5G im Krankenhaus – Digitalisierung – aber sicher

Der Mobilfunkstandard 5G beweist sich gegenüber der traditionellen WiFi Infrastruktur hinsichtlich der Latenzen, Datendurchsatz, Wirtschaftlichkeit, Energieeffizienz und Sicherheit als deutlich vorteilhafter. Daraus resultiert, dass auch Betreiber einer kritischen Infrastruktur vor der Herausforderung stehen, sich auf die Implementierung der 5G Technologie vorzubereiten. Zusammen mit Healthcare Mandanten arbeiten wir im Krankenhausumfeld stets an Entwicklungen von Use- Cases, indem wir Healthcare Digitalisierungs-Knowledge und unsere Cyber Expertise verknüpfen und diese zu einem anwendbaren Beratungspaket bündeln. Bislang konnten wir 50 Use-Cases identifizieren, wie zum Beispiel das autonome Fahren eines Roboters für den Medikamententransport, der Bildübertragung von laparoskopischen Eingriffen auf 3D Brillen, die mobile digitale Pflegedokumentation, eine Echtzeitortung von Patienten, den Ersatz der DECT Telefonie-Infrastruktur sowie die Optimierung der Waren- und Bettenlogistik.

Auch wenn die Vorteile des Mobilfunkstandards deutlich sind, stellt die veraltete Bausubstanz der Krankenhäuser die Betreiber vor eine Herausforderung, da vor allem die Verlegung der Kabel für die neue WiFi Infrastruktur mit hohen Kosten verbunden ist. Auch die entsprechenden Lizenzgebühren, Betriebs- und Administrationskosten sowie Betreibermodelle müssen für die Anschaffung des Mobilfunkstandard kostenkalkulatorisch berücksichtigt werden.

Entschieden werden muss allem voraus, ob der Betrieb des 5G Netzwerks mit eigener Hardware als Campus Netz fungieren soll oder durch Nutzung eines Frequenzspektrums („Slice“) aus dem 5G Netz eines Kommunikationsanbieters. Auch eine Vermischung dieser beiden ist möglich.

Da gerade im Krankenhaus besonders schutzbedürftige Daten (Patientendaten) übertragen und verarbeitet werden, sind hier aufgrund der Nutzung öffentlicher Netzwerke Maßnahmen notwendig, die genau diese besonders schützen, auch im Falle von Naturkatastrophen, Netzausfällen oder Systemstörungen.

Ansprechpartner:

Jörg Asma

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