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EIOPA veröffentlicht eine aktualisierte Version der Quantitative Reporting Templates (QRT) im Rahmen der Vorbereitungsphase auf Solvency II

EIOPA hat am 18. August 2014 die folgenden zwei Dokumente zur Korrektur der Leitlinien f√ľr die Informations√ľbermittlung an die zust√§ndigen nationalen Beh√∂rden (Guidelines on Submission of Information to National Competent Authorities) ver√∂ffentlicht:

In dem ‚ÄěTechnical Annex II‚Äú sind pro Zelle der QRT Templates alle Anmerkungen und Erl√§uterungen zusammengefasst, die auf Basis der ERRATA vom 17.02.2014, der von EIOPA zwischenzeitlich beantworteten¬†Fragen und der aktuellen XBRL Taxonomie Version 1.5.2 vom 31.07.2014 ge√§ndert wurden.

Die entsprechenden Anmerkungen und Erl√§uterungen aus dem Technical Annex II wurden im ‚ÄěAppendix I: Quantitative reporting templates‚Äú in den jeweiligen QRTs umgesetzt. Im Vergleich zu den im September 2013 ver√∂ffentlichten QRTs wurden neben einigen inhaltlichen √Ąnderungen, z.B. Reporting von drei zus√§tzlichen Datenfeldern (Contingent Liabilities, Loans & mortgages to individuals, Other loans & mortgages) f√ľr die Spalte ‚ÄěStatutory Accounts value‚Äú im BS-S.02.01.b QRT, √ľberwiegend formale Anpassungen vorgenommen. Alle √Ąnderungen zur vorherigen Version sind farblich durch gelbe Zellen sowie roten Text hinterlegt.

Abschließend weist EIOPA darauf hin, dass bis zur nächsten öffentlichen Konsultation keine weiteren Updates der QRT Templates geplant sind.

BaFin ver√∂ffentlicht Verlautbarung zur Informations√ľbermittlung an die zust√§ndigen nationalen Aufsichtsbeh√∂rden w√§hrend der Vorbereitungsphase

Am 20. Juni 2014 hat die BaFin die Verlautbarung zur Informations√ľbermittlung an die zust√§ndigen nationalen Aufsichtsbeh√∂rden w√§hrend der Vorbereitungsphase auf Solvency II ver√∂ffentlicht. Die Verlautbarung enth√§lt neben allgemeinen Ausf√ľhrungen zum Ansatz der BaFin hinsichtlich der Informations√ľbermittlung, fachliche Aspekte zu den in der √úbergangs-/Vorbereitungsphase relevanten ‚ÄěLeitlinien f√ľr die Informations√ľbermittlung an die zust√§ndigen nationalen Beh√∂rden‚Äú (EIOPA-CP-13/010) sowie technische Aspekte sowohl zum quantitativen Berichtswesen als auch zum narrativen Bericht.

Wenngleich f√ľr diese Verlautbarung keine regul√§re Dialogphase vorgesehen ist, stellt die BaFin in ihrer Verlautbarung klar, dass Versicherungsunternehmen dennoch in einen Dialog mit der BaFin treten k√∂nnen. Als n√§chsten Schritt plant die BaFin sp√§testens ab Mitte Oktober 2014 eine Sachstandsabfrage zur Informations√ľbermittlung durchzuf√ľhren, an der alle inl√§ndischen (R√ľck-)Versicherungsunternehmen, die ab 1. Januar 2016 unter die Solvency II Richtlinie fallen, sowie alle (R√ľck-)Versicherungsgruppen, f√ľr welche die BaFin die f√ľr die Solvency II – Gruppenaufsicht zust√§ndige Beh√∂rde sein wird, verbindlich teilnehmen m√ľssen.

Allgemeine Aspekte der Aufsicht zur Vorbereitung auf die erstmalige Berichterstattung in 2016
Die Aufsichtsbeh√∂rde betont in ihrer Verlautbarung, dass die nationalen Anforderungen zur Informations√ľbermittlung nicht √ľber die europ√§ischen Vorgaben hinausgehen. Die √úbergangs-/Vorbereitungsphase soll es sowohl (R√ľck-)Versicherungsunternehmen und -gruppen als auch der Aufsichtsbeh√∂rde erm√∂glichen, sich ad√§quat auf die zuk√ľnftigen Berichtspflichten unter Solvency II vorzubereiten. Dabei spricht die BaFin vom so genannten ‚ÄěDay 1 Reporting‚Äú (d.h., die erste Berichtspflicht nach Inkrafttreten von Solvency II), dem eine besondere Bedeutung zukommt. Das „Day 1 Reporting“, welches voraussichtlich folgende Informationen umfassen wird, soll der Aufsichtsbeh√∂rde einen schnellen √úberblick √ľber die wesentlichen Informationen nach dem neuen Aufsichtsrecht liefern:

a.¬†Bilanz√ľbersicht inkl. Erl√§uterungen zu den wesentlichen Bewertungsunterschieden zwischen Solvency I und Solvency II
b. Mindestkapitalanforderungen (MCR)
c. Solvenzkapitalanforderungen (SCR)
d. Eigenmittel

(R√ľck-)Versicherungsunternehmen, deren Gesch√§ftsjahr im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2016 beginnt, m√ľssen diese Informationen sp√§testens 14 Wochen (Gruppen: 20 Wochen) nach Gesch√§ftsjahresbeginn vorlegen. Dem „Day 1 Reporting“ folgt das erste Quartalsberichtswesen 2016 mit einer Frist von 8 Wochen nach Quartalsende (Gruppen: 14 Wochen).

Anforderungen an die Berichterstattung in 2015 während der Vorbereitungsphase (fachliche Aspekte)

  • Proportionalit√§t: Die BaFin betont, dass die Leitlinien zur Informations√ľbermittlung den Grundsatz der Proportionalit√§t ber√ľcksichtigen, was insbesondere f√ľr die Quantit√§t der geforderten Informationen gilt. Da die (R√ľck-)Versicherungsunternehmen in der Vorbereitungsphase die narrativen und quantitativen Informationen auf freiwilliger Basis einreichen d√ľrfen, finden die in der Leitlinie aufgef√ľhrten Schwellenwerte in dieser Zeit keine Anwendung.
    Unter Solvency II k√∂nnen Versicherungsunternehmen ab 2016 unter bestimmten Voraussetzungen von den viertelj√§hrlichen Berichtspflichten und der Einzelpostenberichterstattung ausgenommen werden (siehe Art. 35 Abs. 6 bis 8 Solvency II-Richtlinie), wobei hier insgesamt ein Marktanteil von 20%, getrennt nach dem Markt f√ľr Leben und Nicht-Leben, nicht √ľberschritten werden darf. Die Aufsichtsbeh√∂rde plant den unter diese Erleichterungsm√∂glichkeit fallenden Unternehmen Ende 2014 eine erste Einsch√§tzung zu zu √ľbermitteln.
  • Narrative Berichterstattung: F√ľr das narrative Berichtswesen w√§hrend der Vorbereitungsphase empfiehlt die BaFin den teilnehmenden Unternehmen sich an der (Berichts-)Struktur zu orientieren, welche sie als Anlage zur Verf√ľgung gestellt hat (siehe nachstehende Tabelle). Es ist nicht gefordert, dass die Kapitel so detailliert dargestellt werden, dass die BaFin eine vollst√§ndige Pr√ľfung der Themen durchf√ľhren kann; vielmehr sollen die eingereichten Kapitel dazu dienen, der BaFin eine erste Einsch√§tzung der Qualit√§t der nachstehend aufgef√ľhrten Berichtsteile zu erm√∂glichen.
    Von Bedeutung ist dabei, dass die eingereichten Informationen auf die Sachkunde des Empfängers, der BaFin, abgestimmt werden sollen.
    Sofern keine Angaben zu einem Thema vorgenommen werden (beispielsweise wegen Materialität oder fehlender Anwendbarkeit), so erwartet die BaFin auch dazu eine kurze Angabe mit entsprechender kurzen Erklärung.
  Struktur des narrativen Berichtswesens in der Vorbereitungsphase
 Anmerkungen/Hinweise der BaFin
 A.  Governance System
 A.1 Informationen zu allgemeinen Governance Anforderungen
  • Ausreichend detaillierte Angaben zum Governance-System und zur Gesch√§ftsstrategie zur Nachvollziehbarkeit der Angemessenheit der aufbau- und ablauforganisatorischen Regelungen in Bezug auf die Gesch√§ftsstrategie und den Gesch√§ftsbetrieb
  • Angaben zur Aufgabenverteilung und Delegation von Aufgaben zur Beurteilung der ad√§quaten Funktionstrennung Beschreibung der Zust√§ndigkeiten des AMSB (je nach Kontext Vorstand und/oder Aufsichtsrat) im Hinblick auf Ressort-, Aufgabenverteilung und Aussch√ľsse
¬†A.2 Anforderungen an die fachliche Qualifikation und pers√∂nliche Zuverl√§ssigkeit („fit & proper“)
  • Einreichung einer Liste mit den Inhabern der vier Schl√ľsselfunktionen sowie mit Inhabern weiterer Schl√ľsselaufgaben¬†(im Falle von ausgegliederten Schl√ľsselfunktionen, abweichend von EIOPA-Leitlinie 22, auch des Ausgliederungsbeauftragten)
  • Zusammenfassung des wesentlichen Inhalts der Leitlinien und Beschreibung des Prozesses zur Sicherstellung sowie √úberwachung und Aufrechterhaltung der ausreichenden Qualifikation von Personen der Sicherstellung der √úberwachung und Aufrechterhaltung der ausreichenden Qualifikation
 A.3 Informationen zum Risikomanagementsystem
  • Angaben der Gew√§hrleistung der Sicherheit, Qualit√§t, Liquidit√§t und Rentabilit√§t des gesamten¬†Kapitalanlageportfolios sowie einer angemessenen Mischung und Streuung
  • Angabe interner quantitativer Limite
  • Darstellung der Sicherstellung eines angemessenen Asset-Liability-Managements
  • Darstellung, wie derivative Finanzinstrumente zur Verringerung von Risiken oder zur Erleichterung einer effizienten Portfolioverwaltung beitragen (falls verwendet)
A.4 Informationen zum Internen Kontrollsystem
  • In Bezug auf die Compliance Funktion erwartet die Aufsicht eine Darstellung der aufbauorganisatorischen Ansiedlung, der personellen Ausstattung, eine konkrete Beschreibung der Aufgaben, Pflichten und Befugnisse
A.5 Zusätzliche Informationen
 B. Bewertung zu Solvabilitätszwecken
 B.1 Informationen zur Bewertung der Vermögenswerte
  • Es reicht in Bezug auf die Bewertung der Verm√∂genswerte, der vt. R√ľckstellungen und der sonstigen Verbindlichkeiten nicht aus, die grunds√§tzlichen und allgemeinen Unterschiede zwischen den Grundlagen, Methoden und Annahmen darzustellen;
  • Vielmehr erwartet die BaFin eine konkrete Analyse der Differenzen und wie sich die Unterschiede quantitativ ausgewirkt haben.
  • Eine Feststellung von Unterschieden zwischen Zeit- und Buchwerten reicht beispielsweise nicht aus; es werden Erkl√§rungen erwartet f√ľr die unterschiedlichen Wertans√§tze bei Buch- und Zeitwert.
¬†B.2 Informationen zur Bewertung der versicherungstechnischen R√ľckstellungen
 B.3 Informationen zur Bewertung sonstiger Verbindlichkeiten
 B.4 Sonstige wesentliche Informationen
  • Beschreibung der Anspr√ľche aus R√ľckversicherungsvertr√§gen und Vereinbarungen mit Zweckgesellschaften (Informationen zu den Vertragspartnern und der Art der Vereinbarungen sowie zu den Versicherungszweigen, auf die sie sich beziehen) sowie aus welchen Vereinbarungen in welcher H√∂he Anspr√ľche risikomindernd ber√ľcksichtigt worden sind
 C. Kapitalmanagement
 C.1  Informationen zu Eigenmitteln
  • Narrative Berichterstattung ‚Äď Gruppen: Gruppeninterne Ausgliederungen m√ľssen nur dann angegeben werden, insofern die innerhalb der Gruppe √ľbertragenen Aufgaben und Funktionen materiell sind. Bei den Angaben zur Berechnung der Gruppeneigenmittel ist sowohl notwendig, die Eliminierung gruppeninterner Transaktionen aus den Gruppeneigenmitteln zu best√§tigen als auch zu beschreiben, wie sichergestellt wurde, dass keine gruppeninternen Transaktionen in das Ergebnis eingeflossen sind.
  • Quantitative Berichterstattung: Der derzeitige Stand der quantitativen Anforderungen in der √úbergangsphase auf Solvency II ist in den Ende April 2014 von EIOPA ver√∂ffentlichten Technical Specifications konkretisiert (siehe auch Blog vom 9. Mai 2014). Diese sollen die Ermittlung der erforderlichen Informationen f√ľr die quantitative und narrative Berichterstattung in der √úbergangs- und Vorbereitungsperiode unterst√ľtzen. Die Aufsichtsbeh√∂rde hat bereits am 30.6./1.7.2014 eine deutsche √úbersetzung der Technical Specifications nebst Anlagen ver√∂ffentlicht. In der quantitativen Berichterstattung sind die teilnehmenden (R√ľck-)Versicherungsunternehmen entsprechend den Anh√§ngen IV und V der EIOPA Vorbereitungsleitlinien daf√ľr verantwortlich, die Investments und Derivate durch den Complementary Identification Code (CIC) stimmig zu kategorisieren, da es nur so der Aufsichtsbeh√∂rde m√∂glich sein wird, das Investmentportfolio zu analysieren und zu beaufsichtigen.
  • Quantitative Berichterstattung ‚Äď Gruppen: In der Vorbereitungsphase d√ľrfen die teilnehmenden Gruppen bei der Berechnung der Gruppensolvabilit√§t zwischen Methode 1 (Art. 230 Solvabilit√§t II Richtlinie, Standardmethode), Methode 2 (Abzugs- und Aggregationsmethode nach Art. 233 Solvabilit√§t II-Richtlinie) oder einer Kombination aus Methode 1 und Methode 2 (Kombinationsmethode) w√§hlen. Im Hinblick auf Drittlandunternehmen und die Wahl der Methode soll jedoch ein Dialog zwischen der teilnehmenden Gruppe und dem Gruppenaufseher in der Vorbereitungsphase erfolgen. Dabei soll erl√§utert werden, warum ggf. die ausschlie√üliche Anwendung der Methode 1 als nicht sachgerecht erachtet wird und die Gr√ľnde f√ľr die Verwendung von Methode 2 oder die Kombinationsmethode dargelegt werden.
  • Fristen zur Berichterstattung in der Vorbereitungsphase: Von den betroffenen Unternehmen wird erwartet, dass die j√§hrlichen quantitativen und narrativen Informationen zum Stichtag 31. Dezember 2014 bis 22 Wochen (Gruppen: 28 Wochen) nach Ende des Gesch√§ftsjahres geliefert werden. Daran schlie√üen sich ab dem 30. September 2015 erstmals die unterj√§hrigen quantitativen Informationen mit einer Meldefrist von 8 Wochen (Gruppen: 14 Wochen) nach Quartalsende an.
    Letzlich stellt die BaFin klar, dass in der √úbergangs-/Vorbereitungsphase eine Berichterstattung gegen√ľber der √Ėffentlichkeit nicht vorgesehen ist und ausschlie√ülich gegen√ľber der zust√§ndigen Aufsichtsbeh√∂rde erfolgt. Monet√§re Daten werden grunds√§tzlich in EURO berichtet, es sei denn die Leitlinien sehen Ausnahmen vor.

Technische Aspekte zum quantitativen und narrativen Berichtswesen
Versicherungsunternehmen k√∂nnen die qualitativen Informationen ausschlie√ülich im pdf-Format und die quantitativen Informationen der Solvency II-Berichterstattung ausschlie√ülich im XBRL‚ÄďFormat bei der BaFin einreichen. Die XBRL-Taxonomien werden bei Bedarf angepasst, so dass die Unternehmen jede Meldung der jeweils g√ľltigen Taxonomie entspricht, welche die Aufsichtsbeh√∂rde auf ihrer Homepage bereitstellt.

Die Informations√ľbermittlung an die BaFin wird √ľber das neu eingerichtete Fachverfahren „Meldewesen VA – Solvency II“ des MVP-Portals m√∂glich sein, welches zu Testzwecken voraussichtlich im dritten Quartal 2014 freigeschaltet werden wird und interessierten Unternehmen die Gelegenheit zum Testen der Informations√ľbermittlung bieten wird. Sowohl f√ľr das quantitative als auch f√ľr das narrative Berichtswesen ist zu beachten, dass nur solche Meldedateien erfolgreich √ľbermittelt werden k√∂nnen, welche die vorgegebene Namenskonvention erf√ľllen.

Dialog- und Verlautbarungsphasen der BaFin zu EIOPA-Leitlinien

Um die Versicherungsindustrie in der Vorbereitungsphase und bei der Implementierung der EIOPA-Leitlinien (sog. Preparatory Guidelines, siehe Blogbeitrag vom 5. November 2013) zu begleiten, hat die BaFin am 2. Januar 2014 ein strukturiertes und dialogorientiertes Verfahren entwickelt und veröffentlicht. Am 28. Februar 2014 erfolgten eine Aktualisierung und die Vorgabe einer detaillierten Zeitplanung der geplanten Dialog- und Verlautbarungsphasen zu den EIOPA-Leitlinien.

√úbergreifend hebt die BaFin wesentliche Aspekte f√ľr die Vorbereitungsphase noch einmal hervor:

  • Prinzipienbasierter Ansatz: Unternehmen haben eigenverantwortlich zu √ľberlegen, wie sie einzelne Leitlinien umsetzen und die Anforderungen dabei erf√ľllen.
  • Proportionalit√§tsgrundsatz: Anwendung auch ohne ausdr√ľcklichen Verweis in den EIOPA-Leitlinien, immer dort, wo es M√∂glichkeiten zur Erreichung des Ergebnisses gibt.
  • Berichtsmeldungen: Aufforderung aller Unternehmen ab Mitte 2015 an geplanten Testl√§ufen f√ľr die quantitative und narrative Berichterstattung teilzunehmen, in denen die BaFin noch keine Anwendung der EIOPA-Schwellenwerte f√ľr den deutschen Markt plant.
  • Vorausschauende Pr√ľfung unternehmenseigener Risiken: Die BaFin erwartet von den Unternehmen eine rechtzeitige Auseinandersetzung mit der Sicherstellung k√ľnftiger Solvency II-Kapitalanforderungen und eine Beurteilung der kontinuierlichen Einhaltung der Kapitalanforderungen bzgl. der eigenen Risiken in 2015.

BaFin gestaltet die Vorbereitungsphase strukturiert und dialogorientiert

Die BaFin nimmt eine thematische Unterteilung der Vorbereitungsphase in vier Bereiche analog der EIOPA-Leitlinien vor:

  • Anforderungen an die Gesch√§ftsorganisation und das Risikomanagement (‚ÄěGov.‚Äú)
  • Vorausschauende Pr√ľfung der unternehmenseigenen Risiken (‚ÄěFLAOR‚Äú)
  • Vorantragsphase f√ľr interne Modelle (‚ÄěIM‚Äú)
  • Berichtswesen (‚ÄěBW‚Äú)

Diese vier Bereiche werden in 15 Themenbl√∂cke (TB) gruppiert, die im Zeitraum Januar 2014-Juli 2015 verteilt werden. Die zeitliche Einteilung der Themenbl√∂cke soll dabei ausdr√ľcklich keine Priorisierung der BaFin darstellen. In der folgenden √úbersicht wird die zeitliche Einteilung durch die  BaFin wiedergegeben sowie die Themenbl√∂cke den Bereichen der EIOPA-Leitlinien zugeordnet: BaFin_Vorbereitungsphase Timeline.png

Im Rahmen von Dialog- und Verlautbarungsphasen f√ľr die Themenbereiche (TB) 1-11 wird die BaFin die Vorbereitung auf die Implementierung der Leitlinien aktiv mitgestalten. In den Dialogphasen werden w√§hrend der Implementierung aufkommende Fragen mit Unternehmen er√∂rtert. Durch Sachstandsabfragen der BaFin zum Umsetzungsstand jedes einzelnen Themenblocks sollen weitere Umsetzungs- und Implementierungsschritte identifiziert werden. Daneben kann die BaFin auf Basis der R√ľckmeldungen im Dialog die Informationen nutzen, um Schwerpunkte f√ľr √∂rtliche Pr√ľfungen zu bilden. Sollten deutliche M√§ngel von der BaFin identifiziert werden, kann dies auch als Beweggrund einer engen Begleitung bei der Umsetzung gesehen werden.

Durch Ergänzung von BaFin-Verlautbarungen zu einzelnen Themenblöcken werden jeweils praktikable Ansätze zur Anwendung der Solvency II Vorschriften entwickelt, die die Unternehmen zusätzlich informieren.

F√ľr TB12 und TB13 (Quantitative & narrative Berichterstattung) ver√∂ffentlicht die BaFin eine √ľbergreifende Verlautbarung in der 25. KW 2014.

Zu den TB14 (Vorantragsprozess IM) und TB15 (Quantitative Vollerhebung) findet keine Dialog- oder Verlautbarungsphase statt, da diese Themenbl√∂cke anderen Verlautbarungen folgen. F√ľr die TB14 und 15 gilt daher Folgendes:

  • TB 14: Eigenst√§ndiger Prozess f√ľr BaFin-Verlautbarungen f√ľr die betroffenen Unternehmen
  • TB15: Ab Q3 2014 werden quantitative Informationen von Lebensversicherern abgefragt, die Berechnungen unter SII-Bedingungen zum Stichtag 31. Dezember 2013 und eine Hochrechnung zum 1. Januar 2016 beinhalten.

Die nächsten Schritte der europäischen Aufsicht EIOPA

Auch auf europ√§ischer Ebene wird die Implementierung der EIOPA-Leitlinien weiter unterst√ľtzt. F√ľr Mitte 2014 plant EIOPA unter Ber√ľcksichtigung der ver√∂ffentlichten Omnibus II-Richtlinie weitere Unterlagen zur technischen Spezifizierung der vorausschauenden Beurteilung der unternehmenseigenen Risiken sowie der quantitativen Anforderungen zu

  • Solvabilit√§tskapitalanforderungen und deren Annahmen auf Basis der Standardformel,
  • Bewertung versicherungstechnischer R√ľckstellungen,
  • Bewertung von Verm√∂genswerten und Verbindlichkeiten.

Die BaFin wird die in englischer Sprache ver√∂ffentlichten Anforderungen in deutsche Sprache, unter Ber√ľcksichtigung nationaler Besonderheiten, √ľbersetzen.

Was ist als nächstes zu tun?

Ab 2014 werden die Versicherer gem√§√ü den EIOPA-Leitlinien erste Meldungen √ľber ihren Gesamtsolvabilit√§tsbedarf abgeben m√ľssen. Die BaFin legt dar, dass diese Meldungen aus ihrer Sicht bereits durch Einhaltung der derzeit geltenden Rechtslage des ¬ß 64a Abs. 1 S. 4 Nr. 3a VAG (Risikotragf√§higkeitskonzept) sowie ¬ß 55c Abs. 1 Nr. 1 VAG (Risikobericht) abgedeckt werden. F√ľr die deutschen Versicherer ist daher eine Erf√ľllung dieser Anforderungen unerl√§sslich.

Ab 2015 haben die Versicherer auch die Einhaltung der Solvency II-Kapitalanforderungen, die Anforderungen an versicherungstechnische R√ľckstellungen sowie die Signifikanz der Abweichungen ihres Risikoprofils gegen√ľber der Berechnung der Solvabilit√§tskapitalanforderungen (SCR) nach der Standardformel zu beurteilen. Die BaFin macht deutlich, dass keine Verpflichtung zur Einhaltung der Solvency II-Anforderungen besteht, jedoch eine Einsch√§tzung der Unternehmen dahingehend abzugeben ist. Eine Beurteilung √ľber die mittelfristige Einhaltung der Anforderungen an die Bewertung der versicherungstechnischen R√ľckstellungen ab dem Inkrafttreten von Solvency II (1. Januar 2016) ist ebenfalls in 2015 an die Aufsicht zu melden.

Die Herausforderung f√ľr die Versicherer, dem √úbergang auf die neuen Anforderungen nach Solvency II angemessen zu begegnen, steigen nun z√ľgig an. Hinweise und Informationen der BaFin im Rahmen ihrer Dialogphasen sollten daher aktiv genutzt werden, um den eigenen GAPs bei der Umsetzung Rechnung zu tragen und m√∂glichst effizient den √úbergang auf das neue Aufsichtsregime sicherzustellen.

Weitere Details zu den EIOPA-Vorbereitungsleitlinien zur Informations√ľbermittlung an die Aufsichtsbeh√∂rde verf√ľgbar

Am 17. Februar 2014 ver√∂ffentlichte EIOPA zum einen Korrekturen („Errata„) zu den bisher ver√∂ffentlichten Vorbereitungsleitlinien zur Informations√ľbermittlung an die Aufsichtsbeh√∂rden (sog.“Guidelines on submission of information to national competent authorities“) und zum anderen weitere technische Details („technical Annex II„) dazu.

Die „Errata“ zu den EIOPA-Leitlinien und Erl√§uterungen stellen redaktionelle und inhaltliche Korrekturen der bisher ver√∂ffentlichten Papiere dar. Sie greifen eine Vielzahl der √ľber das EIOPA Question and Answer Tool gemeldeten Unklarheiten s√§mtlicher Beteiligter auf. Die Korrekturen liegen derzeit nur in englischer Sprache vor; EIOPA plant die √úbersetzung in die jeweiligen Amtssprachen.

Die technischen Details („technical Annex II“) erg√§nzen die Ende Oktober 2013 in deutscher Sprache ver√∂ffentlichten EIOPA-Leitlinien und definieren die Elemente der quantitativen Berichterstattung der (R√ľck-)Versicherungsunternehmen und -gruppen an die Aufsichtsbeh√∂rden.¬†Die technical Annex II sind vollst√§ndig in deutscher Sprache vorliegend. Somit liegen erstmals offizielle √úbersetzungen der QRT-Felder einschlie√ülich Hinweise zu deren Bef√ľllung vor.

Solvency II Newsletter Nr. 5, Dezember 2013

Wir freuen uns, Sie mit der f√ľnften Ausgabe unseres interaktiven Solvency II-Newsletters √ľber ausgew√§hlte Solvency II-Themen zu informieren.

Schwerpunkt dieses Newsletters ist zum einen die versicherungsmathematische Funktion (VMF) und die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten bei der Umsetzung dieser Anforderung. Zum anderen finden Sie einen Artikel zur Vorbereitung der Versicherungsunternehmen auf die vierteljährliche Berichterstattung inkl. der damit einhergehenden Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten.

√úber folgenden Link steht Ihnen der Solvency II-Newsletter au√üerdem in einer f√ľr Ihr iPad-optimierten Version zur Verf√ľgung: http://www.pwc.de/de/newsletter/finanzdienstleistung/newsletter-fuer-solvency2.jhtml.

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Solvency II Newsletter Nr. 4, Oktober 2013

Wir freuen uns, Sie mit der vierten Ausgabe¬†unseres interaktiven Solvency II-Newsletters wieder √ľber die aktuellen Solvency II-Diskussionen informieren zu k√∂nnen.

Thema dieser Oktoberausgabe unseres Newsletters sind die von EIOPA am 27. September 2013 ver√∂ffentlichten finalen Preparatory Guidelines zur Vorbereitung der nationalen Aufsichtsbeh√∂rden und Versicherungs- und R√ľckversicherungsunternehmen auf Solvency II in der √úbergangsphase voraussichtlich bis 1. Januar 2016. Der Newsletter geht auf die wesentlichen √Ąnderungen im Vergleich zum Konsultationsentwurf ein und stellt die Auswirkungen und Handlungsempfehlungen mit Blick auf die betroffenen Unternehmen dar.

Hier steht Ihnen der Solvency II-Newsletter au√üerdem in einer f√ľr Ihr iPad-optimierten Version zur Verf√ľgung.

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Solvency II Newsletter Nr. 3, September 2013

Die dritte Ausgabe des Solvency II-Newsletters ist verf√ľgbar.

Informieren Sie sich darin u.a. zu den folgenden aktuellen Themen und den damit verbundenen Herausforderungen:

  • Planungssicherheit f√ľr Eigenmittel: Kapitalmanagement- und Planung im Fokus
  • Schnittstellenkl√§rung erforderlich: Welche Daten Versicherer jetzt von ihren Asset Managern anfordern m√ľssen
  • W√§hrungs- und Finanzstatistiken: Geplante Berichterstattung an die Europ√§ische Zentralbank
  • Internationaler Ausblick: Globale Regulierungsformen
  • Beaufsichtigung globaler, systemrelevanter Versicherungsunternehmen (G-SII)
  • Recovery & Resolution f√ľr Nicht-Banken: Weitere Konkretisierungen auch f√ľr systemrelevante Versicherungsunternehmen
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