Kategorie: Aktuelles

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Digitale Identitäten im Leasingprozess

‚ÄúSie k√∂nnen Ihren Leasingvertrag auch gerne bequem von zu Hause unterzeichnen.‚ÄĚ – Stellen Sie sich vor, solche S√§tze sind bald nicht mehr reine Zukunftsmusik, sondern geh√∂ren zum Alltag in der Kommunikation mit Ihren Kunden bzw. Interessenten.

Amazon, Google und Apple Рalles Unternehmen, die einen signifikanten Einfluss auf das Konsumverhalten bzw. die Anforderungen an das Kauferlebnis von uns als Konsumenten haben. Durch die Angewohnheit Wertgegenstände und / oder Dienstleistungen mit wenigen Klicks zu kaufen, sind auch bereits lang etablierte Unternehmen aus den unterschiedlichsten Industrien und Branchen gezwungen neben der Effizienzsteigerung im Back- und Middle-Office auch die Frontoffice Prozesse nachhaltig zu optimieren.

Wie ein neues Leasingsystem in wenigen Wochen ausgewählt werden kann

Nachdem das Leasinggesch√§ft in den 60er Jahren aufkam, wurde die steigende Nachfrage in den 80er Jahren durch die ersten Anwendungsprogramme f√ľr Leasinggesellschaften technisch unterst√ľtzt. Fast immer handelte es sich um Eigenentwicklungen, deren Entwicklungsprojekte vision√§re F√ľhrungskr√§fte ins Leben riefen. W√§hrend sich in den Folgejahren die technische Ausstattung hinsichtlich Desktop-PCs, mobiler Endger√§te und Office-Programmen weiterentwickelte, blieb die Kernanwendung des Leasings h√§ufig unangetastet.

Die ersten notwendigen √Ąnderungen hatten klassische Treiber: Anbindung eines neuen Buchhaltungssystems, Implementierung einzelner Produktneuerungen oder Anpassungen zu regulatorischen Anforderungen. F√ľr viele Entscheider waren dies zwingende Ma√ünahmen, deren langfristige Auswirkung, bspw. erh√∂hte Komplexit√§t in der Architektur oder Instabilit√§t durch Vielzahl an Schnittstellen, zun√§chst nicht wesentlich ins Gewicht fielen.

Parallel entwickelten sich auf dem Markt IT-Standardl√∂sungen f√ľr Leasinggesellschaften ‚Äď heute gibt es weltweit √ľber 40 namenhafte Leasingl√∂sungen, die mit Referenzen und erfolgreichen Installationen werben. Das Versprechen dieser IT Dienstleister ist bis heute die Vereinfachung der Leasingprozesse, damit sich die Leasinggesellschaften auf Ihren Kunden konzentrieren k√∂nnen.

Leasinggesellschaften, die heute noch das System aus den 80er oder 90er Jahren als Kernst√ľck ihr Eigen nennen, haben h√§ufig eine Odyssee aus Vorstudien und gescheiterten IT Implementierungen hinter sich. Mitarbeiter haben viele Tage und Wochen in stundenlangen Workshops verbracht, um Anforderungen zu erheben ‚Äď mit dem Ergebnis, dass sich die Arbeit nicht ausgezahlt hat und kein neues System implementiert worden ist. Die schlechte Nachricht: Der Markt f√ľr Leasing-Standardsoftware wird zunehmend un√ľbersichtlicher. Zu den etablierten IT L√∂sungen treten Entwicklungen mit modularem Aufbau und neuen Datenmodellen in Konkurrenz, sodass es nicht nur Fachlichkeit zur Auswahl, sondern auch IT-technische Erfahrung braucht.

Dennoch ist ein Systemwechsel f√ľr die meisten Leasinggesellschaften unumg√§nglich. Aus der Erfahrung mit Leasinggesellschaften hat das Leasing-Team PwC deshalb eine L√∂sung geschaffen, mit der innerhalb weniger Wochen eine IT L√∂sung ausgew√§hlt und mit erfahrenen Profis implementiert werden kann.

Wie sieht diese Lösung aus?

Zur Auswahl einer neuen IT Lösung braucht es 2 Komponenten:

  • Marktkenntnis der vorhandenen IT Leasingl√∂sungen
  • Kenntnis der fachlichen und technischen Anforderungen der Leasinggesellschaft

 

Marktkenntnis der vorhandenen IT Leasinglösungen

Das Leasing-Team der PwC hat sich die Top¬†20 IT L√∂sungen im Markt angeschaut und eine outside-in-basierte √úbersicht erstellt.¬†F√ľr jede IT L√∂sung steht ein Steckbrief zur Verf√ľgung, der neben Informationen zum Hersteller und einer Liste der Referenzkunden, auch eine Beschreibung und den Abdeckungsgrad der Leasingfunktionalit√§ten enth√§lt.

Auf Basis dieser Longlist kann eine erste Einschätzung des Marktes vorgenommen werden und die Leasinggesellschaft kann qualifiziert entscheiden, welche IT Lösung detaillierter betrachtet werden soll.

Kenntnis der fachlichen und technischen Anforderungen der Leasinggesellschaft

Basierend auf vielen Jahren Erfahrung hat das Leasing-Team der PwC einen Katalog der funktionalen und nicht-funktionalen Anforderungen f√ľr die Auswahl einer neuen IT L√∂sung zusammengestellt. In gezielten Einzelinterview mit Experten der Leasinggesellschaft k√∂nnen die Anforderungen verfeinert oder angepasst werden, sodass innerhalb weniger Tage das Anforderungsset kundenindividuell zur Verf√ľgung steht und die Auswahl am Markt beginnen kann.

Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie ein neues IT System innerhalb weniger Wochen auswählen wollen. Wir helfen Ihnen gerne.

Leasing: Eine Investition in Nachhaltigkeit?

Die Corona-Pandemie hat die Weltwirtschaft fest im Griff. Aktuell erleben wir eine beispiellose Wirtschafts- und Gesundheitskrise. Eben jene wirtschaftlichen Herausforderungen f√ľhren typischerweise dazu, dass Unternehmen weniger investieren und Projekte neu priorisieren. Das Thema Nachhaltigkeit droht dabei oftmals ins Hintertreffen zu geraten. Eine profane M√∂glichkeit den bevorstehenden Investitionsstau abzumildern, bieten Leasingangebote.

Leasing erm√∂glicht die Objektnutzung ohne Eigentumserwerb, wodurch die Liquidit√§t des Leasingnehmers geschont wird. Im Austausch f√ľr die Nutzungs√ľberlassung des Leasingobjekts zahlt der Leasingkunde monatliche Raten. Diese kann der Kunde h√§ufig aus den erwirtschafteten Ertr√§gen des Leasingobjekts (Pay-as-you-earn) realisieren. Dar√ľber hinaus kann die erg√§nzende Inanspruchnahme von Serviceleistungen rund um die Objektnutzung (z. B. Wartung und Reparatur) die Plan- und Kalkulierbarkeit des Investitionsobjekts erh√∂hen.

Allein f√ľr das Erreichen der europ√§ischen Energie- und Klimaziele m√ľssten in den Mitgliedstaaten der EU laut Kommission bis 2030 j√§hrlich zus√§tzlich 260 Mrd. EUR investiert werden.1 Den Finanzintermedi√§ren der Leasingwirtschaft kommt bei der Erreichung der Energie- und Klimaziele somit eine besondere Bedeutung zu.

Ein Blick auf den Stra√üenverkehr verdeutlicht, dass die Leasingbranche einen erheblichen Anteil des deutschen Fahrzeugmarktes finanziert, denn schon jetzt wird ein Gro√üteil der modernen und umweltfreundlicheren Fahrzeuge geleast. Gleiches gilt f√ľr die Elektrifizierung des Automobils und den Ausbau des √∂ffentlichen Personennahverkehrs ‚Äď auch hier macht die Finanzierungsform des Leasings den L√∂wenanteil aus. Am deutlichsten sichtbar werden die neuen Mobilit√§tskonzepte der Sharing-Economy in Gro√üst√§dten, wo die Mobility-on-Demand Angebote zur gemeinschaftlichen Nutzung von Autos, Fahrr√§dern oder auch E-Scootern inzwischen zum festen Stadtbild geh√∂ren.

Der Erfolg der Sharing-Economy w√§re ohne die Nutzung digitaler Kommunikationsangebote nicht m√∂glich gewesen. Moderne Leasinganbieter verstehen sich deshalb nicht nur als reine Finanzierer, sondern zeitgleich als IT-Dienstleister, welche den Austausch von G√ľtern √ľber internetbasierte Plattformen √ľberhaupt erst erm√∂glichen. Gerade konventionelle Leasinganbieter stehen somit in der Pflicht ihr Gesch√§ftsmodell in Anbetracht der digitalen Transformation kontinuierlich zu hinterfragen und gegebenenfalls ihre Produktpalette anzupassen.

Die Objektperspektive der Leasingbranche richtet ihr Hauptaugenmerk bereits vor Vertragsabschluss implizit auf die √Ėkobilanz. Denn der Leasinggeber nimmt das Objekt am Ende der Vertragslaufzeit in der Regel zur√ľck, somit geraten umweltfreundliche √úberlegungen ‚Äď wie ein m√∂glichst langer Lebenszyklus oder Wiederaufbereitungsm√∂glichkeiten (Refurbishing) ‚Äď automatisch ins Interesse der Leasingwirtschaft. Schlie√ülich tr√§gt diese auch die Chancen und Risiken aus der Verwertung der geleasten Wirtschaftsg√ľter (Restwertrisiken).

1 Quelle: BDL

Umsatzsteuersatzsenkung bei Leasingverträgen

Die temporäre Senkung des Umsatzsteuersatzes im Zuge der Covid19-Krise lässt zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch einige Fragen offen. Gerade im Hinblick auf sog. Dauerleistungen, zu denen auch Miete und Leasing zählen, gibt es Besonderheiten zu beachten.

 

Grunds√§tzlich ist bei der Frage, welcher Umsatzsteuersatz nun anzuwenden ist, stets der Zeitpunkt ma√ügebend, in welchem die jeweilige Leistung ausgef√ľhrt wird. Bei Lieferungen ist dies der √úbergang der Verf√ľgungsmacht und bei sonstigen Leistungen der Zeitpunkt der Vollendung.

Leasing kann als Dauerleistung nicht eindeutig als Lieferung oder sonstige Leistung qualifiziert werden. Vielmehr kommt es auf die Ausgestaltung des Leasingvertrags an, welcher Umsatzsteuertatbestand vorliegt.

 

Im Fall einer Lieferung ist der gesamte Umsatzsteuer-Betrag zu Beginn des Leasingvertrags fällig. Liegt der Beginn eines solchen Leasingvertrags also vor dem 01.07.2020 oder nach dem 01.01.2021, so werden 19% Umsatzsteuer fällig, wohingegen Leasingverträge, deren Beginn in der zweiten Jahreshälfte 2020 liegt, nur mit 16% zu Buche schlagen.

 

Bei Leasingvertr√§gen, die als sonstige Leistung zu qualifizieren sind, w√§re wie folgt zu verfahren. Die monatlichen Leasingraten und das zur Verf√ľgung stellen des Leasinggegenstandes sind im allgemeinen als Dauerleistungen, die als Teilleistungen erbracht werden zu qualifizieren. Der Zeitraum der Leistungserbringung ist der monatliche Zeitraum. Demnach werden f√ľr die einzelnen Teilleistungen zwischen Juli und Dezember 2020 nur 16% Umsatzsteuer f√§llig, f√ľr die √ľbrigen Teilleistungen (vorbehaltlich einer m√∂glichen Verl√§ngerung der befristeten Absenkung der Umsatzsteuers√§tze) hingegen 19%.

 

Hier ergibt sich noch eine Besonderheit bei sog. Leasing-Sonderzahlungen. Solche Sonderzahlungen sind als Vorauszahlung auf jede einzelne Leasingrate zu verstehen und daher ertragsteuerlich √ľber die Laufzeit abzugrenzen. Umsatzsteuerlich w√§re f√ľr bereits geleistete Sonderzahlungen, die sich auch auf den Zeitraum Juli bis Dezember 2020 erstrecken, eine anteilige Korrektur auf 16% vorzunehmen. Bei Sonderzahlungen, die im Zeitraum vom 01.07.2020 bis zum 31.12.2020 geleistet werden, ist zu unterscheiden, welcher Teil der Zahlung sich auf das zweite Halbjahr 2020 bezieht bzw. dar√ľber hinaus.

 

Ein besonderes Augenmerk gilt dem Umgang mit Sondersachverhalten, wie z.B. bei Stundungen, unvorhergesehene K√ľndigungen, zus√§tzliche Zahlungen/Erstattungen im Kilometer Leasing. Hier kann es sich um Zahlungsmodalit√§ten handeln (wie z.B. bei Stundungen), die ggf. keine Auswirkung auf die umsatzsteuerliche Beurteilung haben oder um Leistungen (wie beim Kilometer Leasing), f√ľr die zu beurteilen w√§re, wann die Leistung vor dem Hintergrund umsatzsteuerlicher Vorschriften als ausgef√ľhrt gilt.

 

PwC, im Juli 2020

Aktuelle Leasing-Themen in Zeiten der Corona-Krise

Die Corona-Pandemie h√§lt die Weltwirtschaft in Atem. Ein Blick auf die aktuellen Konjunktur-Prognosen zeigt, wie gravierend die Situation ist. So gehen die Volkswirte der EZB (Stand: Juni) davon aus, dass das BIP der Eurozone im Jahr 2020 um ca. 8,7 Prozent abst√ľrzen wird. Auch der ifo-Gesch√§ftsklimaindex deutet darauf hin, dass von einem Gro√üteil der Unternehmen noch immer eine Verschlechterung der Gesch√§ftslage erwartet wird. Der Index hat sich im Vergleich zum Vormonat zwar um 5,3 Z√§hler auf 79,5 Punkte verbessert, allerdings war der Indexwert vom April mit 74,2 Punkten auch der niedrigste jemals gemessene Wert.

Die Folgen der Corona-Krise sollen durch die Politik des billigen Geldes der Notenbanken sowie der umfangreichen Hilfspakete der Bundesregierung abgemildert werden. Die EZB legt mit der Ausweitung des bisher 750 Mrd. EUR schweren Anleihenotkaufprogrammes (PEPP) um weitere 600 Mrd. EUR den Grundstein der weiter anhaltenden Niedrigzinspolitik. Nicht umsonst gilt die Geldflut diverser internationaler Notenbanken als einer der st√§rksten Treiber der j√ľngsten B√∂rsenrally.

Das Krisenbew√§ltigungspaket der Bundesregierung umfasst im Wesentlichen die F√∂rderung von Technologien und Digitalisierung, Liquidit√§ts- und √úberbr√ľckungshilfen f√ľr Unternehmen, verbesserte Abschreibungsm√∂glichkeiten sowie tempor√§re Umsatzsteuersenkungen.

Neben der außergewöhnlich starken Betroffenheit einzelner Branchen (z.B. Reise- und Veranstaltungswirtschaft) geraten insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen aufgrund massiver Umsatzeinbußen sowie Liquiditätsengpässen in akute Existenznöte.

Den Finanzintermedi√§ren aus dem Nicht-Bankensektor kommt bei der Wiederbelebung der deutschen Wirtschaft eine zentrale Bedeutung zu. Allein in Deutschland befinden sich Leasing-G√ľter im Wert von √ľber 220 Mrd. EUR im Einsatz. √úber die H√§lfte der au√üenfinanzierten Investitionen (BDL: Stand 2/2020: 53,5 Prozent) sind der Leasingbranche zuzuordnen. Diese Entwicklung ist auf eine Reihe von Vorteilen zur√ľckzuf√ľhren, welche Leasing als alternative Finanzierungsform mit sich bringt. W√§hrend in der Vergangenheit f√ľr den Leasingnehmer insbesondere steuerliche und bilanzielle Vorteile im Vordergrund standen, sind es heute eher der Erhalt der eigenen Liquidit√§t, Planungssicherheit, die Vermeidung von Restwertrisiken sowie die stetige Modernisierung der Betriebsausstattung.

Im Kampf gegen die Auswirkungen der Corona-Krise d√ľrfte Leasing als Finanzierungsform weiter an Bedeutung gewinnen. Allerdings gehen die Folgen der Pandemie auch an Leasinggesellschaften nicht spurlos vorbei, demnach m√ľssen Anbieter zun√§chst einmal ihre eigene Liquidit√§t und ausreichend freie Refinanzierungslinien sichern, um entsprechende Angebote offerieren zu k√∂nnen.

In den folgenden Wochen wollen wir deshalb die Auswirkungen der Konjunkturpakete auf die Leasingbranche sowie die Folgen der Krise auf das Gesch√§ftsmodell der Branche und deren Prozesse durchleuchten. Nachfolgend finden Sie verschiedene Themenbl√∂cke, √ľber die wir Sie in regelm√§√üigen Beitr√§gen in Hinblick auf die Auswirkungen der Corona-Krise unterrichten werden.

  • Umsatzsteuersenkung
  • Adressenausfall- und Restwertrisiken
  • Digitalisierungsprozesse
  • Nachhaltigkeit

Das PwC-Leasing Team w√ľnscht frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in das neue Jahr 2020

Wie auch in dem vergangenen Jahr m√∂chte ich zusammen mit Sabrina Riedl und Michael Benner das Jahr 2019 noch einmal mit Ihnen Revue passieren lassen. Was f√ľr unser Leasing Team das Highlight 2019 war und welcher Herausforderung die Leasingbranche im kommenden Jahr gegen√ľbersteht, sehen Sie im PwC-Leasing Jahresr√ľckblick 2019.

An dieser Stelle m√∂chte ich mich im Namen meines ganzen Teams bei Ihnen f√ľr die sehr gute Zusammenarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Wir freuen uns auf ein spannendes Jahr 2020 mit Ihnen.

Besinnliche Weihnachten und einen guten Start in das neue Jahr w√ľnscht Ihnen,

Michael Henneberger und das gesamte PwC-Leasing Team

Aktuelle Entwicklungen zur Risikotragfähigkeit

Die BaFin hat am 24. Mai 2018 zusammen mit der Deutschen Bundesbank den √ľberarbeiteten Leitfaden ‚ÄěAufsichtliche Beurteilung bankinterner Risikotragf√§higkeitskonzepte und deren prozessualer Einbindung in die Gesamtbanksteuerung (‚ÄěICAAP‚Äú) ‚Äď Neuausrichtung‚Äú final ver√∂ffentlicht, welcher den bisher g√ľltigen Leitfaden aus dem Jahre 2011 abl√∂st. G√ľltig ist der Leitfaden f√ľr alle national von der BaFin regulierten Institute. Somit sind in erster Linie alle nicht von der EZB direkt √ľberwachten Institute von der Neuregelung betroffen. Jedoch orientiert sich der neue Leitfaden in Bezug auf die aufsichtliche Erwartungshaltung eng an dem im November 2018 von der EZB finalisierten ICAAP-Leitfaden (Leitfaden der EZB f√ľr den bankinternen Prozess zur Sicherstellung einer angemessenen Kapitalausstattung (Internal Capital Adequacy Assessment Process ‚Äď ICAAP)), so dass EZB und nationale Aufsicht in Deutschland hier grunds√§tzlich gleichgerichtete Anforderungen an die Institute stellen.

Der BaFin-Leitfaden gibt die Erwartungshaltung der Aufsicht an die institutsinterne Aus­ge­staltung der Risikotragfähigkeit wider und ist damit erster Beurteilungsmaßstab in Bezug auf die sachlich-methodische Angemessenheit der Risikotragfähigkeit des jeweiligen Institutes.

Der neue Leitfaden unterscheidet nicht mehr in die Perspektiven der Fortf√ľhrung (‚Äěgoing concern‚Äú) und Liquidation (‚Äěgone concern‚Äú) sondern zwischen √∂konomischer und normativer Perspektive. Die normative Perspektive basiert dabei auf den Mindestkapitalanforderungen f√ľr Banken in der Baseler S√§ule 1 sowie SREP- und sonstigen Eigenkapitalzuschl√§gen. Auf dieser Betrachtung liegt das Hauptaugenmerk der Beaufsichtigung bei Kreditinstituten, da sie auch als Ausgangspunkt f√ľr die Kapitalanforderungen unter Betrachtung verschiedener Szenariorechnungen (Basis-, adverses Szanario) dient.

Bis auf Weiteres erlaubt die deutsche Aufsicht gem√§√ü Annex zum Leitfaden jedoch auch noch die weitere Nutzung der so genannten ‚ÄěGoing Concern-Ans√§tze alter Pr√§gung‚Äú, weist jedoch explizit auf die unbestimmte zeitliche Begrenzung dieser Regelung hin. Entscheidend f√ľr die Dauer dieser √úbergangsregelung d√ľrfte der weitere Fahrplan der EZB hinsichtlich der √úberwachung der weniger signifikanten Institute (LSI) sein. Hiervon sind auch Finanzdienstleister und somit Leasinggesellschaften betroffen.

Da die Anforderungen der Säule I auf Finanzdienstleistungsinstitute und damit auch Leasinggesellschaften nicht anwendbar sind, kann die normative Perspektive in dieser spezifischen Form nicht zur Anwendung kommen. Dies bedeutet zunächst, dass weiterhin eine Kapitalplanungsrechnung zu erstellen ist, um die Kapitalanforderungen unter Betrachtung verschiedener Szenarien ermitteln zu können.

Die weiteren Auswirkungen auf Leasinggesellschaften hängen stark von der bisherigen Vorgehensweise bei der Risikotragfähigkeitsbetrachtung ab.

Leasinginstitute, die bei der Risikotragf√§higkeitsrechnung den Substanzwert in die Betrachtung einbeziehen, erf√ľllen sicherlich die Anforderungen einer √∂konomischen Perspektive.

Dabei ist jedoch zu beachten, dass die deutsche Aufsicht f√ľr die √∂konomische Perspektive im Leitfaden ein Konfidenzniveau von 99,9 % bei der Quantifizierung von Risiken (z. B. mit Hilfe von Value at Risk-Ans√§tzen) fordert. Viele Leasinginstitute erreichen dieses Niveau im Rahmen ihrer RTF-Rechnung derzeit noch nicht und m√ľssen sich somit Gedanken machen, wie auch bei den erh√∂hten Anforderungen die Risikotragf√§higkeit k√ľnftig sichergestellt werden kann.

Leasinggesellschaften, welche dagegen keinen Substanzwert ermitteln oder diesen bei der Risikotragf√§higkeitsrechnung nicht ber√ľcksichtigen, erf√ľllen regelm√§√üig nicht die Anforderungen einer √∂konomischen Betrachtung. Sie k√∂nnen derzeit noch die √úbergangsregelungen (Annex) in Anspruch nehmen, jedoch empfiehlt es sich, die Risikotragf√§higkeitsrechnung im Hinblick auf die √∂konomische Betrachtung sowie die steigenden Anforderungen hinsichtlich des Konfidenzniveaus fr√ľhzeitig weiterzuentwickeln, denn die M√∂glichkeit der fortgesetzten Nutzung aktuell implementierter Going Concern-Ans√§tze ist unserer Einsch√§tzung nach als ‚ÄěPlatzhalter‚Äú f√ľr die k√ľnftige Entwicklung eines √∂konomischen Ansatzes zu verstehen.

Die Bedeutung der Substanz¬≠wertrechnung als Basis auch f√ľr die Risikotragf√§higkeitsermittlung gewinnt vor diesem Hinter¬≠grund weiter an Bedeutung. In diesem Zusammenhang empfiehlt es sich die Substanzwertrechnung bei der Weiterentwicklung des ICAAP noch einmal auf den Pr√ľfstand zu stellen bzw. ‚Äď sofern eine solche bislang nicht erstellt wird ‚Äď die Notwendigkeit f√ľr deren Erstellung erneut zu beurteilen.

Gem√§√ü dem Anschreiben der BaFin zum √ľberarbeiteten RTF-Leitfaden sind zun√§chst keine Fristen f√ľr die Institute zur Umsetzung der aktualisierten Vorschriften verbunden. Ein wesentlicher Grund liegt sicherlich in der weiteren Zul√§ssigkeit der bestehenden Going Concern-Ans√§tze (Annex). Die BaFin weist jedoch explizit darauf hin, dass sich diejenigen Institute, welche die bestehenden Going Concern-Verfahren weiter nutzen wollen, heute schon Gedanken √ľber die zuk√ľnftige Umsetzung der jetzt aktualisierten Anforderungen (z.B. im Rahmen von Proberechnungen) machen sollten. Diese Sichtweise kommt aktuell wahrnehmbar auch im Rahmen von Sonderpr√ľfungen nach ¬ß 44 KWG und den bank¬≠auf¬≠sichtlichen Jahresgespr√§chen mit der Gesch√§ftsleitung¬† sehr deutlich zum Ausdruck.

Bei Fragen hilft Ihnen unser Experte Daniel Puls (daniel.puls@pwc.com) gerne weiter.

Das PwC-Leasing Team w√ľnscht frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in das neue Jahr 2019

In einem kurzen Video wollen mein Kollege Michael Benner und ich gemeinsam mit Ihnen das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren lassen. Was die Leasingbranche und uns in den letzten Monaten bewegt hat, sehen Sie im PwC-Leasing Jahresr√ľckblick 2018.

Wir bedanken uns bei Ihnen f√ľr das entgegengebrachte Vertrauen und wollen bereits an dieser Stelle versichern, dass wir Sie auch im kommenden Jahr mit aktuellen Themen rund um das Thema Leasing auf dem Laufenden halten werden.

Besinnliche Weihnachten und einen guten Start in das neue Jahr w√ľnscht Ihnen,

Michael Henneberger und das gesamte PwC-Leasing Team

Aktueller Stand zur Umsetzung der EU-DSGVO bei Leasinggesellschaften in Deutschland ‚Äď Ergebnisse unseres Leasingforums 2018

Der Zeitraum f√ľr die Umsetzung der EU-DSGVO ist seit dem 25. Mai 2018 verstrichen. Dennoch weist ein Gro√üteil der Unternehmen in Deutschland noch L√ľcken bei der Umsetzung der neuen Datenschutzanforderungen auf. Um herauszufinden, wie sich die Leasingbranche selbst in Bezug auf den Umsetzungsstand der Verordnung einsch√§tzt, wurden im Rahmen unseres j√§hrlich stattfindenden PwC-Leasingforums 62 Branchenvertreter zu ausgew√§hlten Themen der EU-DSGVO befragt.

Welche spannenden Ergebnisse sich aus dieser Umfrage ergeben haben, lesen Sie auf unserer Homepage.

 

 

 

 

CIO Forum 2018 ‚Äď Herausforderungen der digitalen Transformation f√ľr Leasinginstitute

Die digitale Transformation sowie steigende regulatorische Anforderungen ver√§ndern auch sp√ľrbar das Fundament von Leasinginstituten hinsichtlich Strategie, Struktur, Kultur und Prozessen. Insbesondere trifft dies auch auf die Kommunikation und den Informationsaustausch zu. Erfahren Sie, welche Chancen sich er√∂ffnen, aber auch, welche Fallstricke zu vermeiden sind.

Wie jeder technologischer Fortschritt bringt auch die Digitalisierung neue Chancen und Risiken mit sich. Wir werden daher zunächst neue digitale Markttrends im Finanzsektor beleuchten und dann auf Lessons Learned aus regulatorischen Umsetzungsprojekten sowie neue regulatorische Anforderungen eingehen.

Im Anschluss daran stellen wir Ihnen Best-Practice-Ans√§tze und Praxisberichte zur Einf√ľhrung einiger aktueller Markttrends, etwa zur Cybersicherheit, robotergesteuerten Prozessautomatisierung oder Enterprise Agility vor.

Die Veranstaltung findet an folgenden Terminen und Orten von 16:00 bis 19:30 Uhr statt:
19. November 2018, Frankfurt am Main
22. November 2018, D√ľsseldorf
28. November 2018, M√ľnchen
10. Dezember 2018, Berlin

Die Teilnahme ist f√ľr Sie kostenfrei.

Unter folgendem Link k√∂nnen Sie sich zum CIO-Forum anmelden: www.pwc-events.com/cioforum2018 

Im Anschluss an die Vorträge haben Sie die Möglichkeit, mit unseren Referenten und den anderen Teilnehmern ins Gespräch zu kommen.

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