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EIOPA veröffentlicht Candidate Recommendation Release des DPM und der XBRL Taxonomie

Am 28. September 2015 wurde das Candidate Recommendation Release zur Taxonomie V 2.0.1 von EIOPA veröffentlicht. Hierbei handelt es sich um ein vorab Release des finalen Full Solvency II Reporting Data Point Models (DPM) und der XBRL Taxonomie. Dieses Release gibt den Versicherern die Möglichkeit des Reviews und der weiteren Vorbereitung für das Full Reporting.

Die Veröffentlichung unterteilt sich i.W. in drei Themenblöcke:

  • Solvency II validations
  • DPM 2.0.1 CR (Published 28/09/2015)
  • Taxonomy 2.0.1CR (Published 28/09/2015)

Solvency II Validations

In den Solvency II Validations werden alle Validierungsregeln definiert, welche in den gemeldeten Quantitative Reporting Templates (QRTs) eingehalten werden müssen.

Die aktualisierten und erweiterten Validierungsregeln können auf der EIOPA Homepage im Downloadbereich heruntergeladen werden.[1]

Die Validierungsregeln sind in drei Bereiche aufgeteilt[2]:

  • Business Validation for 2.0.1CR
  • XBRL Tax Assertions for 2.0.1CR
  • Identical Datapoints for 2.0.1CR

Neben weiteren Business Validation Rules (BV), wurden erstmals auch Technical Validations (TV) und ECB specific Validations (EV) konkretisiert.

DPM and Taxonomy 2.0.1 CR (Published 28/09/2015)

Neben Details zur Methodik der Modellierung von Solvency II-Metadaten sowie den zu Grunde liegenden architektonischen Prinzipien des Modells enthalten die Ausführungen von EIOPA Informationen zum XBRL-Design und Regeln zur Übersetzung des DPM in die Solvency II-XBRL-Taxonomie.

Next Steps

Kommentare hinsichtlich des Candidate Recommendation Releases können von den Versicherern bis zum 12. Oktober 2015 an EIOPA gerichtet werden. Die finale Version des DPM und der Taxonomie für das Full Solvency II Reporting wird laut EIOPA am 21. Oktober 2015 veröffentlicht.

[1] Download unter: https://eiopa.europa.eu/regulation-supervision/insurance/reporting-format

[2] Weiteres zum Aufbau und Art der Validierungsregeln, siehe Blog Beitrag: „EIOPA veröffentlicht erste Version des Data Point Models (DPM) und der XBRL Taxonomie für das Full Solvency II Reporting“ vom 05. August 2015

EIOPA veröffentlicht Paket 2 der ITS und GL – Details zu Säule 3

Wie bereits im Blog-Beitrag vom 8. Juli berichtet wurde (siehe Blog-Beitrag vom 8. Juli), veröffentlichte EIOPA am 6. Juli 2015 das zweite Paket (Set 2) der Finalen Reports der Technischen Standards (Implementing Technical Standards, ITS) und Leitlinien (Guidelines, GL) betreffend der Säulen 1, 2 und 3.

Die wohl umfangreichste Änderung EIOPAs bildet bei den ITS der Säule 3 die vollzogene, abermalige Namensänderung der QRTs. Diese soll eine Vereinfachung darstellen und besteht im Wesentlichen darin, dass QRTs lediglich einmalig (inhaltlich) definiert werden, sofern diese identisch für mehrere Berichtsanlässe (sog. „Variants“) verwendbar sind. Liegt also keine inhaltliche Änderung eines QRTs zwischen unterschiedlichen Berichtsanlässen vor (z.B. Solo vierteljährlich und Solo jährlich), so ist die Kodierung eines QRTs für mehrere Berichtsanlässe gleich – so z.B. das QRT S.05.02.01. Liegen hingegen inhaltliche Änderungen zwischen zwei Berichtsanlässen vor, erfolgt die Vergabe einer neuen Endung mittels sog. „Entry Points“, welche jeweils einen Berichtsanlass abbilden. Eine gesamthafte Darstellung ist folgender Matrix zu entnehmen: Data Entry Points.

Die vollzogene Kodierung stellt durch die erhebliche Reduktion der bestehenden Varianten (in Summe verringern sich die Varianten aller bestehenden QRTs um etwa 50%) zwar eine Vereinfachung dar, jedoch ist es anhand eines QRT-Namens nicht mehr möglich, den konkreten Berichtsanlass zu erkennen.

Inhaltlich haben sich ebenfalls einige Änderungen ergeben, die sich meist auf Klarstellungen in den Log-files beziehen oder zu inhaltlichen Veränderungen führen. Bspw. wurden folgende Themen geändert bzw. klargestellt*:

Thema/QRT Änderung/Klarstellung
Berichtswährung Die Definitionen der „Solvency II reporting currency” und der „local currency“ wurden zwecks Berechnung des Währungsrisikos des SCR angeglichen. Es ist die Währung zu verwenden, welche im Rahmen des Geschäftsberichts Anwendung findet. Außer es besteht eine anderslautende Anforderung seitens der lokalen Aufsicht.
Berichtsformat Mit Ausnahme des Datentyps „Monetary“ (kommt bspw. in den Templates bzgl. Derivaten vor) sind keine Dezimalstellen zu berichten.
Wechselkurse Im Rahmen der Solo- und Gruppen-Berichterstattung ist es konform, die Wechselkurse derselben Quelle zu nutzen, welche für den Geschäftsbericht genutzt werden. Es sei denn, die lokale Aufsicht fordert die Verwendung anderer Wechselkurse. In der Konsultation wurde vormals die Verwendung der Wechselkurse der EZB oder der jeweiligen Nationalbanken gefordert.
Q4 Berichterstattung Die Notwendigkeit einer separaten Berichterstattung des Q4 wird beibehalten, da die Fristen der Jahresmeldung seitens EIOPA als zu spät angesehen werden, um adäquat auf etwaige Veränderungen reagieren zu können.
Freigabe der QRTs durch VMAO (Verwaltungs-, Management- oder Aufsichtsorgan) Es wurde klargestellt, dass eine Freigabe der qualitativen Berichte nicht ausreicht, sondern auch alle QRTs freigegeben werden müssen.
Solvabilitätsübersicht (S.02.01)

Für das Day 1 Reporting wurde die Spalte „Solvency I“ gelöscht. Die Kommentierung der bestehenden Differenzen ist im narrativen Berichtswesen zu leisten.

„Recoverables not recognized under article 41” müssen nicht gesondert ausgewiesen werden, sondern unter “Any other assets”.

Best Estimate by country and currency (S.12.03 & S.17.03) Beide QRTs sind ersatzlos entfallen. Im Falle der Verwendung von LTG- oder Übergangsmaßnahmen ist fortan das QRT S.22.06 zu berichten, dieses entspricht inhaltlich den zuvor genannten QRTs.
Basic Information – RFF and matching adjustment portfolios (S.01.03) und Premiums, claims and expenses by country (S.05.02) Beide QRTs sind im Quartal nicht mehr zu melden.
Beschreibung der variablen Annuitäten (S.15.01) und Hedging der Garantien (S.15.02) Beide QRTs sind nun auch von Gruppen jährlich zu berichten.
Veränderungsanalyse (S.29.01 – S.29.04) Es wurde klargestellt, dass diese QRTs erstmalig in 2018 für den Vergleich der Jahre 2016 und 2017 zu melden sind.
Risikokonzentration (S.37.01) Wesentliche inhaltliche Änderungen – Wegfall eines gemischten Ansatzes ausschließlich hin zum „line-by-line exposure approach“.
Rückversicherung EIOPA hat entschieden, dass es anders als geplant aktuell keine Rückversicherer Datenbank geben wird, um die Rückversicherer Codes zu harmonisieren. Es wird die Verbreitung des LEI Codes für diesen Zweck abgewartet und in 2017 erneut über das Thema entschieden.
Financial Stability Reporting

Die folgenden QRTs sind vierteljährlich nicht mehr für das Financial Stability Reporting zu berichten: S.08.01, S.09.01, S.06.03, S.10.01 & S.31.01

Die folgenden QRTs sind jährlich nicht mehr für das Financial Stability Reporting zu berichten: S.30.03 & S.30.04

* Nur eine beispielhafte Auflistung und keine vollständige Liste.

EZB veröffentlicht inoffizielle Reporting Templates inklusive der EZB add-ons

Am 4. März 2015 hat die Europäische Zentralbank (EZB) inoffizielle Reporting Templates inklusive der EZB add-ons (siehe ‚Forthcoming statistics‘) veröffentlicht. Damit konkretisiert die EZB die Anforderungen aus der Verordnung über die statistischen Berichtspflichten der Versicherungsgesellschaften (EZB/2014/50), welche am 20. Dezember 2014 erschienen ist (siehe auch Blog-Beitrag vom 12. Januar 2015).

Dieses Paket umfasst nur solche Quantitative Reporting Templates (QRTs), die durch die statistischen Berichtspflichten der EZB erweitert wurden (sog. ‚add-ons‘). Zudem wurden die entsprechenden ‚Log files‘, welche Beschreibungen zu den EZB add-ons enthalten, zur Verfügung gestellt.

Übersicht der veröffentlichten Templates

Die veröffentlichten Reporting Templates können zwei verschiedenen Kategorien zugeordnet werden:

  • QRTs entsprechend der ITS (aktuell laufende Konsultation), die um zusätzliche Positionen ergänzt wurden
  • QRTs, welche ausschließlich für die statistischen Berichtspflichten an die EZB zu berichten sind

Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick der veröffentlichten Reporting Templates sowie der Berichtsanlässe:

  Berichtsanlass
Einzelunternehmen Drittstaaten-Versicherer mit
Niederlassung im EWR
Template Code Template
Name
Vierteljährlich
[.a]
Jährlich
[.b]
Vierteljährlich
[.o]
Jährlich
[.p]
QRTs inklusive der EZB add-ons
SE.02.01 Balance Sheet  .a .b .o .p
SE.06.02 List of Assets  .a .b .o .p
Neue QRTs ausschließlich zur Berichterstattung an die EZB     
E.01.01 Deposits to Cedants – Line-by-line Reporting .a .b .o .p
E.02.01 Life Obligations Analysis – Pension Entitlements .b .p
E.03.01 Non-life Technical Provisions – Reinsurance Policies – By Country .b .p

Die EZB add-ons werden auch in das technische Rahmenwerk von EIOPA, welches auf Data Point Model (DPM) und eXtensible Business Reporting Language (XBRL) basiert, integriert. Die EZB weist darauf hin, dass es sich um inoffizielle Reporting Templates zu Illustrationszwecken handelt. Sofern sich Änderungen an den Templates aus der laufenden Konsultation der ITS ergeben, werden diese entsprechend aktualisiert.

Versicherungsgesellschaften müssen erstmals vierteljährlich über das erste Quartal 2016 Bericht erstatten. Die erstmalige jährliche Berichterstattung findet dann in 2017 über das Jahr 2016 statt. Die erhobenen Daten sollen es der EZB und den nationalen Zentralbanken (NZBen) ermöglichen, Statistiken über die in der Europäischen Währungszone ansässigen Versicherungsgesellschaften zu erstellen. Um den Aufwand für die Versicherungsindustrie so gering wie möglich zu halten, erlaubt es die EZB den NZBen die benötigten statistischen Informationen, sofern möglich, aus den Daten, die von den nationalen zuständigen Behörden (National Competent Authorities – NCAs) für Aufsichtszwecke gemäß der Solvency II-Rahmenrichtlinie (2009/138/EG) gefordert werden, herzuleiten. Die erstmalige Veröffentlichung dieser Statistiken ist für die zweite Jahreshälfte 2016 geplant.

EIOPA’s Tool for Undertakings (T4U) als Beta-Version verfügbar

Um ein europaweit einheitliches Reporting-Format zur Übermittlung der Quantitativen Reporting Templates (QRTs) zwischen den nationalen Aufsichten und EIOPA sicherzustellen, etablierte EIOPA XBRL als eindeutiges Standard-Format. Es obliegt nun den nationalen Aufsichtsbehörden zu entscheiden, ob diese ebenfalls XBRL einführen. Nach derzeitigem Stand fordert die BaFin die Übermittlung des Solvency II-Berichtwesens über das MVP-Portal. Dabei hat die Übermittlung die QRTs betreffend im XBRL-Format zu erfolgen, das qualitative Berichtswesen betreffend voraussichtlich im PDF-Format.

Zur Unterstützung kleinerer und mittelgroßer Versicherungsunternehmen hat EIOPA bereits vor einiger Zeit die Entwicklung eines kostenlosen Tools – das sogenannte Tool for Undertakings (T4U) – angekündigt. Dieses soll bei der Erstellung, Bearbeitung, Korrektur, Vervollständigung und Validierung der im XBRL-Format zu erstellenden QRTs unterstützen. Seit Kurzem steht das T4U in einer Beta-Version zur Verfügung und kann bereits auf seine Funktionalität getestet werden. Es umfasst derzeit den für die Preparatory Guidelines anzuwendenden QRT-Umfang und kann sowohl von Solo- als auch von Gruppenunternehmen für die unterjährige und jährliche QRT-Berichterstattung getestet werden.

Eine Umstellung der Anwendungssprache in die jeweilige Landessprache ist möglich, jedoch wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Übersetzung noch Fehler enthalten kann. Auch besteht derzeit noch nicht die Möglichkeit zur Validierung der Daten, welche für jedes QRT einzeln und manuell eingetragen werden können.

Neben der Speicherung der manuell eingetragenen Daten im XBRL-Format besteht zudem die Möglichkeit diese als Excel-Dateien zu exportieren. Die Bearbeitung kann so entweder im T4U oder in Excel erfolgen. Sofern die Bearbeitung in Excel erfolgt, besteht die Möglichkeit die Excel-Dateien im späteren Verlauf in das T4U zu importieren. Ein Import ist (derzeit) jedoch nur möglich, sofern die Datei vormals aus dem T4U exportiert wurde.

Weiterführende Informationen, technische Daten sowie ein Demo-Video stehen auf der Projekt-Webseite zur Verfügung. Das Benutzerhandbuch kann über das Menü des T4U aufgerufen werden.

Details zur Veröffentlichung einer finalen Version des T4U wurden noch nicht bekannt gegeben.

EIOPA veröffentlicht im Rahmen der Konsultationsphase zu Set 2 der ITS und GL (Solvency II) eine Navigationshilfe für das Reporting Package

Wie bereits im Blog-Artikel vom 5. Dezember 2014 berichtet hat EIOPA am 2. Dezember 2014 die Konsultationsphase zu Set 2 der Implementing Technical Standards (ITS) und Guidelines (GL) zu Solvency II gestartet. Ein wesentlicher Bestandteil der Konsultation sind das ITS CP-14/052 und CP-14/055. Diese beinhalten alle aktualisierten sowie neuen QRTs. Am 19. Dezember 2014 veröffentlichte EIOPA darüber hinaus Erläuterungen zu den Änderungen der QRTs („Navigation through the Solvency II reporting and disclosure package, Note accompanying the public consultation on the GL and ITS“).

Insgesamt gibt es zwei wesentliche Neuerungen im Hinblick auf den bereits bekannten QRT Reporting Umfang:

  1. Reporting Umfang für das „Day 1 Reporting“ wurde festgelegt – Gekennzeichnet durch: „.s“ und „.t“ am Ende der QRT Bezeichnung.
  2. Neue Reporting Anforderungen an Versicherungsunternehmen in Dritt-Ländern wurden definiert – Gekennzeichnet durch: „.o“, „.p“, „.r“ und „.u“ am Ende der QRT Bezeichnung.

Neben diversen formalen Änderungen (wie z.B. dem Aufbau des QRTs und Formulierungen) gibt es auch eine Reihe von inhaltliche Änderungen. Die nachfolgende Tabelle gibt je QRT einen Überblick über vollzogene wesentliche Änderungen:

 Kategorie Ausgewählte wesentliche Änderungen
 Basis Information S.01.02.:

  • z.T. mehr Informationen gefordert im Vgl. zur letzten Version, so müssen nun bspw. Angaben hinsichtlich LTG, RFF oder USPs angegeben werden
Solvabilitätsübersicht S.02.01.:

  • Eine neue Zelle „Reinsurance recoverables not recognised for TP calculation“
  • Für Financial Stability Reporting (FSR) nicht mehr unterjährig zu berichten (für Einzelunternehmen

S.03.01./S.03.02./S.03.03.:

  • QRT aufgeteilt in drei QRTs
  • Zwei neue Zellen zu „Guarantees provided by the undertaking“ zu berichten

S.02.02.:

  • QRT nun auch jährlich von Gruppen zu melden

S.04.01./S.04.02.:

  • QRT (vormals „Country“) wurde in zwei QRTs aufgeteilt
  • Neu zu liefernde Information: „Line of Business“, keine Aufteilung nach „Class of Business“ mehr notwendig
  • Zum Teil mehr Informationen (detailliertere Aufteilung) gefordert im Vgl. zum alten Stand (z.B. „FPS by country“ zusätzlich zu „branch“)

S.05.01./S.05.02.:

  • QRT (vormals „Cover“) wurde in zwei QRTs aufgeteilt
  • Für FSR nicht mehr unterjährig zu berichten (für Einzelunternehmen)
  • Neu zu liefern: „Changes in other technical provisions“ für Life und Non-Life
  • Neu zu liefern im Quartal: „Premium Earned“
Eigenmittel
  • Angaben zu Ring Fenced Funds erweitert auf Matching Adjustment Portfolio im Own Funds QRT
  • Insgesamt nur kleinere Änderungen
Vermögenswerte S.06.01.:

  • QRT (vormals “Asset – D1”) wurde inhaltlich stark überarbeitet.
  • Aufgeteilt in zwei QRTs (siehe S.06.02.)

S.06.02.:

  • Diverse neue Informationen zu liefern u.a.: „Identification on Infra-Structure investments“, “Identificatrion of matching portfolio”, “Identification of Custodian”

S.07.01.:

  • Neue Zellen: „Collateral Portfolio“, „Identification Code of the undertaking“

S.08.02.:

  • Zusätzlich jährliche Berichterstattung

S.09.01.:

  • Neue Informationen gefordert zu Zins und unrealisierten Gewinnen und Verlusten
Vt. Rückstellungen  S.12.01./S.12.02./S.17.01./S.17.02.:

  • Aufteilung des QRTs TP-F1 sowie TP-E1 jeweils in zwei QRTs
  • Neue Zeilen für „Recoverables“ zu „TP as a whole“, „Transitionals on TP“, zusätzliche Informationen zu TP ohne Matching Adjustment, Variation Analysis und Zinstransitional

S.15.01.:

  • Ist jetzt ebenfalls von der Gruppe zu melden
  • Angabe von Beginn und Ende der Garantie einzeln statt Deckungszeitraum gesamt

S.15.02.:

  • Ist jetzt ebenfalls von der Gruppe zu melden

S.16.01./S.19.01.:

  • Neu Zelle: „Total LoB or by currency“

S.21.01.:

  • Kann nun per Anfalljahr oder Zeichnungsjahr berichtet werden (vorher: nur Zeichnungsjahr)
SCR/ MCR  S.25.01.:

  • Neu: ausschließlich für Standardformelnutzer zu liefern, diesbezüglich Anpassungen der Struktur

S.25.02.:

  • Neu: ausschließlich für Partielles Internes Modell zu liefern, diesbezüglich Anpassungen der Struktur
  • Diverse zusätzliche Angaben zu liefern bspw. zur Berücksichtigung von Managementhandlungen, fiktiven SCRs, Kapitalanforderung für durationsbasiertes Aktienrisiko etc.

S.25.03.:

  • Diverse zusätzliche Angaben zu liefern bspw. zur Berücksichtigung von Managementhandlungen, fiktiven SCRs, Kapitalanforderung für durationsbasiertes Aktienrisiko etc.

S.26.01.:

  • Zusätzliche Angaben zu Spread Risiko, Währungsrisiko, Aktienrisiko, Zinsrisiko

S.26.04:

  • Angaben zu KV Krankheitsrisiko nun granularer gefordert für Krankheitskosten- und Einkommensersatzversicherung

S.26.05:

  • Zusätzliche Angaben zu USPs gefordert: „USP – Standard Deviation gross/ net“
Gruppen  S.32.01.:

  • Neu zu berichten: „Accounting standards“, „Proportional share used for group solvency calculation“

S.35.01.:

  • Neu: Informationen zu Long Term Guarantee Measures müssen berichtet werden

S.36.03.:

  • Neu zu berichten: „Cedent“, „Line of Business“ sowie „ID Codes“

S.36.04.:

  • Neu zu berichten: „Maximum value of letters of credit/ guarantees“, „Value of guaranteed assets“
Veränderungsanalyse
  • Neu zu berichten: „Details of Investment revenues“
  • Aufteilung des ehemaligen VA-C2C auf zwei QRTs
Rückversicherung  S.30.01.:

  • Neu zu berichten: „Finite reinsurance or similar arrangements“, „Identification of the company/ person to which the risk relates“ jeweils für Life und Non-Life

S.30.02:

  • Neu zu berichten: ”Type of code reinsurer“, „Credit quality step“, „Type of code broker“

S.30.03:

  • Eine neue Zelle: „Finite reinsurance or similar Arrangements“
  • Nicht mehr unterjährig zu berichten
  • Split von „Reinsurance commission“, „Overriding commission“ sowie „Profit commission“ jeweils in Maximum, Minimum und Expected

S.30.04:

  • Nicht mehr unterjährig zu berichten
  • Diverse neue Zellen zu liefern: überwiegend allgemeine Informationen zum Rückversicherer und Broker –  z.T. Überschneidungen zu anderen Reinsurance QRTs

S.31.02.:

  • Neue Zellen: „Internal Code of SPV“, „Lines of Business SPV securitisation relates“, „Credit quality step“ sowie „Internal Rating“
Finanzmarktstabilität  Keine wesentlichen Veränderungen

Die angehängte Übersicht illustriert den aktuellen Gesamtumfang der quantitativen Berichtserfordernisse. Neu zu liefernde QRTs sind dabei rot markiert und QRTs, die in der Vorbereitungsphase zu berichten sind, blau.

Solvency II Newsletter Nr. 7, Dezember 2014

Wir freuen uns, Sie mit der siebten Ausgabe unseres interaktiven Solvency II-Newsletters über die aktuellen Solvency II-Diskussionen zu informieren.

Auch in diesem Newsletter greifen wir wieder Schwerpunkte auf, die sich aus der Praxis im aktuellen Umfeld und den aktuellen Herausforderungen der (Rück-)Versicherungsbranche ergeben. Somit finden Sie in dieser Ausgabe folgende Themen:

  • Gesetzgebungsverfahren: „Solvency II-Entwicklungen in 2014: mit voller Fahrt voraus!“
  • Solvabilitätsübersicht & Eigenmittel: „Pflichten des Abschlussprüfers“
  • Governance & risikostrategischer Rahmen: „Die Implementierung der künftigen Säule II-Anforderungen in nationales Recht“
  • Aufsichtsrechtliches Meldewesen & Offenlegung: „VAG-Novelle: Auswirkungen auf die Berichterstattung“

Über folgenden Link steht Ihnen der Solvency II-Newsletter außerdem in einer für Ihr iPad-optimierten Version zur Verfügung: http://www.pwc.de/de/newsletter/finanzdienstleistung/newsletter-fuer-solvency2.jhtml.

Über unsere Solvency II-App können Sie sich darüber hinaus jederzeit über Ihr iPad über wesentliche Kernaspekte von Solvency II informieren. Zur kostenfreien Download-Möglichkeit für die Solvency II-App gelangen Sie über den folgenden Link bzw. Quellcode: https://itunes.apple.com/de/app/solvency-ii/id636538801?mt=8.

Weitere Interessenten für unseren Solvency II-Newsletter können sich ganz unkompliziert unter folgender E-Mail-Adresse anmelden: SUBSCRIBE_Solvency_II_News@de.pwc.com. Sofern Sie unseren Newsletter künftig nicht mehr erhalten möchten, bitten wir um eine kurze Benachrichtigung an: UNSUBSCRIBE_Solvency_II_News@de.pwc.com.

Ankündigung zur öffentlichen Konsultation von EIOPA zu Set 2 der ITS und GL

Im Dezember 2014 plant EIOPA den Start der öffentlichen Konsultation bis Februar 2015 zu Set 2 der Implementing Technical Standards (ITS) und Guidelines (GL) zu Solvency II.

Das Set 2 der ITS soll die Erkenntnisse aus der Vorbereitungsphase, aus der Umsetzung durch die Aufsichtsbehörden und dem Dialog mit Stakeholdern berücksichtigen. EIOPA hat bereits einige inhaltliche Aspekte zu Set 2 der ITS angekündigt. Ein wesentlicher Bereich der ITS betrifft die nachfolgenden Themen hinsichtlich der Berichterstattung:

  • Im Zusammenhang mit dem Long-term Guarantee Assessment (LTGA) werden neue Quantitative Reporting Templates (QRTs) veröffentlicht und Änderungen an bestehenden QRTs vorgenommen. Darüber hinaus werden die QRTs umbenannt und Zellen neu kodifiziert. Zudem sollen die Data Point Model (DPM) verbessert werden, um Differenzen zwischen den Business- und den DPM-Templates zu minimieren.
  • Erläuterungen zu Sonderverbänden (ring-fenced funds, RFF), einschließlich spezifische Varianten, sowie zu Vereinfachungen und den QRTs zu RFF.
  • Change Logs und neue LOG-Files, welche Verbesserungen beinhalten und Klarheit schaffen sollen.
  • Leitlinien zu Berichterstattungsprozessen zum Zweck der Finanzmarktstabilität.
  • Details zum SFCR und RSR.
  • Vorlage zur Berichterstattung über Risikokonzentration und gruppeninterne Transaktionen.
  • Informationen zu den verwendeten Validierungen bei der Übermittlung von Daten an die nationalen Aufsichtsbehörden, Informationen zur Verwendung von Data Point Modeling, Informationen zur Berichterstattung beim Eintritt vordefinierter Ereignisse sowie Informationen zum Meldeprozess an die Aufsicht und der Veröffentlichung.
  • Darstellung des aktuellen Stands der Diskussionen zwischen EIOPA und der EZB (Das EZB Reporting soll im Rahmen des identischen Prozesses zur Berichterstattung sowie den gleichen Fristen wie Solvency II erfolgen. Dazu werden in die QRTs an vereinzelten Stellen zusätzliche Informationen aufgenommen, die für die EZB relevant sind).

Neben den vorgenannten Themenblöcken zur Berichterstattung, kündigte EIOPA auch an, mit den ITS und GL weitere Anforderungen zu den folgenden Inhalten zu veröffentlichen:

  • Ansatz und Berechnung von Kapitalaufschlägen und deren Aufhebung.
  • Risikomanagement-Anforderungen an die Bewertung externer Ratingagenturen.
  • Zuordnung von Ratingklassen in Bonitätsstufen.
  • Weitere Details zu Risiko-Submodulen (e.g. Krankenrisiko, Aktienrisiko, Währungsrisiko).
  • Formate für den Informationsaustausch innerhalb der Aufsichtskollegien.

Nach Abschluss der Konsultationsphase der ITS werden die Dokumente der Europäischen Kommission bis Ende Juni 2015 vorgelegt. Die Europäische Kommission hat dann bis Ende September 2015 drei Monate Zeit die ITS in Kraft zu setzen, bevor sie anschließend in jede der offiziellen EU-Amtssprachen übersetzt werden und damit rechtliche Gültigkeit erlangen. Die GL werden ebenfalls übersetzt und wie grundsätzlich alle Level 3 Dokumente durch das „Comply-or-Explain“ Prinzip lokal umgesetzt.

EIOPA veröffentlicht eine aktualisierte Version der Quantitative Reporting Templates (QRT) im Rahmen der Vorbereitungsphase auf Solvency II

EIOPA hat am 18. August 2014 die folgenden zwei Dokumente zur Korrektur der Leitlinien für die Informationsübermittlung an die zuständigen nationalen Behörden (Guidelines on Submission of Information to National Competent Authorities) veröffentlicht:

In dem „Technical Annex II“ sind pro Zelle der QRT Templates alle Anmerkungen und Erläuterungen zusammengefasst, die auf Basis der ERRATA vom 17.02.2014, der von EIOPA zwischenzeitlich beantworteten Fragen und der aktuellen XBRL Taxonomie Version 1.5.2 vom 31.07.2014 geändert wurden.

Die entsprechenden Anmerkungen und Erläuterungen aus dem Technical Annex II wurden im „Appendix I: Quantitative reporting templates“ in den jeweiligen QRTs umgesetzt. Im Vergleich zu den im September 2013 veröffentlichten QRTs wurden neben einigen inhaltlichen Änderungen, z.B. Reporting von drei zusätzlichen Datenfeldern (Contingent Liabilities, Loans & mortgages to individuals, Other loans & mortgages) für die Spalte „Statutory Accounts value“ im BS-S.02.01.b QRT, überwiegend formale Anpassungen vorgenommen. Alle Änderungen zur vorherigen Version sind farblich durch gelbe Zellen sowie roten Text hinterlegt.

Abschließend weist EIOPA darauf hin, dass bis zur nächsten öffentlichen Konsultation keine weiteren Updates der QRT Templates geplant sind.

EIOPA veröffentlicht überarbeite Version des Data Point Models (DPM) und der XBRL Taxonomie für das QRT Reporting unter Solvency II

Am 28. Mai 2014 hat EIOPA eine überarbeitete Version (Version 1.4) ihres bestehenden Data Point Models (DPM) sowie der zu Grunde liegenden XBRL Taxonomie für das QRT Reporting im Rahmen der Preparatory Guidelines unter Solvency II veröffentlicht. Mit dieser vorläufigen Version werden die vorangegangenen Versionen an die konkreten Inhalte und Anforderungen der Level 3-Leitlinie „CP-13/010 Guidelines on Submission of Information to National Competent Authorities“ angepasst.

Neben Details zur Methodik der Modellierung von Solvency II-Metadaten sowie den zu Grunde liegenden architektonischen Prinzipien des Modells enthalten die Ausführungen von EIOPA Informationen zum XBRL-Design und Regeln zur Übersetzung des DPM in die Solvency II-XBRL-Taxonomie.

Betroffene Stakeholder können bis zum 11. Juni 2014 ihr Feedback bzw. ihre Fragen über eine eigens dafür eingerichtete Email-Adresse xbrl@eiopa.europa.eu mitteilen.

Eine Veröffentlichung der finalen Version des DPM und der entsprechenden Taxonomie für die QRT Berichterstattung im Rahmen der Preparatory Guidelines ist noch für das zweite Quartal 2014 vorgesehen. Nach der öffentlichen Konsultationsphase über das „Set 2 of Implementing Technical Standards“ im November 2014 soll zudem im vierten Quartal 2014 auch eine Version hinsichtlich der vollumfänglichen Solvency II-Anforderungen publiziert werden.

Solvency II – Ein weiterer Schritt nach vorne: EIOPA startet öffentliches Konsultationsverfahren

EIOPA möchte die frühzeitige Vorbereitung der nationalen Aufsichtsbehörden und der Versicherungsbranche auf Solvency II mit Hilfe der Veröffentlichung von Leitlinien (sog. „Guidelines“) einleiten. Am 27. März 2013 startete EIOPA in diesem Zusammenhang ein öffentliches Konsultationsverfahren, in welchem die Ausgestaltung der Guidelines konsultiert werden soll. Adressaten der Guidelines sind die nationalen Aufsichtsbehörden und betreffen deren Vorbereitung auf die Anforderungen von Solvency II.

Die Guidelines folgen dem bereits im Dezember 2012 veröffentlichten Meinungspapier von EIOPA (vgl. Blog vom 21.12.2012), wonach die nationalen Aufsichtsbehörden bereits ab dem 1. Januar 2014 sicherstellen sollen, dass ausgewählte Anforderungen von Solvency II, die durch die Guidelines abgedeckt werden, in einer Vorbereitungsphase durch die (Rück-)Versicherungsunternehmen und -gruppen umgesetzt werden.

EIOPA betont dabei – trotz der anhaltenden Diskussionen um die Omnibus II-Richtlinie (OII-RL) und der zeitlichen Verzögerungen von Solvency II – die Bedeutung eines einheitlichen und konvergenten Ansatzes bei den Vorbereitungen.

Im Konkreten werden die nationalen Aufsichtsbehörden angehalten, notwendige Verfahren zur Überprüfung und Bewertung der Qualität der ihnen bereitgestellten Informationen einzuführen und mit den Unternehmen die jeweiligen Fortschritte zu erörtern. Die Guidelines sollen gewährleisten, dass die Unternehmen die entsprechenden Vorgaben erfüllen. Eine Sanktionierung seitens der Aufsichtsbehörden ist jedoch nicht geplant.

Um kleine und mittelgroße Unternehmen dabei nicht übermäßig zu belasten, sind bei einer Vielzahl der Guidelines verschiedene Schwellenwerte für die Anwendung vorgesehen. Unter Beachtung dieser sollen die nationalen Aufsichtsbehörden 80 % bzw. 50 % des Marktanteils der Mitgliedsstaaten erfassen bzw. die Bilanzsumme von € 12 Mrd. abdecken.

Die nationalen Aufsichtsbehörden selbst haben innerhalb von zwei Monaten nach Veröffentlichung der Guidelines gegenüber EIOPA zu erklären, ob sie diese erfüllen oder dies beabsichtigen zu tun (sog. „comply or explain“) sowie dazu Stellung zu nehmen. Dieses Verfahren wird den Druck zur Umsetzung erhöhen.

Geplantes Ende des Konsultationsverfahrens ist am 19. Juni 2013. Die Veröffentlichung der finalen Guidelines ist für den Herbst diesen Jahres angesetzt, was den Aufsichtsbehörden die nötige Zeit zur Implementierung der wesentlichen Aspekte von Solvency II bis zum 1. Januar 2014 verschaffen sollte. Nach Einführung der Guidelines (ab 1. Januar 2014) haben die nationalen Aufsichtsbehörden einen jährlichen Fortschrittsbericht (bis Ende Februar des Folgejahres) über den Stand der von ihnen abgedeckten Guidelines an EIOPA zu liefern. Der erste Bericht sollte demnach bis zum 28. Februar 2015, basierend auf der Periode zwischen 1. Januar 2014 und 31. Dezember 2014, übermittelt werden. Eine Veröffentlichung dieser Berichte durch EIOPA soll nicht erfolgen.

Die zur Konsultation veröffentlichten Guidelines haben einen direkten Bezug zu den entsprechenden Regelungen der Solvency II Rahmenrichtlinie (SII-RL) und betreffen die folgenden Kernbereiche:

System of Governance (EIOPA-CP-13/08; Art. 40-49, 93, 132, 246 SII-RL) – Die vorgeschlagenen Vorschriften zum System of Governance umfassen Anforderungen zu den folgenden Themenblöcken:

1. Allgemeine Anforderungen an das Governance-System zu den Themen:

  • Rolle und Verantwortung der Geschäftsleitung
  • Aufbauorganisation und operative Unternehmensstrukturen
  • Einrichtung der vier Schlüsselfunktionen
  • Entscheidungsprozesse und Dokumentation getroffener Entscheidungen
  • Überprüfung des Governance-Systems
  • Interne Leitlinien
  • Notfallpläne

2. Fit & Proper-Anforderungen an die Geschäftsleitung sowie an andere Personen in Schlüsselfunktionen

3. Mindestanforderungen an das Risikomanagement und die Ausgestaltung der Risikomanagementfunktion

4. Vorsichtsprinzip in Bezug auf die Kapitalanlagen (sog. „Prudent Person Principle“)

5. Management und die Planung der Eigenmittel

6. Ausgestaltung des Internen Kontrollsystems

7. Aufgaben und Ausgestaltung der Internen Revision

8. Aufgaben und Ausgestaltung der Versicherungsmathematischen Funktion

9. Anforderungen an Auslagerungen

10. Spezifische Governance-Anforderungen auf Gruppenebene

„Forward Looking Assessment“ (EIOPA-CP-13/09; Art. 45, 246 SII-RL) – Ein erforderliches „Forward Looking Assessment“ der Risiken, denen ein Versicherungsunternehmen ausgesetzt ist, umfasst Anforderungen zu den folgenden Themen:

1. Umfang der Durchführung des Assessments

2. Regelungen zur Proportionalität

3. Rolle und Verantwortung der Geschäftsleitung

4. Spezifische Anforderungen an die Dokumentation, an eine Interne Leitlinie (Policy) sowie Berichtsanforderungen („Internal Report on the forward looking assessment of the undertakings’s own risk“ sowie der entsprechende „Supervisory Report“)

5. Anforderungen an die Ausgestaltung des „Forward Looking Assessments“ sowie die Verknüpfung mit den strategischen Management-Prozessen und anderen wesentlichen Entscheidungsprozessen

6. Mindestanforderungen an die Häufigkeit des Assessments

7. Spezifische Gruppenanforderungen

Übermittlung von Informationen an die nationalen Aufsichtsbehörden (EIOPA-CP-13/10; Art. 35 and 254 SII-RL) anhand der folgenden quantitativen Reporting Templates (QRTs):

1. Jährliche Reporting Templates für Solo- und Gruppenunternehmen:

  • Bilanz (2 QRTs)
  • Vermögenswerte (2 QRTs)
  • versicherungstechnische Rückstellungen (4 QRTs)
  • Eigenmittel (1 QRT)
  • Solvenzkapitalanforderung (10 QRTs)
  • Mindestkapitalanforderung (2 QRTs)
  • Gruppenanforderungen (14 Solo QRTs plus 4 gruppenspezifische QRTs)

2. Vierteljährliche Reporting Templates für Solo- und Gruppenunternehmen:

  • Bilanz (1 QRT)
  • Vermögenswerte (2 QRTs)
  • versicherungstechnische Rückstellungen (2 QRTs)
  • Eigenmittel (1 QRT)
  • Mindestkapitalanforderung (2 QRTs)
  • Gruppenanforderungen (4 Solo QRTs, jedoch keine gruppenspezifischen QRTs)

3. Kooperation von EIOPA mit der Europäischen Zentralbank (EZB) zum Thema Sicherstellung zuverlässiger Marktbeobachtung und Finanzstabilitätsanalyse und Erfüllung der Bedürfnisse des Europäischen Ausschusses für Systemrisiken (sog. „European Systemic Risk Board“, ESRB) zu erfüllen

4. Übermittlung von Informationen unter Verwendung der XBRL Taxonomie, die auf EIOPAs Webseite zur Verfügung gestellt wird

5. Spezielle stufenweise Einführung:

  • Für die jährliche Übermittlung wird der erste Datensatz im Jahr 2015 für die Daten des Jahres 2014 erwartet.
  • Der erste Datensatz für die vierteljährliche Übermittlung wird aus dem dritten Quartal 2015 erwartet.
  • Die Frist des jährlichen Reportings beträgt 20 Wochen bzw. für das vierteljährliche Reporting 8 Wochen.
  • Versicherungsgruppen haben jeweils 6 Wochen mehr Zeit.
  • Diese Fristen werden Ende 2013 auf Basis der aktuellsten Entwicklung in Bezug auf die OII-RL überprüft.

Pre-Genehmigungsprozesse für interne Modelle (EIOPA-CP-13/11; Art. 112, 113, 115, 116, 120 to 126, 230 and 231 SII-RL) – Die vorgeschlagenen Vorschriften umfassen Anforderungen zu den folgenden Themenblöcken:

  • Internes Modell
  • Modelländerungen
  • Use Test
  • Expertenbeurteilung
  • Methodische Konsistenz
  • Prognose der Wahrscheinlichkeitsverteilung
  • Gewinn- und Verlustzuordnung
  • Kalibrierungsannahmen
  • Validierung
  • Dokumentation
  • Externe Modelle und Daten
  • Arbeitsweise der „colleges“

Es ist den nationalen Aufsichtsbehörden überlassen, in welcher Form sie die Guidelines von EIOPA in ihr bestehendes regulatorisches Umfeld einbetten. Zu diesem Zweck kann es notwendig sein, dass bestehende regulatorische Vorschriften oder Praktiken geändert werden. Von den nationalen Aufsichtsbehörden wird jedoch erwartet, dass die Versicherungsunternehmen spürbare Schritte in Richtung Implementierung wesentlicher Aspekte der SII-RL einleiten, um für das zukünftige Inkrafttreten von Solvency II sicherzustellen, dass alle Anforderungen in vollem Umfang erfüllt werden.

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