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IASB entscheidet im Februar-Meeting 2020 über weitere fachliche Änderungen an IFRS 17

Nachdem das IASB bereits Entscheidungen über 13 von 19 der in der November-Sitzung beschlossenen Themen (Liste mit den Themen), welche aus dem Feedback zum Exposure Draft (ED) resultieren, getroffen hat, wurden im Februar-Meeting nachfolgende Punkte diskutiert (Cover Note):

  1. Behandlung der CSM, die auf Investment Services entfällt
  2. Level der Aggregierung (Jahreskohorten)
  3. Anwendbarkeit der Risikominderungsoption
  4. Geringfügige Änderungen
  5. Zusätzliche spezifische Übergangserleichterungen
  6. Sonstige Themen

IFRS-Fachausschuss tauscht sich bezüglich des aktuellen Stands zu Versicherungsverträgen aus

Am 14. Februar tauschte sich der IFRS-Fachausschuss des DRSC in seiner 81. Sitzung über den aktuellen Stand der Diskussionen beim IASB (sog. Redeliberations) zu den Änderungsvorschlägen an IFRS 17 (ED/2019/4) sowie den Entwicklungen in der DRSC-Arbeitsgruppe „Versicherungen“ aus. (Unterlagen zur Sitzung)

In seiner Februar-Sitzung hat der Fachausschuss die aktuellen Entwicklungen der Diskussionen beim IASB diskutiert. Zudem hat der Fachausschuss zur Kenntnis genommen, dass das IASB die restlichen, in der November-Sitzung beschlossenen Themen voraussichtlich in seiner Februar-Sitzung diskutieren wird (Liste mit den Themen) und mit einer finalen Entscheidung hinsichtlich dem Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 17 und einer Verlängerung der Aussetzung von IFRS 9 im März zu rechnen ist.

Aus der DRSC-Arbeitsgruppe wird der Fachausschuss über die neuesten Ergebnisse zu folgenden Themen informiert:

  1. Die Arbeitsgruppe äußerte, dass sie keine Bedenken bezüglich des ausgedehnten Anwendungsbereichs zur Deckung von Verlusten aus zugrunde liegenden Versicherungsverträgen bei gehaltenen Rückversicherungsverträgen hat (nunmehr nicht mehr beschränkt auf proportionale Verträge).
  2. Die auf Grund des angepassten Anwendungsbereichs für Kreditkartenverträge erforderliche Abspaltung der Versicherungskomponente hat eine Bilanzierung nach IFRS 17 bei Kreditinstituten zur Folge. Hier geht die Arbeitsgruppe davon aus, dass die Komponente vom Kreditinstitut fast immer als unwesentlich beurteilt wird.
  3. Das zukünftige Wahlrecht zur Behandlung von in Zwischenabschlüssen vorgenommenen Schätzungen ist eher auf Unternehmensebene (legal entity) als auf Konzernebene (reporting entity) auszuüben.

Ergänzend platzierte der Fachausschuss bereits im Vorfeld Rückfragen im Hinblick auf den Umgang mit Primary Financial Statements für Versicherungsunternehmen und möglichen Anpassungen an IAS 39 resultierend aus der IBOR Reform Phase II für die nächste Sitzung der DRSC-Arbeitsgruppe.

Next Steps:

Die nächste Sitzung des IFRS-Fachausschuss findet vom 23. – 24. März 2020 in Berlin statt. Wir werden Sie zeitnah über die Entscheidungen und Ergebnisse der Diskussionen informieren.

Weitere Informationen können unter nachfolgenden Links aufgerufen werden:

EFRAG TEG contributing to the preparation of the draft endorsement advice for IFRS 17

In its January meeting, the EFRAG TEG members continued deliberation on the content to be included in its draft endorsement advice for IFRS 17. While the EFRAG has not published a timeline on when it expects to issue the draft endorsement advice, it is following a workplan to identify all the topics to be included in the DEA that is spread over several months.

The January meeting focused on the proposal of the text that will be included in the draft endorsement advice on three overarching topics: the relation between IFRS 17 and Solvency II; relevance and reliability issues; and content of the Appendix 3.1. Issues paper. The members also discussed the amendments to IFRS 17 that are included in January IASB Staff papers.

IASB entscheidet im Januar-Meeting 2020 über weitere Änderungen an IFRS 17

Nachdem das IASB im Dezember bereits Entscheidungen über acht von 19 Themen (Liste mit den Themen), welche aus dem Feedback zum Exposure Draft resultieren, getroffen hat, wurden im Januar-Meeting nachfolgende Punkte diskutiert (Cover Note):

  1. Ausschluss vom Anwendungsbereich für Kreditkarten
  2. Übergangserleichterungen für die Risikominderungsoption
  3. Unternehmenszusammenschlüsse – Verträge, die in ihrer Abwicklungsperiode erworben wurden
  4. Zwischenabschlüsse
  5. Vermögenswerte für Abschlusskosten aus dem Versicherungserwerb

Die Uhr tickt – Die Umstellung auf SAP S/4HANA

Eine Vielzahl der Versicherungsunternehmen sieht sich vor eine Entscheidung gestellt – Stelle ich um, und wenn ja, wann? Dieser Entscheidung ist eine Deadline gesetzt durch das Jahr 2025. Zu diesem Zeitpunkt endet die Wartung und Unterstützung von SAP für die bisherige ERP-Software SAP R/3, welche in der Versicherungsbranche weit verbreitet und in den IT Systemlandschaften verankert ist. Hierbei sehen sich Unternehmen in einem ersten Schritt einer Vielzahl von Informationen gegenüber, welche die Komplexität und Herausforderungen, aber auch die Möglichkeiten einer Umstellung deutlich machen.

Erste weitere vorläufige Änderungsentscheidungen an IFRS 17 seit Abschluss der ED-Kommentierung verabschiedet

In der letzten Sitzung des Jahres 2019 hat das International Accounting Standard Board (IASB) vorläufige Änderungsentscheidungen in Bezug auf die erwartete Werthaltigkeit aktivierter Abschlusskosten und die Deckung von Verlusten aus zugrunde liegenden Versicherungsverträgen bei gehaltenen Rückversicherungsverträgen getroffen und damit auf das Feedback zu diesen Punkten in den Kommentierungsschreiben reagiert (Details zu den Änderungen weiter unten). 

Nicht bereits Gegenstand dieses Meetings war die Frage einer möglichen weiteren Verschiebung des Erstanwendungszeitpunkts von IFRS 17 und der möglichen Verlängerung der Aussetzung von IFRS 9. Hierzu plant das IASB Staff seine Vorschläge erst gegen Ende der laufenden Analyse, demnach voraussichtlich in 1. Quartal 2020 vorzulegen.

Stattdessen behandelte das IASB die folgenden Themen (Cover Note):

  1. Vorgeschlagene Änderungen, mit der Empfehlung, diese zu bestätigen (sechs Themen)
  2. Erwartete Werthaltigkeit aktivierter Abschlusskosten
  3. Deckung von Verlusten aus zugrunde liegenden Versicherungsverträgen bei gehaltenen Rückversicherungsverträgen

Erste Änderungen an IFRS 17 vorgeschlagen

Vom 10. bis 12. Dezember wird in London die letzte Sitzung des International Accounting Standard Board (IASB) im Jahr 2019 stattfinden. In dieser Sitzung wird das IASB die folgenden Themen mit IFRS 17-Bezug diskutieren (Cover Note):

  1. Vorgeschlagene Änderungen, mit der Empfehlung, diese zu bestätigen (sechs Themen)
  2. Die Erwartete Werthaltigkeit aktivierter Abschlusskosten
  3. Deckung von Verlusten aus zugrunde liegenden Versicherungsverträgen bei gehaltenen Rückversicherungsverträgen

 

Das Staff plant seine Vorschläge in Bezug auf eine weitere Verschiebung des Erstanwendungszeitpunkts von IFRS 17 und die damit einhergehende Frage, ob ggf. auch IFRS 9 mit verschoben wird, erst gegen Ende der laufenden Analyse, demnach voraussichtlich in 1. Quartal 2020 vorzulegen.

Im kommenden Meeting empfiehlt das Staff dem Board, die folgenden sechs Änderungen an IFRS 17, wie im Exposure Draft vorgeschlagen, abzuschließen (Agenda Paper 2A):

  1. Ausnahme vom Anwendungsbereich für Kredite
  2. Behandlung der CSM, die auf Investment Services bei Versicherungsverträgen mit direkter Überschussbeteiligung entfällt
  3. Ausweis von Versicherungsverträgen in der Bilanz auf Portfolioebene statt auf Ebene der Gruppe von Versicherungsverträgen
  4. Anwendbarkeit der Risikominderungsoption im Zusammenhang mit passiver Rückversicherung
  5. Übergangserleichterungen für Unternehmenszusammenschlüsse
  6. Übergangserleichterungen für die Anwendung der Risikominderungsoption i.R.d. Transition, sowie die Möglichkeit, den Fair Value Ansatz anzuwenden

 

Im Zusammenhang mit der erwarteten Werthaltigkeit aktivierter Abschlusskosten empfiehlt das Staff dem Board (Agenda Paper 2B):

  1. Finalisierung der vorgeschlagenen Änderung, die einer Gruppe von Versicherungsverträgen direkt zurechenbaren Abschlusskosten nach einer systematischen und rationalen Methode dieser Gruppe und künftigen Gruppen, die aus Erneuerungsrechten entstehen, zuzuallokieren.
  2. Bestätigung, dass die Bilanzierungseinheit für einen Vermögenswert für vor Vertragszugang gezahlte Abschlusskosten die Gruppe von Versicherungsverträgen ist, der diese Abschlusskosten zugeordnet werden
  3. Finalisierung der vorgeschlagenen Anforderungen an Unternehmen, einen Werthaltigkeitstest dann durchzuführen, wenn Tatsachen und Umstände auf eine mögliche Wertminderung hinweisen
  4. Finalisierung der in diesem Zusammenhang vorgeschlagenen Anhangangaben
  5. Unverändert die Verpflichtung beizubehalten, den Vermögenswert für die vor Vertragszugang gezahlten Abschlusskosten im Buchwert des Portfolios auszuweisen, dem die (künftigen) Versicherungsverträge angehören.

 

Bezüglich der Deckung von Verlusten aus zugrunde liegenden Versicherungsverträgen bei gehaltenen Rückversicherungsverträgen schlägt das IASB Staff folgende Änderungen vor (Agenda Paper 2C):

  1. Den Anwendungsbereich der ursprünglich vorgeschlagenen Änderung von IFRS 17 auszudehnen (nunmehr nicht mehr beschränkt auf proportionale (proportionate) Verträge)
  2. Die Anpassung der Berechnung des Ertrags aus der Verlustdeckung (income from loss recovered) in Folge des erweiterten Anwendungsbereichs
  3. Den Verzicht auf die Fußnote in §304 der Basis for Conclusions, wonach ein gehaltener Rückversicherungsvertrag, welcher Schäden deckt, die einen bestimmten Betrag auf einem einzelnen Versicherungsvertrag übersteigen, keine proportionale Abdeckung bieten würde
  4. Die Bestätigung, dass die Änderung nur auf Fälle anzuwenden ist, in denen der gehaltene Rückversicherungsvertrag vor oder zur gleichen Zeit wie der Verlust aus den zugrunde liegenden Versicherungsverträgen erfasst wird
  5. Klarstellung, dass Paragraph 66(c)(ii), der auf die Folgebewertung einer Gruppe von gehaltenen Rückversicherungsverträgen anzuwenden ist, wenn eine Gruppe von zugrunde liegenden Versicherungsverträgen verlustbringend ist, auch anzuwenden ist, wenn die zugrunde liegenden Versicherungsverträge nach PAA bewertet werden.

 

Next Steps:

Das Staff plant, alle restlichen in der November-Sitzung beschlossenen Themen in zukünftigen Sitzungen zu diskutieren (Liste mit den Themen). Der gewählte Zeitplan ermöglicht es, das Feedback aus den Stellungnahmen zu weiteren Themen zu prüfen und die daraus resultierenden Änderungen im Einklang mit dem im Exposure Draft dargelegten Zeitplan bis Mitte 2020 abzuschließen.

Weitere Informationen können unter nachfolgenden Links aufgerufen werden:

IFRS 17-Implementierungsprojekte in der Praxis – Herausforderungen des Datenmanagements

In unserem ersten Beitrag zu den Auswirkungen des neuen Rechnungslegungsstandard IFRS 17 auf das Datenmanagement und die Systemarchitektur bei betroffenen Versicherern (Link) hatten wir auf die umfassende Komplexität in der Umsetzung verwiesen. Aus Erfahrungen laufender IFRS17-Projekte wissen wir, dass sich viele Versicherer und Interessengruppen auch 2 Jahre nach Verabschiedung des Standards noch sehr stark mit Fragen zur Methodik und Interpretation auseinandersetzen. Diese Diskussionen sind zweifellos notwendig, führen aber regelmäßig dazu, dass Entscheidungen aufgeschoben werden oder oftmals auch etwas der Mut zu substantiellen Änderungen fehlt.

Systeme und Datenmanagement unter IFRS 17 – 2 Jahre nach der Verabschiedung

Mit dem International Financial Reporting Standard (IFRS) 17 wurde den betroffenen Versicherungsunternehmen – nach Jahren der Konsultation und mehreren Entwürfen – erstmals ein weltweit einheitlicher Ansatz für die Bewertung von Versicherungsverträgen und die Performance-Berichterstattung in die Hand gegeben. Schon weit vor der Verabschiedung am 18. Mai 2017 war klar, dass die Implementierung nicht nur fachlich, sondern für viele Versicherer vor allem auch systemtechnisch große Herausforderungen mit sich bringt.

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