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Liste der global systemrelevanten Versicherungsunternehmen unverändert

Das Financial Stability Board (FSB) hat am 21. November 2017 mitgeteilt, dass die in 2016 und 2015 ver√∂ffentlichte Liste der global systemrelevanten Versicherungsunternehmen (global systemically important insurers ‚Äď G-SIIs) weiterhin unver√§ndert bleibt (vgl. Blog-Beitrag vom 6. November 2015).
Abhängig vom Fortschritt bei der Ausarbeitung eines Activities-Based Approaches durch die IAIS will das FSB im November 2018 wieder einen Review vornehmen.

IAIS – Neue Methode zur Identifizierung von G-SIIs

Am 16. Juni 2016 hat der IAIS (International Association of Insurance Supervisors) eine √ľberarbeitete Methode zur Identifikation von global systemrelevanten Versicherer (Global Systematically Important Insurers ‚Äď G-SII) ver√∂ffentlicht, wodurch das Konzept aus 2013 abgel√∂st wird. Die Methode soll auch in Zukunft in einem dreij√§hrigen Turnus √ľberpr√ľft und bei Bedarf angepasst werden, um aktuelle Marktentwicklungen und Erkenntnisse aus vorherigen Identifikationsprozessen zu ber√ľcksichtigen und zus√§tzlich die Transparenz des Prozesses und der Ergebnisse gegen√ľber den beteiligten Unternehmen zu erh√∂hen.

Die finale Methode ist in großen Teilen unverändert geblieben zu dem bereits in der Konsultation vorgestellten Ansatz (vgl. auch Zusammenfassung im PwC Solvency II-Newsletter vom Juni 2016).

Eine wesentliche Ver√§nderung im Identifizierungsprozess im Vergleich zum Stand der Konsultation ist in Phase II A (‚ÄěQuality Control and Scoring‚Äú) vorgenommen worden. Bei der Erstellung des Rankings der relevanten Versicherungsunternehmen entf√§llt in Zukunft die Kategorie NTNI (Non-traditional Non-insurance activities and products). NTNI beschreibt Gesch√§ftsaktivit√§ten, die nicht zum klassischen Versicherungsgesch√§ft geh√∂ren, aus denen eine besonders hohe Ansteckungsgefahr f√ľr Risiken der Finanzm√§rkte gesehen wird. Anstelle des Indikators NTNI wird die Kategorie Liquidation von Verm√∂genswerten (‚ÄěAsset Liquidation‚Äú) neu hinzugezogen. Mit dieser neuen Kategorie sollen die Kapitalanlagen der Versicherer eingesch√§tzt werden und die Auswirkung eines Ausfalls √ľber den √úbertragungskanal der Liquidation von Verm√∂genswerten ermittelt werden. Inhaltlich finden sich die Informationen zu dem Indikator NTNI unter der neuen Kategorie Liquidation von Verm√∂genswerten und unter der Kategorie Vernetzung (Interconnectedness) wieder.

Zuk√ľnftig wird dar√ľber hinaus der Begriff NTNI vom IAIS durch ‚ÄěSystemic Risk from Insurance Product Features‚Äú ersetzt. Hintergrund ist, dass der urspr√ľngliche Begriff und das dahinter stehende Konzept von den Stakeholdern als nicht konkret und missverst√§ndlich angesehen wurde (vgl. IAIS Publikation vom 16. Juni 2016 zu Systemischen Risiken aus Eigenschaften von Versicherungsprodukten (ehemals NTNI)). Zudem hat der IAIS aus den Feedbacks zur Konsultation zu NTNI vom 25. November 2015 entnommen, dass neben dem Konzept der NTNI auch die substantiellen Marktrisiken nicht ausreichend klar abgegrenzt sind, wodurch substantielle Marktrisiken in Zukunft durch die makro√∂konomische Risikoexponierung ersetzt werden.

Die neue Methode zur Identifizierung der global systemrelevanten Versicherer soll bereits ab 2016 angewendet werden.

Solvency II Newsletter Nr. 10, Dezember 2015

Mit unserer zehnten Ausgabe des interaktiven Solvency II-Newsletters m√∂chten wir Sie √ľber Themen rund um die aktuellen Entwicklungen von Solvency II informieren.

Auch in diesem Newsletter beziehen sich die Artikel auf Inhalte, die sich aus der Praxis und den aktuellen Herausforderungen der (R√ľck-)Versicherungsbranche ergeben.
In einem zus√§tzlichem Beitrag in der Rubrik „Versicherungsgruppen“ wurden au√üerdem die aktuellen Entwicklungen in der internationalen Regulierung durchleuchtet. Somit befinden sich in dieser Ausgabe die folgenden Themen:

  • Gesetzgebungsverfahren: „√úbergangsma√ünahmen unter Solvency II“ sowie „Der Paradigmenwechsel erreicht die nationale Gesetzgebung‚Äú
  • Governance & risikostrategischer Rahmen: „Die interne √úberpr√ľfung des Governance Systems“ sowie „Outsourcing: Herausforderungen aufsichtskonform meistern“
  • Versicherungsgruppen: „Internationale Regulierung nimmt weiter Form an“

√úber folgenden Link steht Ihnen der Solvency II-Newsletter au√üerdem in einer f√ľr Ihr iPad-optimierten Version zur Verf√ľgung: http://www.pwc.de/de/newsletter/finanzdienstleistung/newsletter-fuer-solvency2.jhtml.

Neben diesen Themen halten wir Sie au√üerdem mit unseren Blog-Beitr√§gen √ľber aktuelle Entwicklungen zu Solvency II informiert. Den Solvency II-Blog k√∂nnen Sie einfach √ľber folgenden Link auf unserer Homepage abrufen: https://blogs.pwc.de/solvency-2/

√úber unsere Solvency II-App k√∂nnen Sie sich dar√ľber hinaus jederzeit √ľber Ihr iPad √ľber wesentliche Kernaspekte von Solvency II informieren. Zur kostenfreien Download-M√∂glichkeit f√ľr die Solvency II-App gelangen Sie √ľber den folgenden Link bzw. Quellcode: https://itunes.apple.com/de/app/solvency-ii/id636538801?mt=8
Weitere Interessenten f√ľr unseren Solvency II-Newsletter k√∂nnen sich ganz unkompliziert unter folgender E-Mail-Adresse anmelden:
SUBSCRIBE_Solvency_II_News@de.pwc.com. Sofern Sie unseren Newsletter k√ľnftig nicht mehr erhalten m√∂chten, bitten wir um eine kurze Benachrichtigung an: UNSUBSCRIBE_Solvency_II_News@de.pwc.com.

FSB veröffentlicht eine aktualisierte Liste der global systemrelevanten Versicherungsunternehmen

Das Financial Stability Board (FSB) hat am 3. November 2015 eine aktualisierte Liste der global systemrelevanten Versicherungsunternehmen (global systemically important insurers ‚Äď G-SIIs) ver√∂ffentlicht. Die aktualisierte Liste beinhaltet insgesamt neun Versicherungsunternehmen mit der √Ąnderung, dass Aegon N.V. neu aufgenommen wurde, w√§hrend Generali S.p.A. nicht mehr als global systemrelevant eingestuft ist.

Die Liste beinhaltet aktuell die nachfolgenden Versicherungsunternehmen:

 Versicherungsunternehmen Hauptsitz
Aegon N.V. Den Haag, Niederlande
Allianz SE M√ľnchen, Deutschland
American International Group, Inc. New York, Vereinigte Staaten von Amerika
Aviva plc London, Vereinigtes Königreich
Axa S.A. Paris, Frankreich
MetLife, Inc. New York, Vereinigte Staaten von Amerika
Ping An Insurance (Group) Company of China, Ltd. Shenzhen, China
Prudential Financial, Inc. New Jersey, Vereinigte Staaten von Amerika
Prudential plc London, Vereinigtes Königreich

Die erstmalige Liste der betroffenen Versicherungsunternehmen wurde im Juli 2013 vom FSB ver√∂ffentlicht (vgl. auch unseren Blog-Beitrag vom 19. Juli 2013). Die Identifizierung der Versicherungsunternehmen erfolgte dabei auf Basis der entwickelten Bewertungsmethode vom International Association of Insurance Supervisors (IAIS). Im Rahmen dieser Ver√∂ffentlichung wurde bereits vom FSB angek√ľndigt, dass ab November 2014 ein j√§hrliches Update der G-SIIs erfolgen soll.

F√ľr die diesj√§hrige Identifizierung der G-SIIs wurden Jahresabschluss-Daten aus 2014 herangezogen und dieselbe Bewertungsmethode vom IAIS verwendet, wie bereits im Juli 2013.

Nach aktueller Planung wird der IAIS Ende November 2015 eine Konsultation bzgl. der zuk√ľnftigen Methode zur Identifizierung der G-SIIs ver√∂ffentlichen. Ziel ist es, die bisherige Methode weiterzuentwickeln und diese dann bereits ab 2016 anzuwenden.

Versicherungsunternehmen, die als global systemrelevant eingestuft wurden unterliegen einer verst√§rkten √úberwachung auf Gruppenebene und m√ľssen unter anderem einen effektiven Sanierungs- und Abwicklungsplan erstellen. Die zus√§tzlichen Anforderungen sowie der Zeitplan, um diese Anforderungen zu erf√ľllen sehen wie folgt aus:

 G-SII Anforderung Deadline f√ľr die Umsetzung nach der Ernennung
Etablierung eines Krisenmanagementteams auf Gruppenebene (CMG) 6 Monate
Entwicklung eines Sanierungsplans 12 Monate
Entwicklung eines Abwicklungsplans basierend auf der Abwicklungsstrategie und abgestimmt mit dem CMG 18 Monate
Vereinbarung √ľber die grenz√ľbergreifende Zusammenarbeit 18 Monate
Durchf√ľhrung einer Aufl√∂sungsbeurteilung innerhalb der CMG 24 Monate
Systemischer Risikomanagement Plan 12 Monate
Liquiditätsmanagement und -planung 12 Monate

 

Anforderungen an Sanierungs- und Abwicklungspläne vielleicht bald auch auf EU-Ebene

F√ľr global systemrelevante Versicherer (Global systemically important insurers, G-SII) bestehen mit den ‚ÄúPolicy Measures‚ÄĚ und den ‚ÄúKey Attributes of Effective Resolution Regimes for Financial Institutions‚ÄĚ bereits Anforderungen an die Entwicklung von Sanierungs- und Abwicklungspl√§nen (siehe Blog-Beitrag vom 23. August 2013).

Der Vorsitzende von EIOPA, Gabriel Bernardino, hat daher dieses Thema in seinem Brief an die Europ√§ische Kommission aufgegriffen und angeregt, √ľber eine EU-Initiative zur Festlegung harmonisierter Anforderungen an Sanierungs- und Abwicklungspl√§ne nachzudenken.

Begr√ľndet wird der Handlungsbedarf zum einen aufgrund der nicht harmonisierten Abwicklungs- und Sanierungsregime in den einzelnen EU-L√§ndern. Derzeit werden vermehrt nationale L√∂sungen entwickelt, die u.a. hinsichtlich der Befugnisse nationaler Aufsichtsbeh√∂rden sehr unterschiedlich ausgestaltet sind. Zum anderen bestehen keine harmonisierten Garantieregelungen, die insbesondere den Versicherungsnehmer in einer Krisensituation sch√ľtzen w√ľrden. Diese fehlende Harmonisierung k√∂nnte in einer Krisensituation ein koordiniertes Handeln der EU-L√§nder deutlich erschweren, zumal viele Versicherungsunternehmen l√§nder√ľbergreifend t√§tig sind. Der Bedarf an Harmonisierung wird zudem vor dem Hintergrund der Bef√ľrchtungen eines Doppelstressszenarios, d.h. eines dauerhaft sehr niedrigen Zinsniveaus und einer Wende der Preisentwicklung bei Verm√∂genswerten, gesehen.

Als n√§chsten Schritt ist f√ľr den 2. M√§rz 2015 ein Gespr√§ch zwischen Gabriel Bernardino und Jonathan Hill, EU-Kommissar f√ľr Finanzstabilit√§t, Finanzdienstleistungen und Kapitalmarktunion, zu Abwicklungs- und Sanierungspl√§nen angesetzt.

IAIS startet √∂ffentliche Konsultation zu einem globalen risikobasierten Kapitalstandard f√ľr Versicherungen (ICS)

Das IAIS (International Association of Insurance Supervisors) ver√∂ffentlichte am 17. Dezember 2014 ein Konsultationspapier zu einem globalen risikobasierten Kapitalstandard f√ľr Versicherungen (Risk-based Global Insurance Capital Standard (ICS)). Die Entwicklung eines solchen war von IAIS bereits am 9. Oktober 2013 angek√ľndigt worden (siehe Blog-Beitrag vom 16. Oktober 2013).

Als Bestandteil von ComFrame (Comprehensive Framework for the Supervision of IAIGs) soll mit dem ICS ein Minimum-Kapitalstandard f√ľr international t√§tige Versicherungsgruppen (Internationally Active Insurance Groups (IAIGs)) etabliert werden. Ziel dieses Konsultationspapiers ist es, Regelungen f√ľr die Standardmethoden zur Ableitung der Kapitalanforderungen, f√ľr Bewertungsans√§tze und anrechenbare Eigenmittel zu definieren.

Der Entwurf sieht dabei zwei Varianten f√ľr die Ermittlung der Kapitalanforderungen vor:

  • Auf Basis einer marktnahen Bewertungen der einzelnen Bilanzposten oder
  • Auf Basis der lokalen Bilanzierungsregeln unter Ber√ľcksichtigung von Korrekturfaktoren.

Die ICS-Quote (Bedeckungsquote) wird aus dem Verh√§ltnis von ‚ÄěQualifying Capital Resources‚Äú (Eigenmitteln) zu ‚ÄěICS Capital Requirement‚Äú (Kapitalanforderungen) ermittelt.

Bei den Eigenmitteln (Qualifying Capital Resources) soll im Rahmen der Klassifizierung mindestens zwischen zwei Kategorien unterschieden werden: Tier 1 und Tier 2. Die hierf√ľr vorgeschlagenen Kriterien umfassen: Nachrangigkeit, Verf√ľgbarkeit, Verlustabsorptionsf√§higkeit, keine feste Laufzeit, keine obligatorischen Servicekosten oder sonstigen Belastungen.

F√ľr die Bestimmung der Kapitalanforderungen (ICS Capital Requirement) sollen folgende Risikokategorien ber√ľcksichtigt werden: Versicherungstechnisches Risiko, Marktrisiko, Kreditrisiko und Operationelles Risiko. Gruppen- und Liquidit√§tsrisiken sollen zun√§chst nicht f√ľr die Kapitalanforderungen quantifiziert werden. Als Risikoma√ü werden derzeit Value-at-Risk und Tail-Value-at-Risk √ľber den Zeithorizont von einem Jahr diskutiert. Als Arbeitshypothese f√ľr die Kalibrierung des Risikoma√ües wurden Minimum 99,5 % Value-at-Risk √ľber 1 Jahr und Minimum 90 % Tail Value-at-Risk √ľber 1 Jahr benannt.

IAIS hat f√ľr die Finalisierung der ICS folgenden Zeitplan vorgesehen:

7. Januar 2015 bis Februar 2015 Erste Konsultationsphase ICS
April bis Juni 2015 Quantitative Auswirkungsstudie (Field Test)
Juli bis August 2015 Analyse der quantitativen Auswirkungsstudie
Ende 2015 bis Februar 2016 Zweite Konsultationsphase zu ComFrame einschl. ICS
April bis Juni 2016 Weitere quantitativen Auswirkungsstudie (Field Test)
Juli bis August 2016 Analyse der quantitativen Auswirkungsstudie
Ende 2016 Finalisierung der ICS
ab 2017 Berichterstattung zu ICS an Aufsichtsbehörden
Ende 2017 Dritte Konsultationsphase (nach erster Berichterstattung zu ICS an die Aufsichtsbehörden)
Q4 2018 Inkrafttreten ComFrame einschl. ICS

Langfristig sollen die ICS die im Oktober 2014 verabschiedeten Basiskapitalanforderungen (BCR) f√ľr global systemrelevante Versicherer (G-SII) ersetzen (vgl. Blog-Beitrag v. 27. Oktober 2014). Aktuell bilden die BCR jedoch auch die Basis f√ľr die Ermittlung der zus√§tzlichen Kapitalanforderungen (Higher Loss Absorbency (HLA)) f√ľr global systemrelevante Versicherer. F√ľr die Weiterentwicklung dieser zus√§tzlichen Kapitalanforderungen (HLA) ist daher eine weitere Konsultation f√ľr 2015 vorgesehen.

IAIS schließt Entwicklung der Basic Capital Requirements (BCR) ab

Am 23. Oktober 2014 verk√ľndete der IAIS (The International Association of Insurance Supervisors) den planm√§√üigen Abschluss der Entwicklung der Basiskapitalanforderungen (BCR) f√ľr global systemrelevante Versicherer (G-SIIs). Nach Annahme durch das Financial Stability Board (FSB) im Oktober 2014 wird die Best√§tigung des BCR Vorgehens durch den G20-Gipfel im November 2014 erwartet.

Die BCR schaffen eine weltweit einheitliche Berechnungsbasis f√ľr die Ermittlung der zus√§tzlichen Kapitalanforderungen f√ľr G-SII (sog. ‚ÄěHigher Loss Absorption‚Äú (HLA)), die ein Kernelement des IAIS Rahmenwerks f√ľr G-SII sind („Policy Measures“, siehe Blog-Beitrag vom 16. Oktober 2013). Ab 2019 werden als G-SII eingestufte Unternehmen Kapital in H√∂he des BCR und des HLA vorhalten m√ľssen.

Die BCR-Quote wird mit dem Verh√§ltnis von ‚Total Qualifying Capital Resources‘ zu ‚Required Capital‘ ermittelt.

Die ‚Total Qualifying Capital Resources‘ setzen sich zusammen aus Kern- und erg√§nzendem Kapital. Sie m√ľssen verf√ľgbar und frei von Belastungen sein, nachrangig in Bezug auf die Rechte der Versicherungsnehmer; zudem darf die Aussch√ľttungsh√∂he nicht gekoppelt sein an die Finanzsituation oder Kreditw√ľrdigkeit des G-SII.

Kernkapital muss zudem u.a. folgende Voraussetzungen erf√ľllen:

  • Volle Einzahlung,
  • Unbeschr√§nkte Laufzeit,
  • Keine Einziehungsm√∂glichkeit durch den Inhaber,
  • R√ľckzahlungsm√∂glichkeit fr√ľhestens nach f√ľnf Jahren, wobei die R√ľckzahlung an die Genehmigung durch die Aufsichtsbeh√∂rde gekoppelt sein muss,
  • M√∂glichkeit der Aussetzung oder K√ľndigung von Aussch√ľttungen,
  • Frei von Verpflichtungen, Anspr√ľchen oder sonstigen Nachteilen.

Als Kernkapital nicht anrechenbar und daher abzuziehen sind hingegen insbesondere ein Gesch√§fts- und Firmenwert, immaterielle Verm√∂gensgegenst√§nde, aktive latente Steuern, die sich auf die k√ľnftige Profitabilit√§t des G-SII beziehen.

Die beiden wesentlichen Merkmale f√ľr erg√§nzendes Kapital sind Nachrangigkeit und die M√∂glichkeit zur Verlustabsorption im Falle der Abwicklung.

Die Ermittlung des ‚Required Capital‘ erfolgt anhand eines faktorbasierten Ansatzes, der sich auf folgende wesentliche Aktivit√§ten der G-SII bezieht:

  • Traditionelles Lebens- und Nichtlebensversicherungsgesch√§ft
  • Nicht traditionelles Versicherungsgesch√§ft
  • Kapitalanlagen
  • Nichtversicherungsgesch√§ft

In die Berechnung der BCR-Quote flie√üen alle Finanzaktivit√§ten und wesentlichen nicht-Finanzaktivit√§ten der G-SII ein und ber√ľcksichtigen auf konsolidierter Basis alle Holdinggesellschaften, Versicherungsunternehmen, Kreditinstitute und weitere Unternehmen der G-SII. Vereinzelte Institute, die keine Finanzinstitute sind, brauchen nur dann nicht in die Betrachtung einbezogen werden, wenn die daraus resultierenden Risiken zu vernachl√§ssigen sind. Den Startpunkt der Berechnung bildet die allgemeine, gepr√ľfte und ver√∂ffentlichte konsolidierte Bilanz (nach IFRS oder anderen lokalen Rechnungslegungsvorschriften), die zwecks Vergleichbarkeit bei wesentlichen Posten Anpassungen unterzogen wird; dies betrifft insbesondere versicherungstechnische R√ľckstellungen, einschlie√ülich R√ľckversicherungspositionen sowie Finanzinstrumente.

Nach Abschluss dieses Meilensteins sollen f√ľr G-SII nun bis Ende 2015 die Anforderungen an die zus√§tzlichen Kapitalanforderungen (HLA) f√ľr nicht traditionelles oder versicherungsfremdes Gesch√§ft entwickelt werden.

Parallel entwickelt der IAIS einen globalen risikobasierten Kapitalstandard (ICS), der ab 2019 f√ľr alle international t√§tigen Versicherungsgruppen (IAIGs) Anwendung finden und den BCR abl√∂sen soll.

IAIS beschlie√üt die Entwicklung eines weltweiten Kapitalstandards f√ľr Versicherungen

Der IAIS (The International Association of Insurance Supervisors) hat am 9. Oktober 2013 in einer Pressemittelung ver√∂ffentlicht, bis Ende 2016 einen weltweiten Kapitalstandard f√ľr Versicherungen („insurance capital standard“ (ICS)) zu entwickeln, welcher nach einer Testphase von zwei Jahren mit den Aufsehern und den international t√§tigen Versicherungsgruppen (internationally active insurance groups (IAIGs)) in Kraft treten soll.

Die ICS sollen der weltweiten Vergleichbarkeit der Kapitalanforderungen dienen und insbesondere zu einer Stabilisierung der globalen Finanzmärkte beitragen. Vor der Verabschiedung der ICS erfolgt neben der angedachten Testphase auch eine öffentliche Konsultation der Anforderungen mit den Stakeholdern.

Die ICS sollen k√ľnftig als weiterer Bestandteil im sogenannten ComFrame (Comprehensive Framework for the Supervision of IAIGs) integriert werden. Gegenstand des ebenfalls derzeit durch den IAIS entwickelten ComFrame ist ein Set internationaler aufsichtsrechtlicher Anforderungen f√ľr IAIGs mit dem Fokus auf einer effektiven Gruppenaufsicht. ComFrame beinhaltet bereits eine quantitative Kapitalkomponente im Rahmen der dort kodifizierten Solvabilit√§tsbeurteilung, die als Grundlage f√ľr die Entwicklung des ICS dienen soll. Weitere Details hinsichtlich der konzeptionellen Ausgestaltung der Kapitalregeln wurden durch den IAIS bislang nicht ver√∂ffentlicht. Anwendung finden die Anforderungen des ComFrame und somit auch die k√ľnftigen Kapitalstandards (ICS) auf international t√§tige Versicherungsgruppen (IAIGs). Diese sind durch den IAIS als eine Gruppe mit mindesten einem gro√üen Versicherungsunternehmen als Tochterunternehmen definiert. Die Beurteilung, ab wann eine Gruppe als IAIGs klassifiziert wird, legen die nationalen Aufsichtsbeh√∂rden auf Basis der durch den IAIS verabschiedeten Kriterien fest.

Eine Parallele stellen die Entwicklungen der Kapitalanforderungen f√ľr global systemrelevante Versicherer dar (G-SII), die sogenannten „backstop capital requirements“ (BCRs). Diese sollen bereits Ende 2014 durch die G-SII (siehe hierzu Blog Beitrag vom 19. Juli 2013) als Basis f√ľr die Bestimmung der zus√§tzlichen Kapitalanforderungen („higher loss absorbency“ (HLA)) aufgrund deren systemischem Risiko angewendet werden. Es ist anzunehmen, dass die Entwicklung der BCRs einen unmittelbaren Einfluss auf die ICS haben wird. G-SII grenzen sich von den IAIGs dahingehend ab, dass deren Insolvenz ein Risiko f√ľr die Stabilit√§t der globalen Finanzm√§rkte und der Weltwirtschaft darstellt.

Eine spannende Frage hinsichtlich der Entwicklung der weltweiten Kapitalstandards f√ľr Versicherungen bleibt mit Sicherheit, wie diese mit nationalen und regionalen Entwicklungen wie beispielsweise Solvency II in Einklang gebracht werden k√∂nnen, um den Aufwand bei den Versicherungsunternehmen auf einem akzeptablen Niveau zu halten. Es bleibt kritisch abzuwarten, ob dies erreicht wird, zumal sich beispielsweise bei der derzeitigen Entwicklung der BCRs f√ľr G-SII abzeichnet, dass sich die Bewertungsgrunds√§tze von denen unter Solvency II unterscheiden.

Die geplanten Entwicklungen des IAIS haben wir in der nachfolgenden √úbersicht zusammenfassend dargestellt:

Datum Aktivität
Oktober bis Dezember 2013 √Ėffentliche Konsultation des ComFrame Entwurfs
Fr√ľhjahr 2014 Field Testing ComFrame

  • Beginn des Testings zu BCRs
  • Beginn der Entwicklung der ICS
November 2014 Implementierung der BCRs durch die G-SII
2015 Entwicklung der HLA auf Basis der BCRs (relevant f√ľr G-SII)
2015-2016 Testing der ICS
Ende 2016 Abschließende Entwicklung der ICS
2017-2018 Erneutes Testing und Verfeinerung der ICS
Ende 2018 Verabschiedung von ComFrame inklusive ICS
2019
  • Implementierung der Anforderung aus ComFrame inklusive ICS
  • Inkrafttreten der HLA f√ľr G-SII

 

Solvency II Newsletter Nr. 3, September 2013

Die dritte Ausgabe des Solvency II-Newsletters ist verf√ľgbar.

Informieren Sie sich darin u.a. zu den folgenden aktuellen Themen und den damit verbundenen Herausforderungen:

  • Planungssicherheit f√ľr Eigenmittel: Kapitalmanagement- und Planung im Fokus
  • Schnittstellenkl√§rung erforderlich: Welche Daten Versicherer jetzt von ihren Asset Managern anfordern m√ľssen
  • W√§hrungs- und Finanzstatistiken: Geplante Berichterstattung an die Europ√§ische Zentralbank
  • Internationaler Ausblick: Globale Regulierungsformen
  • Beaufsichtigung globaler, systemrelevanter Versicherungsunternehmen (G-SII)
  • Recovery & Resolution f√ľr Nicht-Banken: Weitere Konkretisierungen auch f√ľr systemrelevante Versicherungsunternehmen

Das FSB konkretisiert die Umsetzung der Anforderungen zu Recovery & Resolution f√ľr Versicherungen

Das Financial Stability Board (FSB) hat am 12. August 2013 im Rahmen eines Konsultationspapiers drei Leitlinien (‚Äěproposed guidance‚Äú) zur Umsetzung der ‚ÄěKey Attributes of Effective Resolution Regimes for Financial Institutions‚Äú herausgegeben, die sich an Aufsichtsbeh√∂rden und Rechtssysteme richten.

Die vom FSB im November 2011 ver√∂ffentlichten „Key Attributes“ sollen als internationaler Standard f√ľr Abwicklungssysteme f√ľr Finanzinstitute dienen, deren Ziel es ist, das Krisenmanagement von in Not geratenen global agierenden Finanzinstituten zu regeln, dadurch dem Risiko f√ľr die Finanzmarktstabilit√§t zu begegnen sowie die Belastung der Steuerzahler zu vermeiden.

Die nun zur Konsultation herausgegebenen Leitlinien unterst√ľtzen die Auslegung der „Key Attributes“ und sollen jeweils als Anhang zu diesen erg√§nzt werden. Sie beziehen sich auf die Abwicklung:

  • von systemrelevanten Finanzmarktinfrastrukturen (Anhang 1),
  • von Versicherungen („Resolution of Insurers“, Anhang 2) und
  • von Firmen, die Kundenverm√∂genswerte besitzen und verwalten („Client Asset Protection Resolution“, Anhang 3).

F√ľr Versicherungen relevant ist der Entwurf des Anhangs 2, der zugleich als Vervollst√§ndigung der Anforderungen an global systemrelevante Versicherungsunternehmen („G-SII“) zu Recovery & Resolution entsprechend den vom FSB/IAIS am 18 Juli 2013 herausgegebenen „Policy Measures“ zu verstehen ist.  Von den Umsetzungshinweisen, die sich an Firmen mit Verwaltung von Kundenverm√∂gen richten (Anhang 3) sind Versicherungen explizit ausgeschlossen.

Die allgemeine Annahme im Falle von Versicherungen ist, dass traditionelle und Teile der nicht-traditionellen Versicherungsaktivitäten im Falle eines Ausfalls des Versicherungsunternehmens durch die in der Branche zum Teil schon etablierten Verfahren, wie Run-Off und Portfolio-Transfers geregelt werden können. Im Falle von großen, komplexen Versicherungsgruppen, die nicht-traditionelle Versicherungsaktivitäten und versicherungsfremde Aktivitäten betreiben, könnten diese Tools allerdings nicht ausreichen, um systemrelevante Auswirkungen zu verhindern.

Daher richten sich die vom FSB ver√∂ffentlichten Key Attributes an Versicherungen, an Versicherungsgruppen, an versicherungsgef√ľhrte Finanzkonglomerate einschlie√ülich R√ľckversicherungsunternehmen und ‚Äďgruppen, die systemrelevant sein k√∂nnen und deren Ausfall kritisch f√ľr das Finanzsystem sein kann; insbesondere bzw. zumindest jedoch an alle als global systemrelevant eingestufte Versicherungen („G-SII“).

Im Rahmen der Rechte der zust√§ndigen Aufsichtsbeh√∂rde f√ľr die Abwicklung gibt der Anhang 2 vor, dass f√ľr das Abwicklungssystem klare Standards und angemessene Indikatoren definiert werden sollen. Diese sollen zum einen klarstellen, auf Grundlage welcher Bedingungen und Tatsachen ein Versicherer als nicht mehr √ľberlebensf√§hig gilt und zum anderen sicherstellen, dass die Abwicklung bzw. der Eingriff der Aufsicht erfolgt, bevor das Unternehmen insolvent ist.

Den Aufsichtsbeh√∂rden sollen umfangreiche Rechte und M√∂glichkeiten f√ľr die Abwicklung zur Verf√ľgung stehen, allerdings sollen diese in angemessener Art und Weise und auf das jeweilige Unternehmen zugeschnitten eingesetzt werden. Die Rechte und M√∂glichkeiten umfassen u.a.:

  • (teilweise oder vollst√§ndige)Fortf√ľhrung des Versicherungsgesch√§fts
  • Erlaubnis zur Aus√ľbung von Vertragsrechten (z. B. R√ľckkauf) oder auch die zeitweise Einschr√§nkung der Rechte der Versicherungsnehmer (z.B. K√ľndigungsrecht)
  • Abschluss von neuen (R√ľck-)Versicherungsvertr√§gen
  • Kauf von R√ľckversicherungen und Retrozessionen
  • Einfrieren von Rechten der betroffenen R√ľckversicherer in Hinblick auf die Beendigung der Deckung zum Periodenende oder Einfrieren der Rechte hinsichtlich der R√ľcknahme der Deckung bis zur Zahlung der R√ľckversicherungspr√§mie
  • Bestands√ľbertragungen inkl. dem Recht zur Ver√§nderung der Werte der Vertr√§ge
  • Umlegung der Verluste auf Kreditoren und Versicherungsnehmer sowie Restrukturierung oder Limitierung von (Versicherungs-)Verbindlichkeiten (z. B. durch Reduzierung der Versicherungsleistungen, Reduzierung der R√ľckkaufswerte, Reduzierung oder Beseitigung von Garantien, Eliminierung oder Ver√§nderung von Vertragsoptionen der Versicherungsnehmer, Umwandlung von wiederkehrenden Rentenzahlungen in eine Einmalauszahlung, etc.)

Im Falle der Nutzung derartiger Ver√§nderungen an den Versicherungsleistungen und Verbindlichkeiten ist bei einer sp√§teren Verbesserung der Gesch√§ftsentwicklung eine entsprechende Verbesserung der Position der betroffenen Kreditoren und Versicherungsnehmer zu ber√ľcksichtigen.

Zum Schutz der Versicherungsnehmer und zur Wahrung ihrer Rechte und Anspr√ľche, sollen die Versicherungsnehmer eine bessere Stellung gg√ľ. Aktion√§ren und unbesicherten Gl√§ubigern im Falle einer Liquidation erhalten (Kreditorhierarchie). Die Versicherungsnehmer sollen dabei gleich behandelt werden, wobei unter ihnen auch eine Einteilung in Gruppen (nach Produkt oder nach Art des Anspruchs) m√∂glich ist.

Zusätzlich sollen in den jeweiligen Rechtssystemen privat finanzierte Systeme zum Schutz der Versicherungsnehmer eingerichtet werden, die die Kontinuität des Versicherungsschutzes und von Zahlungen sicherstellen sowie Verluste kompensieren. Dies sollte in Deutschland durch die beiden eingerichteten Sicherungsfonds Protektor Lebensversicherungs-AG und Medicator AG bereits umgesetzt sein.

Ein weiterer Aspekt ist die grenz√ľberschreitende Wirksamkeit der Restrukturierungsma√ünahmen, die von den Aufsichtsbeh√∂rden sichergestellt werden soll. Zus√§tzlich sollen mindestens f√ľr die G-SIIs Krisenmanagementteams und institutsspezifische Kooperationsvereinbarungen eingerichtet werden, die auf den bestehenden Zusammenschl√ľssen von Aufsichtsinstanzen aufbauen sollen.

F√ľr alle systemrelevanten Versicherer sollen die Aufsichtsbeh√∂rden regelm√§√üig die Abwickelbarkeit auf Grundlage der jeweiligen Abwicklungsstrategien und des operationalen Abwicklungsplans bewerten („Resolvability Assessment„) und dabei auch beurteilen, ob die kritischen Funktionen fortgef√ľhrt werden k√∂nnen ohne ernsthafte Unterbrechungen und Risiken f√ľr die Steuerzahler.

Der Entwurf des Anhangs 2 gibt in diesem Zusammenhang eine Reihe von Hinweisen, die im Rahmen der Beurteilung der Abwicklungsstrategie abzudecken sind, u. a.:

  • die Verf√ľgbarkeit eines K√§ufers,
  • die Zeit, die zur Bewertung der Verpflichtungen gg√ľ. Versicherungsnehmern und der zugrundeliegenden Verm√∂gensgegenst√§nde bzw. zur √ľbernommenen Haftung im Rahmen einer Due Diligence ben√∂tigt wird,
  • die Kapazit√§t des branchenweiten Systems zum Schutz der Versicherungsnehmer,
  • konzerninterne Transaktionen und innerbetriebliche Dienstleistungsvertr√§ge,
  • Trennung von herk√∂mmlichem Versicherungsgesch√§ft von den versicherungsfremden Aktivit√§ten,
  • Ausl√∂sung von fr√ľhzeitigen Aufl√∂sungen von Vertr√§gen.

Alle G-SII sowie alle Versicherungen, von denen Risiken f√ľr das Finanzsystem ausgehen, sollen zudem Gegenstand eines kontinuierlichen Prozesses zur Erstellung von Sanierungs- und Abwicklungspl√§nen (Recovery & Resolution Plan, RRP) sein. Diese Pl√§ne m√ľssen an die spezifischen Risiken, die systemrelevanten Auswirkungen sowie die Gesch√§ftszweige der betroffenen Versicherer angepasst werden. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Sanierungs- und Abwicklungspl√§ne ist die  strategische Analyse, die die systemrelevanten Funktionen des Unternehmens analysiert mit dem Ziel, dass diese im Falle einer Sanierung oder Abwicklung funktionsf√§hig bleiben.

Sanierungspl√§ne sollen zudem auf Basis von schweren Stressszenarien entwickelt werden, die widrige Umst√§nde und spezifische  Bedingungen kombinieren. Dabei sollen die Unternehmen selbst m√∂gliche Sanierungsma√ünahmen identifizieren. Der vollst√§ndige Plan soll anschlie√üend von der zust√§ndigen Aufsicht, bzw. bei G-SII durch die Krisenmanagementteams bei den jeweiligen Aufsichtsbeh√∂rden gepr√ľft werden. M√∂gliche Sanierungsma√ünahmen in diesem Zusammenhang sind:

  • St√§rkung des Kapitals,
  • Abruf von bedingten Kapitalinstrumenten,
  • Verkauf von Tochterunternehmen oder Versicherungsbest√§nden,
  • √Ąnderung des R√ľckversicherungsprogramms, der Investmentstrategie oder der Zeichnungspraktiken,
  • etc.

Abwicklungspläne sollen in Fällen der G-SIIs innerhalb der Krisenmanagementteams entwickelt werden. Zu den Elementen von Abwicklungsplänen gehören u.a.:

  • Identifizierung der Versicherungsnehmer, die unter den Schutzschirm von entsprechenden Sicherungseinrichtungen fallen und derjenigen, die von diesem Schutz nicht profitieren,
  • Pr√ľfung der Qualit√§t der Verm√∂genswerte,
  • Vorbereitung von Bestands√ľbertragungen,
  • Sicherstellung der Fortf√ľhrung oder ordnungsm√§√üigen R√ľckf√ľhrung jeglicher Portfolien an Derivaten,
  • versicherungsmathematische Annahmen f√ľr die Ermittlung der versicherungstechnischen R√ľckstellungen und die entsprechende unabh√§ngige aktuarielle Ermittlung des Ver√§u√üerungswertes,
  • Sch√§tzung des Ergebnisses f√ľr jede Klasse von Versicherungsnehmern im Zuge der Aufl√∂sung zum Schutz der Versicherungsnehmer.

Um die Implementierung der Abwicklungsma√ünahmen zu vereinfachen, sollen global systemrelevante Versicherer √ľber Informationssysteme und Kontrollen verf√ľgen bzw. einrichten, die es erm√∂glichen, relevante Daten zu jeder Zeit abzurufen.

Die Konsultationsphase endet am 15. Oktober 2013. Mit der Ver√∂ffentlichung dieser Hinweise wird das FSB hilfreiche Konkretisierungen nicht nur f√ľr die adressierten Aufsichtsbeh√∂rden, sondern auch f√ľr die betroffenen Versicherungen in Hinblick auf die Umsetzung der Anforderungen der „Key Attributes“ herausgeben, die sich eher stark an den Banken orientierten.

Da zudem die BaFin verk√ľndet hat, auch f√ľr Deutschland die systemrelevanten Versicherer zu identifizieren, ist stark zu erwarten, dass die hiermit erfolgten Umsetzungshinweise daher auch eine wichtige Orientierungsgrundlage f√ľr die dann umzusetzenden Anforderungen sein werden.

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