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EIOPA Konsultationspapier zur „IBOR-Transition“

Am 30. April 2021 hat EIOPA ein Konsultationspapier zur „IBOR-Transition“  auf ihrer Homepage veröffentlicht. Stellungnahmen können bis zum 23. Juli 2021 eingereicht werden.

Die EU-Benchmark-Verordnung (EU-BMR), die seit dem 1. Januar 2018 vollständig anwendbar ist, besagt, dass verwendete Referenzsätze transparent und die wirtschaftliche Realität angemessen widerspiegeln sollen. Ziel der „IBOR-Transition“ ist es, die alten Referenzsätze durch neue risikofreie Zinssätze (RFR) zu ersetzen.

Die vorangegangene Diskussion und das dazugehörige Diskussionspapier, welches am 6. Februar 2020 von EIOPA veröffentlicht wurde, wurden bereits in unserem Blog erläutert (siehe Blog-Beitrag am 7. Februar 2020).

EIOPA Diskussionspapier zur „IBOR-Transition“

Am 06. Februar 2020 veröffentlichte EIOPA ein Diskussionspapier zur „IBOR-Transition“ auf ihrer Homepage. Das Feedback der Stakeholder kann bis zum 30. April 2020 eingereicht werden.

Hintergrund

Die Europäische Benchmark-Verordnung (EU-BMR)[1] trat am 9. Juni 2016 in Kraft und ist seit dem 1. Januar 2018 vollständig anwendbar. Diese soll sicherstellen, dass in der EU ermittelte und/oder verwendete Referenzzinssätze robust, zuverlässig und für den angestrebten Einsatzzweck geeignet sind und wurde damals aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Genauigkeit und Integrität von Indizes, welche seit dem LIBOR-Skandal an den Finanzmärkten verwendet werden, eingeführt. Seit dem LIBOR-Manipulationsskandal und durch die Entwicklung sinkender Liquidität im unbesicherten Interbanken-Geldmarkt steht das aktuelle Verfahren der Ermittlung der Referenzzinssätze in der Kritik. Immer weniger Finanzdienstleister wollen als Panel-Banken agieren und dem Rechtsrisiko aus Falsch-Quotierungen ausgesetzt sein. In einer globalen Bemühung haben die bisherigen Panel-Banken ihre Mitwirkung bei der Festlegung der bestehenden LIBOR Fixierungen lediglich bis Ende 2021 zugesichert. Ziel der marktgetriebenen, globalen Initiative ist es, die bestehenden IBORs bis spätestens Ende 2021 vollumfänglich abzulösen. In diesem Zusammenhang befasst sich das vorliegende Diskussionspapier mit dem Thema der laufenden Änderungen der neuen Referenzzinssätze (oder „IBOR-Transition“).