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Vertrieb und „Sustainable Finance“:  EU-Nachhaltigkeitsregulierung aus Sicht des Versicherungsvertriebs

Die Schlagwörter „Nachhaltigkeit“ und „Sustainable Finance“ sind in der Versicherungsbranche inzwischen gut bekannt. Ungeachtet der aktuellen COVID-19-Krise rollt die EuropĂ€ische Union die neue Nachhaltigkeitsgesetzgebung mit einer Vielzahl von Verordnungen und Initiativen immer weiter aus.

Mit der Veröffentlichung der Taxonomieverordnung im EuropĂ€ischen Amtsblatt ist neben der Offenlegungsverordnung („Off-VO“) nun die zweite zentrale Verordnung der neuen Nachhaltigkeitsgesetzgebung final auf den Weg gebracht worden. Neben den konkretisierenden technischen Regulierungsstandards („RTS“) zur Off-VO werden aktuell auch Änderungen der Delegierten Verordnungen zur Versicherungsvertriebsrichtlinie („IDD“) konsultiert.

Hierbei steht die Änderung der Delegierten Verordnung (EU) 2017/2359 im Fokus, welche die  Informationspflichten und Wohlverhaltensregeln fĂŒr den Vertrieb von Versicherungsanlageprodukten festlegt. Nach dem Willen der EuropĂ€ischen Kommission sollen bei einer Beratung zu Versicherungsanlageprodukten zukĂŒnftig zwingend die sog. NachhaltigkeitsprĂ€ferenzen des Kunden abzufragen und bei der im Rahmen der IDD eingefĂŒhrten GeeignetheitsprĂŒfung zu berĂŒcksichtigen sein.

Obwohl der Vertrieb der Versicherer an der jeweiligen unternehmensinternen Umsetzung der Regulierung ein starkes Interesse hat, erscheinen Vertrieb und Produktentwicklung in vielen HĂ€usern – im Gegensatz zu Risikomanagement und Kapitalanlage – noch nicht gut orientiert. Zudem scheint es in manchen HĂ€usern die EinschĂ€tzung zu geben, man könne die recht umfangreichen regulatorischen Anforderungen der Nachhaltigkeitsgesetzgebung „in der Linie“ abarbeiten und man benötige kein eigenstĂ€ndiges Projekt. Insbesondere die Interessen des Vertriebes erscheinen in einem bereichs-/abteilungsĂŒbergreifenden Projekt aber besser gewahrt.

(Aufsichts-)rechtliche Vorgaben zum Fraud-Management im Versicherungsvertrieb

 

Die Vermittlerschaft ist ein Abbild der Gesellschaft. Entsprechend finden sich unter den Versicherungsvermittlern seit jeher auch immer wieder „schwarze Schafe“. Die Delikte reichen von Unterschlagung und dem betrĂŒgerischen Erschleichen von VergĂŒtungen ĂŒber die Mitwirkung beim Leistungsbetrug bis hin zur GeldwĂ€sche. Den Versicherern drohen hierdurch neben den monetĂ€ren SchĂ€den insbesondere ReputationsschĂ€den und nicht zuletzt auch unangenehme Fragen der BaFin. Bedeutung und Ursachen von Betrugsdelikten im Versicherungsvertrieb und (aufsichts-)rechtliche Vorgaben zum Fraud-Management:

Der Buchauszug im Jahr 2020: Die ewige Geißel des Versicherers

Der Anspruch des Versicherungsvertreters auf Erteilung eines Buchauszugs durch den Versicherer beschĂ€ftigt erstaunlicherweise weiterhin die Gerichte. Man wĂŒrde meinen, dass ein Buchauszug 50 Jahre nach der Mondlandung und insbesondere in Zeiten von Big Data, KI usw. kein Problem mehr darstellt. Das jedoch ist offenbar nicht der Fall. Dies zeigen eine Reihe von Urteilen aus dem Jahr 2019. HintergrĂŒnde, Ursachenforschung und Empfehlungen:

Bancassurance 2.0: Neue digitalisierungsgetriebene AnsÀtze beim Absatz von Versicherungen durch Banken

In jĂŒngerer Zeit ist zu beobachten, dass sich Banken im PrivatkundengeschĂ€ft vermehrt um den Absatz von Versicherungen bemĂŒhen. Es hĂ€ufen sich Pressemeldungen zu verschiedenen Kooperationen. Der Absatz der Versicherungen findet dabei in der Regel ausschließlich digital ĂŒber eine Internetseite statt. Entweder es wird eine Sektion „Versicherungen“ auf der Website der Bank platziert oder eine separate Internetseite erstellt, auf welcher die Dienste im „Look and Feel“ der Bank angeboten werden. VordergrĂŒndig ist dieser Trend durch das anhaltende Niedrigzinsumfeld und die Suche nach Margen durch Banken bedingt. Entscheidend fĂŒr diese Entwicklung sind aber voraussichtlich zwei weitere Aspekte.

Aufsichtsschwerpunkte der BaFin 2020 bei Versicherungen: VertriebsvergĂŒtung im Fokus

Die BaFin hat am 16. Januar 2020 die Aufsichtsschwerpunkte fĂŒr das Jahr 2020 bekannt gegeben. Neben den fĂŒr alle beaufsichtigten Unternehmen gesetzten Schwerpunkten wie Digitalisierung und Cyberrisiken, BekĂ€mpfung von FinanzkriminalitĂ€t sowie „Sustainable Finance“ sind von der BaFin auch versicherungsspezifische Schwerpunkte formuliert worden. Darunter findet sich u. a. die „ÜberprĂŒfung des Umgangs der Unternehmen mit den Vorgaben des § 48a VAG fĂŒr die VertriebsvergĂŒtung“. Dabei möchte die BaFin insbesondere die Erkenntnisse der jĂŒngsten Abfrage zu den Provisionszahlungen in der Lebensversicherung nutzen.

Quo vadis Ausschließlichkeit?

Digitalversicherer, Direktversicherer, kĂŒnstliche Intelligenz, Data driven Marketing, InsurTechs, Vertriebsplattformen, Chat Bots, Onlineabschluss, On-Demand-Versicherung – einige Beispiele, die zeigen, dass sich der Versicherungsvertrieb der Zukunft in einem steten Wandel befindet. Doch wo findet sich in dieser rasanten VerĂ€nderung der Ausschließlichkeitsvermittler als verbliebener persönlicher Ansprechpartner und face-to-face Berater des Kunden wieder? Gibt es in einer digitalisierten Welt noch Platz fĂŒr analogen Versicherungsvertrieb?

Und tĂ€glich grĂŒĂŸt das Murmeltier – Omni-Channel-Management

Omni-Channel-Management – Dieses Schlagwort begleitet uns nun schon seit ĂŒber 15 Jahren, wenn es um die kanalĂŒbergreifende Verzahnung der Kommunikation mit dem Kunden und die Ausrichtung des Vertriebs und Marketings an die KundenbedĂŒrfnisse geht. Warum begleitet uns und unsere Kunden dieses Thema noch immer, wenn dies doch damals schon die Antwort der Versicherungsbranche auf die sich Ă€ndernden KundenbedĂŒrfnisse im digitalen Zeitalter, sowie zur Neukundenakquise und steigendem Umsatz mit Bestandskunden sein sollte?

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