Erfolgreiche Zwischenbilanz: E-Bus-Förderung wirkt

Am 25. Juni 2021 hat Maximilian Rohs, Senior Manager Infrastruktur & Mobilität bei PwC Deutschland, bei einer hochkarätig besetzten hybriden Konferenz des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) eine Zwischenbilanz der Elektrobusförderung des BMU vorgestellt. Eines der wichtigsten Ergebnisse: Seit 2018 – also seit Beginn der Förderung durch das BMU – hat sich die Zahl der E-Busse jährlich mindestens verdoppelt. Bis Ende 2020 hat das BMU bereits knapp 200 Busse gefördert; bis 2030 sollen gemäß bereits beschlossenen Planungen in Deutschland mehr als 5.600 vollelektrische Busse angeschafft werden.

Hochkarätig besetzte Vorträge und Diskussionsrunden

Die Einführung in die Veranstaltung „In Zukunft E-Bus!“ gab Bundesumweltministerin Svenja Schulze. Sie diskutierte außerdem die „Herausforderungen und Chancen der Transformation im ÖPNV und in der Automobilindustrie“ mit Prof. Dr. Achim Kampker, Gründer und Leiter des Lehrstuhls „Production Engineering of E-Mobility Components (PEM)“ an der RWTH Aachen und Mitglied im Expertenausschuss „Zukunftsfonds Automobilindustrie“ der Bundesregierung, sowie Martin Schmitz, Geschäftsführer Technik beim Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Zahlreiche weitere Expert:innen berichteten aus der Praxis und tauschten sich in einer Podiumsdiskussion über „Perspektiven der E-Mobilität im ÖPNV“ aus.

Der Batteriebus ist die derzeit dominierende Technologie

Maximilian Rohs von PwC und sein Team um Dr. Christian Gudd, Hendrik Reinhardt und Felix Krewerth stellten fest, dass es mittlerweile E-Busse in allen gängigen Fahrzeuggrößen gibt. Zwei Drittel von ihnen sind batteriebetrieben, das andere Drittel umfasst Oberleitungsbusse, Brennstoffzellenbusse sowie Plug-in-Hybride.

Die Zahl der batteriebetriebenen Busse ist seit 2015 stärker gewachsen als die aller anderen Antriebsarten zusammen. Und: Mit 57 Anbietern gibt es im europäischen Markt eine große Auswahl an Herstellern, vier davon stammen aus Deutschland. Die E-Bus-Hersteller bauen ihr Angebot zudem kontinuierlich aus und die Lieferfähigkeit steigt.

EU-Quote für emissionsfreie Busse scheint erreichbar

Mit der bisherigen BMU-Förderung rückt die Einhaltung der Quote für emissionsfreie Busse, die die Europäische Union mit der Clean Vehicles Directive (CVD) festgelegt hat, in greifbare Nähe: Der Richtlinie zufolge soll der öffentliche Sektor bis 2025 bzw. 2030 umfassend emissionsfreie Antriebe in seine ÖPNV-Fahrzeugflotten einführen. So sollen ab August 2021 bis Ende des Jahres 2025 mindestens 45 Prozent der insgesamt neubeschafften Busse im ÖPNV „sauber“ sein, ab dem Jahr 2026 bis 2030 sogar 65 Prozent. Dabei muss mindestens die Hälfte dieser Quoten sogar mit Fahrzeugen abgedeckt werden, die den strengeren Maßstab „emissionsfrei“ erfüllen.

Konkret geplant sind bislang bundesweit fast 3.900 vollelektrische Busse bis zum Jahr 2025. Bis 2030 ist aktuell bereits vorgesehen, knapp 5.700 Fahrzeuge anzuschaffen – das entspricht etwa 11 % der gesamten ÖPNV-Busflotte in Deutschland.

PwC Deutschland untersucht in der „Begleituntersuchung zur Förderung von Elektrobussen im ÖPNV“ im Auftrag des BMU, wie sich die Elektrobusförderung des Ministeriums konkret auswirkt. Forschungspartner sind das Heidelberger Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu), die Kommunikationsagentur CP/COMPARTNER, das Wirtschaftsforschungsunternehmen Prognos und die technischen Berater von EEBC.

Weitere Informationen:

https://www.bmu.de/pressemitteilung/schulze-bmu-foerderung-war-wichtige-initialzuendung-fuer-verkehrswende-im-oeffentlichen-nahverkehr/

https://www.vdv.de/presse.aspx?id=23fdf9d2-304a-4d6e-b08e-9e99501379f2&mode=detail&coriander=V3_95b2103d-c657-58a1-93b1-3c0e69972831

https://www.bmu.de/service/veranstaltungen/veranstaltung/in-zukunft-e-bus

https://www.bmu.de/media/aufzeichnung-von-in-zukunft-e-bus/

Ansprechpartner:

Maximilian Rohs

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