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MaRisk 2016 ‚Äď Risikoberichterstattung BT 3

Die Risikoberichterstattung steht immer mehr im Fokus der Aufsicht und wird auch vermehrt im Rahmen von Sonderpr√ľfungen √ľberpr√ľft. Die √Ąnderungen und Neuerungen im Rahmen der MaRisk Konsultation 2/2016 best√§tigen diesen Eindruck. In den MaRisk 2016 werden erweiterte und versch√§rfte Anforderungen an die Risikoberichterstattung gestellt. In dem BT 3.1 werden die Allgemeinen Anforderungen an die Risikoberichterstattung geregelt, in BT 3.2 wird die Berichterstattung der Risikocontrolling-Funktion geregelt.

Die neuen Regelungen an die Risikoberichterstattung resultieren aus dem ‚ÄěDreiklang‚Äú – Erwartungen der Adressaten, Anforderungen der Aufsicht und Interne Infrastruktur. Um diesem Dreiklang gerecht werden zu k√∂nnen ist eine vollst√§ndige, genaue und aktuelle Datengrundlage unverzichtbar. Die Sicherstellung der Reportingqualit√§t stellt zudem Anforderungen an die Datengranularit√§t. Nur wenn das Institut sichergestellt hat, das diese Themen ordnungsgem√§√ü gemanagt werden, sind die Voraussetzungen f√ľr die Erf√ľllung der Anforderungen und Erwartungen an die Risikoberichterstattung √ľberhaupt gegeben, da die neuen MaRisk nun wesentliche Informationen zu den einzelnen als wesentlich eingestuften Risikoarten fordern. Daneben sind weitere Informationen √ľber die Angemessenheit der Kapitalausstattung genauso wie Angaben zum √∂konomischen Kapital sowie der Prognose zur Entwicklung der Kapitalausstattung, der Liquidit√§ts- und der Refinanzierungspositionen anzugeben. In m√∂glichen Stressphasen muss gerade die Risikocontrolling-Funktion schneller und pr√§zise Bericht erstatten k√∂nnen um sowohl Steuerungsma√ünahmen ableiten also auch nachweisen zu k√∂nnen, dass die Berichterstattung sich weiterentwickelt hat.

Was sind nun die Auswirkungen und Herausforderungen f√ľr die Institute:

  1. Eine Anpassung der Berichtsprozesse ist – sofern noch nicht bereits validiert und angepasst – erforderlich, da √ľber alle wesentlichen Risikoarten – bis auf das operationelle (j√§hrlich) Risiko – quartalsweise zu berichten ist.
  2. Prognosen zur Entwicklung der Kapital- und Liquiditäts- sowie der Refinanzierungsposition sind in die Berichterstattung ebenfalls quartalsweise zu integrieren. Es sind deshalb spezifische Prozesse in Zusammenarbeit mit den verschiedenen Abteilungen zu implementieren.
  3. Bisher häufig auftretende Schwächen in der Berichterstattung wie z.B. die nicht ausreichende Flexibilität bei der Aufbereitung und ggfs. den Anpassungsmöglichkeiten der Risikodaten und Risikoberichten sowie die zu umfangreichen Erstellungsdauern, sind zu beheben. Ebenso sind die häufig fehlende Qualitätssicherung und Abstimmung der Risikoberichterstattung zu beheben.
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