Open Data in der Landesverwaltung – mehr als die Summe der Einzelteile

Open Data schaffen Mehrwert für Bürger und Verwaltung

Open Data. Viele reden darüber, doch nur wenige wissen so recht, was sie sind. In den Daten öffentlicher Stellen steckt ungeahntes Wirtschaftspotenzial. Diese Daten, die ohnehin schon erhoben und verarbeitet werden, könnten der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden, um das Vertrauen in Regierungshandeln und Innovationsfähigkeit weiter zu stärken. Mit Open Data könnten die Bürger anhand einer App herausfinden, welcher Ort ihnen die höchste individuelle Lebensqualität bietet. Bereits Geo-, Erdbeobachtungs- sowie Umweltdaten werden für Geschäftsmodelle verwendet. Ziele von Open Data sind mehr Partizipation, Transparenz sowie Vertrauen im Zeitalter der Digitalisierung zu schaffen. Denn wo Vertrauen entsteht, wird auch zusammen gearbeitet.

Doch was sind offene Daten? Sie sind beispielsweise gekennzeichnet durch die aktuelle und rechtzeitige Verfügbarkeit, Vollständigkeit sowie den uneingeschränkten Zugriff. Diese Art von Daten wird bereits von der EU, der Bundesverwaltung aber auch von Unternehmen wie Lufthansa für die uneingeschränkte Weiterverarbeitung zur Verfügung gestellt.

In Deutschland wird das Nutzungspotenzial offener Daten noch nicht so recht wahrgenommen, da die Umsetzung von Open Data mit administrativen, rechtlichen und organisatorischen Herausforderungen verbunden ist.

Das Konzept von Open Data hat der Landesregierung Nordrhein-Westfalens zugesagt. Das Land stellt mit der „Open.NRW-Strategie“ seit etwa zwei Jahren kontinuierlich Daten uneingeschränkt der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Herausforderungen

Für eine erfolgreiche Umsetzung von Open Data muss Begeisterung geschaffen und relevante Wegbereiter identifiziert werden. In NRW erfolgte die Umsetzung durch die Begeisterung und Motivation einzelner Akteure. Die Identifizierung und Umsetzung der Daten hängt von den jeweiligen Fachbereichen ab. Hier ist es wichtig eine entsprechende Akzeptanz zu schaffen und den Mehrwert offener Daten zu vermitteln.

Für die Beteiligten ergibt sich jedoch ein Dilemma: Die Kosten in Form von Zeit und Aufmerksamkeit fallen sofort an. Die Mitarbeiter des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz in NRW berichteten infolge der Datenveröffentlichungen von einer Entlastung durch die Reduzierung von telefonischen und schriftlichen Informationsfragen seitens Bürgern und Unternehmen. Dadurch blieb mehr Zeit für andere Verwaltungsarbeiten. Dies zeigt, dass nicht nur Endnutzer sondern auch die Bereitsteller von Open Data profitieren.

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