Kategorie: Öffentliche Unternehmen

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3. Bayerischer Energiedialog

Wir laden Sie am 31.03.2017 gemeinsam mit unserem Programmpartner, der VKU-Landesgruppe Bayern, herzlich zum 3. Bayerischen Energiedialog ein, bei dem die Rolle kommunaler und regionaler Energieversorger sowie von Kommunen beim Thema Elektromobilität im Mittelpunkt steht.

Neben einer allgemeinen Diskussion zu Mobilitätskonzepten und zur Bedeutung von Elektromobilität im Energiesystem der Zukunft stehen dabei konkrete Fragestellungen im Vordergrund:

Was können Stadtwerke und Kommunen tun, um von Elektromobilität zu profitieren?
Wie können Sie eine wirtschaftlich tragfähige Ladesäuleninfrastruktur aufbauen, die sich sinnvoll in das Stromnetz integriert?
Welche Abrechnungsmodelle stehen zur Wahl und welche internen Prozesse benötigen Stadtwerke hierfür?

Schauen Sie vorbei und diskutieren Sie mit!
3. Bayerischer Energiedialog – Einladungskarte

Regionale Wertschöpfung des öffentlichen Sektors durch Umsetzung der Energiewende und Klimaschutz vor Ort

Unternehmen, Verbände, Kommunen als auch Ministerien stehen heute immer mehr vor der Herausforderung wesentliche Stakeholder bei Entscheidungen mit einzubinden und diese von den Vorteilen zu überzeugen. Dabei wird immer wichtiger auch den Mehrwert dieser Entscheidungen für die Allgemeinheit aufzuzeigen, welche sich aus der gesamten Geschäftstätigkeit, geplanten Infrastrukturprojekten oder auch politischen Maßnahmen ergeben.

Das bei Advisory F&R entwickelte Simulationsmodell „GEMIO“ (German Economic Model of Inputs and Outputs) ermöglicht dem Mandaten einen ganzheitlichen Blick auf den ökonomischen, ökologischen und sozialen Mehrwert seiner Entscheidung. Dieses gesamtwirtschaftliche Input-Output-Modell bildet die wirtschaftlichen Verflechtungen global entlang der gesamten Wertschöpfungskette ab und kann Einzelwirkungen global, deutschlandweit oder auch disaggregiert für Bundesländer, Regionen oder auch Kommunen abbilden bzw. prognostizieren.

Detaillierte Abbildung der Energiewirtschaft ermöglicht fundierte Bewertung der Auswirkung der Energiewende und des Klimaschutzes

Dieser Lösungsansatz enthält eine sehr detaillierte Betrachtung der deutschen Energiesektoren und ist daher besonders für die Abbildung der Auswirkungen der Energiewende und des Klimaschutzes geeignet. Dies versetze PwC bereits in die Lage das Bundesumweltministerium bei der Ausgestaltung der Klimapolitik durch die Bewertung des Aktionsprogramms Klimaschutz 2020 zu unterstützen.

Die flexible Struktur dieses Modells ermöglicht auch eine Betrachtung der Auswirkungen von Entscheidungen auf kommunaler Ebene, wie beispielsweise kommunalen Klimaschutzkonzepten, Quartierssanierungen oder Maßnahmen zur Sektorkopplung. Hier ergänzt die gesamtwirtschaftliche Betrachtung die reine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und zeichnet ein Gesamtbild des Mehrwertes.

Ermittlung des regionalen Beitrags für Kommune und Bürger zur Stärkung der Wettbewerbsposition öffentlicher Unternehmen

Einen Zusatznutzen können kommunale Energieversorger durch die Darlegung ihrer regionalen Wertschöpfung für Kommune und Bürger erzielen. So haben bereits mehrere Studien für den Energiebereich nachgewiesen, dass die Zahlungsbereitschaft der Kunden bei regionalen Lieferanten steigt. Diesen Wettbewerbsvorteil können kommunale Energieversorger zur stärkeren Gewinnung bzw. Bindung von Kunden nutzen und dadurch Marktanteile erhöhen.

Ebenso lassen sich die Effekte einzelner Investitionen des öffentlichen Sektors ermitteln, wie der Ausbau der Breitbandversorgung oder der Verkehrsinfrastruktur aber auch Maßnahmen zur Gebäudesanierung. Die Ergebnisse erhöhen die Transparenz und schaffen Vertrauen. Dies schätzen Kunden, Bürger und potentielle Investoren.

Mehr Informationen erhalten Sie hier.

Ansprechpartner:

Dr. Borge Hess
Tel.: +49 211 / 981-4418
E-Mail: borge.hess@de.pwc.com

Janina Karthaus
Tel.: +49 211 981-4171
E-Mail: janina.karthaus@de.pwc.com

Sicherung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit als eine zentrale Herausforderung für den öffentlichen Dienst?

Wie kann dem Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst entgegengewirkt werden? Mit insgesamt sieben Ansätzen geben wir in unserer neuen Studie „Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst“ ganz konkrete Handlungsempfehlungen. Im heutigen Teil zum ersten Ansatz möchte ich allen Interessierten einen Einblick geben, wie die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit bestehender Beschäftigter nachhaltig gesichert und verbessert werden kann.

Vermehrte Fehlzeiten, erhöhte Dienstunfähigkeitsquoten

Wie kann das Potential bestehender Beschäftigter des öffentlichen Dienstes besser entfaltet und genutzt werden? In Hinblick auf hohe Krankenstände sowie extrem hohe Dienstunfähigkeitsquoten zeigt sich der akute Handlungsbedarf, wobei insbesondere die psychischen Belastungen im Vordergrund stehen. Wir haben im Rahmen unserer Studie drei Bereiche identifiziert, in denen nachhaltige Veränderungen geschehen müssen.

Systematisches Gesundheitsmanagement

Wenig überraschend: Wer hohen Krankheitsständen entgegenwirken will, muss ein umfangreiches Gesundheitsmanagement betreiben. Viele öffentliche Arbeitgeber haben sich bereits auf den Weg zu einem systematischen Gesundheitsmanagement gemacht. Gerade bei arbeitsergonomischen Maßnahmen ist es besonders wichtig, die Interessen älterer Mitarbeiter zu fokussieren. Jenseits bekannter Maßnahmen (Steharbeitsplätze, größere Bildschirme, etc.) müssen hier auch die Mitarbeiter selber und ihre oftmals pragmatischen Vorschläge bei der Wahl der Maßnahmen miteinbezogen werden.

Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser

Mit einem systematischen Gesundheitsmanagement, das vor allem physische Gesundheitsaspekte in den Mittelpunkt stellt, wird das Ziel jedoch nicht erreicht. Der jüngste AOK-Fehlzeitenreport hat den engen Zusammenhang zwischen wahrgenommener Unternehmenskultur und psychischer wie physischer Mitarbeitergesundheit aufgezeigt. Die Verbesserung des Verwaltungsklimas halte ich für das zentrale Element auf dem Weg zur Verringerung von Krankenständen und zur Vermeidung von „inneren Kündigungen“. Wesentlich für gutes Verwaltungsklima, Mitarbeitermotivation und letztlich Mitarbeitergesundheit wiederum ist das Entgegenbringen von Vertrauen und Wertschätzung. Als zielfördernde Instrumente empfehlen wir hier unter anderem die systematische Stärkung von Eigenverantwortung durch Delegieren von Aufgaben, aber auch eine regelmäßige und konstruktive Feedbackkultur. Zielvereinbarungen können eine zentrale Rolle spielen, wenn sie Gestaltungsspielräume und Vereinbarungsprozesse miteinander verknüpfen.

Intrinsische Motivation stärken

Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes charakterisiert eine vergleichsweise hohe intrinsische Motivation (Public-Service-Motivation), deren Stärkung wir daher als dritten notwendigen Bereich zur Verbesserung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit betrachten. Hier geht es aus unserer Sicht um langfristige Entwicklungsmöglichkeiten, auch und insbesondere für bisher eher schwach betonte „Spezialistenkarrieren“. Für zentral halten wir zudem die Stärkung der Entwicklungsmöglichkeiten für ältere Menschen, beispielsweise durch spezielle Fortbildungen. Förderlich für die intrinsische Motivation ist nicht zuletzt aber auch ein positiver Umgang der Mitarbeiter untereinander: Die Studie zeigt daher die Prinzipien von „agilem Teamwork“ auf, welches durch stetigen Informations- und Erfahrungsaustausch sowie einer offenen Fehlerkultur charakterisiert wird – Prinzipien, die im öffentlichen Sektor noch recht spärlich verbreitet sind.

Für weitere Informationen zum Thema empfehle ich einen Blick in unsere komplette Studie, die unter www.pwc.de/Fachkraeftemangelstudie2017 abgerufen werden kann. Nächste Woche gebe ich an dieser Stelle allen Interessierten einen Einblick in unseren zweiten Ansatz zur Sicherung von Fachkräften und zur Vermeidung von Engpässen.

Jahresergebnisse der Hermesdeckungen und der Investitionsgarantien veröffentlicht

Die Bundesregierung unterstützt auf vielfältige Weise deutsche Unternehmen und Banken bei ihren Auslandsaktivitäten. Damit trägt sie zur wirtschaftlichen und politischen Stabilisierung in den Zielländern bei. Gleichzeitig wird die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland gestärkt.

PwC betreut gemeinsam mit der Euler Hermes Aktiengesellschaft für den Bund zentrale Förderinstrumente, darunter Exportkredit- und Investitionsgarantien. Exportkreditgarantien schützen deutsche Exporteure und Banken vor wirtschaftlich und politisch bedingten Zahlungsausfällen oder Vermögensverlusten. Investitionsgarantien schützen Investoren vor politischen Risiken.

Das federführende Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat nun die Jahresergebnisse 2016 der Förderinstrumente veröffentlicht. Angesichts der vielfältigen wirtschaftlichen und politischen Krisen weltweit zeigt sich dabei erneut die große Bedeutung der staatlichen Außenwirtschaftsförderung.

Die Jahresberichte zu den Exportkredit- und Investitionsgarantien 2016 mit detaillierten Angaben werden derzeit erstellt und turnusgemäß im Frühjahr 2017 auf der Internetseite des BMWi veröffentlicht.

Weitere Informationen zu den Förderinstrumenten des Bundes finden Sie hier.

Ansprechpartner:

Bernd Papenstein
Tel.: +49 211 / 981-2639
E-Mail: bernd.papenstein@de.pwc.com

Philipp Rossberg
Tel.: +49 40 / 6378-2469
E-Mail: philipp.rossberg@de.pwc.com

Miachel Huber-Saffer
Tel.: +49 40 / 6378-2083
E-Mail: michael.huber-saffer@de.pwc.com

Key findings from the government & public services industry 20th CEO Survey

Each year, PwC’s Annual Global CEO Survey captures the issues at the top of the agenda for the world’s business community. Comparing and contrasting the views of business and government enables a better understanding of the policy and delivery responses today, and how public sector organisations themselves can get ready for tomorrow’s challenges.

Inclusive, good growth: the new agenda

Over the past 20 years CEOs have seen much change due to globalisation and technological change. Geopolitical uncertainty is seen as a top 5 threat to growth while 58% of the CEOs surveyed think it’s becoming harder to compete on the world stage due to more closed national policies. There are no silver bullets but policy action can help if directed to support the top drivers for growth, identified by the CEOs surveyed as innovation, technology and human capital.

Globalisation, technology & skills

People worry that globalisation will take away their jobs, and they’re even more nervous about the impact of technology. Yet CEOs are still hiring – and looking most for skills that can’t be replicated by machines, such as creativity & innovation (77%), leadership (75%) and emotional intelligence (64%). CEOs are searching more widely for talent. For many public bodies facing pay restraint and job cuts, it is therefore even more important for public leaders to invest in their people and offer attractive careers.

Trust: the currency of the digital age

Trust has been climbing steadily up the CEO agenda, and technology has exacerbated the challenge. In a more digitised world, CEOs say it’s harder to gain and keep trust in areas like data privacy and ethics, IT disruptions and artificial intelligence. Trust is really the currency of the digital age and those CEOs with government backing appear to appreciate this most acutely.

Closing the gap between rich and poor?

The vast majority of CEOs (90%+) think globalisation has helped to facilitate trade, connectivity and a skilled workforce. But sizeable percentages of CEOs don’t believe globalisation has helped at all to: close gap between rich and poor (44%); enhance the fairness and integrity of global tax systems (35%); and avert climate change and resource scarcity (28%). Government action is needed but on its own is not enough: business has an important role too. CEOs believe that collaboration between business and government is needed to drive the kind of systemic change which can result in the proceeds of globalisation and new technology being distributed in a way that can help to close the gap between rich and poor.

For more Information and descriptive graphics click here.

Contact Person:
Alfred Höhn
Tel.: +49 30 2636 1270
E-Mail: alfred.hoehn@de.pwc.com

Studie „Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst“ erscheint am 07. März

Am 07. März veröffentlichen wir unsere Studie „Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst – Prognosen und Handlungsstrategien bis 2030“. Die Studie wird unter www.pwc.de/Fachkraeftemangelstudie2017 abrufbar sein. Hier möchte ich allen Interessierten einen ersten Ausblick geben.

Bereits im vergangenen Sommer konnten wir in unserer gemeinsam mit dem WifOR durchgeführten Studie zeigen, dass der öffentliche Sektor im Jahr 2030 die am stärksten vom Fachkräftemangel betroffene Branche sein wird (http://www.pwc.de/de/human-resources/in-deutschland-werden-die-arbeitskraefte-rar.html). Rechnerisch kann demnach 2030 jede 9. Stelle dauerhaft nicht besetzt werden – Tendenz steigend. In einer vertieften Detailanalyse haben wir nun herausgearbeitet, wo konkret der öffentliche Sektor betroffen sein wird und welche Handlungsstrategien geeignet sind, den Herausforderungen zu begegnen. Zwei sehr unterschiedliche Formen des Mangels sind dabei deutlich geworden: In absoluten Zahlen werden die meisten Fachkräfte in typischen Berufen des öffentlichen Sektors fehlen, beispielsweise Lehrer oder Verwaltungsfachkräfte. Der relative Mangel, also der Anteil an systematisch nicht besetzten Stellen, ist jedoch dort am höchsten, wo der öffentliche Sektor als Arbeitgeber im direkten Wettbewerb mit der Privatwirtschaft steht. Dabei handelt es sich häufig um Berufe, die Schlüsselpositionen in Verwaltungen einnehmen und daher eine zentrale Rolle für die Funktions- und Steuerungsfähigkeit der Verwaltung spielen.

Im scharfen Wettbewerb mit dem Privatsektor

Wir stellen in der Studie die Liste der Top 10 der im schärfsten Wettbewerb stehenden Berufsgruppen im Jahr 2030 vor. Die Anführer dieser Liste überraschen uns wenig: Fachkräfte der Informations- und Kommunikationstechnologie, andere MINT-Fachkräfte wie Ingenieure sowie Arbeitnehmer der Gesundheitsbranche, deren Gewinnung schon heute für den öffentlichen Sektor ein Problem darstellt, fallen deutlich ins Gewicht. Interessant ist jedoch, dass auch Führungskräfte sowie allgemeine Büro- und Sekretariatskräfte zu den besonders umkämpften Berufsgruppen zählen werden. Allein bei Letzteren prognostizieren wir einen absoluten Mangel von 30 000 Arbeitnehmern im Jahr 2030.

Mangelnde Attraktivität und geringere Vergütungen

Der öffentliche Sektor hat in diesem direktem Wettbewerb um Spezialisten vor allem zwei Nachteile: Mangelnde Attraktivität und eine vergleichsweise geringere Vergütung. Beide Nachteile analysieren wir in der Studie genau und kommen dadurch zu differenzierten und somit zu spezifischen Empfehlungen. Wir zeigen dabei, dass der öffentliche Dienst in seiner Breite weder ein grundsätzliches Imageproblem, noch ein grundsätzliches Vergütungsproblem hat. Vielmehr bedarf es an wenigen Stellen gezielter Nachbesserungen.

Mehr möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten und wünsche allen Interessierten eine spannende Lektüre.

Ansprechpartner:

Alfred Höhn
Leiter Öffentlicher Sektor
Tel.: +49 30 2636-1270
E-Mail: alfred.hoehn@de.pwc.com

Öl- und Gasbranche im Fokus – Investitionen in Zeiten niedriger Preise und schwacher Nachfrage

Die Öl- und Gasbranche befindet sich weltweit unter Druck. Seit nunmehr zwei Jahren leidet die Branche unter dem starken Rückgang der Preise. Zahlreiche Erdöl produzierende Länder durchleben wirtschaftliche Krisen, große Ölunternehmen wie u. a. BP und Royal Dutch Shell verzeichnen Gewinnrückgänge und kündigen die Streichung tausender Jobs an. Ob die Talsohle dieser Entwicklung bereits erreicht ist, kann derzeit nicht abschließend beurteilt werden. Bei genauerer Betrachtung wird gleichwohl deutlich, dass gerade vor dem Hintergrund dieser Rahmenbedingungen Ausrüstungsinvestitionen im Öl- und Gassektor erforderlich und ein entscheidender Faktor für zukünftige Wettbewerbsfähigkeit sind.

Temporäre Preisausreiser sehen wir angesichts des derzeitigen Ölpreises nicht, da dieser über Jahre hinweg auf einem ähnlichen Niveau lag. Von Januar 2011 bis Juli 2014 erreichte der Ölpreis durchschnittlich 110 US Dollar, sank allerdings seitdem kontinuierlich und hat sich derzeit bei einem Preis von etwa 40-50 US Dollar eingependelt. Die Gründe für diesen starken Rückgang ist eine Kombination aus angebots- und nachfrageseitigen Effekten. Im Jahr 2014 und zu Beginn des Jahres 2015 war ein Überangebot an Öl, das den Preis fallen ließ. Seit der zweiten Jahreshälfte 2015 addieren sich Nachfrageeffekte hinzu: schwache lokale Nachfrage in den Erdöl exportierenden Ländern, schwächer als erwartete Erholung in der Eurozone und das schwächste Wachstum seit 25 Jahren in China.

Wie stark die Erdöl exportierenden Länder vom niedrigen Ölpreis betroffen sind, hängt maßgeblich von den Ölförderkosten und damit der Profitabilität des Sektors ab. Der technische Fortschritt im Bereich der Fracking-Förderung macht die Produktion in vielen Ländern heute jedoch flexibler und günstiger, wodurch zahlreiche Unternehmen auch bei den jetzigen Preisen noch profitabel wirtschaften können. Dies gilt dauerhaft auch für Länder wie dem Iran, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten oder auch dem Irak. Mit Förderkosten um die 10 US Dollar je Barrel ist dort auch bei niedrigen Absatzpreisen eine profitable Förderung möglich.

Unabhängig von den Förderkosten stehen die meisten Erdöl exportierenden Länder zurzeit vor dem gleichen Dilemma: Produktionsausweitung oder -senkung? Die im September 2016 getroffene Entscheidung der OPEC‑Staaten, die Fördermengen um 750.000 Barrel pro Tag zu reduzieren, zeigt, dass der Wunsch nach höheren Preisen dominiert. Die Märkte reagierten positiv auf die Meldung und ließen den Preis mit 53 US Dollar je Barrel auf den bis dahin höchsten Stand in 2016 steigen. Gleichwohl ist fraglich, inwieweit sich alle OPEC‑Staaten an den Beschluss halten und ob u. a. auch Russland, das ebenfalls eine Begrenzung der Produktionsmengen ins Spiel gebracht hatte, die Produktion tatsächlich zurückfährt. Angola, Nigeria und das vor der Staatspleite stehende Venezuela zum Beispiel erwirtschaften 90 % ihrer Exporterlöse durch die Ausfuhr von Öl. Aufgrund des niedrigen Ölpreises befinden sich diese Länder im wirtschaftlichen Niedergang und sind auf jedes exportierte Barrel Öl angewiesen. Der Iran, der nach der Lockerung der Sanktionen an den Weltmarkt zurückkehren möchte, könnte ebenfalls nicht ohne weiteres gewillt sein, die niedrigen Produktionsmengen einzuhalten und auf lukrative Ölgeschäfte zu verzichten.

Zumindest bis Ende 2017 werden nach Angaben des Institute of International Finance (IIF) keine signifikanten Veränderungen beim Ölpreis erwartet. Eine entscheidende Komponente wird sein, inwieweit sich die OPEC-Staaten an die Produktionsdrosselung halten und wie sich die weltweite Produktion entwickelt. Insgesamt werden moderate Produktionsausweitungen prognostiziert, die Hand in Hand mit der positiven Entwicklung der weltweiten Nachfrage gehen dürften. Ab 2018 erwartet IIF durch eine stärkere globale Nachfrage ein leichtes Anziehen des Preises. Ein Niveau von 60 US Dollar je Barrel könne sich bis 2020 einstellen. Andere Prognosen sehen aufgrund der Bemühungen um Energieeffizienz und der Entwicklung alternativer Energien sogar den Gipfel der Nachfrage bereits erreicht. Neben der Lage am Ölmarkt ist die Entwicklung im Gassektor ebenfalls herausfordernd. Nicht nur der Ölpreis ging in den vergangenen zwei Jahren drastisch zurück, auch der Gaspreis entwickelte sich mit gleichgerichteter Tendenz.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Ansprechpartner:

Bernd Papenstein
Tel.: +49 40 8834 9500
E-Mail: bernd.papenstein@de.pwc.com

Michael Huber-Saffer
Tel.: +49 40 8834 9450
E-Mail: michael.huber-saffer@de.pwc.com

Technisches Sicherheitsmanagement (TSM) – Organisationssicherheit und Effizienz für Energie und Wasserversorger

Das Technische Sicherheitsmanagement (kurz: TSM) ist ein Managementsystem für Strom-, Erdgas-, Trinkwasser- und Fernwärmeversorger. Diese Unternehmen sind gesetzlich verpflichtet, die technischen Regeln der Verbände VDE, DVGW und AGFW einzuhalten und ein TSM zu implementieren. Darüber hinaus ist auf freiwilliger Basis eine Überprüfung (Zertifizierung) des TSM durch die Verbände möglich.

Das Gütesiegel „TSM-geprüft“ ist ein wertvoller Beitrag zum Unternehmensimage. Konzessionsbewerbungen oder Neugründungen von Stadtwerken sind heute ohne geprüftes TSM nicht mehr vorstellbar. Bei schwerwiegenden Störungen oder Unfällen kann mithilfe des geprüften TSM ein Organisationsverschulden durch die verantwortlichen Personen in der Regel ausgeschlossen werden, sodass eine Haftung des Unternehmens und/oder die strafrechtliche Verfolgung der Unternehmensleitung von vornherein vom Tisch sind.

Eine nachhaltig TSM-konforme Aufbau und Ablauforganisation ist heute der Benchmark für gute Unternehmensführung im Versorgungsunternehmen. Sie hält alle gesetzlichen Anforderungen ein und schafft gleichzeitig Transparenz über die Prozesse, welche eine Grundvoraussetzung für die wirksame Steuerung der Netzkosten und damit des Netzergebnisses ist.

Mehr Informationen zu diesem Thema erhalten Sie hier: Technisches_Sicherheitsmanagement

Ansprechpartner:

Henry Otto
Partner
Tel.: +49 211 981 2023
E-Mail: henry.otto@de.pwc.com

Dr.-Ing. Thomas Hiller
Manager
Tel.: +49 89 5790 5161
E-Mail: thomas.hiller@de.pwc.com

Spannende Beiträge zum Thema Energy finden Sie hier.

 

E-Mobility und Versorgungswirtschaft

Am 1. März 2017 findet unser Business Breakfast zum Thema E-Mobility und Versorgungswirtschaft statt.

Im Rahmen unseres Business Breakfast möchten wir auf ausgewählte Sachverhalte eingehen und mit Ihnen zu folgenden Themen ins Gespräch kommen: Welche Rolle kann die Energiewirtschaft beim Markterfolg der Elektromobilität einnehmen? Welche Geschäftsmodelle bieten sich an? Was bedeutet der Erfolg der Elektromobilität für die Versorgungsinfrastruktur, das Investitionsverhalten und die Planungsgrundsätze?

Schauen Sie vorbei und diskutieren Sie mit!

E-Mobility und Versorgungswirtschaft

Neue Finanzierungsinstrumente im ÖPNV

Die Entwicklung des ÖPNV in den letzten Jahrzehnten kann mit steigenden Fahrgastzahlen und zunehmender Kostendeckung als Erfolgsstory bezeichnet werden. Ein hochwertiges ÖPNV-Angebot leistet einen wesentlichen Beitrag, um die Mobilität der Menschen in Städten und Regionen zu sichern, sowie die angestrebten Umwelt- und Klimaziele zu erreichen. Um dieses Angebot aufrechtzuerhalten bzw. weiter auszubauen, bedarf es zukünftig neben klassischen auch neue Finanzierungsinstrumente, welche bereits diskutiert oder bereits im In- und Ausland umgesetzt sind. Dies macht demnach deutlich, dass als Ergänzung zu den klassischen Finanzierungsinstrumenten eine große Bandbreite an neuen und innovativen Finanzierungsmöglichkeiten besteht, die vor allem im Ausland zum Teil bereits dauerhaft oder temporär, insbesondere in urbanen Räumen, umgesetzt worden sind. Angesichts des Bedarfs an umfangreichen finanziellen Mitteln für die Aufrechterhaltung bzw. Verbesserung des öffentlichen Verkehrsangebots sollten demnach künftig vermehrt neue Finanzierungsinstrumente eingesetzt werden.

Ansprechpartner:

Hansjörg Arnold
Partner
Tel.: +49 69 9585-5611
E-Mail: hansjoerg.arnold@de.pwc.com

Christiane Heinrich-Köhler
Senior Manager
Tel.: +49 211 981-4251
E-Mail: christiane.henrich-koehler@de.pwc.com

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