Schlagwort: Vertrieb

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Lockdown muss nicht Contactdown hei√üen ‚Äď Wie ist (pers√∂nliches) Kundenmanagement und Vertrieb in Corona-Zeiten m√∂glich?

Durch Corona ausgel√∂st haben viele Unternehmen ihre Prozesse in eine digitale Infrastruktur √ľberf√ľhrt und treiben dies weiter aktiv voran. F√ľr einige Bereiche wurde dabei komplettes Neuland betreten. Social Distancing macht es notwendig neue und flexible Wege im Ver-trieb und im Kundenmanagement zu gehen. Denn gerade in der Krise ist es sehr wichtig sich gegen√ľber den Kunden auch hier als Vorreiter zu positionieren.

Auch Versicherungskunden zeigen zunehmendes Interesse an nachhaltigen Finanzprodukten РMegatrend oder mögliche Modeerscheinung?

Privatkunden sehen Nachhaltigkeit als Megatrend der n√§chsten Dekade und haben √ľberwiegend Interesse an nachhaltigen Finanzprodukten. Doch zeigen auch nachhaltige Versicherungsprodukte bzw. Altersvorsorgeprodukte wie eine Lebensversicherung, Riester-Rente oder Rentenversicherung einen gesellschaftlichen Wandel oder nur eine m√∂gliche Modeerscheinung in der Branche?

EIOPA Anforderungen an Produkt Aufsicht und Governance

Am 8. Oktober hat die EIOPA einen Report ver√∂ffentlicht, welcher die aufsichtsrechtlichen Erwartung an die Umsetzung der Anforderungen aus der ‚ÄěProduct Oversight and Governance (POG)‚Äú Richtlinie sowie der ‚ÄěInsurance Distribution Directive (IDD)‚Äú spezifiziert.

Der Report thematisiert insbesondere das Ziel der POG Richtlinie. Die POG Richtlinie beinhaltet Anforderungen an die Prozesse der Produkterstellung sowie der Produkt Governance. Die europäische Aufsichtsbehörde unterstreicht in ihrem Report, dass das primäre Ziel dieser Anforderung die Wahrung der Interessen des Verbrauchers ist.

Es soll somit sichergestellt werden, dass die Interessen des Verbrauchers bei der Produkterstellung, dem Vertrieb des Produktes sowie bei der √úberwachung des Produktes priorisiert werden. Im Zuge der Umsetzung der POG Richtlinie sieht EIOPA folgende Ma√ünahmen, die bei der Implementierung und √úberpr√ľfung der Prozesse helfen sollen, um mit der POG Richtlinie konform zu sein:

  • Angemessenheit und Verh√§ltnism√§√üigkeit der internen POG-Politik und -prozesse
  • Ber√ľcksichtigung der Produktkomplexit√§t und der Merkmale des Zielmarktes
  • Anwendung der POG-Richtlinien und -Prozesse bei der Einf√ľhrung von neuen Produkten
  • POG-Politik und -Prozesse stellen sicher, dass die Produkte w√§hrend ihres gesamten Lebenszyklus den Bed√ľrfnissen, Zielen und Merkmalen des Zielmarktes entsprechen und somit den Erwartungen der Verbraucher an das Produkt entsprechen.

Die Aufsicht wird, wie auch bei der gesamten Conduct of Business Strategy schon, einen risikobasierten Ansatz verfolgen und bei der Beurteilung der Umsetzung von POG Anforderungen  die Grunds√§tze Angemessenheit und Verh√§ltnism√§√üigkeit beachten.

Die EIOPA hat außerdem die folgenden, konkreten Anforderungen an die allgemeine Aufsicht der Produkte und Prozesse seitens der nationalen Aufsichtsbehörden gestellt:

  • Die Hersteller von Versicherungsprodukten m√ľssen √ľber klare interne POG -Verfahren verf√ľgen, aus denen die √úberwachung und √úberpr√ľfung der Produkte klar hervorgeht
  • Die POG-Verfahren m√ľssen in der Praxis verh√§ltnism√§√üig angewendet werden
  • Es ist eine ausf√ľhrliche Dokumentation vorhanden, aus welcher die Begr√ľndungen f√ľr getroffene Entscheidung und / oder Ma√ünahmen, in Bezug auf die Produkt√ľberwachungs- und √úberpr√ľfungsaktivit√§ten, hervorgehen
  • Es ist eine Dokumentation aller Aktivit√§ten vorhanden, die im Zusammenhang mit der √úberwachung und √úberpr√ľfung von Produkten stehen (z.B. Folgema√ünahmen, Beschwerden, Anzahl der Verk√§ufe au√üerhalb des Zielmarktes)

Der Report der EIOPA soll den Versicherungsunternehmen und auch dem Vertrieb Klarheit dar√ľber verschaffen, wie die POG Richtlinie und die IDD Richtlinie zur Zufriedenheit der Aufsichtsbeh√∂rden umgesetzt werden k√∂nnen. Dies soll insbesondere nicht nur die Umsetzung der Richtlinien vereinfachen, sondern auch eine konstruktive und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Versicherern, Vertrieb und der Aufsichtsbeh√∂rde f√∂rdern. Die Aufsichtsbeh√∂rde betont jedoch, dass der Report lediglich Informationszwecken dient und keine rechtsbindende Wirkung hat.

(Aufsichts-)rechtliche Vorgaben zum Fraud-Management im Versicherungsvertrieb

 

Die Vermittlerschaft ist ein Abbild der Gesellschaft. Entsprechend finden sich unter den Versicherungsvermittlern seit jeher auch immer wieder ‚Äěschwarze Schafe‚Äú. Die Delikte reichen von Unterschlagung und dem betr√ľgerischen Erschleichen von Verg√ľtungen √ľber die Mitwirkung beim Leistungsbetrug bis hin zur Geldw√§sche. Den Versicherern drohen hierdurch neben den monet√§ren Sch√§den insbesondere Reputationssch√§den und nicht zuletzt auch unangenehme Fragen der BaFin. Bedeutung und Ursachen von Betrugsdelikten im Versicherungsvertrieb und (aufsichts-)rechtliche Vorgaben zum Fraud-Management:

Quo vadis Ausschließlichkeit?

Digitalversicherer, Direktversicherer, k√ľnstliche Intelligenz, Data driven Marketing, InsurTechs, Vertriebsplattformen, Chat Bots, Onlineabschluss, On-Demand-Versicherung ‚Äď einige Beispiele, die zeigen, dass sich der Versicherungsvertrieb der Zukunft in einem steten Wandel befindet. Doch wo findet sich in dieser rasanten Ver√§nderung der Ausschlie√ülichkeitsvermittler als verbliebener pers√∂nlicher Ansprechpartner und face-to-face Berater des Kunden wieder? Gibt es in einer digitalisierten Welt noch Platz f√ľr analogen Versicherungsvertrieb?

Alles CRM oder was?

Im letzten Blogbeitrag haben wir uns mit dem etwas sperrigen Begriff des „Omni-Channel-Managements“ auseinandergesetzt. Seit vielen Jahren geistern √§hnliche Begrifflichkeiten durch die Versicherungswelt – „Multikanalmanagement“, „Cross-Channel-Plattform“ oder schlichtweg „CRM-System“ sind weitere Synonyme f√ľr ein und denselben Zweck: die Erschaffung der Rundum-Sicht auf den Kunden im Spannungsdreieck Kunde, Versicherung und Vertrieb.