relevanten Informationen adressatengerecht im Gesamtkontext dargestellt werden. So sollte der Textteil bereits ein hinreichendes und aussagekräftiges Gesamtbild vermitteln. Verweise auf Angaben in den QRTs im Anhang des SFCR sollten weitestgehend vermieden werden.

Die BaFin merkt an, dass das jeweilige Unterkapitel „Sonstige Angaben“ nur spärlich genutzt wurde. Im Rahmen weiterer Analysen versucht die BaFin die Ursache hierfür zu eruieren.

Quantitative Berichterstattung

Eine zentrale Erkenntnis der Analyse der quantitativen Berichterstattung ist, dass alle unter die Aufsicht fallenden Versicherer die Solvenzkapitalanforderungen erfüllen. Jedoch bleibt zu erwähnen, dass neun Unternehmen ohne die Anwendung der Übergangsmaßnahmen keine ausreichende Bedeckungsquote hätten vorweisen können. Der signifikante Einfluss der Übergangsmaßnahmen und der Volatilitätsanpassung auf den Bereich Leben wird in einem Vergleich der SCR-Quoten mit Anwendung (344%) und ohne Anwendung der Übergangsmaßnahmen sowie der Volatilitätsanpassung (165%) deutlich.

Die folgende Tabelle zeigt die Erkenntnisse je Branche (graue Felder = keine Angaben):

Hinsichtlich der dargestellten Informationen bleibt zu beachten, dass es sich um Durchschnittswerte handelt. Die Bedeckung der Unternehmen in den einzelnen Sparten hingegen weist signifikante Unterschiede auf. Demnach liegt die höchste SCR-Bedeckungsquote im Bereich Leben bei 3.560% wohingegen die niedrigste Quote lediglich 117% beträgt.

Die BaFin plant die gewonnenen Erkenntnisse zu nutzen, um die zukünftige Berichterstattung zu verbessern und konkretisierende Anforderungen zu entwickeln. Dabei soll insbesondere die Transparenz des narrativen Berichtswesens weiter verstärkt werden. Weiterhin beabsichtigt die BaFin auch zukünftig in regelmäßigen Abständen derartige Kennzahlen zu veröffentlichen.

EIOPA veröffentlicht überarbeitete technische Durchführungsstandards und Leitlinien zum Reporting und finale Taxonomie V2.2.0

Am 17. Juli 2017 hat EIOPA die Änderungen und Korrekturen an den folgenden technischen Durchführungsstandards hinsichtlich der Berichterstattung und Offenlegung veröffentlicht (vgl. Blog-Beitrag vom 28. April 2017) und zur Billigung an die Europäische Kommission übermittelt:

  • Technische Durchführungsstandards hinsichtlich der Meldebögen für die Übermittlung von Informationen an die Aufsichtsbehörde
  • Technische Durchführungsstandards hinsichtlich der Verfahren, Formate und Meldebögen für den Bericht über Solvabilität und Finanzlage

Die Überarbeitung der technischen Durchführungsstandards hat auch Auswirkungen auf die folgenden Leitlinien:

  • Leitlinien über die Berichterstattung zum Zwecke der finanziellen Stabilität
  • Leitlinien für die Beaufsichtigung von Zweigniederlassungen von Versicherungsunternehmen aus Drittländern

Die Änderungen bestehen sowohl aus redaktionellen als auch aus inhaltlichen Korrekturen, wie beispielsweise der Bezeichnung einzelner QRT-Zellen, Referenzen zu anderen QRT-Zellen sowie detaillierten Ergänzungen für die Beschreibung der QRT-Zellen. Mit der Überarbeitung der genannten Dokumente sollen Rechtssicherheit geschaffen sowie korrekte Berichterstattungs- und Offenlegungsprozesse erleichtert werden.

Darüber hinaus hat EIOPA die finale Version der Taxonomie 2.2.0 (vgl. Blog-Beitrag vom 13. Juni 2017) einschließlich aller im Rahmen der Konsultationsphase erhaltenen Kommentare veröffentlicht.

Die vollständigen Unterlagen umfassen die folgenden Dokumente und sind hier verfügbar:

  • Draft amendment of the ITS on Reporting
  • Draft amendment of the ITS on Disclosure
  • Impact assessment of the draft amendment of the ITS on Reporting
  • Revised Annex 1, 2 and 3 of the ITS on Reporting
  • Amendment of the Guidelines on Reporting for Financial Stability Purposes and revised annexes
  • Amendment of the Guidelines on the Supervision of Branches of Third-Country Insurance Undertakings and revised annexes
  • Publication of Taxonomy version 2.2.0
  • Feedback Statement on comments received from the call for comments

BaFin veröffentlicht erste Erkenntnisse aus dem Solvency II Berichtswesen

Am 9. Juni 2017 hat die BaFin eine erste Auswertung der Solvency II Jahreszahlen aus den quantitativen Formularen (QRTs), dem Bericht über Solvabilität und Finanzlage (SFCR) und dem regelmäßigen Aufsichtsbericht (RSR) der Versicherungsunternehmen veröffentlicht.

Diese ergab, dass alle Versicherer ihre Solvenzkapitalanforderungen erfüllen können, wobei einige auf die Anwendung von Übergangsmaßnahmen angewiesen waren. Die durchschnittliche Bedeckung der Kapitalanforderungen über alle Sparten liegt bei 330 %. Die folgende Tabelle zeigt die Erkenntnisse je Branche (graue Felder = keine Angaben):

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aufgrund des größeren Stichprobenumfangs konkretisieren die Daten die ersten Erkenntnisse, welche wir auf Basis der SFCR in unserem Blog-Beitrag vom 29. Mai 2017 veröffentlicht haben. Die grundsätzliche Tendenz der SCR-Quoten nach Sparten und die relativen Verteilungen des SCR auf die Risikokategorien werden hierdurch bestätigt. Die ersten Erkenntnisse werden wir auf Basis einer ausgeweiteten Stichprobe und weiterer Kennzahlen detaillieren. Die BaFin wird ebenfalls detailliertere Auswertungen Anfang Juli 2017 veröffentlichen.

 

Erste Erkenntnisse aus den veröffentlichten SFCR

Am 22. Mai 2017 haben die Versicherungsunternehmen zum ersten Mal seit Inkrafttreten von Solvency II ihre Berichte über die Solvabilität und Finanzlage (Solvency and Financial Condition Report – SFCR) auf Ebene der Einzelunternehmen für das Geschäftsjahr 2016 auf den Unternehmensinternetseiten veröffentlicht (siehe auch Blog-Beitrag vom 22. Mai 2017). Damit sind detaillierte Informationen als bisher über die Solvenzkapitalanforderungen sowie die Auswirkungen der verwendeten Übergangsmaßnahmen öffentlich verfügbar.

Auf Basis einer Auswahl von jeweils zehn deutschen Lebens-, Kranken- und Schaden-/Unfallversicherern haben wir eine erste Analyse der Solvabilitätsquoten, jeweils mit und ohne die verwendeten Übergangsmaßnahmen vorgenommen. In der gewählten Stichprobe kommt ein Internes Modell bei einem Lebens-, drei Kranken- und einem Schaden-/Unfallversicherer zur Anwendung. Ein weiterer Schaden-/Unfallversicherer nutzt ein partielles internes Modell. Alle übrigen Unternehmen berechnen ihre Solvabilitätskapitalanforderung mit der Standardformel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Lebensversicherer in dieser Erhebung kamen auf eine Solvabilitätsquote von 341 % im Median, unter Berücksichtigung aller Übergangsmaßnahmen (einschließlich Volatilitätsanpassung). Bei den Krankenversicherungen lag die Solvabilitätsquoten zum 31. Dezember 2016 im Median bei 444 %. Die Schaden-/Unfallversicherer erreichten eine Quote von 222 %. Bei keinem der jeweils zehn Kranken- und Schaden-/Unfallversicherern in dieser Erhebung finden Übergangsmaßnahmen Anwendung.

Zieht man zum Vergleich das EIOPA Risk Dashboard aus April 2017 (Basis: 4. Quartal 2016¹) heran, kann man feststellen, dass die deutschen Lebensversicherer in dieser kleinen Stichprobe eine deutlich höhere Solvabilitätsquote als ihre europäischen Wettbewerber (208 %) haben. Bei den Schaden-/Unfallversicherer verhält es sich umgekehrt: Hier haben die deutschen Unternehmen eine niedrigere Solvabilitätsquote als ihre europäische Vergleichsgruppe (259 %).

Von den zehn Lebensversicherungsunternehmen in dieser Auswertung nutzen acht Unternehmen Übergangsmaßnahmen: Die Übergangsmaßnahme für versicherungstechnische Rückstellungen (Rückstellungstransitional) kommt bei sieben Unternehmen zur Anwendung; die Volatilitätsanpassung wenden acht Unternehmen an. Sechs Unternehmen verwenden sowohl die Übergangsmaßnahme für die versicherungstechnischen Rückstellungen als auch die Volatilitätsanpassung an. Die Übergangsmaßnahme bei Zinssätzen sowie Matching-Anpassungen werden von keinem Lebensversicherer verwendet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Solvabilitätsquote der Lebensversicherer lag im Median bei 341 % unter Berücksichtigung aller Übergangsmaßnahmen. Ohne die Verwendung der Übergangsmaßnahme für versicherungstechnische Rückstellungen (aber mit der Volatilitätsanpassung) sinkt der Median auf 150 %; ohne die Volatilitätsanpassung (aber unter Verwendung des Rückstellungstransitional) auf 292 %.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei der Verteilung der Solvabilitätskapitalanforderung (ohne Diversifikationseffekte) zeigen sich, je nach der betriebenen Sparte, Unterschiede. In der Stichprobe wurden zur besseren Vergleichbarkeit nur Unternehmen, welche die Standardformel anwenden, berücksichtigt: Während die Lebens- und Krankenversicherer im (arithmetischen) Mittel mit rund 58 % am stärksten gegenüber dem Marktrisiko exponiert sind, so kommt es für die Nichtlebensversicherer mit 39 % nur an zweiter Stelle.

Die stärkste Exponierung liegt hier mit rund 52 % beim versicherungstechnischen Risiko vor.  Für die Krankversicherer macht es fast 35 % der Solvabilitätskapitalanforderung aus, bei den Lebensversicherern sind es 39 %. Das Gegenparteiausfall- sowie das operationelle Risiko sind für alle Sparten von untergeordneter Bedeutung, da sie nur einen Anteil von 0,5 % bis 6 % an der Solvabilitätskapitalanforderung haben.

Die ersten Erkenntnisse werden wir auf Basis einer ausgeweiteten Stichprobe und weiterer Kennzahlen detaillieren.

 

¹Jährliches und YE-Berichtswesen haben die gleiche Datenbasis, jedoch werden unter Umständen im vierteljährlichen Berichtswesen vereinfachte Bewertungsmethoden angewendet.

BaFin veröffentlicht aktualisierte Hinweise zum Berichtswesen

Die BaFin hat am 29. März 2017 mit den Hinweisen zum Solvency-II-Berichtswesen für Erst- und Rückversicherungsunternehmen und Versicherungsgruppen eine aktualisierte Fassung ihres Merkblatts zum Berichtswesen vom 16. Oktober 2015 veröffentlicht (vgl. unseren Blog-Beitrag vom 28. Januar 2016).

Während die Hinweise zur bisherigen Berichterstattung einschließlich der Erläuterungen zur Day 1-Berichterstattung nun nicht mehr enthalten sind, hat die BaFin ihre Erwartungen an die quantitative (QRT) und qualitative (SFCR, RSR, ORSA-Bericht) Berichterstattung nochmals konkretisiert und geht gegenüber der letzten Fassung auf weitere regulatorische Anforderungen näher ein. Weiterhin sind Abschnitte zu den Besonderheiten der Berichterstattung über die Solvenzkapitalanforderung bei Anwendern genehmigter Interner Modelle und zur Berichterstattung zum Zwecke der Finanzstabilität in der Veröffentlichung der BaFin enthalten, welche allerdings gegenüber der vorherigen Fassung kaum verändert wurden.

Als Aktualisierung im Hinblick auf die quantitative Berichterstattung ist beispielhaft der Umgang mit Leerformularen, leeren QRT-Zellen oder Vorzeichen in den QRTs zu nennen. Darüber hinaus gibt die BaFin nähere Erläuterungen zu den QRTs, beispielsweise wie gewisse Positionen den Zellen in den QRTs zuzuordnen sind.

Für die qualitative Berichterstattung nennt die BaFin beispielsweise die exakten Kontaktdaten, welche Versicherungsunternehmen bei Angabe der zuständigen Aufsichtsbehörde im SFCR nennen müssen. Als weiteres Beispiel ist der Hinweis der BaFin anzuführen, dass in aller Regel ein Hinweis im Kapitel E.2 „Solvenzkapitalanforderung und Mindestkapitalanforderung“ des SFCR erforderlich sein wird, dass der endgültige Betrag der Solvabilitätskapitalanforderung noch der aufsichtlichen Prüfung unterliegt, da es der Aufsichtsbehörde aufgrund der Fristenregelung normalerweise zeitlich kaum möglich sein wird, vor der Veröffentlichung des SFCR eine Prüfung der Berechnung der Solvenzkapitalanforderung vorzunehmen.

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