Schlagwort: Solvenzkapitalanforderung

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EIOPA veröffentlicht Stellungnahme zur Anwendung des Proportionalitätsprinzips bei Aufsicht von Solvenzkapitalanforderungen

Am 11. April 2019 veröffentlichte EIOPA eine Stellungnahme zur Anwendung des Proportionalitätsprinzips bei der Aufsicht der Solvenzkapitalanforderungen (SCR), die nach der Standardformel berechnet werden. Hintergrund ist, dass EIOPA mögliche Abweichungen identifiziert hat, die im Zusammenhang mit der Aufsicht der Berechnung von immateriellen SCR-Submodulen entstehen.

EIOPA veröffentlicht Finanzmarktstabilitätsbericht 2018

Am 25. Juni 2018 hat EIOPA ihren turnusmäßigen Finanzmarktstabilitätsbericht (Financial Stability Report) veröffentlicht.

Der Bericht greift die wichtigsten Entwicklungen der europäischen und weltweiten Erst- und Rückversicherungsbranche, der europäischen Branche der Einrichtungen der betrieblichen Altersvorsorge (EbAV) -darunter Pensionskassen und Pensionsfonds- sowie Ergebnisse einer globalen Risikoerhebung aller Branchen auf.

ESRB Risk Dashboard – Drittes Quartal 2017

Der Europäische Ausschuss für Systemrisiken (European Systemic Risk Board – ESRB) veröffentlicht quartalsweise ein Risk Dashboard mit qualitativen und quantitativen Indikatoren zu systemischen Risiken im Europäischen Finanzsystem.

Am 29. März 2018 hat der ESRB das Risk Dashboard zum 3. Quartal 2017 veröffentlicht. Zusammengefasst wird durch verschiedene Solvenz- und Profitabilität-Indikatoren ein gut laufender Versicherungsmarkt analysiert. Wesentliche Erkenntnisse sind:

  • Die durchschnittliche (Median) Solvenzquote wuchs über den Zeitraum von einem Jahr im 3. Quartal 2017 auf über 200% an (180% zu Q3 2016).
  • Diese Entwicklung lässt sich zum Großteil auf die positive Entwicklung der Zinsmärkte zurückführen. Die risikofreie EIOPA 10-Jahres Kurve verzeichnete einen Anstieg von 0,187% (Q3 2016) auf 0,828% (Q3 2017).
  • Stabile Performance im Bereich Non-Life mit Combined Ratios von im Durchschnitt unter 100%.

BaFin-Konsultation: Veröffentlichung über Änderungen am internen Modell

Am 16. November 2016 (zuletzt geändert am 18. November 2016) hat die BaFin die Konsultationsphase zum Entwurf der Veröffentlichung über Änderungen am internen Modell von Versicherungsunternehmen gestartet. Die Konsultation wird am 15. Dezember 2016 enden.

Bei der Berechnung der Solvenzkapitalanforderungen können Versicherer unter Solvency II an Stelle der Standardformel (partielle) interne Modelle verwenden, sofern diese beantragt und durch die zuständige Aufsichtsbehörde genehmigt wurden. Nach erfolgter Genehmigung können Änderungen an einem internen Modell und an den zugehörigen genehmigten Leitlinien für Modelländerungen nur unter bestimmten aufsichtsrechtlichen Voraussetzungen vorgenommen werden. Dabei kommt es vor allem darauf an, ob es sich um eine Modellerweiterung oder um eine kleinere bzw. größere Modelländerung handelt.

In der Konsultation werden die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Modellgenehmigungen und -erweiterungen, kleinere und größere Modelländerungen und Änderungen an den Leitlinien zur Änderung des internen Modells zusammengefasst und voneinander abgegrenzt.

Die BaFin stellt grundsätzlich klar, dass Modellerweiterungen oder eine (teilweise) Rückkehr zur Standardformel keine „Modelländerung“ darstellt. Von einer genehmigungspflichtigen Modellerweiterung kann vielmehr dann gesprochen werden, wenn

  • bisher unberücksichtigte rechtliche Einheiten oder Hauptgeschäftsbereiche oder
  • zusätzliche Risikomodule oder Submodule

in den Anwendungsbereich des internen Modells aufgenommen werden sollen. Eine Modellerweiterung unterliegt stets einer vollumfänglichen Antrags- und Genehmigungspflicht durch die Aufsichtsbehörde.

Modelländerungen werden in den genehmigungspflichtigen, unternehmensspezifischen Leitlinien zur Änderung des internen Modells definiert, wobei darin auch eine Abgrenzung von kleineren zu größeren Modelländerungen vorzunehmen ist. Von Modelländerungen kann grundsätzlich aus Sicht der BaFin immer dann ausgegangen werden, wenn

  • Änderungen an dem bisher genehmigten Modell vorgenommen werden oder
  • neue aufsichtliche Auslegungen oder Gesetze einen Einfluss auf das genehmigte interne Modell haben.

Größere Modelländerungen unterliegen dabei einer erneuten Antragspflicht und Genehmigung durch die BaFin. Die BaFin hebt in diesem Zusammenhang die Bedeutung einer Vorantragsphase für solche Modelländerungen hervor.

Über kleinere Modelländerungen ist die Aufsichtsbehörde lediglich durch vierteljährliche Meldungen (inkl. Erläuterungen zu Auswirkungen der Modelländerungen, auf das Risikomanagement, IKS und IT-Systeme sowie einzureichender Unterlagen) zu informieren, solange diese akkumuliert nicht die Grenze für eine größere Modelländerung überschreiten.

Neben der Auflistung der jeweiligen aufsichtlichen Anforderungen für vorgenannte Kategorien umfasst die Konsultation den Hinweis, dass zeitlich parallele Anträge auf Modelländerungen bzw. Modellerweiterungen zu vermeiden sind.

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