Antrag auf Grundsteuererlass für das Jahr 2020

Bei vermieteten Immobilien kann der Eigentümer die Grundsteuer als Betriebskosten auf die Mieter umlegen. Steht eine Immobilie jedoch ganz oder teilweise leer, kann ein anteiliger Grundsteuererlass bei der für die Grundsteuer zuständigen Behörde beantragt werden. Der Antrag für ein Kalenderjahr ist bis zum 31. März des Folgejahres zu stellen, d.h. für den Grundsteuererlass für das Jahr 2020 bis zum 31. März 2021 (Ausschlussfrist).

Gemäß § 33 GrStG können Immobilieneigentümer in Fällen der „Rohertragsminderung“ eines Grundstücks einen teilweisen Erlass der Grundsteuer erhalten. Bei bebauten Grundstücken muss der normale Rohertrag (in der Regel die ortsübliche Miete) um mehr als 50 % gemindert sein. Bei einer Rohertragsminderung von mehr als 50 % wird ein Grundsteuererlass von 25 %, bei einer Minderung von 100 % (also bei vollständigem Leerstand) ein Erlass von 50 % gewährt, sofern der Steuerschuldner die Minderung des Rohertrags nicht zu vertreten hat.

Ansprechpartnerin:

StBin Ines Wissemeier

 

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