Wie Kommunen von staatlich geförderten Elektromobilitätskonzepten profitieren

Elektromobilität kann eine entscheidende Rolle spielen, um die kommunale Verkehrswende zu ver-wirklichen. Vom Bundesverkehrsministerium geförderte Konzepte helfen den Kommunen bei der Umsetzung.

Die weiter steigende Gesamtfahrleistung im Verkehrssektor führt zur erhöhten Umweltbelastung in den Städten. Viele Kommunen haben in diesem Zusammenhang die Chancen der Elektromobilität bereits erkannt. Ganzheitliche Strategien für die Elektrifizierung des kommunalen Verkehrs sind jedoch oft noch Mangelware. Kommunen, die bei der Elektromobilität noch am Anfang stehen, sollten eine erfolgreiche Verkehrswende im Rahmen eines Elektromobilitätskonzepts suchen. Das Bundesverkehrsministerium fördert solche Konzepte mit einer Förderquote von 80 % und mit bis  zu 100.000 Euro. Gefördert wird die fachliche Begleitung in Form einer Studie, die die technische Eignung, Wirtschaftlichkeit und den Umweltnutzen der Maßnahmen beschreibt.

Die strukturellen und demographischen Unterschiede zwischen den Kommunen in Deutschland erfordern dabei individuelle, an die Voraussetzungen der Kommune angepasste, Konzepte. Zunächst werden die Verkehrsaufkommen sowie Verkehrsnetze bewertet, woraufhin eine Potentialanalyse durchgeführt wird. Anschließend werden Maßnahmen in Abhängigkeit von ihrer Wirtschaftlichkeit festgelegt; ferner wird der Beitrag zur Emissionsreduzierung ermittelt. Im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung werden relevante Fördermittel identifiziert. Zusätzlich können verschiedene Finanzierungsformen wie der Anteil an Fremd- bzw. Eigenkapital sowie Bürgerbeteiligungsmodelle ins Kalkül gezogen werden. Zudem können sich im Zusammenhang mit der Elektromobilität ertragsteuerliche, aber auch umsatzsteuerliche Fragen (Stichworte: Querverbund, Verlustverrechnung, Bemessungsgrundlage) ergeben, die von Anfang an mit bedacht werden müssen.

Ohne Bürgerbeteiligung keine Verkehrswende

Die Bürgerbeteiligung ist jedoch nicht nur bei der Finanzierung von Bedeutung. Unsere bisherigen Beratungsprojekte zeigen, dass die Einbindung der lokalen Akteure nicht nur aus Gründen der Kommunikation notwendig ist, sondern auch Wahrscheinlichkeit und Qualität der Umsetzung deutlich steigert. Ein Elektromobilitätskonzept sollte daher stets durch Öffentlichkeitsarbeit begleitet werden; sie schafft Transparenz sowie Akzeptanz und vermittelt eine positive Außendarstellung der Kommune als Vorreiter- und Vorbildinstitution im Kontext der Verkehrswende.

Kommunen sollten auf den im Frühjahr dieses Jahres zu erwartenden Förderaufruf des Bundesverkehrsministeriums reagieren, um die Verkehrswende ganzheitlich im Rahmen eines geförderten Projekts anzugehen. Durch ein frühzeitiges Konzept können mit der Elektrifizierung einhergehende kommunale Potentiale und Chancen rechtzeitig erkannt und genutzt werden. Einen möglichen Ausblick in die mobile Zukunft unserer Städte bietet die von PwC und dem BDEW entwickelte Seite www.eco-mobility.org.

Ihr Ansprechpartner

Dipl.-Kfm. Hermann Mehlig

Tel.: +49 211 981-1227

E-Mail: hermann.mehlig@de.pwc.com

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