Kategorie: Kommunen & Cities

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Energiewende in der Stadt – Gestaltungsmöglichkeiten für Kommunen und Stadtwerke

Die Bundesregierung setzt sich neben der Bestätigung des Pariser Abkommens für weitere CO²-Emissions-Reduktionen ein. Im Vergleich zur deutschen Stromerzeugung hat die Wärmeerzeugung in den letzten beiden Jahrzehnten jedoch noch keine strukturellen Änderungen erfahren. Da circa 50% des Endenergiebedarfs auf den Wärmebereich fallen, ist dieser Sektor für die Umsetzung der Energiewende von hoher Bedeutung. Circa 45 % der energiebedingten CO²- Emissionen, deren Höhe gemeinhin als wichtigster Indikator für Umweltverträglichkeit gilt, entstehen durch die Wärmeerzeugung und -nutzung.

Gerade die Energiewende im Wärmebereich ist ohne das Engagement der Kommunen und Stadtwerke nicht zu schaffen. Kommunen spielen eine zentrale Rolle für die Umsetzung der Energiewende und sind ein Vorbild für Wirtschaft und Bürger vor Ort. Sie sind Planungs- und Genehmigungsinstanz, können regenerative Energien für kommunale Einrichtungen nutzen und besitzen geeignete Flächen für Erneuerbare-Energien-Anlagen. Die Stadtwerke sollten ein wichtiger Partner für diese Aktivitäten sein, da sie ihre praktische Erfahrung zur Realisierung von energiewirtschaftlichen Konzepten einbringen können. Bei der Umsetzung von Energieinfrastrukturprojekten sind Stadtwerke bereits als lokaler Ansprechpartner etabliert und erbringen zudem über ihre Ausschüttungen einen maßgeblichen Betrag zur finanziellen Ausstattung der Kommunen. Kommunen und Stadtwerke können durch ihre Beteiligung an den Aufgaben der Energiewende ihre Region aktiv gestalten, deren Wertschöpfung sichern sowie die Positionierung des eigenen Unternehmens nachhaltig verbessern.

Für die konkrete Gestaltung der Energiewende vor Ort empfehlen wir die Erstellung und Umsetzung von Energiekonzepten. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten: Das Integrierte Energie und Klimaschutzkonzept zeigt für alle klimarelevanten Bereiche einer Kommune kurz-, mittel-, und langfristige Klimapotentiale auf und ermöglicht dadurch eine strategische Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für zukünftige Klimaschutzaktivitäten. Klimaschutzteilkonzepte sind wie auch das Integrierte Energie und Klimaschutzkonzept strategische Planungs- und Entscheidungsinstrumente, welche aufzeigen wie in einem klimarelevanten Bereich durch eine klimafreundliche Maßnahme Treibhausgase und Energieverbräuche nachhaltig reduziert werden können. Das Klimaschutzteilkonzept konzentriert sich auf einzelne Bereiche wie beispielsweise den Mobilitätssektor, den Wärmesektor, Trinkwasser, Green IT, erneuerbare Energien oder Abfall. Bei der energetischen Quartiersentwicklung wird ein räumlich abgegrenzter Bereich betrachtet. Sie zeigt unter Beachtung aller relevanten städtebaulichen, baukulturellen, wohnungswirtschaftlichen und sozialen Aspekte auf, welche technischen und wirtschaftlichen Energieeinsparpotentiale in einem Quartier bestehen, und welche konkreten Maßnahmen ergriffen werden können, im die CO² Emissionen zu reduzieren.

Gerade bei größeren Projekten können hohe Aufwendungen anfallen, die von einer Kommune allein kaum zu tragen sind. Daher werden diese Projekte mit Zuschüssen von Bund und Ländern gefördert. Zudem besteht oftmals die Möglichkeit, dass ergänzend Eigenanteile von kommunalen Unternehmen übernommen werden können. Durch den dezentralen Ausbau der erneuerbaren Energien und die Steigerung der Energieeffizienz wird die Wirtschaftskraft in der Region gesteigert. Damit insgesamt eine bessere Vernetzung aller beteiligten Akteure erfolgen kann, sollten die Stadtwerke frühzeitig und strategisch in die Klimaschutzaktivitäten einbezogen werden.

 

Unsere Ansprechpartner

Dr, Volker Breisig
Partner Advisory
Tel.: +49 211 981-4428
E-Mail: volker.breisig@de.pwc.com

Julian Brockmeyer
Manager Advisory
Tel.: +49 211 981-4331
E-Mail: julian.brockmeyer@de.pwc.com

Thomas Rudolph
Manager Advisory
Tel.: +49 211 981-4714
E-Mail: thomas.rudolph@de.pwc.com

Cities of Opportunity 7

Die Bundeshauptstadt Berlin erreicht beim Ranking das obere Mittelfeld

Das PwC-Benchmarking “Cities of Opportunity 7” hat 30 Wirtschafts-, Finanz- und Kulturzentren analysiert. Die besten Bedingungen in wirtschaftlicher wie sozialer Hinsicht bieten London, Singapur und Toronto. Berlin belegt dabei Platz 12 und punktet mit dem öffentlichen Nahverkehr, dem Konzept zur Müllvermeidung und den Gesundheitsangeboten.

Zum siebten Mal in Folge geht PwC den Stärken und Schwächen und deren Folgen von 30 weltweit führenden Metropolen auf den Grund. Untersucht werden Aspekte wie Ökonomischer Erfolg, technologische Möglichkeiten, Wirtschaftsfreundlichkeit und Kostenaspekte sowie die Gesundheitsversorgung und die Lebensqualität der Einwohner.

Berlin zeichnet sich durch seinen öffentlichen Personennahverkehr aus. Die Bundeshauptstadt erreicht sogar Rang 4 in der Kategorie „Transport und Infrastruktur“ nach Singapur, Dubai und Stockholm. Auch im Bereich der Gesundheit und Sicherheit liegt Berlin ziemlich weit vorne. In Bezug auf das erwartete Wachstum des Bruttoinlandsprodukts bis 2030 belegt die Hauptstadt mit 1,4 Prozent jedoch Platz 27. In der Rubrik Technologiekompetenz liegt Berlin auf Platz 20. Hier sieht die Studie besonders Verbesserungsbedarf bei der Breitbandqualität und der digitalen Sicherheit.

Das Ranking „Cities of Opportunity“ soll nicht als Wettbewerb verstanden werden. PwC möchte mit dem Benchmark zeigen, wie die Städte ihr Potenzial voll entfalten, gesund wachsen und gut für die Zukunft aufgestellt sind. Ein zentrales Ergebnis der Studie ist: Eine Stadt kann nur als Ganzes gut funktionieren, wenn sie ein ausgewogenes Verhältnis an ökonomischen und sozialen Stärken aufweist.

 

Unser Ansprechpartner

Steffen Döring
Partner
Tel.: +49 30 2636-3909
E-Mail: steffen.doering@pwc.com

Rechtliche und institutionelle Voraussetzungen zur Einführung neuer Formen zur privaten Finanzierung öffentlicher Infrastrukturvorhaben unter Einbindung einer staatlichen Infrastrukturgesellschaft

Gutachterliche Stellungnahme für das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Investitionen in die öffentliche Infrastruktur sind auf der kommunalen Ebene relativ gering und führen somit zu einem enormen Investitionsrückstand. Insbesondere die Möglichkeit, die Projektsteuerung sowie die Projektrisiken auf die Privaten Ausleger im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) auszulagern wird eher weniger genutzt.

Aufgrund des steigenden Investitionsrückstaus hat die Expertenkommission des BMWi vorgeschlagen, neue Fondsmodelle zur Mobilisierung zusätzlicher privater Infrastrukturfinanzierung zu prüfen. Das erstellte Gutachten der PricewaterhouseCoopers Legal AG prüft, wie ein neues Fondsmodell neben den herkömmlichen Finanzierungsmethoden etabliert werden kann.

Der neue Weg der kommunalen Infrastrukturbereitstellung basiert auf der Bereitstellung von Eigenkapital, verbunden mit Steuerungs- und Kontrollmöglichkeiten der privaten Investoren. Dadurch wird eine Risikoübertragung garantiert.

Die Struktur des Modells lässt sich wie folgt beschreiben:

 

Die Bereitstellung von Eigenkapital ist die Grundlage der Finanzierung. In diesem Fondsmodell schließen sich die Investoren im Rahmen einer Projektgesellschaft zusammen – die Projektgesellschaft ersten Grades. In der Abbildung ist zu erkennen in welcher Form Beteiligungen bestehen könnten. Die tatsächliche Durchführung der Projekte erfolgt schließlich durch die Projektgesellschaft zweiten Grades. Diese werden durch die Projektgesellschaft ersten Grades mit (Eigen)Kapital ausgestattet und gesteuert.

Die vorstehend beschriebene Fondsstruktur unterscheidet sich von den gebräuchlichen Formen der ÖPP, dadurch, dass nicht nur ein Unternehmen der öffentlichen Hand Partner der Realwirtschaft ist, sondern eine von Finanzinvestoren getragene Projektgesellschaft. Diese Projektgesellschaft ist eine Beteiligung der öffentlichen Hand und wurde für die standardisierte Umsetzung einer Vielzahl kommunaler Vorhaben in enger Zusammenarbeit mit der Infrastrukturgesellschaft errichtet. Der öffentlich-private Infrastrukturfonds stellt eine Alternative zu den bestehenden Finanzierungsvarianten dar. Die Voraussetzung für die Errichtung eines Infrastrukturfonds ist eine zentrale Institution, die die Koordination und die Bündelung der staatlichen Interessen verwaltet und die standardisierten Strukturierprozesse erarbeitet. Die Institution agiert als Mittler zwischen den Kommunen untereinander sowie zwischen den Kommunen und den Investoren. Aus vergaberechtlichen Gründen wäre es von Vorteil, wenn Bund, Länder und Kommunen an der Gesellschaft beteiligt sind.

 

Unsere Ansprechpartner

Dr. Matthias v. Kaler
Rechtsanwalt
Tel.: +49 30 2636-2471
E-Mail: matthias.kaler@de.pwc.com

Dr. Friedrich Kneuper
Rechtsanwalt
Tel.: +49 30 2636-5219
E-Mail: friedrich.kneuper@de.pwc.com

350€ Mio. Förderung für Ausbau von Gigabit Netzen in Gewerbegebieten

Antragsfrist für 50.000 € Beratungsförderung Breitband läuft nur noch bis zum 31. Dezember 2016

Es wird erwartet, dass das BMVI voraussichtlich schon Anfang Dezember den mit 350 €Mio. dotierten „Sonderaufruf Mittelstand“ für den Ausbau von Gigabit Netzen in Gewerbegebieten lanciert. Kommunen mit Gewerbegebieten, in denen keine NGA Versorgung (<30 Mbit/s im Download) besteht, sollten sich darauf vorbereiten. Denn die Fördermittel werden voraussichtlich nach dem Windhund-Prinzip vergeben. Sprich, wer zuerst kommt malt zuerst. Für Beratungs- und Planungsaufwände im Zusammenhang mit dem Breitbandausbau stellt der Bund bis zu 50.000€ Förderung bereit.

Die Antragsfrist läuft aber zum 31.12. aus – Kommunen mit unterversorgten Gewerbegebieten, die diese Fördermittel nicht bereits beantragt haben, sollten dies daher zeitnah tun, um sich auf eine Antragstellung für Mittel aus dem Sonderaufruf Mittelstand zu positionieren.

Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an unsere Ansprechpartner.

 

Unsere Ansprechpartner

Klaus Stratmann
Senior Manager Advisory
Tel.: +49 211 981-4417
E-Mail: klaus.stratmann@de.pwc.com

Caspar Preysing
Senior Manager Advisory
Tel.: +49 89 5790-5295
E-Mail: caspar.preysing@de.pwc.com

 

Anreizregulierung: Auswirkungen der Novelle und Hinweis zur Kostendarlegung Gas und Strom

Mit der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt ist die novellierte Anreizregulierungsverordnung am 17.09.2016 in Kraft getreten. Damit sind deutliche Änderungen im Regulierungsregime verbunden. Insbesondere der neue Kapitalkostenabgleich stellt eine substanzielle Veränderung dar. Durch die neuen Aspekte der Anreizregulierung sollte die unternehmerische Positionierung überprüft werden; das gilt für die operativen Themen genauso wie für die strategische Ausrichtung der Netze.

Besondere Bedeutung hat die laufende bzw. für den Strombereich bevorstehende Kostenprüfung. In Kombination mit der Neufestsetzung der Eigenkapitalzinsen, der zur erwartenden Festsetzung des allgemeinen Produktivitätsfaktors, dem Effizienzvergleich und dem Kapitalkostenabgleich werden die Erlöse und damit künftigen Gewinne bestimmt.

Weitere Informationen sowie Termine finden Sie in unserer Einladungskarte.

Wir würden uns freuen, Sie an einem der Termine begrüßen zu dürfen.

Aktuelle Termine für Fachtagung

22.11.2016, Hamburg
23.11.2016, Hannover
24.11.2016, Düsseldorf
01.12.2016, Stuttgart
13.12.2016, München

Einladungskarte

 

 

PwC Länderfinanzbenchmarking 2016

Wie ist es um die Haushalte der 16 Bundesländer und Stadtstaaten in Deutschland im Hinblick auf die ab 2020 einzuhaltende Schuldenbremse bestellt? Können Sie die Versorgung und Integration der Flüchtlinge finanziell stemmen? Die Antworten finden Sie in der Studie PwC-Länderfinanzbenchmarking 2016. Zum 5. Mal in Folge erscheint die Studie und analysiert die Haushaltslage aller 16 Bundesländer und ihrer Kommunen. Anhand der Analyse wurden Prognosen entwickelt, Konsolidierungspfade aufgezeigt und untersucht wie sich die geplante Reform des Länderfinanzanzausgleichs auswirken würde.

Der Nachhaltigkeitsindex bildet das Kernstück des Länderfinanzbenchmarking. Er zeigt auf, welche Gestaltungsmöglichkeiten den Ländern trotz Schuldenbremse bleiben und inwieweit sie real sparen müssen. Zudem wird verglichen, wie gut die einzelnen Aufgabenbereiche finanziell ausgestattet sind.

Spitzenreiter ist nach wie vor Bayern gefolgt von Niedersachsen, Hamburg, Baden-Württemberg und Berlin. Sachsen-Anhalt, Bremen und das Saarland belegen die letzten Plätze.
Mehr Informationen zur Studie finden Sie hier.

Unsere Ansprechpartner

Peter Detemple
Partner Advisory
+49 681 9814 152
E-Mail: peter.detemple@de.pwc.com

Yves Michels
Manager Advisory
+49 681 9814 132
E-Mail: yves.michels@de.pwc.com

Thorsten Schramm
Manager Advisory
+49 30 2636 1137
E-Mail: thorsten.schramm@de.pwc.com

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