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ESAs benennt 5 Maßnahmen gegen die Corona-Krise

Am 22. September 2019 veröffentlichten die europĂ€ischen Aufsichtsbehörden (European Supervisory Authorities – ESAs) einen gemeinsamen Risikobewertungsbericht bezĂŒglich der Corona-Krise.

Der Bericht benennt fĂŒnf Maßnahmen, welche die Folgen von COVID 19 eindĂ€mmen sollen:

  • Szenario- und SensitivitĂ€tsanalysen sowie Stresstests:
    Aufgrund der aktuell hohen MarktvolatilitĂ€t sollten sich Finanzdienstleistungsunternehmen auf mögliche MarktverĂ€nderungen vorbereiten. Dazu sollten in Bezug auf LiquiditĂ€t, SolvabilitĂ€t und das Kreditrisiko Szenario- und SensitivitĂ€tsanalysen sowie Stresstests durchgefĂŒhrt werden, um nachteilige Entwicklungen frĂŒhzeitig zu erkennen.
  • UnterstĂŒtzung der Wirtschaft:
    In den letzten Jahren haben insbesondere Banken in Anlagen mit höheren Risiken investiert. Daher sollten vorhandene Darlehensstrukturen ĂŒberprĂŒft werden. Außerdem sollten Banken Kapitalerleichterungen nutzen, um die Wirtschaft weiter mit Krediten zu versorgen.
  • Kapitalausstattung:
    Finanzdienstleistungsunternehmen sollten darauf achten, ihre Kapitalanlagestrategie vorausschauend aufzubauen und mögliche MarktverĂ€nderungen zu berĂŒcksichtigen. Zudem sollen rechtliche FlexibilitĂ€ten berĂŒcksichtigt werden, um Kapital- und LiquiditĂ€tspuffer zu nutzen.
  • Risiken eines andauernden Niedrigzinsumfelds:
    WĂ€hrend niedrige Zinsen die Wirtschaft unterstĂŒtzen, stellen Sie fĂŒr die Banken- und Versicherungsbranche ein wesentliches Risiko dar. Es sollte sichergestellt und durch die Aufsichtsbehörden ĂŒberwacht werden, dass entsprechende Risiken korrekt eingepreist werden.
  • IT und Datensicherheit:
    IT Risiken und Auslagerungen sollten intensiv ĂŒberwacht werden. Relevant sind dabei insbesondere die Themen Datensicherheit, GeschĂ€ftskontinuitĂ€t, Cyberrisiken und CyberkriminalitĂ€t.  Außerdem sollte die Vorbereitung auf das Ende der Brexit-Übergangszeit weiter vorangetrieben werden.

Update zum Pilotprojekt zur Analyse von Klimarisiken in der Versicherungsbranche

Die Finanz-Initiative des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (United Nations Environment Programme Finance Initiative, UNEP FI) hat im Rahmen seiner Initiative  „Principles for Sustainable Insurance“ (Prinzipien fĂŒr eine nachhaltige Versicherungsbranche, PSI) im September 2020 einen neuen Bericht zu seiner Arbeit veröffentlicht.

Alternative Investments in der Versicherungsbranche

Das aktuelle Niedrigzinsumfeld zwingt Anleiheinvestoren schon seit einiger Zeit zum Umdenken. Um ansatzweise attraktive Renditen zu erwirtschaften, mĂŒssen höhere Risiken in Kauf genommen werden. Die KapitalmĂ€rkte waren nicht zuletzt aufgrund der Auswirkungen von Covid-19 von hohen VolatilitĂ€ten geprĂ€gt, was sich auch auf die SolvabilitĂ€t der Lebensversicherer ĂŒbersetzte. Die Ableitung konkreter Maßnahmen zur Stabilisierung der Solvency-II-Quote ĂŒber den kritischen 100% wird fĂŒr einige Lebensversicherungen im aktuellen Kapitalmarktumfeld daher zu einer immer wichtigeren Aufgabe. Dabei spielen Investitionen in alternative und illiquide Kapitalanlagen zunehmend eine zentrale Rolle.

Die Corona-Krise als Katalysator fĂŒr eine höhere AdĂ€quanz in der aktuariellen Planung

Das Corona-Virus bestimmt noch immer die Schlagzeilen – und zumindest in naher Zukunft werden auch die Folgen der Krise die Schlagzeilen bestimmen. Neben den makroökonomischen Auswirkungen sind Versicherungsunternehmen im KompositgeschĂ€ft durch VerĂ€nderungen in der Struktur der Schadenaufwendungen und Folgewirkungen in der PrĂ€mienentwicklung betroffen. HĂ€ufig stellt sich dabei die Frage wie mit der Krise umzugehen ist. Doch um diese Frage beantworten zu können, muss quantifiziert werden, wie groß die Auswirkung auf den Versicherungsbestand ist.

Ergebnisse der Branchensimulationsmodelle visualisieren und durch moderne Analysetools Effizienzen heben

Die Ergebnisse aus dem Branchensimulationsmodell (BSM) des GDV, welches fĂŒr Solvency II hĂ€ufig bei Lebensversicherungs-unternehmen zum Einsatz kommt, zeichnen fĂŒr viele Versicherer im aktuellen Niedrigzins zur Mitte des Jahres 2020 ein dĂŒsteres Bild zur ökonomischen Bedeckung der Eigenmittel. Um ein richtiges Bild abzugeben, ist es deshalb umso mehr wichtig, dass das BSM fĂŒr die einzelnen HĂ€user individuell und sachgerecht, d.h. auch nicht ĂŒbervorsichtig eingerichtet wird. Es ist momentan nicht die Zeit, unnötig Potential hinsichtlich der Ermittlung der Bedeckung zu verschenken. Vielmehr geht es darum, die RealitĂ€t nachhaltig und angemessen abzubilden.

Nachhaltigkeit, Klimawandel und Pricing

Versicherungen sind von den Folgen des globalen Klimawandels direkt betroffen. Diesem entgegenzuwirken ist eine der zentralen Aufgaben von nachhaltigem Handeln – aufgrund der komplexen ZusammenhĂ€nge ist ein genaues Beobachten fĂŒr ein akkurates Pricing notwendig.

 

ESG und Nachhaltigkeit

Unter dem englischsprachigen Schlagwort “Environmental, Social and Governance” lassen sich die zentralen Dimensionen von Nachhaltigkeit zusammenfassen. Die damit einhergehenden transitorischen und physischen Risiken werden ihre Wirkung auf (RĂŒck-) Versicherungsunternehmen zukĂŒnftig zunehmend entfalten. Unternehmen mĂŒssen sich in Bezug auf ESG-Themen dabei nicht nur strategisch positionieren, auch auf operativer Ebene sind frĂŒhzeitig Analysen und Anpassungen notwendig.

Festlegung von Annahmen in Zeiten von COVID 19

Der Blogbeitrag zum Modellmanagament in Zeiten von COVID 19 vom 2. Juli beleuchtete Handlungsfelder bei aktuariellen Bewertungsmodellen in der Personenversicherung. Ein umfassendes Modellmanagement behandelt aber auch die hierbei zu berĂŒcksichtigenden Annahmen. Die COVID-19-Pandemie und die damit einhergehende VolatilitĂ€t an den KapitalmĂ€rkten sowie die Unsicherheit in den aktuariellen Annahmen wirkt sich auf die interne und externe Berichterstattung aus. Was ist nun im Rahmen des Modellmanagements bei der Festlegung der Annahmen und Parameter zu beachten?

Modellmanagement in Zeiten von COVID 19

In den letzten dreißig Jahren hat die Anwendung aktuarieller Bewertungsmodelle in der Personenversicherung zugenommen. Treiber fĂŒr diese Entwicklungen waren neben den technischen Möglichkeiten insbesondere Marktentwicklungen und regulatorische Anforderungen.

Die COVID-19-Pandemie hat neue Herausforderungen ĂŒber den gesamten Modell-Lebenszyklus mit sich gebracht. Diese erstrecken sich von der Entwicklung ĂŒber die Validierung bis zum Monitoring – und gleichzeitig auf den operativen Betrieb. Mit geeigneten Maßnahmen seitens der Stakeholder, die insbesondere die Finanz-, Risiko- und Aktuarsfunktionen umfassen, gilt es diesen im Rahmen des Modellmanagements entgegenzutreten.

Global Risks Report 2020

Am 15. Januar 2020 veröffentlichte das Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum – WEF) die 15. Ausgabe des Global Risks Reports.

Der Bericht ist Bestandteil der WEF-Initiative „Global Risks“ mit dem Ziel, die Erneuerung und die Verbesserung der vorherrschenden ökonomischen und ökologischen sowie geopolitischen, gesellschaftlichen und technologischen Architektur und Infrastruktur auf sowohl nationaler als auch internationaler Ebene voranzutreiben. Aufgrund der GrĂ¶ĂŸe des Multi-Stakeholder-Netzwerkes befindet sich das Weltwirtschaftsforum in einer einzigartigen Position die Herausforderungen der sehr komplexen Risikolandschaft zu identifizieren, zu analysieren und diesen pro-aktiv zu begegnen.

BaFin konsultiert Merkblatt zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken

Am 24. September 2019 hat die BaFin einen Entwurf des Merkblatts zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken zur Konsultation veröffentlicht und bietet den von ihr beaufsichtigten Unternehmen die Möglichkeit bis zum 3. November 2019 dazu Stellung zu nehmen.

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