Schlagwort: Reporting

Bleiben Sie auf dem laufenden - der Reporting RSS-Feed

EIOPA veröffentlicht finale XBRL-Taxonomie für EbAV

EIOPA hat am 5. November 2018 die finale XBRL-Taxonomie für die Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (EbAV) veröffentlicht (siehe hierzu auch Blog-Beitrag vom 18. Juli 2018). Um den europäischen Sektor für betriebliche Altersversorgung durch einheitliche Berichtspflichten effektiv und konsistent zu überwachen, müssen die sog. „Institutions for Occupational Retirement Provision“ (IORP) ab dem dritten Quartal 2019 diverse Informationen an die nationalen Aufsichtsbehörden übermitteln (siehe hierzu

BaFin stellt Qualitätsfortschritte beim SFCR fest

Am 17. September 2018 hat die BaFin in einem Fachartikel „Solvency II: Qualitätsfortschritte beim Solvabiliäts- und Finanzbericht“ ihre ersten Eindrücke der zum zweiten Mal veröffentlichten Solvency and Financial Condition Reports (SFCR) über das Jahr 2017 der Versicherer publiziert. Bereits im Dezember 2017 veröffentlichte EIOPA eine Analyse der SFCR im Hinblick auf Verbesserungsmöglichkeiten (vgl. Blog-Beitrag vom 19. Dezember 2017).

Die Ergebnisse der BaFin basieren auf einer stichprobenhaften Auswertung der Berichte und fasst letztlich zusammen, dass die im

EIOPA veröffentlicht Analyse der SFCR im Hinblick auf Verbesserungsmöglichkeiten

Am 18. Dezember 2017 veröffentlichte EIOPA eine Stellungnahme hinsichtlich ihrer Analyse der Solvency and Financial Condition Reports (SFCR) für das Jahr 2016 mit dem Ziel, Verbesserungspotential zukünftiger SFCR aufzuzeigen. Die Grundlage hierfür bildete eine repräsentative Stichprobe aller im europäischen Wirtschaftsraum veröffentlichten SFCRs.

Die Analyse zeigte, dass die Mehrheit der Berichte fristgerecht veröffentlicht wurde und diese die Solvency II-Anforderungen grundsätzlich erfüllen. Zudem sind die meisten SFCRs auf der jeweiligen Homepage des Versicherungsunternehmens leicht auffindbar und erreichbar.

Jedoch hat EIOPA neben den positiven Aspekten auch Verbesserungsmöglichkeiten festgestellt. Hierzu zählen unter anderem:

Europäische Kommission startet Konsultation zu aufsichtsrechtlichen Reporting Anforderungen

Im Rahmen des „Call for Evidence on EU financial services“ (CfE) der Europäischen Kommission läuft vom 01. Dezember 2017 bis zum 28. Februar 2018 die Konsultation „Fitness Check on supervisory reporting“.

Hintergrund des CfE ist, dass sich die allgemeinen aufsichtsrechtlichen Anforderungen, die auf EU-Ebene beschlossen wurden und national teilweise unterschiedlich umgesetzt werden, für alle Finanzmarktteilnehmer und Finanzprodukte seit der Finanzmarktkrise hinsichtlich Umfang und Komplexität deutlich erhöht haben. Mit dem CfE möchte die Europäische Kommission den kumulierten Einfluss dieser unterschiedlichen Anforderungen testen. Auf der einen Seite soll dabei überprüft werden, ob durch diese Anforderungen die übergeordneten Ziele Finanzmarktstabilität, Marktintegrität und Investorenschutz erreicht werden. Auf der anderen Seite verfolgt der CfE damit das Ziel die Anforderungen auf Überschneidungen und Unstimmigkeiten zwischen den verschiedenen Regulierungen zu untersuchen.

BaFin veröffentlicht aktualisierte Hinweise zum Berichtswesen

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am 14. Dezember 2017 mit den Hinweisen zum Solvency-II-Berichtswesen für Erst- und Rückversicherungsunternehmen und Versicherungsgruppen eine aktualisierte Fassung ihres Merkblatts vom 16. Oktober 2015 veröffentlicht. Mit der Neufassung reagiert die BaFin auf die 2017 erstellten SFCR, RSR, QRTs sowie ORSA-Berichte und konkretisiert ihre Hinweise zu fachlichen Aspekten der Solvency II-Berichterstattung. Änderungen und Ergänzungen zur vorherigen Fassung vom 29. März 2017 sind im Wesentlichen die Folgenden:

Änderungen in der quantitativen Berichterstattung

Änderungen im quantitativen Berichtswesen beziehen sich beispielsweise auf den Umgang mit geschlossenen Listen: Felder, bei denen aus einer geschlossenen Liste auszuwählen ist, sind zwingend auszufüllen (sofern keine Ausnahmebedingungen existieren). Außerdem wird die Zuordnung von Ausleihungen an verbundene Unternehmen, die keinen eigenen Posten in der Solvabilitätsübersicht besitzen, thematisiert: Sie sind entsprechend ihrer Art dem jeweiligen zutreffenden Element in der Solvabilitätsübersicht zuzuordnen.

EIOPA veröffentlicht Hinweise zu den QRTs „Veränderungsanalyse“ (Variation Analysis)

Am 29. Juni 2017 hat EIOPA erläuternde Hinweise zu den Variation Analysis QRTs veröffentlicht. Die Hinweise bieten Erklärungen zu den QRTs S.29.01 bis S.29.04, welche die Veränderung des Überschuss der Vermögenswerte über die Verbindlichkeiten darstellen.

  • S.29.01 – Excess of Assets over Liabilities
  • S.29.02 – Excess of Assets over Liabilities – explained by investments and financial
  • S.29.03 – Excess of Assets over Liabilities – explained by technical provisions
  • S.29.04 – Detailed analysis per period – Technical flows versus Technical provisions

Durch die Hinweise werden für jedes der oben genannten Templates detaillierte Erläuterungen zu den allgemein geforderten Inhalten gegeben. Ergänzend werden durch EIOPA spezifische Fragen aufgegriffen und beantwortet.

Außerdem werden beispielhafte Befüllungen der QRTs anhand diverser Fallbeispiele aus der Nicht-Lebensversicherung veranschaulicht und erläutert, beispielsweise der Fall eines Run-off Portfolio’s.

Ferner geht EIOPA ebenfalls auf mögliche zukünftige Anpassungen bezüglich der relevanten Inhalte bestimmter Zellen in den QRTs ein und sensibilisiert somit für weitere Anpassungen der technischen Durchführungsstandards.

Neue Versicherungsberichterstattungs-Verordnung (BerVersV)

Am 19. Juli 2017 verabschiedete das Bundesministerium der Finanzen (BMF) die neue Fassung der Versicherungsberichterstattungs-Verordnung (BerVersV), die am 1. August 2017 in Kraft trat (vgl. Blog-Beitrag vom 1. August 2017).

Die Verordnung gilt für alle in- und ausländischen Erst- und Rückversicherungsunternehmen i.S.d. § 1 Abs. 1 Nr. 1 VAG (sog. SII-Anwender) sowie für kleine Versicherungsunternehmen i.S.d. § 211 VAG und Pensions- und Sterbekassen (sog. Nicht-SII Anwender).

Die Vorgängerfassung der BerVersV wurde bereits im Rahmen der Novellierung des VAG zum 31. März 2016 durch die VAGVAufhV aufgehoben (vgl. Blog-Beitrag vom 7. Januar 2016).

Neben redaktionellen Anpassungen erfolgten Aktualisierungen von Formblättern und Nachweisungen; außerdem sind einige Vorlagepflichten weggefallen. Die wichtigsten Änderungen sind:

  • Für Lebens-, Kranken- sowie Schaden- und Unfallversicherungsunternehmen entfallen die Angaben zum selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft der Zweigniederlassungen und der Tätigkeiten im freien Dienstleistungsverkehr in den Vertragsstaaten gemäß Nachweisungen 260 bis 264.
  • Für Schaden- und Unfallversicherungsunternehmen entfällt die Pflicht zu Angaben über die sonstige Schadenversicherung gemäß Nachweisung 244, zu den einzelnen versicherungstechnischen Gewinn- und Verlustrechnungen des in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft gemäß Nachweisung 250 sowie zur Bewegung des Bestandes einzelner Versicherungsarten des selbst abgeschlossenen inländischen Versicherungsgeschäft gemäß Nachweisung 241. Zu beachten sind hier jedoch die Übergangsvorschriften, wonach die Vorlage der Nachweisungen 241 und 244 für das Geschäftsjahr 2017 noch gefordert wird (vgl. § 27 Abs. 4 BerVersV).
  • Rückversicherungsunternehmen werden von der Anzeigepflicht über die Bedeckung der versicherungstechnischen Passiva gemäß Nachweisung 251 befreit.
  • Lebensversicherungsunternehmen haben eine neue Nachweisung 113 vorzulegen, welche die Angaben zur Bewegung der kollektiven Teile der Rückstellung für Beitragsrückerstattung enthält.
  • Für alle Versicherungsunternehmen entfällt die Anzeigepflicht gemäß Nachweisung 104 „Kongruente Bedeckung“; Angaben zum übernommenen und abgegebenen Versicherungsgeschäft gemäß Nachweisung 203 sind nur noch von kleinen Versicherungsunternehmen im Sinne des § 211 VAG sowie von Pensions- und Sterbekassen vorzulegen.
  • Für Pensions- und Sterbekassen wurde die Nachweisung 121 um Angaben zur Beteiligung an Bewertungsreserven ergänzt.

Für Nicht-SII Anwender gibt es darüber hinaus unverändert weitere Vorlagepflichten gegenüber der BaFin aus der Anlageverordnung bzw. den Rundschreiben der BaFin oder der Kapitalausstattungs-Verordnung (bspw. Nachweisungen 673, 702 u.a.). Für SII-Anwender bestehen unverändert zusätzliche quantitative Berichtspflichten nach Solvency II in Form der QRTs (Quantitative Reporting Templates).

BaFin veröffentlicht vertiefende Analyse aus dem Solvency II Berichtswesen

Am 28. Juli 2017 hat die BaFin eine detaillierte Analyse der Solvency II Jahreszahlen aus den quantitativen Formularen (QRTs) sowie dem Bericht über Solvabilität und Finanzlage (SFCR) der Versicherungsunternehmen veröffentlicht. Damit konkretisiert die BaFin ihre ersten Auswertungen vom 09. Juni 2017 (vgl. Blog-Beitrag vom 22. Juni 2017). Insbesondere stellt die BaFin nun erstmals wesentliche Erkenntnisse aus den veröffentlichten SFCR dar und hebt Verbesserungspotentiale hervor.

Narrative Berichterstattung

In Bezug auf die Qualität des narrativen Berichtswesens der erstmalig veröffentlichten SFCR fällt das Urteil der BaFin durchaus positiv aus. Dennoch sind Verbesserungspotentiale vorhanden, welche die BaFin in weiteren Veröffentlichungen konkretisieren will.

Aufgrund der klaren Vorgaben zur Struktur und Ausgestaltung des SFCR beziehen sich die von der BaFin hervorgehobenen Defizite der narrativen Berichterstattung insbesondere auf die Detailtiefe der zu berichtenden Angaben. Als Beispiele führt die BaFin hier nicht ausreichende Angaben zur relativen Bedeutung fester und variabler Vergütungsbestandteile an. Darüber hinaus fanden die Spezifizierungen und Hinweise der EIOPA oder der BaFin nicht ausreichende Berücksichtigung innerhalb der Berichte. Hierunter fallen laut BaFin Ausführungen zu Bewertungsunterschieden oder unternehmensindividuellen Einflüssen, die in nicht ausreichendem Umfang dargelegt wurden.

Im Hinblick auf das Governance-System sei nach Ansicht der BaFin häufig eine Wiederholung der  gesetzlichen Anforderungen erfolgt, welche jedoch keine Auskunft über die unternehmensindividuelle Umsetzung gibt. Folglich sind hier Verbesserungen in dem Detaillierungsgrad vorzunehmen, die auch auf eine Steigerung der Transparenz der SFCR für zukünftige Berichterstattungen abzielen.

Zudem sollten alle relevanten Informationen adressatengerecht im Gesamtkontext dargestellt werden. So sollte der Textteil bereits ein hinreichendes und aussagekräftiges Gesamtbild vermitteln. Verweise auf Angaben in den QRTs im Anhang des SFCR sollten weitestgehend vermieden werden.

Die BaFin merkt an, dass das jeweilige Unterkapitel „Sonstige Angaben“ nur spärlich genutzt wurde. Im Rahmen weiterer Analysen versucht die BaFin die Ursache hierfür zu eruieren.

Quantitative Berichterstattung

Eine zentrale Erkenntnis der Analyse der quantitativen Berichterstattung ist, dass alle unter die Aufsicht fallenden Versicherer die Solvenzkapitalanforderungen erfüllen. Jedoch bleibt zu erwähnen, dass neun Unternehmen ohne die Anwendung der Übergangsmaßnahmen keine ausreichende Bedeckungsquote hätten vorweisen können. Der signifikante Einfluss der Übergangsmaßnahmen und der Volatilitätsanpassung auf den Bereich Leben wird in einem Vergleich der SCR-Quoten mit Anwendung (344%) und ohne Anwendung der Übergangsmaßnahmen sowie der Volatilitätsanpassung (165%) deutlich.

Die folgende Tabelle zeigt die Erkenntnisse je Branche (graue Felder = keine Angaben):

Hinsichtlich der dargestellten Informationen bleibt zu beachten, dass es sich um Durchschnittswerte handelt. Die Bedeckung der Unternehmen in den einzelnen Sparten hingegen weist signifikante Unterschiede auf. Demnach liegt die höchste SCR-Bedeckungsquote im Bereich Leben bei 3.560% wohingegen die niedrigste Quote lediglich 117% beträgt.

Die BaFin plant die gewonnenen Erkenntnisse zu nutzen, um die zukünftige Berichterstattung zu verbessern und konkretisierende Anforderungen zu entwickeln. Dabei soll insbesondere die Transparenz des narrativen Berichtswesens weiter verstärkt werden. Weiterhin beabsichtigt die BaFin auch zukünftig in regelmäßigen Abständen derartige Kennzahlen zu veröffentlichen.

EIOPA und EZB starten öffentliche Konsultationen zu Berichtspflichten von Pensionsfonds

Am 26. Juli 2017 veröffentlichte die European Insurance and Occupational Pensions Authority (EIOPA) ein Konsultationspapier zu vierteljährlichen und jährlichen Berichtspflichten in Bezug auf Pensionsfonds. Bis 27. Oktober 2017 sind Stakeholder aufgerufen Rückmeldung zu geben. Anschließend soll das finale Set an Reporting Templates veröffentlicht werden.

Mit einem einheitlichen und allgemeingültigen Rahmenwerk soll im europäischen Altersvorsorge-Sektor zukünftig eine intensivere und effizientere Überwachung erreicht werden. Hierfür schlägt EIOPA ein umfangreiches Paket von Reporting Templates vor, das an vergleichba­re europäische und internationale Berichtsstandards (z.B. Eurostat, OECD) angepasst ist und damit dem Bedarf nationaler Aufsichts­behörden und EIOPA zu besseren, vergleich­bareren und relevanteren Informationen nachkommt. Mithilfe der zusätzlichen Daten sollen bei­spielsweise Marktbewertungen verbessert, detaillierte ökonomische Analysen durchgeführt oder Auswirkungen auf die Finanzstabilität analysiert werden. Dies dient gleichermaßen als Grundlage für politische Entscheidungen im europäischen Altersvorsorge-Sektor.

Zu den jährlich geforderten Informationen zählen unter anderem die Auflistung aller Vermögenswerte inklusive Investmentfonds sowie Veränderungen der versicherungstechnischen Rückstellun­gen (siehe für die vollständige Liste Kapitel 2 des Konsultationspapiers).

Die vierteljährlich geforderten Informationen hingegen fokussieren sich auf solche über Kapitalanlagen.

Die Anforderungen sollen voraussichtlich in 2018 in Kraft treten, mit erstmaliger Veröffentlichung der jährlichen Berichterstattung in 2019.

Zeitgleich findet eine Konsultation der Europäischen Zentralbank (EZB) in Koordination mit EIOPA zu statistischen Berichtsanforderungen für Pensionsfonds (Verordnungsentwurf) statt. Die beiden Konsultationen sind zwischen EZB und EIOPA abgestimmt Rückmeldungen der Stakeholder sind erbeten bis 29. September 2017.

/* */