Konsultation des Szenariorahmens für 2019 bis 2030

Am 10. Januar haben die Übertragungsnetzbetreiber der Bundesnetzagentur fristgemäß den Entwurf des Szenariorahmens für 2019 – 2030 zur Genehmigung vorgelegt. Derzeit hat die Öffentlichkeit, einschließlich tatsächlicher oder potenzieller Netznutzer, nachgelagerter Netzbetreiber sowie der Träger öffentlicher Belange, noch bis zum 14. Februar 2018 Gelegenheit zur Äußerung. Der Szenariorahmen beschreibt mit Hilfe unterschiedlicher Entwicklungspfade (Szenarien) die Bandbreite wahrscheinlicher Entwicklungen von Stromerzeugung und –verbrauch als Grundlage der Netzentwicklungsplanung.

Um auch vor dem Hintergrund volatiler Entwicklungen im Energiebereich möglichst belastbare Szenarien aufzustellen, haben die Übertragungsnetzbetreiber eine Vielzahl von Akteuren aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik einbezogen und in ihrem Entwurf langfristige politische Ziele der Bundesregierung wie den Klimaschutzplan 2050 und das Pariser Klimaschutzabkommen (COP 21) berücksichtigt. Die Bundesnetzagentur stellt darüber hinaus in einem Begleitdokument zur Konsultation gezielte Fragen an die Öffentlichkeit, denen sie maßgebliche Bedeutung für die Ausgestaltung der zukünftigen Netzentwicklungsplanung zumisst. Soweit sich nach den aktuellen Sondierungsgesprächen noch erhebliche Änderungen bei den maßgeblichen Einflussgrößen für die Netzentwicklungsplanung in einem Koalitionsvertrag niederschlagen werden, wird die Regulierungsbehörde auch dies im Rahmen ihrer Genehmigung zu berücksichtigen haben.

Bereits zum Jahresende bestätigte die Bundesnetzagentur den Netzentwicklungsplan und den Offshore-Netzentwicklungsplan Strom der Übertragungsnetzbetreiber für den Zeitraum 2017 bis 2030 und den damit verbundenen langfristigen Ausbaubedarf im Höchstspannungs-übertragungsnetz für die nächsten zehn Jahre. Der aktuelle Netzentwicklungsplan umfasst einen gegenüber dem geltenden Bundesbedarfsplangesetz zusätzlichen Ausbaubedarf von knapp 1.000 km, wobei der Großteil als Verstärkung bereits bestehender Verbindungen geplant ist. Die Bundesnetzagentur schlägt demnach 16 neue Vorhaben zur Aufnahme in den Bundesbedarfsplan vor. Diese sind unabhängig von zukünftigen energiepolitischen Weichenstellungen für einen sicheren und zuverlässigen Netzbetrieb erforderlich.

Ansprechpartnerin

RAin Dr. Jutta Mues
Senior Managerin
Tel.: +49 211 981-5707
E-Mail: jutta.mues@de.pwc.com

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

/* */