Öffentlicher Sektor – Zukunft gestalten

Das StadtLabor – Digitale Lösungen erlebbar konzipieren

Bürgerinnen und Bürger wünschen sich eine digitale Verwaltung. In der von PwC vor kurzem veröffentlichten Studie Die vernetzte Verwaltung – Digitalisierung aus der Bürgerperspektive bestätigten 91 Prozent der Befragten, dass sie Verwaltungsvorgänge online erledigen möchten. Die Digitalisierung der Verwaltung ist für Kommunen das essentielle Zukunftsthema. Dennoch ist es für viele noch schwer, sich strukturiert den zahllosen Erwartungen zu nähern. PwC stellte daher beim diesjährigen KGSt Forum in Kassel das StadtLabor vor. Dieser besondere Ort mit einer speziellen Systematik und Methodik ermöglicht in jeder Kommune die Planung aller nötigen Schritte in eine ganzheitlich vernetzte Verwaltung.

 

Podiumsdiskussion „Im Gespräch mit…“

Wie also geht Digitalisierung? Beim ausgebuchten Podiumsgespräch „Im Gespräch mit…“ tauschte sich Dirk Greskowiak (KGSt) zusammen mit Borries Hauke-Thiemian (PwC) und Herrn Dr. Heinz (Stadt Köln) über das Thema „Wie gelingt Kommunen der Sprung in die digitale Ära? Digitalisierung konkret im Rahmen der Verwaltungsreform der Stadt Köln“ aus.

 

 

 

 

 

 

 

Im Ergebnis zeigte sich, dass ein Zukunftsbild und die Schritte dahin gemeinsam mit den Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeitern entwickelt werden sollte. Nur so kann der Sprung in die vernetzte Verwaltung kraftvoll und nachhaltig umgesetzt werden. Im Nachgang konnten die angesprochenen Themen am Messestand von PwC zum StadtLabor weitergeführt und vertieft werden.

 

Das StadtLabor

Das von PwC konzipierte StadtLabor unterstützt Kommunen individuell dabei, sich an die steigenden Erwartungen der Bürger anzupassen, aufkommenden Fragestellungen systematisch zu begegnen und den Sprung in die ganzheitlich vernetzte Verwaltung zu schaffen. Die zugrundeliegende Arbeitsmethode des begeh- und erlebbaren StadtLabors ist die Methode des Design Thinking, mit der unter Beteiligung eines Teams aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der kommunalen Verwaltung ein Digitalisierungsvorhaben entlang von sechs Schritten greifbar und schnell entwickelt werden kann. Die konzeptionelle Grundlage in der Laborarbeit bilden vier Handlungsfelder, welche die Lösung zu einer Digitalisierungsfragestellung prägen: Ziel ist eine ganzheitliche Betrachtung durch die Linse des jeweiligen Handlungsfeldes. Spezifische Methodensets zu den Handlungsbereichen dienen der Entwicklung eines digitalen Zukunftsbildes.

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Informationen

Das StadtLabor: http://www.pwc.de/stadtlabor

Studie – Die vernetzte Verwaltung: http://www.pwc.de/umfrage-buergerkonto2017

Ansprechpartner

Borries Hauke-Thiemian

Director

Tel.: +49 40 6378-1321

borries.hauke-thiemian@pwc.com

Energierecht aktuell

In dieser Ausgabe gehen wir den umfangreichen Gesetzesänderungen nach, die das energierechtliche Umfeld für Unternehmen erneut deutlich verändert haben. Dabei wird der Beitrag insbesondere auf die gesetzlichen Neuregelungen zum Erneuerbare Energien Gesetz (EEG 2017) und zum Kraft- Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG 2017) sowie auf die Einführung eines Mieterstromzuschlags (Mieterstromgesetz) eingehen.

Diese Neuregellungen werden die deutsche Energielandschaft zusammen mit den Gesetzesänderungen des Vorjahres formen. Sie werfen neue rechtliche Fragestellungen auf, bieten zugleich aber auch wirtschaftliche Chancen für Unternehmen. Dabei wird sich noch zeigen müssen, ob die vorliegend behandelten gesetzlichen Neuerungen die richtigen Antworten auf die politisch gewollten Herausforderungen der Energiewende bieten können.

Weitere Informationen: Herbstserie_Energierecht aktuell

Ihr Ansprechpartner

Karl-Hubert Eckerle

Partner

Tel.: +49 89 5790-6756

karl-hubert.eckerle@de.pwc.com

Gebäudeenergiegesetz auf Eis gelegt

Das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG), das das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) zu einem Regelwerk zu den energetischen Anforderungen im Gebäudesektor vereinigen soll, ist in der abgelaufenen Legislaturperiode über den Referentenentwurf nicht hinausgekommen.

Das Gesetzgebungsvorhaben soll nun in der neuen Legislaturperiode wiederaufgenommen werden. Das GEG will dazu beitragen, bis 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen. Es setzt die Vorgaben der Richtlinie 2010/31/EU über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden um, nach der ab 2019 Gebäude der öffentlichen Hand niedrigsten Energiegebäude sein müssen.

Ihre Ansprechpartnerin

RAin Mira Langemann-Marquardt

Tel.: +49 89 5790-6786

E-Mail: mira.langemann-marquardt@de.pwc.com

Untersuchung energetischer Quartierkonzepte

Eine aktuelle Erhebung von PwC zu energetischen Quartierkonzepten erfasst rd. 80 nach dem Förderprogramm KfW 432 – „Energetische Stadtsanierung“ erstellte und veröffentlichte Konzepte für Quartiere in ganz Deutschland.

Auch mehrere Jahre nach Auflegung dieses Förderpro-gramms Ende 2011 ist die Zahl der veröffentlichten Konzepte unverändert hoch. Durchschnittlich leben in den  untersuchten Quartieren rd. 2.300 Einwohner. Bei einer Spannweite zwischen weniger als 100 und mehr als 10.000 Einwohnern pro Quartier kommen die meisten der Unter-suchungsgebiete (rd. 75 %) auf 300 bis 3.500 Einwohner.  Mehr als die Hälfte der analysierten und veröffentlichten Quartierkonzepte stammt aus den Bundesländern Baden-Württemberg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfahlen.

Baualtersklassen

In rd. 70 % der untersuchten Quartiere sind die Gebäude vorwiegend den Baualtersklassen der Jahre 1949 bis 1978 zuzuordnen, also der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg und vor Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung; dies überrascht nicht, denn Gebäude dieser Altersklassen weisen meist ein großes Einsparpotential auf. Ebenfalls stark bzw. überrepräsentativ vertreten sind Quartiere mit vornehmlich vor 1918 errichteten Gebäuden.

Analyse der Auftragnehmer

Die Mehrzahl der Konzepte wurde von einem Konsortium mehrerer Auftragnehmer erstellt. Über 80 verschiedene Unternehmen waren demnach an Quartierkonzepten als Haupt- oder Unterauftragnehmer beteiligt. Dazu gehören Stadtentwicklungs-, Ingenieur- und Architekturbüros, Energieagenturen und -versorger, Hochschulen, eingetragene Vereine, kommunale Beratungsunternehmen sowie Unternehmensberatungen. Bei rd. 14 % der Konzepte waren Energieversorger als Haupt- oder Unterauftragnehmer engagiert, bei rd. 8 % gehörten kommunale Energieversorger zu den Auftraggebern.

CO2-Einsparungen

Die größten CO2-Einsparungen lassen sich laut den analysierten Quartierkonzepten durch die Gebäudesanierung bzw. -dämmung, die Installation von Photovoltaikanlagen, durch Nah- bzw. Fernwärmeversorgungen und den Tausch oder die Modernisierung von Heizungsanlagen erzielen. Hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit der einzelnen Maßnahmen lag meist nur eine Abschätzung der Investitionssummen, nicht jedoch eine Betrachtung der möglichen Kosten und Erlöse im Rahmen einer Gesamtbewertung vor.

CO2-Einsparziele für Quartiere

Die Untersuchungen deuten darauf hin, dass die in den Quartierkonzepten definierten Ziele in Bezug auf CO2-Ein-sparung im Durchschnitt weniger ambitioniert sind als die Ziele der Bundesregierung. Hier liegt der Einwand nahe,  dass CO2-Einsparungen bei Bestandsgebäuden im Vergleich zu anderen Energiesystemen – auch aus den Sektoren Strom-erzeugung und Verkehr – mit einem höheren Aufwand verbunden sind; es sei jedoch darauf hingewiesen, dass das langfristige Ziel der Bundesregierung für den Gebäude-bereich (80 % weniger Primärenergiebedarf) ähnlich anspruchsvoll ist wie das langfristige Gesamtziel für alle Sektoren (mindestens 80 bis 95 % weniger Treibhausgasemissionen).

Gefördertes Sanierungsmanagement

Ein professionelles Sanierungsmanagement erschließt nicht nur Fördermittel, die auch über die KfW-Angebote hinausgehen, sondern erhöht die Wahrscheinlichkeit der Umsetzung von Quartierprojekten deutlich. Den über 600 bereits bewilligten Anträgen zur Förderung eines energetischen Quartier-konzepts stehen bislang nur rd. 130 geförderte Sanierungs-managements für die Umsetzung der Konzepte gegenüber. Unsere Untersuchung deutet ebenfalls darauf hin, dass auf die Konzeptphase oft nicht oder nicht unmittelbar eine geförderte Sanierungsphase folgt.

Ihr Ansprechpartner

Dipl.-Kfm. André Schnelte

Tel.: +49 211 981-4081

E-Mail: andre.schnelte@de.pwc.com

Energiebilanzen – Herzstück der Energiewirtschaft

Energieversorger sehen sich häufig mit hohen aperiodischen Effekten konfrontiert, die gegenüber Anteilseignern erklärt werden müssen. In vielen Fällen resultieren diese aus einer fehlenden oder unvollständigen Plausibilisierung der Bilanziellen Abgrenzung und marktbedingten Prozessen mit teilweise großem zeitlichem Versatz, wie z.B. die Mehrmindermengenabrechnung, die bis zu 21 Monate nach dem tatsächlichen Liefermonat erstellt wird.

In einer Energiebilanz wird die Absatzmenge, die Einspeisung (Netz) bzw. Beschaffung (Vertrieb) sowie die Bilanzierung gemäß MaBiS/GaBi Gas gegenübergestellt. Der wesentliche Zweck der Energiebilanz liegt in der Plausibilisierung der Bilanziellen Abgrenzung. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Umsatzerlöse eines Energieversorgers korrekt ausgewiesen werden. Gemäß dem Prüfungshinweis 9.314 „Prüfung der Jahresverbrauchsabgrenzung bei rollierender Jahresverbrauchsablesung bei Versorgungsunternehmen“ verlangt das Institut der Wirtschaftsprüfer bei rollierender Jahresverbrauchsablesung eine Plausibilisierung anhand von Energiebilanzen. Zusätzlich sind Energiebilanzen für statistische Mengenmeldungen und zur Bewertung der Prozessqualität essentiell.

Abbildung1: Energiebilanz Netz

 

Abbildung 2: Energiebilanz Vertrieb

 

Als zentrales Controllinginstrument hilft die Energiebilanz alle Energiemengen zu erfassen und unerwünschte Entwicklungen in den dahinterliegenden Prozessen frühzeitig zu erkennen. Die Energiebilanz dient einer Vielzahl von Kontrollzielen, wie z.B. der Vollständigkeit und der Richtigkeit der Abrechnung und Bilanzierung. Sie ist damit auch ein wesentliches Instrument der Erlössicherung. Zudem können weitere Energiemengen wie z. B. EEG-Einspeisemengen, Mehr-und Mindermengen, RLM-Absatz und die Netzverluste plausibilisiert werden. Eine Energiebilanz sollte nicht nur zum Zeitpunkt des Jahresabschlusses erstellt werden, sondern in Abhängigkeit der Unternehmensgröße quartalsweise oder monatlich. Dadurch spielen sich die Prozesse ein und Differenzen können identifiziert und geklärt werden werden. So wird sichergestellt, dass die Energiebilanzen rechtzeitig und in hoher Qualität für die Abschlüsse zur Verfügung stehen.

Die Herausforderung besteht in der Definition der benötigten Energiemengen, im Detaillierungsgrad und in der fachbereichsübergreifenden Abstimmung. Bei der Gegenüberstellung der Energiemengen sind gewisse Toleranzgrenzen marktüblich. Die Abschätzung der Toleranzgrenzen stellt EVUs vor große Herausforderungen und Fachabteilungen werden oftmals auf unlösbare Erklärungssuche geschickt.

 

Unser Beitrag für eine ganzheitliche Energiebilanz

Gerne unterstützten wir Sie bei der Erstellung einer Energiebilanz mit unseren etablierten Konzepten, optimieren Ihre Datenflüsse im Erstellungsprozess und definieren Kennzahlen und Benchmarks für ein automatisiertes und nachhaltiges Monitoring. Sollten sich hierbei Anhaltspunkte auf Datenschwächen ergeben, können wir Sie mit unseren energiewirtschaftlichen Datenanalysetools bei der Fehlersuche unterstützen. Mit unseren detaillierten Kennzahlen und automatisierten Reports versetzten wir Sie selbst in die Lage Datenschwächen frühzeitig und kontinuierlich zu identifizieren.

Unsere Energiebilanzen mit etablierten Plausibilisierungsschritten und Benchmarks unterstützen Sie dabei die Qualität Ihrer Prozesse und die Belastbarkeit der Zahlen im Abschluss zu erhöhen sowie eine effiziente, vollständige und automatisierte Auswertung der Energiemengen zu schaffen.

Abbildung 3: Prozess für die Energiebilanz und Dauer der Meldewege

 

Ihre Ansprechpartner

Marco Galioto

PwC Energy Analytics & Governance

Tel.: +49 211 981 1607

E-Mail: marco.galioto@pwc.com

Julia März

PwC Energy Analytics & Governance

Tel.: +49 89 5790 6188

E-Mail: julia.maerz@pwc.com

Pascal Frey

PwC Energy Analytics & Governance

Tel.: +49 69 9585 6978

E-Mail: pascal.frey@pwc.com

 

 

Die vernetzte Verwaltung

In Ländern wie Dänemark, Österreich oder Estland gibt es sie bereits – die digitale Verwaltung, die den Bürgern eine Vielzahl mühevoller Behördengänge erspart. Auch in Deutschland würde sich die große Mehrheit der Menschen diesen Service wünschen. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC. So zeigen sich 91 Prozent offen für die Idee, zum Beispiel den Antrag auf Kindergeld oder die Ausstellung eines Reisepasses in Zukunft komplett online zu erledigen. Das Alter der Befragten spielt dabei erstaunlicherweise kaum eine Rolle: Selbst bei den Über-64-Jährigen liegt die Zustimmung bei rund 83 Prozent.

15 Minuten online statt sechsmal zum Amt

Acht von zehn Befragten können sich zudem vorstellen, sämtliche Verwaltungsvorgänge über ein digitales Bürgerkonto abzuwickeln. Damit ist ein Tool gemeint, über das die komplette Interaktion zwischen Bürger und Verwaltung zentral und transparent abgewickelt werden kann. „Ein solches Bürgerkonto hätte beispielsweise zur Folge, dass sich der frischgebackene Vater nicht nur online die Geburtsurkunde ausstellen lassen kann, sondern auch weitere Schritte wie der Antrag auf Elterngeld ausgelöst werden können. Momentan ist die Geburt eines Kindes mit einem halben Dutzend Behördengängen verbunden. Durch das Bürgerkonto ließe sich das Procedere mit einem gesamten Zeitaufwand von vielleicht 15 bis 30 Minuten online erledigen“, sagt Borries Hauke-Thiemian, Experte für Public Management Consulting bei PwC in Deutschland.

Tablet statt Wartemarke – das sollte die Vision sein

„Digitale Technologien sind heutzutage selbstverständlicher Bestandteil unseres täglichen Lebens. Immer mehr Menschen betreiben Online-Banking, shoppen im Internet oder nutzen Dienstleistungen wie Car-Sharing. Vor diesem Hintergrund ist den Menschen nur noch schwer begreiflich zu machen, warum sie sich für einfache Urkunden oder Dokumente einen halben Vormittag ins Amt setzen sollen“, so Hauke-Thiemian.

Wo es schon digitale Services gibt, werden diese auch genutzt

Dabei ist es natürlich nicht so, dass die deutschen Verwaltungen noch komplett in der Offline-Welt leben. Bei vielen Stadtverwaltungen können die Bürger inzwischen online Termine ausmachen. Dadurch reduzieren sich mögliche Wartezeiten. Zudem wird die Gefahr gebannt, dass sich Menschen sogar umsonst auf den Weg zum Amt machen. Bemerkenswerterweise nutzen die Deutschen solche Angebote der PwC-Umfrage zufolge bereits relativ intensiv. So gaben 67 Prozent der Befragten an, digitale Dienstleistungen ihrer Verwaltung in Anspruch zu nehmen. „Die Politik sollte darin einen Ansporn sehen, nicht auf halber Strecke stehen zu bleiben“, sagt Alfred Höhn, Leiter Öffentlicher Sektor bei PwC. „Denn einerseits ist es zwar erfreulich, dass die Online-Absprache von Verwaltungsterminen allmählich zum Standard wird. Andererseits kann dies gemessen an Ländern wie Dänemark allerdings nur ein Anfang sein. Denn dort können die Bürger von Steuerangelegenheit über Wohnkostenzuschüsse bis hin zur Scheidung nahezu alles online regeln. Ein solcher digitaler Rundum-Service sollte auch für Deutschland die Vision sein.“

Viel Vertrauen in die Stadtverwaltung – wenig in die Arbeitsagentur

Aus Sicht der potenziellen Nutzer gehört zu den großen Vorteilen des digitalen Bürgerkontos, dass sie damit Zeit sparen (68 Prozent Zustimmung) und Kosten reduzieren (64 Prozent Zustimmung). Darüber hinaus werden „Bequemlichkeit“, „Zuverlässigkeit“ und „Umweltverträglichkeit“ als positive Faktoren genannt. Auf der anderen Seite hegen viele Menschen allerdings datenschutzrechtliche Bedenken. So fürchten 60 Prozent, beim digitalen Bürgerkonto könnten personenbezogene Informationen in falsche Hände geraten. Entsprechend differenzieren viele Teilnehmer bei der Frage, welche Behörden Zugriff auf das Bürgerkonto erhalten sollen. Bei der Stadtverwaltung haben 82 Prozent der potenziellen Nutzer kein Problem damit. Den Sozialversicherungsträgern bringen immerhin 74 Prozent das nötige Vertrauen entgegen. Dagegen wäre nur eine Minderheit bereit, das Finanzamt (46 %), die Justiz (41 %) oder die Bundesagentur für Arbeit (28 %) Zugang zum digitalen Nutzerprofil zu gewähren.

„Unterm Strich lässt sich sagen: Die meisten Deutschen sind eindeutig für das digitale Bürgerkonto – allerdings nur, wenn die zu findende Lösung sicher ist und der Bürger die Hoheit über seine persönlichen Daten behält.“

Borries Hauke-Thiemian, Experte für Public Management Consulting bei PwC in Deutschland

Das Stichwort „E-Partizipation“ sagt erst wenigen etwas

Zurückhaltender zeigen sich die Deutschen bei einem weiteren Thema, das das Verhältnis zwischen Bürger und öffentlicher Hand im Online-Zeitalter betrifft – nämlich bei der sogenannten E-Partizipation. Mit dem Stichwort wird eine Steigerung der demokratischen Teilhabe durch die Nutzung digitaler Tools beschrieben; das wohl bekannteste Instrument in dieser Hinsicht ist bislang die Online-Petition. Nur 17 Prozent der Befragten zeigten in der Umfrage ein klares Verständnis, was mit E-Partizipation und Online-Beteiligung genau gemeint ist. 49 Prozent gaben an, die Begriffe zwar schon einmal gehört zu haben, sich ihrer Bedeutung allerdings nicht sicher zu sein.

Immerhin: Nachdem sie aufgeklärt wurden, gaben 57 Prozent der Befragten an, sie würden mehr Möglichkeiten von Online-Beteiligungen grundsätzlich begrüßen. PwC-Direktor Hauke-Thiemian meint: „Die Digitalisierung eröffnet ganz neue Möglichkeiten für die Einbindung von Bürgern in demokratische Prozesse. Dabei können breitere Zielgruppen erreicht, Prozesse beschleunigt, Meinungstendenzen einfacher erfasst und Informationen besser vermittelt werden.“

 

Ihre Ansprechpartner

Borries Hauke-Thiemian
Direktor
Tel.: +49 40 6378-1321

Email: borries.hauke-thiemian@de.pwc.com

Adrian Gelep

Manager

Tel.: +49 30 2636-4179

Email: adrian.gelep@de.pwc.com

Gesetzessammlung zur Urban Eco-Mobility

Auf der gemeinsamen Seite www.eco-mobility.org von PwC und dem Bundesverband der Energie und Wasserwirtschaft (BDEW) ist seit dem 12. September eine Gesetzessammlung zur Urban Eco-Mobility abrufbar, die von Dr. Matthias v. Kaler und Dr. Jule Martin, Rechtsanwälte, PwC Legal Berlin, gestaltet worden ist. Die Sammlung vermittelt einen Überblick zum vielschichtigen Rechtsrahmen der New Mobility. Dargestellt werden die wichtigsten Regelwerke, die auf internationaler, europäischer und nationaler Ebene existieren. Dazu gehören unter anderem das Elektromobilitätsgesetz, das Bevorrechtigungen von Elektrofahrzeugen im Straßenverkehr ermöglicht, und die Ladesäulenverordnung – sie regelt die technischen Mindestanforderungen an den Betrieb von Ladesäulen und verpflichtet die Ladesäulenbetreiber, punktuelles Laden zu ermöglichen. Die Gesetzessammlung, die sich an Vorbildern wie etwa der Gesetzeskarte des Bundeswirtschaftsministeriums zum Energierecht orientiert, rundet die Inhalte der Homepage ab, deren zentrales Anliegen die Sammlung von Projekten der Urban Eco-Mobility ist.

 

Ansprechpartner

Dr. Jule Martin

PwC Legal | Rechtsanwältin, Managerin

Tel.: +49 30 2636-4868

jule.martin@de.pwc.com

 

Dr. Matthias v. Kaler

PwC Legal | Rechtsanwalt, Senior Manager

Tel.: +49 30 2636-2471

matthias.kaler@de.pwc.com

 

Zweiter Aufruf zur „Förderung der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge“ gestartet – Anträge können bis zum 30. Oktober 2017, 16 Uhr gestellt werden

Das BMVI hat den zweiten Aufruf zur „Förderung der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge“ veröffentlicht. Ab dem 14. September 2017, 9:00 Uhr können Anträge gestellt werden.

Zur weiteren Unterstützung des flächendeckenden und bedarfsorientierten Ausbaus der Ladeinfrastruktur hat das BMVI jetzt den zweiten Aufruf zur Antragseinreichung veröffentlicht, mit dem die Errichtung von bis zu 12.000 Normal- und 1.000 Schnellladepunkten gefördert wird. Dafür stehen rund 100 Millionen Euro bereit. Förderfähig sind Investitionen rund um die Hardware sowie die Netzanschlusskosten für öffentlich zugängliche Normal- und Schnellladesäulen – die Förderquote beträgt bis zu 40%.

Die Antragstellung ist in der Zeit vom 14.09.2017, 9:00 Uhr bis zum 30.10.2017, 16:00 Uhr über das Förderportal des Bundes easy-online möglich.

Neu ist gegenüber dem ersten Aufruf, dass die Mittelvergabe nach dem zentralen Kriterium der geringsten Fördermittel pro kW Ladeleistung erfolgt.

Weitere Informationen zur Förderung stehen hier zur Verfügung.

 

Ansprechpartner
Dr. Georg A. Teichmann
Tel.: +49 69 9585-5517
georg.teichmann@de.pwc.com

Mei, jetzt wird’s digital! Die offizielle Oktoberfest App!

Im Rahmen des Oktoberfest-Sicherheitskonzepts hat das Team von Felix Hasse zusammen mit dem PwC Experience Center, muenchen.de, das offizielle Stadtportal, und der Stadt München eine Crowd Management Lösung inklusive Smartphone App entwickelt.

Es entstand die bisher umfangreichste Oktoberfest App mit allen erdenklichen Informationen für Wiesn-Besucher. Besonderer Service: „Live“ sehen, wie voll jedes Zelt ist und sehen in welchem Zelt deine Freunde sind.

 

Die App kann ab sofort, schon vor dem Oktoberfest heruntergeladen werden. Und sie wird natürlich während der 18 Festtage vom 16. September bis 3. Oktober ständig aktualisiert.

 

Ansprechpartner

Felix Hasse
Partner
Tel.: +49 211 981-1234

felix.hasse@de.pwc.com

 

Michael Birlbauer
Manager
Tel.: +89 5790-6809

michael.birlbauer@de.pwc.com

E-mobility für EVU – Nische oder Mega-Trend?

Elektromobilität galt trotz Umweltprämie und dem 1-Million-Ziel der Bundesregierung noch vor einem Jahr als Never-Ending Story, die nie recht begann. Und heute? Dieselgipfel, Rechtsprechung zu Fahrverboten, Energie-wende, Sektorenkopplung, neue Mobilitätskonzepte … Der Start schuss ist definitiv gefallen! Einige starten ambitioniert, die meisten ver halten. Die Frage die sich jeder stellt lautet: Was wird die Elektromobilität für EVUs: Goldgrube, Nische oder Stranded Investment?

Die Erwartungen sind groß, die Unsicherheiten auch: Wer wird die Märkte besetzen und wann? Wer ist schon aktiv, wer erfolgreich und womit? Wie sind die Rahmenbedingungen, welche Förderinstrumente gibt es? Welche technischen Herausforderungen stellen sich und welche Lösungen setzen sich durch? Welche Rolle kann die Energiewirtschaft beim Markterfolg der Elektromobilität einnehmen? Welche Geschäftsmodelle bieten sich an? Welche funktionieren schon? Was bedeutet der Erfolg der Elektromobilität für die Versorgungsinfrastruktur, das Investitionsverhalten und die Planungsgrundsätze?

Aktuell stellen sich mehr Fragen, als Antworten möglich sind. Wir möchten Sie daher im Rahmen unseres gemeinsamen Workshops mit Hubject über neueste Kenntnisse und Erfahrungen auf dem Gebiet der Elektromobilität informieren, Experten anhören und mit Ihnen ins Gespräch kommen. Bitte entnehmen Sie die weiteren Eckdaten der Einladung anbei.

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Wir freuen uns auf Sie!

 

Ansprechpartner

Thomas Ketzler
PwC
Tel.: +49 30 2636-1120
E-Mail: thomas.ketzler@pwc.com