Schlagwort: InstitutsVergV

Bleiben Sie auf dem Laufenden - der InstitutsVergV RSS-Feed

Institutsverg├╝tungsverordnung: BaFin ver├Âffentlicht Auslegungshilfe

Neue Auslegungshilfe ersetzt die Version vom 1. Januar 2014.

Am Freitag, den 16 Februar 2018, ver├Âffentlichte die BaFin eine aktualisierte Auslegungshilfe zur neuen Institutsverg├╝tungsverordnung (InstitutsVergV), welche am 4. August 2017 in Kraft getreten ist. Mit der Ver├Âffentlichung der Auslegungshilfe werden den Instituten Hinweise f├╝r die Umsetzung der Anforderungen aus der neuen InstitutsVergV gegeben.

Die aktuelle Version kann unter folgendem Link direkt auf der Internetseite der BaFin heruntergeladen werden:

www.bafin.de

Welche Auswirkungen sich durch die neue InstitutsVergV  für Leasinggesellschaften ergeben, lesen Sie in diesem Blogbeitrag.

Institutsverg├╝tungsverordnung ÔÇô wesentliche Auswirkung f├╝r Leasinginstitute

Zur Umsetzung von internationalen Richtlinien und Vorgaben wurde die Institutsverg├╝tungsverordnung (InstitutsVergV) angepasst und am 4. August 2017 in Kraft gesetzt.

Eine gute Nachricht f├╝r die meisten Leasinggesellschaften besteht darin, dass die Identifizierungspflicht von Risikotr├Ągern f├╝r alle Institute nicht umgesetzt wurde. Weiterhin besteht diese Verpflichtung nur f├╝r die bedeutenden Institute. Insbesondere aufgrund des Schwellenwertes von ┬ž 17 Abs. 1 InstitutsVergV in H├Âhe von ÔéČ 15 Mrd. Bilanzsumme im Durchschnitt der letzten drei Jahre, d├╝rften nur wenige Leasinggesellschaften hiervon sowie den damit verbundenen weiteren ├änderungen betroffen sein.

Obwohl die Verordnung gem. ┬ž 28 InstitutsVergV erst mit Beginn des n├Ąchsten Bemessungszeitraums i.S. ┬ž 19 InstitutsVergV umzusetzen ist, ist bereits heute zu beachten, dass sich ├änderungen in einzelnen Definitionen ergeben haben. So wurde die Definition der variablen Verg├╝tung dahingehend angepasst, dass alle Bestandteile, die nicht gem. ┬ž 2 Abs. 6 InstitutsVergV fix sind, als variabel anzusehen sind. Hiervon betroffen sind grunds├Ątzlich auch Abfindungen und Zulagen, welche nur unter engen Voraussetzungen als fixer Bestandteil klassifiziert werden k├Ânnen. Auswirkungen in Bezug auf den Bonus Cap gem. ┬ž 25 Abs. 5 KWG sind f├╝r Leasinggesellschaften allerdings nicht von Bedeutung, da diese gem. ┬ž 2 Abs. 7a KWG von deren Anwendung ausgenommen sind.

In Bezug auf Abfindungen haben Leasinggesellschaften k├╝nftige Grunds├Ątze zu fixieren, die einen H├Âchstbetrag oder Kriterien f├╝r die Bestimmung regeln. Dar├╝ber hinaus ist das Verg├╝tungssystem j├Ąhrlich zu ├╝berpr├╝fen und sofern M├Ąngel festgestellt werden, ein Ma├čnahmenplan zu erstellen und die umgesetzten Ma├čnahme zu dokumentieren.

Da die neuen Vorschriften bereits Gegenstand der anstehenden Jahresabschlusspr├╝fung sein werden, sollten Leasinggesellschaften im Rahmen einer GAP-Analyse den individuellen Anpassungsbedarf ermitteln und entsprechende Ma├čnahmen definieren bzw. bereits umsetzen.

Weitere Informationen zur Institutsverg├╝tungsverordnung finden Sie hier.

Institutsverg├╝tungsverordnung – ├╝berarbeiteter Entwurf ver├Âffentlicht

Die BaFin hat am 19. Januar 2017 den finalen Entwurf der neuen Institutsverg├╝tungsverordnung (InstitutsVergV) ver├Âffentlicht. Die neue Verordnung wird wie im Dezember letzten Jahres angek├╝ndigt voraussichtlich am 1.┬áM├Ąrz 2017 in Kraft treten. Mit der ├╝berarbeiteten Fassung wurden im Wesentlichen die Leitlinien f├╝r eine solide Verg├╝tungspolitik der Europ├Ąischen Bankenaufsichtsbeh├Ârde EBA umgesetzt. Die Novellierung beinhaltet u.a.:

  • Eine sch├Ąrfere Konturierung der Verg├╝tungsarten.
  • Eine gr├Â├čere Differenzierung hinsichtlich variabler Verg├╝tung.
  • Spezifizierung der ex post-Risikoadjustierung mit vorgeschriebenen Clawback-Klauseln (M├Âglichkeit zum R├╝ckgriff auf bereits ausbezahlte variable Verg├╝tungselemente).

Das Verh├Ąltnism├Ą├čigkeitsprinzip in Form von Schwellenwerten, bei deren Erreichen oder ├ťberschreiten die besonderen Anforderungen an die Risikoadjustierung der variablen Verg├╝tung von Risikotr├Ągern zwingend vorgeschrieben werden, wurde beibehalten. Institute, die das Leasing und das Factoring betreiben, m├╝ssen als Nicht-CRR-Institute, sofern sie nicht bedeutend im Sinne der InstitutsVergV sind, weiterhin keine Risikotr├Ąger identifizieren und nur die allgemeinen Anforderungen in Abschnitt 2 und ggf. die Anforderungen in Abschnitt┬á4 erf├╝llen. Die Bilanzsummen-Grenze f├╝r bedeutende Institute wurde bei ÔéČ┬á15┬áMrd. belassen und nicht wie von der EU Kommission beabsichtigt auf ÔéČ┬á5┬áMrd. verringert.

 

Den von der BaFin ├╝berarbeiteten Entwurf finden Sie hier.

/* */