Anhebung der GWG-Grenze ab 2018: Chancen für Leasinggeber

Mit dem „Gesetz gegen schädliche Steuerpraktiken im Zusammenhang mit Rechteüberlassungen“ wurden auch die steuerlichen Grenzen für die sofortige Abschreibung von geringwertigen Wirtschaftsgütern (GWG) angehoben. Besondere Relevanz für Leasinggeber ergibt sich, wenn geringwertige Wirtschaftsgüter auch Teil ihrer Angebotspalette sind und sie damit von der Ausweitung dieses steuerlichen Wahlrechts profitieren können. Die Erhöhung der steuerlichen Grenzen sorgt dafür, dass durch die Sofortabschreibung das steuerliche Ergebnis und damit ggf. auch die steuerliche Belastung im Jahr der Anschaffung stärker reduzieren werden kann.

Gem. § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG können Wirtschaftsgüter, die nach dem 31.Dezember 2017 angeschafft werden, bis zu einem Betrag von € 800 (netto) im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben werden (bisher € 410 (netto)). Sofern das Wahlrecht nach § 6 Abs. 2a EStG in Anspruch genommen wird, können Sofortabschreibungen von Wirtschaftsgütern mit Anschaffungskosten- oder Herstellungskosten in Höhe von € 250 (netto) (bisher € 150 (netto)) vorgenommen werden.

Die Voraussetzungen für geringwertige Wirtschaftsgüter (selbständige Nutzbarkeit) bleiben unverändert.

Die Bildung eines Sammelpostens i.S.d. § 6 Abs. 2a EStG im handelsrechtlichen Abschluss ist zulässig, sofern die betreffenden Vermögensgegenstände einzeln oder in Summe für den Abschluss von untergeordneter Bedeutung sind. Sofortabschreibungen gem. § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG dürfen unabhängig von dieser Betrachtung vorgenommen werden

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