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EIOPA-Konsultation zu ORSA im Rahmen von Covid-19

Am 22. Dezember 2020 hat EIOPA ein Konsultationspapier zum ORSA im Zusammenhang mit Covid-19 veröffentlicht. Stellungnahmen können bis zum 15. März 2021 eingereicht werden.

EIOPA verfolgt mit der Konsultation das Ziel die Konvergenz zwischen den Unternehmen zu f√∂rdern, indem sie gemeinsame aufsichtsrechtliche Erwartungen an die Durchf√ľhrung von (Ad-hoc)ORSA und dessen Berichterstattung formuliert. Gleichzeitig wird ber√ľcksichtigt, dass die Auswirkungen durch Covid-19, bedingt durch sich unterscheidende Risikoprofile, verschieden sein k√∂nnen. In diesem Zusammenhang untersuchte die BaFin im Sommer 2020 ver√∂ffentlichte Ad-hoc ORSA-Berichte und monierte deren Umsetzung (siehe Blog-Beitrag vom 7. August 2020).

EIOPA Konsultation zu ESG Szenarien im ORSA

Am 5. Oktober 2020 ver√∂ffentlichte EIOPA eine Konsultation bez√ľglich der Verwendung von ESG-Risikoszenarien in der eigenen Risiko- und Solvabilit√§tsbewertung (Own Risk and Solvency Assessment – ORSA).

Die Konsultation baut auf der letztj√§hrigen Stellungnahme zum Thema Nachhaltigkeit im Rahmen von Solvency II auf (siehe Blog-Beitrag vom 4. Oktober 2019). In dieser wurde empfohlen, dass Versicherungsunternehmen ESG-Risiken √ľber einen l√§ngeren Zeitraum betrachten sollen, da sich Klimarisiken √ľber einen langfristigen Horizont materialisieren. Unter Solvency II wird jedoch nur ein Ein-Jahres-Horizon ber√ľcksichtig. Diese Diskrepanz sollte im Governance-System, im Risikomanagement und im ORSA erfasst werden. Zudem wurde die Notwendigkeit identifiziert Szenarioanalysen anzuwenden, um der Unsicherheit bez√ľglich klimabezogener Auswirkungen auf die Bewertung besser begegnen zu k√∂nnen.

BaFin: Untersuchung der Ad-hoc-ORSA Berichte

Die BaFin hat am 5. August 2020 einen Artikel zu den bereits untersuchten Ad-hoc-ORSA Berichten mit COVID 19-Inhalten veröffentlicht.

Die Ergebnisse zeigen, dass nicht alle Unternehmen eine angemessene Analyse durchgef√ľhrt haben. Die meisten Berichte enthielten immerhin die ver√§nderten Kapitalmarktbedingungen in der aktuellen Bewertung der Solvabilit√§t, aber die Beurteilung der Auswirkungen von COVID-19 auf die Gesch√§ftsmodelle und die Versicherungstechnik fehlten zum Teil komplett.

Alternative Investments in der Versicherungsbranche

Das aktuelle Niedrigzinsumfeld zwingt Anleiheinvestoren schon seit einiger Zeit zum Umdenken. Um ansatzweise attraktive Renditen zu erwirtschaften, m√ľssen h√∂here Risiken in Kauf genommen werden. Die Kapitalm√§rkte waren nicht zuletzt aufgrund der Auswirkungen von Covid-19 von hohen Volatilit√§ten gepr√§gt, was sich auch auf die Solvabilit√§t der Lebensversicherer √ľbersetzte. Die Ableitung konkreter Ma√ünahmen zur Stabilisierung der Solvency-II-Quote √ľber den kritischen 100% wird f√ľr einige Lebensversicherungen im aktuellen Kapitalmarktumfeld daher zu einer immer wichtigeren Aufgabe. Dabei spielen Investitionen in alternative und illiquide Kapitalanlagen zunehmend eine zentrale Rolle.

Die Corona-Krise als Katalysator f√ľr eine h√∂here Ad√§quanz in der aktuariellen Planung

Das Corona-Virus bestimmt noch immer die Schlagzeilen Рund zumindest in naher Zukunft werden auch die Folgen der Krise die Schlagzeilen bestimmen. Neben den makroökonomischen Auswirkungen sind Versicherungsunternehmen im Kompositgeschäft durch Veränderungen in der Struktur der Schadenaufwendungen und Folgewirkungen in der Prämienentwicklung betroffen. Häufig stellt sich dabei die Frage wie mit der Krise umzugehen ist. Doch um diese Frage beantworten zu können, muss quantifiziert werden, wie groß die Auswirkung auf den Versicherungsbestand ist.