Kategorie: IT

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Digitale IdentitÀten im Leasingprozess

“Sie können Ihren Leasingvertrag auch gerne bequem von zu Hause unterzeichnen.” – Stellen Sie sich vor, solche SĂ€tze sind bald nicht mehr reine Zukunftsmusik, sondern gehören zum Alltag in der Kommunikation mit Ihren Kunden bzw. Interessenten.

Amazon, Google und Apple – alles Unternehmen, die einen signifikanten Einfluss auf das Konsumverhalten bzw. die Anforderungen an das Kauferlebnis von uns als Konsumenten haben. Durch die Angewohnheit WertgegenstĂ€nde und / oder Dienstleistungen mit wenigen Klicks zu kaufen, sind auch bereits lang etablierte Unternehmen aus den unterschiedlichsten Industrien und Branchen gezwungen neben der Effizienzsteigerung im Back- und Middle-Office auch die Frontoffice Prozesse nachhaltig zu optimieren.

Wie ein neues Leasingsystem in wenigen Wochen ausgewÀhlt werden kann

Nachdem das LeasinggeschĂ€ft in den 60er Jahren aufkam, wurde die steigende Nachfrage in den 80er Jahren durch die ersten Anwendungsprogramme fĂŒr Leasinggesellschaften technisch unterstĂŒtzt. Fast immer handelte es sich um Eigenentwicklungen, deren Entwicklungsprojekte visionĂ€re FĂŒhrungskrĂ€fte ins Leben riefen. WĂ€hrend sich in den Folgejahren die technische Ausstattung hinsichtlich Desktop-PCs, mobiler EndgerĂ€te und Office-Programmen weiterentwickelte, blieb die Kernanwendung des Leasings hĂ€ufig unangetastet.

Die ersten notwendigen Änderungen hatten klassische Treiber: Anbindung eines neuen Buchhaltungssystems, Implementierung einzelner Produktneuerungen oder Anpassungen zu regulatorischen Anforderungen. FĂŒr viele Entscheider waren dies zwingende Maßnahmen, deren langfristige Auswirkung, bspw. erhöhte KomplexitĂ€t in der Architektur oder InstabilitĂ€t durch Vielzahl an Schnittstellen, zunĂ€chst nicht wesentlich ins Gewicht fielen.

Parallel entwickelten sich auf dem Markt IT-Standardlösungen fĂŒr Leasinggesellschaften – heute gibt es weltweit ĂŒber 40 namenhafte Leasinglösungen, die mit Referenzen und erfolgreichen Installationen werben. Das Versprechen dieser IT Dienstleister ist bis heute die Vereinfachung der Leasingprozesse, damit sich die Leasinggesellschaften auf Ihren Kunden konzentrieren können.

Leasinggesellschaften, die heute noch das System aus den 80er oder 90er Jahren als KernstĂŒck ihr Eigen nennen, haben hĂ€ufig eine Odyssee aus Vorstudien und gescheiterten IT Implementierungen hinter sich. Mitarbeiter haben viele Tage und Wochen in stundenlangen Workshops verbracht, um Anforderungen zu erheben – mit dem Ergebnis, dass sich die Arbeit nicht ausgezahlt hat und kein neues System implementiert worden ist. Die schlechte Nachricht: Der Markt fĂŒr Leasing-Standardsoftware wird zunehmend unĂŒbersichtlicher. Zu den etablierten IT Lösungen treten Entwicklungen mit modularem Aufbau und neuen Datenmodellen in Konkurrenz, sodass es nicht nur Fachlichkeit zur Auswahl, sondern auch IT-technische Erfahrung braucht.

Dennoch ist ein Systemwechsel fĂŒr die meisten Leasinggesellschaften unumgĂ€nglich. Aus der Erfahrung mit Leasinggesellschaften hat das Leasing-Team PwC deshalb eine Lösung geschaffen, mit der innerhalb weniger Wochen eine IT Lösung ausgewĂ€hlt und mit erfahrenen Profis implementiert werden kann.

Wie sieht diese Lösung aus?

Zur Auswahl einer neuen IT Lösung braucht es 2 Komponenten:

  • Marktkenntnis der vorhandenen IT Leasinglösungen
  • Kenntnis der fachlichen und technischen Anforderungen der Leasinggesellschaft

 

Marktkenntnis der vorhandenen IT Leasinglösungen

Das Leasing-Team der PwC hat sich die Top 20 IT Lösungen im Markt angeschaut und eine outside-in-basierte Übersicht erstellt. FĂŒr jede IT Lösung steht ein Steckbrief zur VerfĂŒgung, der neben Informationen zum Hersteller und einer Liste der Referenzkunden, auch eine Beschreibung und den Abdeckungsgrad der LeasingfunktionalitĂ€ten enthĂ€lt.

Auf Basis dieser Longlist kann eine erste EinschÀtzung des Marktes vorgenommen werden und die Leasinggesellschaft kann qualifiziert entscheiden, welche IT Lösung detaillierter betrachtet werden soll.

Kenntnis der fachlichen und technischen Anforderungen der Leasinggesellschaft

Basierend auf vielen Jahren Erfahrung hat das Leasing-Team der PwC einen Katalog der funktionalen und nicht-funktionalen Anforderungen fĂŒr die Auswahl einer neuen IT Lösung zusammengestellt. In gezielten Einzelinterview mit Experten der Leasinggesellschaft können die Anforderungen verfeinert oder angepasst werden, sodass innerhalb weniger Tage das Anforderungsset kundenindividuell zur VerfĂŒgung steht und die Auswahl am Markt beginnen kann.

Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie ein neues IT System innerhalb weniger Wochen auswÀhlen wollen. Wir helfen Ihnen gerne.

CIO Forum 2018 – Herausforderungen der digitalen Transformation fĂŒr Leasinginstitute

Die digitale Transformation sowie steigende regulatorische Anforderungen verĂ€ndern auch spĂŒrbar das Fundament von Leasinginstituten hinsichtlich Strategie, Struktur, Kultur und Prozessen. Insbesondere trifft dies auch auf die Kommunikation und den Informationsaustausch zu. Erfahren Sie, welche Chancen sich eröffnen, aber auch, welche Fallstricke zu vermeiden sind.

Wie jeder technologischer Fortschritt bringt auch die Digitalisierung neue Chancen und Risiken mit sich. Wir werden daher zunÀchst neue digitale Markttrends im Finanzsektor beleuchten und dann auf Lessons Learned aus regulatorischen Umsetzungsprojekten sowie neue regulatorische Anforderungen eingehen.

Im Anschluss daran stellen wir Ihnen Best-Practice-AnsĂ€tze und Praxisberichte zur EinfĂŒhrung einiger aktueller Markttrends, etwa zur Cybersicherheit, robotergesteuerten Prozessautomatisierung oder Enterprise Agility vor.

Die Veranstaltung findet an folgenden Terminen und Orten von 16:00 bis 19:30 Uhr statt:
19. November 2018, Frankfurt am Main
22. November 2018, DĂŒsseldorf
28. November 2018, MĂŒnchen
10. Dezember 2018, Berlin

Die Teilnahme ist fĂŒr Sie kostenfrei.

Unter folgendem Link können Sie sich zum CIO-Forum anmelden: www.pwc-events.com/cioforum2018 

Im Anschluss an die VortrÀge haben Sie die Möglichkeit, mit unseren Referenten und den anderen Teilnehmern ins GesprÀch zu kommen.

Leasingforum 2018 – Wir freuen uns mit spannenden Themen auf Sie

In unserem jĂ€hrlichen Leasingforum möchten wir Ihnen unsere Sicht ĂŒber aktuellen Themen, welche die Branche bewegen, vorstellen und diese mit Ihnen diskutieren. Auch in diesem Jahr haben wir fĂŒr Sie eine spannende Agenda vorbereitet.  

Das Thema Digitalisierung steht hierbei im Mittelpunkt.. Hierzu möchten wir mit Ihnen die rechtlichen Aspekte der Digitalisierung in Bezug auf die EU-Datenschutzgrundverordnung und deren Umsetzungsstand beleuchten sowie neue technologische Möglichkeiten wie den Einsatz von Robotics in der Praxis betrachten.

Da Innovation, agiles Handeln und neue Herangehensweisen an Herausforderungen – nicht nur im Bereich der Digitalisierung – insbesondere in der Leasingbranche  wesentliche Differenzierungsfaktoren sind, werden wir Ihnen einen Einblick in unser Experience Center bieten, wo Sie in verschiedenen Kurzworkshops Innovation selbst erleben können.

DarĂŒber hinaus informieren wir Sie kurz und prĂ€gnant ĂŒber weitere aktuellen Themen, die die Branche betreffen.

Das Leasingforum wird an drei Standorten von 9.30 bis 12:45 Uhr an folgenden Terminen stattfinden:

Donnerstag, 30. August 2018, Frankfurt am Main     
Donnerstag, 06. September 2018, DĂŒsseldorf
Dienstag, 18. September 2018, MĂŒnchen

Unter folgenden Link können Sie sich unser Leasingforum anmelden:www.pwc-events.com/leasingforum

Wir freuen uns, Sie als Teilnehmer des Leasingforums in unseren Niederlassungen begrĂŒĂŸen zu dĂŒrfen. 

 

DSGVO – der Countdown lĂ€uft (Teil 2)

Teil 1 des Interviews finden sie hier.


Teil 2:

Was sind aus Ihrer Sicht die Aspekte mit der höchsten PrioritÀt, die im Rahmen der Umsetzung zu beachten bzw. umgesetzt werden sollten um das Risiko von Sanktionen zu minimieren?

In erster Linie ist es natĂŒrlich ratsam alle Anforderungen die sich z. B. auf die Kommunikation gegenĂŒber dem Kunden auswirken bzw. in der Außendarstellung des Unternehmens liegen möglichst bis zum 25. Mai 2018 abzuschließen. Im Moment versenden sehr viele Unternehmen ihre an die EU-DSGVO angepassten allgemeinen GeschĂ€ftsbedingungen und/oder neue EinwilligungserklĂ€rungen. Sofern dies noch nicht geschehen ist, empfehlen wir dringend dies kurzfristig nachzuholen.

Zudem erwarten wir ab dem 25. Mai 2018 einen sprunghaften Anstieg von Auskunftsersuchen der Betroffenen. Daher empfehlen wir den Unternehmen einen strukturierten Prozess zu etablieren, um die Anfragen effizient und compliant beantworten zu können.

Aus unserer Sicht hat es sich in der Praxis bewĂ€hrt zuerst die Zielaufbau- und Ablauforganisation zu konzipieren und hieraus resultierend einzelne Teilprojekte und Maßnahmen umzusetzen.

Die nach innen gerichteten Maßnahmen, wie z.B. die bereits erwĂ€hnte Anpassungen von IT-Systemen zur Umsetzung der Sperr- und Löschfunktionen können durchaus in einer spĂ€teren Projektphase umgesetzt werden, dĂŒrfen aber abschließend nicht vernachlĂ€ssigt werden.

GrundsÀtzlich empfehlen wir aber die Projekte nicht unnötig in die LÀnge zu ziehen, da es sich um die Umsetzung notwendiger regulatorischer Anforderungen handelt.

 

Besteht die Möglichkeit fĂŒr unsere Mandanten im Rahmen eines DSGVO-Pre-Checks dem eigenen Umsetzungsstand prĂŒfen zulassen und mögliche LĂŒcken zu identifizieren?

In vielen FĂ€llen existieren bereits teilweise Prozesse und Verfahren zum Datenschutz, welche am BDSG ausgerichtet aber fĂŒr die DSGVO-Compliance nicht ausreichend sind. Daher empfehlen wir ein Projekt immer mit einem solchen Pre-Check zu starten. Dabei können relativ schnell diejenigen Handlungsfelder identifiziert werden, die den grĂ¶ĂŸten Handlungsbedarf und die höchste PrioritĂ€t haben sollten. Darauf aufbauend kann dann eine dem Kontext der Organisation angepasste Projektplanung fĂŒr eine Umsetzung erstellt werden. Bei komplexen und langlaufenden Projekten empfehlen wir, auch sogenannte Quality Gates mit ZwischenprĂŒfungen durchzufĂŒhren.

SelbstverstĂ€ndlich unterstĂŒtzen wir unsere Mandanten bei der DurchfĂŒhrung eines Pre-Checks / einer ZwischenprĂŒfung und begleiten auch die Umsetzung mit unseren interdisziplinĂ€ren Expertenteams aus dem Rechtsbereich sowie der Beratung.

ZusĂ€tzlich können wir die Wirksamkeit des Datenschutzmanagementsystems (DSMS) bescheinigen. Dies bietet sich insbesondere dann an, wenn das Unternehmen sein DSGVO-Projekt abgeschlossen hat und einmalig oder regelmĂ€ĂŸig die DSGVO-KonformitĂ€t bescheinigt haben möchte. Hierzu prĂŒfen wir das im DSMS verankerte Kontrollsystem auf Basis des internationalen PrĂŒfungsstandard ISAE 3402 oder ISAE 3000. Da es derzeit noch keine sonstigen Instanzen gibt, die eine Datenschutzzertifizierung anbieten, erscheint uns dieses Vorgehen derzeit als die beste Möglichkeit, um den Kunden gegenĂŒber die Wirksamkeit der zum Datenschutz ergriffenen Maßnahmen nachweisen zu können.

DSGVO – der Countdown lĂ€uft (Teil 1)

Das Ende der Umsetzungsfrist fĂŒr die EU Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) liegt in greifbarer NĂ€he. Die Unternehmen haben nur noch wenige Tage Zeit die Anforderungen umsetzen. Wir wollen die Gelegenheit nutzen, um mit unserem Experten RĂŒdiger Giebichenstein in zwei BlogbeitrĂ€gen den aktuellen Umsetzungsstand sowie wesentliche Handlungsfelder zu diskutieren.

Kurze Vorstellung RĂŒdiger Giebichenstein:

RĂŒdiger Giebichenstein ist Partner im Bereich Risk Assurance Solutions Financial Services bei PwC und mit seinem Expertenteam bundesweit fĂŒr Datenschutz- und Informationssicherheit, Business Continuity Management sowie IT-Compliance tĂ€tig.

 

 

In weniger als einem Monat tritt die neue EU Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft. Wie ist Ihre EinschÀtzung zum aktuellen Umsetzungsstand der Mandanten?

BezĂŒglich des aktuellen Umsetzungsstands erleben wir ein eher verteiltes Bild. Einerseits haben einige Mandaten, insbesondere die große Unternehmen, hierzu bereits 2017 entsprechende Projekte gestartet und sind auf einem guten Weg die EU-DSGVO bis zum 25. Mai 2018 in zumindest den GrundzĂŒgen umzusetzen.

Es gibt aber Unternehmen, die den Umsetzungsaufwand und dazu zĂ€hlen insbesondere die mit komplexen GeschĂ€ftsmodellen und IT-Landschaften deutlich unterschĂ€tzt und demzufolge die Projekte tendenziell zu spĂ€t gestartet haben. FĂŒr diese Unternehmen wird sich die Umsetzung der EU-DSGVO auch noch deutlich bis nach Ende Mai 2018 hinziehen.

Im Mittelstand zeigt sich, dass hier noch deutlicher Nachholbedarf existiert. Dort wurden die Entwicklungen zur DSGVO nicht oder nicht ausreichend verfolgt und beim Top Management wenige Projekte initiiert bzw. entsprechendes Bewusstsein geschaffen.

 

Wo sehen Sie noch die grĂ¶ĂŸten HĂŒrden, Handlungsbedarf bzw. Unklarheiten im Rahmen der Umsetzung, die aktuell viele Mandanten vor Herausforderungen stellen?

Die wesentliche Herausforderung ist, dass die EU-DSGVO sehr generisch formuliert und die notwendige Konkretisierung an vielen Stellen bisher fehlt. Da es auch noch keine einschlĂ€gige Rechtsprechung gibt, sind die Unternehmen im Rahmen der Umsetzung dazu gezwungen, eigene Interpretationen zu liefern und entsprechende Annahmen zu treffen. Insbesondere sind dabei die Themen DatenschutzfolgeabschĂ€tzung oder DatenportabilitĂ€t zu nennen, die so im BDSG bisher nicht aufgefĂŒhrt waren. Je frĂŒher ein Unternehmen mit der Umsetzung dieser Themen begonnen hat, umso schwieriger war es fĂŒr diese auf good-practices oder etablierten Lösungen zurĂŒckzugreifen. Vor diesem Hintergrund ist es auch durchaus nachvollziehbar, dass gerade kleine und mittelstĂ€ndige Unternehmen den Beginn der Umsetzungsprojekte verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig lange hinausgezögert haben.

Auch die bisher im BDSG relativ konkret benannten technisch organisatorischen Maßnahmen (sog. TOM‘s), die zum Schutz von personenbezogenen Daten verpflichtend waren, sind durch generischere Formulierungen von sog. Schutzzielen abgelöst wurden, die allerdings z.T. bereits aus dem Bereich der Informationssicherheit bekannt sind. Dadurch werden den Unternehmen zwar zusĂ€tzliche Freiheiten eingerĂ€umt, die Schutzmaßnahmen an den fĂŒr sie relevanten Risiken auszurichten, gleichzeitig erfordert dies aber auch die Etablierung eines angemessenen Vorgehens zum IT-Risikomanagement was wiederum fĂŒr viele Unternehmen neu ist.

Viele Unternehmen tun sich auch schwer damit, die abstrakt formulierten Anforderungen an die Nachweis und Rechenschaftspflichten in fĂŒr den jeweiligen Kontext des Unternehmens passende Prozesse und Governance Strukturen zu ĂŒberfĂŒhren. Wir empfehlen daher unseren Mandanten den Aufbau eines sog. Datenschutzmanagementsystems (DSMS) und dieses eng mit ggf. bereits bestehenden Governance-Strukturen wie z.B. einem Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) oder dem internen Kontrollsystem oder anderen Compliance-Funktionen zu verzahnen. Dadurch kann ĂŒblicherweise der Aufbau von unnötigen Doppelstrukturen vermieden werden und Synergien zu weiteren regulatorischen Anforderungen wie z.B. denen des IT-Sicherheitsgesetzes oder den MaRisk und den Konkretisierungen fĂŒr die IT (BAIT und VAIT) wenn man beispielsweise den Finanzsektor betrachtet, erzielt werden.

Wie bereits erwĂ€hnt haben viele Unternehmen zudem den tatsĂ€chlichen Umsetzungsaufwand deutlich unterschĂ€tzt, da einige Anforderungen auch tiefgreifenden Anpassungsbedarf der einzelnen IT-Anwendungen erfordern. Insbesondere sind dabei das Recht auf „Vergessen werden“ und das Recht auf „EinschrĂ€nkung der Verarbeitung“ zu nennen, da viele Anwendungen bisher gar keine Möglichkeiten geboten haben, DatensĂ€tze strukturiert und nachvollziehbar zu löschen und stattdessen die DatensĂ€tze einfach fortschreiben.

Gerade zum Abschluss der Projekte sehen wir derzeit hĂ€ufig, dass es noch einmal erheblicher Anstrengung bedarf, um die umgesetzten Maßnahmen zum Datenschutz auch nachhaltig in der Unternehmenskultur zu verankern. Wir sind der Meinung, dass gelebter Datenschutz ein wirksames Instrument ist, um das Vertrauen der Kunden in eine Marke nachhaltig zu stĂ€rken. Die Unternehmen sollten sich nicht der „VerfĂŒhrung“ hingeben, Daten anders als zu dem Zweck zu dem sie erhoben wurden zu verwenden oder wichtige Maßnahmen zur Datensicherheit aus KostengrĂŒnden zu vernachlĂ€ssigen und somit das Vertrauen der Kunden zu verspielen. UnabhĂ€ngig hiervon hat der Gesetzgeber signifikante Sanktionsmaßnahmen vorgesehen (bis zu 20 Mio. EUR oder bis zu 4% des konzernweiten Umsatzes).

 


Teil 2 des Interviews finden Sie hier.

CIO Forum 2017 – IT-Entscheider diskutieren aktuelle Trends in der Finanzbranche

Die IT-Abteilungen von Leasinggesellschaften stehen heute vor komplexen Herausforderungen, da sie nicht nur funktionale, strategische, wirtschaftliche und regulatorische Anforderungen unter einen Hut bringen mĂŒssen, sondern zu diesem Zweck auch die neuen technologischen Möglichkeiten sicher und effizient einsetzen sollen.

Aus diesem Grund möchten wir Sie, nicht zuletzt wegen den vor kurzen veröffentlichten bankaufsichtlichen Anforderungen an die IT (MaRisk, BAIT), ĂŒber die neuesten regulatorischen Entwicklungen informieren und Ihnen anhand von Praxisbeispielen aufzeigen, wie sich technologische und sicherheitstechnische Herausforderungen, etwa bei der Nutzung von Cloud Services, bewĂ€ltigen lassen.

Unser diesjĂ€hriges CIO Forum „IT-Entscheider diskutieren Markttrends in der Finanzbranche“ findet im November und Dezember 2017 bundesweit an drei Standorten statt (jeweils von 16:00 – ca. 20:00 Uhr):

 

28. November 2017: Frankfurt a. M.

05. Dezember 2017: DĂŒsseldorf

11. Dezember 2017: MĂŒnchen

 

Weiteren Informationen zur Veranstaltung sowie die Möglichkeit zur Anmeldung (kostenfreie Teilnahme) finden Sie unter:

http://www.pwc-events.com/cioforum2017

Bankaufsichtsrechtliche Anforderungen an die IT – Herausforderungen fĂŒr Leasinggesellschaften

Das Thema IT ist bei Leasinggesellschaften aufgrund seiner wachsenden Bedeutung weiter in den aufsichtsrechtlichen Fokus gerĂŒckt. Mit der Festlegung von IT-PrĂŒfungsschwerpunkten bei Leasinggesellschaften hat die Aufsicht dies bereits in 2016 unterstrichen. Ein weiterer wesentlicher Schritt ergibt sich aus den „Bankaufsichtlichen Anforderungen an die IT“ (BAIT), welche derzeit zur Konsultation stehen und von Leasinggesellschaften – unter BerĂŒcksichtigung der ProportionalitĂ€t – analog anzuwenden sind.

Mehr dazu erfahren Sie von unseren Kollegen aus FS Risk Assurance Solutions (RAS).

 

 

Leasingforum 2017

In unserem jĂ€hrlichen Leasingforum möchten wir mit Ihnen unsere Sicht ĂŒber aktuellen Themen, die die Branche bewegen, vorstellen und diskutieren. Auch in diesem Jahr haben wir fĂŒr Sie eine spannende Agenda vorbereitet.

Die Themen Digitalisierung und Informationstechnologie stehen in diesem Jahr im Mittelpunkt. Dabei ist das Wachstumspotential aus dem digitalen Wandel fĂŒr die Leasingbranche Gegenstand unseres ersten Vortrags und wir freuen uns auf eine spannende Diskussion mit Ihnen.

In Anbetracht der jĂŒngsten Cyberangriffe und der aktuellen IT-PrĂŒfungsschwerpunkte der BaFin werden wir auch das Thema IT-Sicherheit betrachten. Unsere IT-Experten werden dazu unter anderem auf die bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen an die IT sowie auf Fragen zum Thema Cyber-Security eingehen.

Des Weiteren erwartet Sie ein Vortrag ĂŒber die Neuerungen der 4. EU-GeldwĂ€scherichtlinie, welche mit Wirkung zum 26. Juni 2017 mit der Veröffentlichung im Bundesblatt in Kraft getreten ist. Den heute aktuellen Stand der Diskussion finden Sie auch in dem folgenden PwC Blog-Beitrag.

Auch in Bezug auf die steuerlichen Neuerungen fĂŒr Leasinggesellschaften werden Sie durch unseren vierten Beitrag auf den aktuellsten Stand der Entwicklung bringen.

Das Leasingforum wird an drei Standorten von 9:00 bis 13:30 Uhr an folgenden Terminen stattfinden:

Dienstag, 29. August 2017; 60327 Frankfurt am Main

Donnerstag, 7. September 2017; 40227 DĂŒsseldorf

Dienstag, 19. September 2017; 80636 MĂŒnchen

Unter folgendem Link können Sie sich fĂŒr unser Leasingforum anmelden: www.pwc-events.com/leasingforum

Wir freuen uns, Sie als Teilnehmer des Leasingforums in unseren Niederlassungen begrĂŒĂŸen zu dĂŒrfen.

Chancen im Rahmen des erhöhten Informationsbedarfs der Leasingnehmer nach IFRS 16

Am 13. Januar 2016 ist der finale IFRS-Standard zur Leasingbilanzierung (IFRS 16) erschienen. Er ist fĂŒr alle nach IFRS bilanzierenden Unternehmen ab dem 1. Januar 2019 anzuwenden, eine vorzeitige Anwendung ist möglich. Die IFRS-Regelungen sehen vor, dass sĂ€mtliche LeasingverhĂ€ltnisse beim Leasingnehmer in Form von Nutzungsrechten mit korrespondierender Leasingverbindlichkeit in der Bilanz erfasst werden. Dies erhöht die KomplexitĂ€t und den Aufwand bei der Bilanzierung von LeasingverhĂ€ltnissen fĂŒr Leasingnehmer und kann damit die AttraktivitĂ€t von Leasing fĂŒr nach IFRS bilanzierende Leasingnehmer deutlich reduzieren bzw. die von Alternativen (z.B. Kauf) stĂ€rken.

Der umfangreiche Informationsbedarf, der zur Umsetzung der neuen Bilanzierungsvorgaben von Leasingnehmern benötigt wird, stellt diese vor große Herausforderungen, da die notwendigen Informationen meist weder zentral noch elektronisch vorliegen. Im Rahmen einer durch PwC durchgefĂŒhrten Umfrage unter 48 Unternehmen mit Sitz in Deutschland im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2016 haben 47% der Umfrageteilnehmer geschĂ€tzt, ĂŒber mehr als 1.000 LeasingvertrĂ€ge zu verfĂŒgen. Der sich hieraus ergebende Aufwand, diesen Vertragsbestand elektronisch zu inventarisieren, ist erheblich.

Um diesen Aufwand zu bewĂ€ltigen, hat PwC zusammen mit dem Fraunhofer Institut ein Leasingvertragstool entwickelt. Bei dem Leasingvertragstool handelt es sich um eine lernfĂ€hige Softwarelösung, welche in der Lage ist, aus im PDF-Format vorliegenden LeasingvertrĂ€gen automatisiert die zur Bilanzierung notwendigen Informationen herauszulesen und in eine standardisierte BedienoberflĂ€che zu ĂŒbertragen.

Das Vertragstool ermöglicht durch den Einsatz kĂŒnstlicher Intelligenz die standardisierte Auswertung und Verarbeitung der Vertragsunterlagen bei weiterhin möglicher individualisierter Vertragsgestaltung entsprechend der BedĂŒrfnisse der Leasingnehmer. FĂŒr Leasingnehmer bietet sich hierdurch die Möglichkeit enormer Zeit- und Kostenersparnis.

Eine weitere Alternative zur Verwendung des Leasingvertragstools und Chance fĂŒr die Leasinggeber besteht darin, dass sie die notwendigen Daten ĂŒber den Vertragsbestand ihren Kunden zur VerfĂŒgung stellen könnten. Neben der Zeitersparnis fĂŒr den Kunden stĂ€rken Leasinggeber hiermit ihre Kundenbeziehung. Aufgrund der Erstanwendungsfrist beginnen Leasingnehmer derzeit mit entsprechenden Umsetzungsprojekten und Leasinggeber sollten daher frĂŒhzeitig in die Kommunikation mit den Kunden ĂŒber die Umsetzung von IFRS 16 einsteigen.

 

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