Schlagwort: Kapitalmanagement

Bleiben Sie auf dem Laufenden - der Kapitalmanagement RSS-Feed

Live-Webcast am 1. September zum Thema COVID-19: Wirtschaftliche und regulatorische Auswirkungen auf Versicherer

Wir freuen uns, Sie am 1. September von 13 – 14 Uhr zu einer weiteren Ausgabe unserer Live-Webcast Serie “Wirtschaftliche und regulatorische Auswirkungen fĂŒr Versicherer” begrĂŒĂŸen zu dĂŒrfen. In dieser Ausgabe werden unsere Experten u.a. ĂŒber kurz-, mittel und langfristige Auswirkungen der Krise auf Immobilieninvestments (Real Assets) und Private Equity diskutieren. DarĂŒber hinaus warten weitere DenkanstĂ¶ĂŸe auf Sie, auf welche Weise sich konventionelle Arbeitskonzepte im Zuge der Krise Ă€ndern.

Also seien Sie dabei und halten Sie sich auf dem Laufenden –  wir freuen uns auf Sie!

Falls Sie noch nicht angemeldet sind, können Sie dies unter folgendem Link nachholen: https://www.pwc-events.com/covid-versicherer

Modellmanagement in Zeiten von COVID 19

In den letzten dreißig Jahren hat die Anwendung aktuarieller Bewertungsmodelle in der Personenversicherung zugenommen. Treiber fĂŒr diese Entwicklungen waren neben den technischen Möglichkeiten insbesondere Marktentwicklungen und regulatorische Anforderungen.

Die COVID-19-Pandemie hat neue Herausforderungen ĂŒber den gesamten Modell-Lebenszyklus mit sich gebracht. Diese erstrecken sich von der Entwicklung ĂŒber die Validierung bis zum Monitoring – und gleichzeitig auf den operativen Betrieb. Mit geeigneten Maßnahmen seitens der Stakeholder, die insbesondere die Finanz-, Risiko- und Aktuarsfunktionen umfassen, gilt es diesen im Rahmen des Modellmanagements entgegenzutreten.

SpartenĂŒbergreifender ALM-Roundtable im MĂ€rz in Köln und MĂŒnchen

Die anhaltenden Niedrigzinsphase und die damit gestiegene KomplexitĂ€t von Markt- und Produktumfeld bleiben eine Herausforderung fĂŒr Versicherungsgesellschaften sowie Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung („EbAV“). Vor diesem Hintergrund gewinnt die hĂ€ufig unter dem englischen Schlagwort „Asset-Liability-Management“ zusammengefasste ganzheitliche Steuerung von Aktiv- und Passivseite an Bedeutung. Die Maßnahmen zum Bilanzstrukturmanagement, bei denen aktiv- und passivseitige Fragestellungen zur Ertragskraft und Risikosituation ĂŒbergreifend angegangen werden, finden sich mittlerweile in verschiedenen Unternehmensbereichen und haben sich verstĂ€rkt in der UnternehmensfĂŒhrung und -steuerung etabliert.

Wir laden Sie herzlich zu unserem spartenĂŒbergreifenden ALM-Roundtable ein, der am 11. MĂ€rz 2020 in Köln und am 25. MĂ€rz 2020 in MĂŒnchen stattfindet. Auf unserer Veranstaltung beleuchten wir den Themenbereich ALM aus den verschiedenen Blickwinkeln von Risiko-, Finanz- und Aktuarsfunktionen, sowie des Treasury- und LiquiditĂ€tsmanagements und zeigen auf, wie ALM hier die Entscheidungsfindung erleichtern kann – mithilfe von Analysen zu allgemeinen strategischen Fragestellungen bis hin zu wertorientierten Risiko-Chancen-Analysen einzelner Investments. Die beleuchteten Aspekte sind dabei möglichst spartenunabhĂ€ngig und betreffen Personenversicherer ebenso wie Sach- und RĂŒckversicherer.

Save the date: ALM-Roundtable im MĂ€rz

Die anhaltenden Niedrigzinsphase und die damit gestiegene KomplexitĂ€t von Markt- und Produktumfeld bleiben eine Herausforderung fĂŒr Versicherungsgesellschaften sowie Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung („EbAV“). Vor diesem Hintergrund gewinnt die hĂ€ufig unter dem englischen Schlagwort „Asset-Liability-Management“ zusammengefasste ganzheitliche Steuerung von Aktiv- und Passivseite an Bedeutung. Die Maßnahmen zum Bilanzstrukturmanagement, bei denen aktiv- und passivseitige Fragestellungen zur Ertragskraft und Risikosituation ĂŒbergreifend angegangen werden, finden sich mittlerweile in verschiedenen Unternehmensbereichen und haben sich verstĂ€rkt in der UnternehmensfĂŒhrung und -steuerung etabliert.

Wir möchten Sie daher gerne auf unser ALM-Roundtable aufmerksam machen, das am 11. MĂ€rz in Köln und am 25. MĂ€rz in MĂŒnchen stattfinden wird!

Auf unserer Veranstaltung beleuchten wir den Themenbereich ALM aus den verschiedenen Blickwinkeln von Risiko-, Finanz- und Aktuarsfunktionen, sowie des Treasury- und LiquiditĂ€tsmanagements. Die in den letzten Jahren stetig weiterentwickelten regulatorischen Anforderungen geben einerseits die Leitlinien fĂŒr die technische Umsetzung vor. Die Suche nach Rendite bei gleichzeitiger Risikominimierung orientiert sich andererseits am ökonomischen Bedarf. Die hieraus möglicherweise resultierenden Spannungsbögen liegen im Fokus der Veranstaltung.Nutzen Sie die Gelegenheit zum spartenĂŒbergreifenden Austausch mit verschiedenen Branchenvertretern und unseren Experten aus dem internationalen PwC-Netzwerk!

Wir erarbeiten derzeit die Details des Veranstaltungsprogramms und werden weitere Details demnÀchst auf dem Insurance Blog veröffentlichen.

EIOPA veröffentlicht Bericht zu Gruppenaufsicht und Kapitalmanagement

Am 19. Dezember 2018 veröffentlichte EIOPA ihren Bericht zur Gruppenaufsicht und dem Kapitalmanagement von (RĂŒck-)Versicherungsunternehmen sowie ĂŒber spezifische Themen im Zusammenhang mit der Dienstleistungsfreiheit (Freedom to Provide Services – FoS) und der Niederlassungsfreiheit (Freedom of Establishment – FoE). Mit der Veröffentlichung dieses Berichts nimmt EIOPA zu der Anfrage der EuropĂ€ischen Kommission vom 7. Juni 2018 Stellung, die eine Bewertung des Nutzens einer verbesserten Gruppenaufsicht und des Kapitalmanagements im Rahmen von Solvency II vorzunehmen hat.

Verlautbarungen zu Themenblock 5 „Eigenmittelanforderungen und Governance-System“ veröffentlicht

Entsprechend der verkĂŒndeten Dialog- und Verlautbarungsphasen der BaFin zu den EIOPA-Leitlinien (siehe Blog-Beitrag vom 28. Februar 2014) veröffentlichte die BaFin am 5. Mai 2014 die Verlautbarung zu Themenblock 5 „Eigenmittelanforderungen und Governance-System“. InlĂ€ndische Erst- und RĂŒckversicherungsunternehmen sowie der BaFin unterliegende (auslĂ€ndische) Versicherungsgruppen können zur Verlautbarung zu Themenblock 5 bis zum 28. Mai 2014 ErklĂ€rungswĂŒnsche und Kommentare bei der BaFin einreichen (Vorbereitungsphase@bafin.de).

Die Eigenmittelleitlinien aus dem Bereich der Anforderungen an die GeschĂ€ftsorganisation und das Risikomanagement umfassen die Anforderungen an Kapitalmanagementleitlinien (Leitlinie 31) und den mittelfristigen Kapitalmanagementplan (Leitlinie 32). Im Rahmen der Vorbereitung auf Solvency II erwartet die BaFin von Versicherungsunternehmen und -gruppen, dass sie gemĂ€ĂŸ den Anforderungen der Eigenmittelleitlinien eine Kapitalmanagementleitlinie aufstellen sowie einen mittelfristigen Kapitalmanagementplan entwerfen. Hierzu fĂŒhrt die BaFin spĂ€testens ab der 32. Kalenderwoche 2014 eine Sachstandabfrage zu den Eigenmittelleitlinien durch, deren Teilnahme fĂŒr inlĂ€ndische (RĂŒck-)Versicherungsunternehmen sowie der BaFin unterliegende (auslĂ€ndische) Versicherungsgruppen verbindlich ist. Im Folgenden sind die wesentlichen inhaltlichen Aspekte dargestellt.

Kapitalmanagementleitlinien (Leitlinie 31)

Das Solvency II-Regime bringt wesentliche Neuerungen hinsichtlich der Eigenmittelsituation von Versicherungsunternehmen und -gruppen mit sich, die sich in der Kapitalmanagementleitlinie widerspiegeln sollen. FĂŒr Unternehmen, die einer Gruppe angehören, sind Kapitalmanagementleitlinien und -plĂ€ne auf Einzelunternehmensbasis und fĂŒr das oberste Gruppenunternehmen, sofern gruppeninterne Kapitalströme existieren, zu erstellen. Die Kapitalmanagementleitlinie ist als Leitlinie im Sinne des Artikels 41 Abs. 3 Solvency II-Rahmenrichtlinie durch den Vorstand zu verabschieden und mindestens einmal jĂ€hrlich zu ĂŒberprĂŒfen und bei Bedarf anzupassen.

Die VerĂ€nderung unter Solvency II hin zu einer marktwertbasierten Bewertung der Eigenmittel auf der einen Seite, die eine höhere VolatilitĂ€t der Soll- und Ist-Werte in sich birgt, sowie die Anforderung an die jederzeitige ErfĂŒllung der SolvabilitĂ€tsanforderungen auf der anderen Seite, macht eine konstante Überwachung der Bedeckung unabdingbar. Dadurch ist die zukunftsorientierte Auseinandersetzung der Unternehmen mit ihrer Eigenmittelsituation unter Solvency II unverzichtbar.

Gleichermaßen mĂŒssen Unternehmen auch ihre derzeitige Eigenmittelsituation unter dem aktuellen Aufsichtsregime im Zuge der Erstellung der Kapitalmanagementleitlinie und des mittelfristigen Kapitalmanagementplanes betrachten und untersuchen, inwieweit das emittierte Kapital jeweils den derzeitigen Anforderungen entspricht, insbesondere bei Genussrechten und nachrangigen Verbindlichkeiten die speziellen Kriterien erfĂŒllt und die Anrechnungsgrenzen eingehalten werden. Zum anderen ist zu untersuchen, inwieweit die kĂŒnftigen Solvency II-Kriterien erfĂŒllt werden und von den Übergangsregelungen („Grandfathering“) Gebrauch gemacht werden kann. Bei Inanspruchnahme von Übergangsregelungen sind jedoch die gesonderten Anrechnungsgrenzen und zeitlich begrenzte Anrechnung zu beachten.

Unter Solvency II wird grundsĂ€tzlich zwischen drei unterschiedliche QualitĂ€tsklassen (‚Tiers‘) unterschieden, in die die Eigenmittel eines Versicherungsunternehmens einzuordnen sind. Bei der Anrechnung an die SolvabilitĂ€ts- und Mindestkapitalanforderung unterliegen die Eigenmittel dabei folgenden Anrechnungsgrenzen.

Eigenmittelklassen  Anrechenbarkeit
SolvabilitĂ€tsanforderung (SCR)  
 Tier 1-Eigenmittel  UnbeschrĂ€nkt
 Hybridkapitalinstrumente, die Tier 1-Kriterien erfĂŒllen  Maximal 20% der Tier 1-Eigenmittel
 Summe von Tier 2- und 3- Eigenmitteln  Maximal 50% der SolvabilitĂ€tsanforderung
 Tier 3-Eigenmittel  Weniger als 15% der SolvabilitĂ€tsanforderung
 Mindestkapitalanforderung (MCR)  
 Tier 1-Eigenmittel  UnbeschrĂ€nkt, Mindestens 80% der Mindestkapitalanforderung
 Tier 2-Eigenmittel  Weniger als 20% der Mindestkapitalanforderung
 Tier 3-Eigenmittel  Nicht anrechnungsfĂ€hig

FĂŒr die Klassifizierung der Eigenmittel in die drei Tiers sind die Solvency II Kriterien sorgfĂ€ltig zu untersuchen. Dies betrifft im Besonderen Kapitalemissionen wie beispielsweise von Kapital mit GewĂ€hrung von Genussrechten oder aufgrund der Eingehung von nachrangigen Verbindlichkeiten. Zum anderen ist sicherzustellen, dass Bedingungen von Eigenmittelbestandteilen klar und unmissverstĂ€ndlich definiert werden. DafĂŒr ist u.a. eine juristische PrĂŒfung von Vertragsbedingungen von Eigenmitteln hinsichtlich KonformitĂ€t mit den geltenden Anforderungen durchzufĂŒhren. Ein weiteres Kriterium fĂŒr die Anerkennung als Eigenmittel ist die Möglichkeit eines Aufschubs oder einer Aussetzung von Zahlungen wie z.B. Dividenden- oder Zinszahlungen.

Bis zur rechtsverbindlichen Veröffentlichung der delegierten Rechtsakte bleibt jedoch abzuwarten, welche Bedingungen letztlich bei der Anrechnung von Eigenmitteln zu erfĂŒllen sind. Eine Durchsicht der vertraglichen Regelungen durch die BaFin stellt daher keine verbindliche Bewertung der Eigenmittel dar.

Mittelfristiger Kapitalmanagementplan (Leitlinie 32)

FĂŒr den Kapitalmanagementplan ist ein mittelfristiger Zeithorizont anzusetzen, der in der Regel dem Unternehmensplanungshorizont entspricht, aber auch in AbhĂ€ngigkeit von laufenden VertrĂ€gen und KĂŒndigungsmöglichkeiten gewĂ€hlt werden sollte. Im Hinblick auf die aktuelle Vorbereitungsphase auf Solvency II sollte der Kapitalmanagementplan die regulatorischen Entwicklungen bis hin zum Inkrafttreten von Solvency II berĂŒcksichtigen.

Um stĂ€ndig eine ausreichende Bedeckung der SolvabilitĂ€tsanforderungen sicherstellen zu können, sind im Kapitalmanagementplan insbesondere bestehende kĂŒnftige RĂŒckzahlungsverpflichtungen, die reduzierte Anrechenbarkeit von Eigenmitteln (§ 53c Abs. 3b S. 1 Nr. 4 VAG) und die Ausgestaltung von KĂŒndigungsrechten wichtige zu berĂŒcksichtigende Aspekte. Dabei sind bei auch verschiedene Szenarien zu betrachten und Fragen hinsichtlich der Kapitalersetzung nachzugehen.

Insgesamt sind entsprechend der VerĂ€nderungen mit Inkrafttreten von Solvency II in der Kapitalmanagementleitlinie und im mittelfristigen Kapitalmanagementplan sowohl die Eigenmittelsituation unter dem geltenden Solvency I-Regime als auch die zukĂŒnftige Betrachtung unter Solvency II darzustellen.

ProportionalitÀtsprinzip

Der Grundsatz der ProportionalitĂ€t hat auch fĂŒr die Eigenmittelleitlinien GĂŒltigkeit. So können können die Kapitalmanagementleitlinie und die mittelfristige Kapitalmanagementplanung bei einer geringen EigenmittelkomplexitĂ€t (z.B. wenn kein Hybridkapital emittiert wurde) jedoch weniger umfangreich und mit einer geringeren Detailtiefe erstellt werden. Allerdings kann weder in der Vorbereitungsphase noch bei Inkrafttreten von Solvency II von einer Kapitalmanagementleitlinie und mittelfristigen Kapitalmanagementplanung abgesehen werden. Die PrĂŒfung der ProportionalitĂ€t soll dabei laufend erfolgen mit entsprechender Entwicklung der Leitlinien und PlĂ€ne.

/* */